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	<title>Atle Selberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Atle_Selberg&amp;diff=259786&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Einzelnachweis ergänzt</title>
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		<updated>2025-07-11T06:57:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Atle Selberg.jpg|mini|hochkant|Atle Selberg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atle Selberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[14. Juni]] [[1917]] in [[Langesund]], [[Norwegen]]; †&amp;amp;nbsp;[[6. August]] [[2007]] in [[Princeton (New Jersey)|Princeton]], [[New Jersey]]) war ein norwegisch-US-amerikanischer Mathematiker, der 1950 mit der [[Fields-Medaille]] für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der [[Zahlentheorie]] ausgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbergs Interesse an der Mathematik begann bereits als Schüler. In seiner Jugend las er begeistert die gesammelten Veröffentlichungen von [[S. Ramanujan]] und begann seine eigenen mathematischen Forschungen zu betreiben. Der nächste Einfluss kam durch [[Erich Hecke]], von dem er 1936 einen Vortrag auf der &amp;#039;&amp;#039;Internationalen Mathematischen Konferenz&amp;#039;&amp;#039; in [[Oslo]] hörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte Mathematik an der [[Universität Oslo|Universität von Oslo]] bis zur [[Promotion (Doktor)|Promotion]] 1943&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=121277|Kommentar=abgerufen am 11. Juli 2025.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und blieb dort bis 1947. Im selben Jahr heiratete er Hedvig Liebermann und ging in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]]. 1947 bis 1948 wirkte er am [[Institute for Advanced Study]] in [[Princeton (New Jersey)|Princeton]] und wechselte dann für kurze Zeit an die [[Syracuse University|Universität Syracuse]]. 1949 kehrte er wieder als permanentes Mitglied ans Institute for Advanced Study zurück und wurde gleichzeitig 1951 zum Professor für Mathematik in Princeton ernannt. 1987 emeritierte Selberg in Princeton, ohne jedoch seine wissenschaftlichen Arbeiten komplett einzustellen. Nach dem Tod seiner Frau Hedvig 1995 heiratete er in zweiter Ehe die Amerikanerin Betty Compton. Nach Angaben seiner Familie verstarb Atle Selberg im Alter von 90 Jahren am 6. August 2007 in seinem Haus in Princeton an Herzversagen. Er hinterließ außer seiner Frau Betty einen Sohn Lars und eine Tochter Ingrid aus erster sowie zwei Stieftöchter aus seiner zweiten Ehe. Seine Tochter [[Ingrid Selberg]] ist Schriftstellerin, verheiratet mit dem aus Trinidad stammenden Theaterautor [[Mustapha Matura]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selberg wurde zunächst durch seinen „elementaren“ (das heißt ohne Verwendung der Funktionentheorie) Beweis des [[Primzahlsatz]]es 1948, etwa gleichzeitig mit [[Paul Erdős]], bekannt. Die Frage der gegenseitigen Beeinflussung bei dem Beweis, der entstand, als beide in Princeton waren, war lange umstritten, wesentliche Impulse kamen aber von Selberg, der von Erdös kontaktiert wurde (an einer von Erdös vorgeschlagenen Kollaboration war Selberg aber nicht interessiert, er veröffentlichte grundsätzlich – bis auf eine Ausnahme – allein) und auch Erdös zuerst darauf hinwies, dass er selbst einen Beweis hatte, zuerst unter Verwendung eines Resultats von Erdös, dann durch Entwicklung eines ihm natürlicher erscheinenden gänzlich eigenen Beweises.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Joel Spencer, Ronald Graham: &amp;#039;&amp;#039;The Elementary Proof of the Prime Number Theorem.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mathematical Intelligencer.