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	<title>Atomluftschiff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T04:07:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;17387349L8764: HC: Ergänze Kategorie:Nuklearantrieb</title>
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		<updated>2025-04-24T09:40:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Nuklearantrieb&quot; title=&quot;Kategorie:Nuklearantrieb&quot;&gt;Kategorie:Nuklearantrieb&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Atoms for Peace stamp.jpg|mini|US-amerikanische Briefmarke (1955)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atomluftschiffe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Luftschiff]]e, welche anstatt von [[Verbrennungsmotor]]en als [[Antrieb]]ssystem über einen [[Kernreaktor|Atomreaktor]] verfügen sollten. Technologisch sollte dieses Antriebssystem an die seit den 1950er Jahren gewonnenen Erfahrungen mit atombetriebenen [[Schiff]]en oder [[U-Boot|Unterseebooten]] anknüpfen. In den 1970er Jahren existierte in [[Lübeck]] eine &amp;#039;&amp;#039;Fördergesellschaft für Atomluftschiffbau und Atomluftschiffahrt e.V.&amp;#039;&amp;#039; Motiviert durch eine Studie von [[Transportluftschiff#Konzeptstudie durch die Dornier AG|Dornier]] führte der [[Verein Deutscher Ingenieure|VDI]] noch im Jahr 1972 eine Umfrage innerhalb der deutschen Luftfahrtindustrie und der Luftschiffbranche durch. Überraschenderweise stellte sich in dieser Umfrage heraus, dass die deutsche [[Lufthansa]] der Idee des Luftschiffs allgemein nicht abgeneigt war und sich die Lufthansa wie auch [[Vereinigte Flugtechnische Werke|VFW-Fokker]] nuklearbetriebene Großluftschiffe im Einsatz vorstellen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;J.  Bleibler: &amp;#039;&amp;#039;Die fünfziger und sechziger Jahre – Großluftschiffprojekte in Deutschland und den USA&amp;#039;&amp;#039;. In: {{BibISBN|3861360764}}&amp;lt;!-- Luftschiffe, die nie gebaut wurden --&amp;gt; S. 171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu [[Atom-U-Boot|Atomunterseebooten]] und Atomschiffen, wie dem deutschen Frachter [[Otto Hahn (Schiff)|Otto Hahn]], wurden Atomluftschiffe niemals gebaut und blieben lediglich konzeptionelle Überlegungen in der Geschichte der Luftschifffahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Atoms for Peace Dirigible ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Atoms For Peace symbol.png|mini|Atoms for Peace Symbol (1955 oder früher)]]&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Jahres 1955 wurde unter [[Dwight D. Eisenhower| Präsident Eisenhower]] innerhalb des [[Kongress der Vereinigten Staaten|US-amerikanischen Kongresses]] Geld für das so genannte [[Atoms for Peace|„Atoms for Peace“-Programm]] freigegeben, wodurch ein atombetriebenes Handelsschiff gefertigt werden und damit den Stand der US-amerikanischen Atomtechnologieentwicklung präsentieren sollte. Nachdem jedoch im Frühjahr 1956 die Diskussion um das Projekt noch anhielt, äußerte Frank Tinsley in zwei Zeitschriftenartikeln Kritik an dem geplanten Seeschiff und stelle als Alternative ein atombetriebenes Luftschiff vor, welches insbesondere besser zu Werbe- und Sympathiezwecken geeignet sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tinsley fertigte einige grafische Konzeptualisierungen und populärwissenschaftliche Artikel zu dem Projekt an. Technologisch waren seine Überlegungen eng an dem im Jahr 1951 vorgestellten „fliegenden Flugzeugträger“ der [[Goodyear (Luftschiff)|Goodyear Aircraft Corporation]] angelehnt, welches wiederum eng an den Starrluftschiffen [[USS Akron (ZRS-4)|Akron]] und [[USS Macon (ZRS-5)|Macon]] angelehnt war. Der Atomreaktor sollte mittig innerhalb des Luftschiffes verbaut werden und über eine [[Dampfturbine]] Strom generieren und eine Luftschraube am Heck antreiben. Die technischen Spezifikationen blieben insgesamt recht vage gehalten. Präziser stellte Tinsley hingegen den Personentransport als Einsatzzweck heraus, und dass es auf dem Wasser hätte landen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;J.  Bleibler: &amp;#039;&amp;#039;Die fünfziger und sechziger Jahre – Großluftschiffprojekte in Deutschland und den USA&amp;#039;&amp;#039;. In: {{BibISBN|3861360764}}&amp;lt;!-- Luftschiffe, die nie gebaut wurden --&amp;gt; S. 154 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studie der Goodyear Aircraft Corporation ==&lt;br /&gt;