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;3, 2009, werden Erinnerungen von Straus dazu wiedergegeben und die von Selberg selbst aus einem Interview, [[Peter Sarnak]], [[Dennis Hejhal]]: Nils Baas, Christian Skau,  [https://www.ams.org/bull/2008-45-04/S0273-0979-08-01223-8/home.html &amp;#039;&amp;#039;The Lord of the Numbers. Atle Selberg, On his life and mathematics&amp;#039;&amp;#039;], Bulletin AMS, Band 45, 2008, S. 617–649, hier S. 642ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ausgangspunkt für Erdös war eine Formel von Selberg, die nach Selberg den Kern des Beweises lieferte und die Turan Erdös zeigte, ohne Wissen von Selberg. Über die weitere Veröffentlichungsgeschichte und dass der Eindruck entstand, der Beweis stamme ausschließlich von Erdös, war Selberg nicht sehr erfreut. Noch in der relativen Isolation der Kriegsjahre in Norwegen bewies er außerdem, dass mindestens ein kleiner Prozentsatz der nicht-trivialen [[Nullstelle]]n der [[Riemannsche Zetafunktion|riemannschen Zetafunktion]] auf der kritischen Geraden (mit Realteil 1/2) liegt (von [[Norman Levinson]] 1974 auf 1/3 und von [[J. Brian Conrey|Brian Conrey]] 1989 auf 2/5 verbessert). Das war ein wichtiger Schritt auf dem Feld der heute noch offenen [[Riemannsche Vermutung|Riemann-Vermutung]], davor hatten [[Godfrey Harold Hardy|Hardy]] und [[John Edensor Littlewood|Littlewood]] lediglich zeigen können, dass unendlich viele Nullstellen auf der kritischen Geraden liegen. 1947 verbesserte er die [[Siebmethode]] des norwegischen Mathematikers [[Viggo Brun]] in der analytischen Zahlentheorie (Selberg-Sieb). Die &amp;#039;&amp;#039;[[Selbergsche Spurformel|Spurformel von Selberg]]&amp;#039;&amp;#039; (1956) stellte ähnlich den &amp;#039;&amp;#039;expliziten Formeln&amp;#039;&amp;#039; der analytischen Zahlentheorie eine Verbindung zwischen Summen über die [[Eigenwert]]e (der &amp;#039;&amp;#039;[[Spur (Mathematik)|Spur]]&amp;#039;&amp;#039;) des [[Laplace-Beltrami-Operator]]s auf [[Kompakter Raum|kompakten]] [[Riemannsche Fläche|Riemannschen Flächen]] und Summen über das geometrische Spektrum, den Längen der [[Geschlossene Kurve|geschlossenen]] [[Geodäte|geodätischen Kurven]], her. Letztere übernehmen die Rolle der Primzahlen in den entsprechenden Formeln aus der analytischen Zahlentheorie, während die Nullstellen der Zetafunktion den Eigenwerten des Laplaceoperators entsprechen. In diesem Zusammenhang führte er auch ein Analogon zur riemannschen Zetafunktion ein, die [[Selberg-Zetafunktion]] (mit Primzahlen ersetzt durch die Längen der geschlossenen geodätischen Bahnen). Außerdem arbeitete er über [[automorphe Funktion]]en und [[Modulform]]en (Spurformel von [[Martin Eichler]] und Selberg, hier die Spur der [[Hecke-Operator]]en, operierend im Raum der Modulformen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mathematische Objekte, die nach Selberg benannt sind ===&lt;br /&gt;
Folgende Objekte tragen den Namen von Selberg:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spurformel von Selberg, das Selberg-Sieb, das Selberg-Integral, die Selberg-Klasse, die Rankin-Selberg-L-Funktion, die selbergische Eigenwertsvermutung, die selbergische Zeta-Funktion, Selbergs zentraler Grenzwertsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ias.edu/press-releases/atle-selberg-1917%E2%80%932007 |titel=Atle Selberg 1917–2007|autor=Christine Ferrara|werk=ias.edu|hrsg=Institute for Advanced Study|datum=2007-08-09|abruf=2022-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist die Selberg-Klasse eine axiomatische Definition von [[L-Funktion]]en und [[Zeta-Funktion]]en, die die meisten solchen Funktionen umfasst (vier Axiome: Analytizität, Ramanujan-Vermutung, Funktionalgleichung, Eulerprodukt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 wurde Selberg auf dem [[Internationaler Mathematikerkongress|Internationalen Mathematikerkongress]] in [[Harvard-Universität|Harvard]] die [[Fields-Medaille]] verliehen (Vortrag: The general sieve method and its place in prime number theory). 1962 hielt er einen Plenarvortrag auf dem [[Internationaler Mathematikerkongress|Internationalen Mathematikerkongress]] in [[Stockholm]] (Discontinuous Groups and Harmonic Analysis). Weitere Ehrungen für seine Arbeit waren seine Mitgliedschaften in der [[Norwegische Akademie der Wissenschaften|Norwegischen Akademie der Wissenschaften]], der [[Königlich Dänische Akademie der Wissenschaften|Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften]], der [[American Academy of Arts and Sciences]] (1960) und der [[Indian National Science Academy]] sowie eine Ehrenmitgliedschaft der [[London Mathematical Society]]. 