Auch in den späten 1950er Jahren blieb die Idee des Atomluftschiffs präsent. Im Jahr 1957 veröffentlichte Edwin Kirschner eine Monografie zum Titel &amp;#039;&amp;#039;The Zeppelin in the Atomic Age&amp;#039;&amp;#039; und griff dabei auch auf die Zeichnungen und Illustrationen Frank Tinsleys zurück. Motiviert war Kirschner vor allem von der im Jahr 1955 stattgefundenen [[Genfer Gipfelkonferenz (1955)|Genfer Gipfelkonferenz]], auf welcher [[Dwight D. Eisenhower| Präsident Eisenhower]] den Open Sky Plan zur zivilen Luftraumüberwachung vorstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunter Bischof: &amp;#039;&amp;#039;Cold War Respite: The Geneva Summit of 1955&amp;#039;&amp;#039;. Louisiana State University Press, Baton Rouge 2000, S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein atombetriebenes Luftschiff hätte nach Vorstellung Kirschners insbesondere durch seine virtuell unbegrenzte Reichweite und Einsatzdauer für die Luftraumüberwachung enorme Vorteile aufgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1959 stellte die [[Goodyear (Luftschiff)|Goodyear Aircraft Corporation]] tatsächlich eine erste fundierte Studie zu der Thematik vor und verkündete, ein atombetriebenes [[Prallluftschiff]] bis zum Jahr 1963 einsatzbereit zu haben. Von den Ausmaßen hätte dieses Schiff das [[ZPG-3W]] noch übertroffen, sollte eine doppelstöckige Gondel aufweisen, wobei der Atomreaktor für die Schiffsmitte vorgesehen war.&amp;lt;ref&amp;gt;J.  Bleibler: &amp;#039;&amp;#039;Die fünfziger und sechziger Jahre – Großluftschiffprojekte in Deutschland und den USA&amp;#039;&amp;#039;. In: {{BibISBN|3861360764}}&amp;lt;!-- Luftschiffe, die nie gebaut wurden --&amp;gt; S. 156 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projekt von Francis Morse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1962 erarbeitete der aus [[Boston]] stammende Professor Francis Morse mit einigen seiner Studenten das Konzept eines atombetriebenen Luftschiffs, um dieses auf den [[Weltausstellung]]en in [[New York City|New York]] und [[Montreal]] vorzustellen. Technologisch wollte das Team an erprobte [[Starrluftschiff]]e der 1930er anknüpfen, sodass auf Aluminiumgerippe gesetzt wurde und die Antriebssysteme von [[Goodyear (Luftschiff)|Goodyear]] der 1940er und 1950er Jahre verwendet werden sollten. Zum Betrieb der zwei gegenläufigen Vierblattpropeller sollte der Atomreaktor mittig im Schiff installiert werden. Das mit 3.000.000&amp;amp;nbsp;m³ Helium befüllte Schiff sollte bis zu 400 Passagiere transportieren. Vorgesehen war eine äußerst luxuriöse Ausstattung mit einem Tanzsaal, einem Promenadendeck und gar einem Flugzeughangar. Ähnlich den als [[Fliegender Flugzeugträger|Flugzeugträgern]] eingesetzten Luftschiffen [[USS Akron (ZRS-4)|Akron]] und [[USS Macon (ZRS-5)|Macon]] hätte damit ein Flugzeug über eine Trapezkonstruktion in das Luftschiff aufgenommen werden können und so Verbindungsflüge für 18 Personen anbieten können.&amp;lt;ref&amp;gt;J.  Bleibler: &amp;#039;&amp;#039;Die fünfziger und sechziger Jahre – Großluftschiffprojekte in Deutschland und den USA&amp;#039;&amp;#039;. In: {{BibISBN|3861360764}}&amp;lt;!-- Luftschiffe, die nie gebaut wurden --&amp;gt; S. 164 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projekt von Henry Irwin ==&lt;br /&gt;
Das in [[Oklahoma]] ansässige Unternehmen Henry Irwin and Associates unter Leitung von Henry Irwin entwickelte das zweite Atomluftschiffprojekt der 1960er Jahre. Irwin plante noch konsequenter auf technologischen Konzepten und Entwicklungen der 1930er Jahre aufzubauen. Bekannt ist lediglich, dass auf ein Traggasvolumen von 280.000&amp;amp;nbsp;m³ gesetzt werden sollte. Zudem sollte dieses Atomluftschiff ausschließlich als [[Transportluftschiff|Frachtluftschiff]] eingesetzt werden. Das Projekt wurde von [[Charles E. Rosendahl]] unterstützt, welcher gar Partner von Henry Irwin and Associates wurde. Obgleich Irwin im Januar 1964 eine Übereinkunft mit der [[Luftschiffbau Zeppelin]] traf, welche ihm Zugang zu historischen Konstruktionsunterlagen gegeben hätte, wurde das Projekt später nicht weiter verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;J.  Bleibler: &amp;#039;&amp;#039;Die fünfziger und sechziger Jahre – Großluftschiffprojekte in Deutschland und den USA&amp;#039;&amp;#039;. In: {{BibISBN|3861360764}}&amp;lt;!-- Luftschiffe, die nie gebaut wurden --&amp;gt; S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projekt ALV 1 &amp;amp; ALV-C/1 (Erich von Veress) ==&lt;br /&gt;
Im Zeitraum 1955 bis 1965 erarbeitete der aus [[Graz]] stammende Erich von Veress das Konzept eines als &amp;#039;&amp;#039;ALV 1&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Atomluftschiffs. Angeblich begann Veress überhaupt erst auf Anraten von [[Otto Hahn]] mit dem Projekt. Angedacht wurde von ihm ein 324 Meter langes Schiff zum Transport von 500 Passagieren, 100 Crewmitgliedern und 100 Tonnen Nutzlast. Durch einen im Bug untergebrachten Kernantrieb sollten 18.000 PS generiert werden und zu einer Reisegeschwindigkeit von 300&amp;amp;nbsp;km/h führen. Technologisch plante Veress auf bestehende Atomreaktoren zurückzugreifen, hoffte hierbei jedoch vergeblich auf niemals eintretende Fortschritte bei der Entwicklung von sehr leichten Reaktoren.&lt;br /&gt;
Nachdem das Interesse an dem Projekt nach anfänglicher positiver medialer Berichterstattung&amp;lt;ref&amp;gt;Rolv Heuer: [https://www.zeit.de/1969/20/das-deutsche-atomgetriebene-heliumgefuellte-stromlinienluftschiff &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche atomgetriebene, heliumgefüllte Stromlinienluftschiff&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 20/1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; in den späten 1960er Jahren abflaute, stellte Veress Anfang der 1970er Jahre mit dem ALV-C/1 eine Modifikation vor, welche als Frachtluftschiff eingesetzt werden sollte. Auch die in den 1970er Jahren in Lübeck ansässige &amp;#039;&amp;#039;Fördergesellschaft für Atomluftschiffbau und Atomluftschiffahrt e.V.&amp;#039;&amp;#039; verschickte Informationsmaterialien, wobei auf dem Briefkopf mit dem ALV Projekt geworben wurde. Dennoch kam das Projekt über dieses frühe Projektstadium nie hinaus.&amp;lt;ref&amp;gt;J.  Bleibler: &amp;#039;&amp;#039;Die fünfziger und sechziger Jahre – Großluftschiffprojekte in Deutschland und den USA&amp;#039;&amp;#039;. In: {{BibISBN|3861360764}}&amp;lt;!-- Luftschiffe, die nie gebaut wurden --&amp;gt; S. 166 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Convair X-6]], Versuchsflugzeug mit Atomreaktor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. Bleibler: &amp;#039;&amp;#039;Die fünfziger und sechziger Jahre – Großluftschiffprojekte in Deutschland und den USA&amp;#039;&amp;#039;. In: {{BibISBN|3861360764}}&amp;lt;!-- Luftschiffe, die nie gebaut wurden --&amp;gt; S. 151–175&lt;br /&gt;
* Edwin J. Kirschner: &amp;#039;&amp;#039;The Zeppelin in the Atomic Age&amp;#039;&amp;#039;. University of Illinois Press, 1957.&lt;br /&gt;
* Rolv Heuer: [https://www.zeit.de/1969/20/das-deutsche-atomgetriebene-heliumgefuellte-stromlinienluftschiff &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche atomgetriebene, heliumgefüllte Stromlinienluftschiff&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 20/1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftschiffbauart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftfahrzeug mit Nuklearantrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nuklearantrieb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;17387349L8764</name></author>
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