1972 erhielt Selberg die Ehrendoktorwürde der [[Universität Trondheim]], 1986 zusammen mit [[Samuel Eilenberg]] den international renommierten [[Wolf-Preis]] in Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Collected Papers.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: Springer, Heidelberg 1989, ISBN 3-540-18389-2; Band&amp;amp;nbsp;2: Springer, Heidelberg 1991, ISBN 3-540-50626-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Selberg-Delange-Methode]]&lt;br /&gt;
* [[Selbergs zentraler Grenzwertsatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Egil Aubert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Number Theory, Trace Formulas, and Discrete Groups. Symposium in Honor of Atle Selberg, Oslo, Norway, Juli 1987.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, Boston 1989, ISBN 0-12-067570-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Atle Selberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopædia Britannica.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Peter Sarnak]], [[Dennis Hejhal]] (Hrsg.): [https://www.ams.org/bull/2008-45-04/S0273-0979-08-01230-5/home.html &amp;#039;&amp;#039;Some comments on Selbergs Mathematics.&amp;#039;&amp;#039;], Bulletin AMS, Band 45, Nr. 4,  2008.&lt;br /&gt;
* Skau, Baas: [https://www.ams.org/bull/2008-45-04/S0273-0979-08-01223-8/home.html &amp;#039;&amp;#039;The Lord of the Numbers. Atle Selberg, On his life and mathematics.&amp;#039;&amp;#039;] In: Bulletin AMS, Band 45, 2008, S. 617–649 (Interview mit Selberg)&lt;br /&gt;
* Hejhal (Hrsg.): [https://www.ams.org/notices/200906/ &amp;#039;&amp;#039;Remembering Atle Selberg.&amp;#039;&amp;#039;], Notices of the AMS, Band 56, Nr. 6, Juni/Juli 2009, S. 692–710&lt;br /&gt;
* Donald J. Albers, Gerald L. Alexanderson &amp;#039;&amp;#039;Fascinating Mathematical People: Interviews and Memoirs&amp;#039;&amp;#039;, Princeton University Press 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117725161}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Selberg}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://publications.ias.edu/selberg Website am IAS mit Publikationen]&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.nytimes.com/2007/08/17/nyregion/17selberg.html &amp;#039;&amp;#039;Atle Selberg, 90, Lauded Mathematician, Dies.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;NY Times.&amp;#039;&amp;#039; 17. August 2007.&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/selberg.atle Atle Selberg] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Träger der Fields-Medaille&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Träger des Wolf-Preises in Mathematik&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117725161|LCCN=n88118373|VIAF=24667118}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Selberg, Atle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahlentheoretiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Institute for Advanced Study)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Norwegischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der London Mathematical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Fields-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norweger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2007]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Selberg, Atle&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=norwegischer Mathematiker und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juni 1917&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Langesund]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. August 2007&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Princeton (New Jersey)|Princeton]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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