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	<title>Atlantischer Lachs - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Atlantischer_Lachs&amp;diff=425783&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Klammern korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Atlantischer_Lachs&amp;diff=425783&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-13T12:15:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammern korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Atlantischer Lachs&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Salmo salar&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Salmo&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Lachsfische&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Salmonidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Lachsartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_LinkName  = Lachsfische&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Salmoniformes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Euteleosteomorpha&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Kohorte&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Clupeocephala&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Überkohorte&lt;br /&gt;
| Bild             = Atlantischer Lachs.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atlantische Lachs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Salmo salar&amp;#039;&amp;#039;) gehört zur [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Lachse]] und lebt größtenteils im [[Atlantischer Ozean|Atlantischen Ozean]]. Im Spätherbst ziehen die Lachse jedoch weit die Flüsse [[Europa]]s und Nordamerikas hinauf, um an den [[Flusslängsprofil|Oberläufen]] zu [[laich]]en. Die Fische können bis zu 1,5 Meter lang werden und benötigen zum Laichen Kiesgründe. Am Ende dieser „Laichwanderungen“ legen die Weibchen ihre Eier ab, und die Männchen befruchten diese. Da die Wanderung und der Laichakt für die Tiere sehr anstrengend ist und sie zudem häufig auf dem Weg keine Nahrung aufnehmen, stirbt der größte Teil der Lachse an Erschöpfung oder dadurch begünstigten Krankheiten, bevor er das offene Meer wieder erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungfische schlüpfen je nach Wassertemperatur nach ein bis fünf Monaten. Im Alter von etwa einem Jahr sind sie stark genug, um in die [[Ozean]]e zu wandern. Nach einigen Jahren kehren auch sie wieder zu ihrem Schlupfort zurück, um ihrerseits dort zu laichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atlantische Lachs ist in Deutschland 1992, 2000&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dafv.de/index.php/projekte-aktionen/fisch-des-jahres |titel=Übersicht &amp;quot;Fisch des Jahres&amp;quot; in Deutschland |hrsg=Deutschen Angelfischerverband |sprache=de |abruf=2018-02-26 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180224013613/http://www.dafv.de/index.php/projekte-aktionen/fisch-des-jahres |archiv-datum=2018-02-24 |offline=ja |archiv-bot=2024-07-13 06:16:49 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2019&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dafv.de/projekte/fisch-des-jahres/item/260-fisch-des-jahres-2019-der-altlantische-lachs-salmo-salar.html |titel=Fisch des Jahres 2019: Atlantischer Lachs (Salmo salar) |hrsg=Deutschen Angelfischerverband |sprache=de |abruf=2018-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie in der Schweiz 2015&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sfv-fsp.ch/fisch-des-jahres/fisch-des-jahres-2015.html |titel=Fisch des Jahres 2015 in der Schweiz |hrsg=Schweizerischer Fischerei-Verband |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180227034444/http://www.sfv-fsp.ch/fisch-des-jahres/fisch-des-jahres-2015.html |archiv-datum=2018-02-27 |abruf=2018-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zum &amp;#039;&amp;#039;Fisch des Jahres&amp;#039;&amp;#039; ernannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Atlantische Lachse sind nach zwei Jahren im [[Meer]] durchschnittlich 71–76&amp;amp;nbsp;cm lang und 3,6–5,4&amp;amp;nbsp;kg schwer&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nmfs.noaa.gov/pr/species/fish/atlanticsalmon.htm Atlantic salmon (Salmo salar)]. [[National Oceanic and Atmospheric Administration]] – Office of Protected Resources.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei einzelne Exemplare auch größer werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Färbung junger Atlantischer Lachse gleicht nicht der [[adult]]en Färbung. Während sie im [[Süßwasser]] leben, haben sie blaue und rote Punkte. In der Reifephase nehmen sie einen silbrig-blauen Schimmer an. Die adulten Tiere erkennt man am besten an den mehrheitlich oberhalb des [[Seitenlinienorgan]]s liegenden schwarzen Punkten. Die [[Flosse|Schwanzflosse]] ist jedoch gewöhnlich nicht gepunktet. In der [[Brunft|Paarungszeit]] nehmen Männchen eine leicht grüne oder rote Färbung an. Der Lachs hat einen spindelförmigen Körper und gut entwickelte Zähne.&lt;br /&gt;
[[Datei:Salmo salar juvenile.jpg|mini|Junger Atlantischer Lachs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
Neben den Artnamen bestehen für den Atlantischen Lachs auch umgangssprachliche Bezeichnungen für die verschiedenen Altersformen. Als „Parr“ bezeichnet man Lachse, die höchstens zwei Jahre alt sind und sich von den „Smolts“ durch ihre „Parr–Zeichnung“ (dunkle senkrechte Balken auf den Flanken) unterscheiden. In älteren Aufzeichnungen werden solche Junglachse auch „Sälmling“ genannt. Als „Smolt“ bezeichnet man junge Lachse (aber auch [[Meerforelle]]n) auf ihrer ersten Reise ins Meer. In diesem Stadium sind die Fische meistens überwiegend silberfarben. &amp;quot;Grilse&amp;quot; ist der Name der Lachse, wenn sie zum ersten Mal zum Laichen aus dem Meer zurück in die Oberläufe der Flüsse aufsteigen. Gewöhnlich hat der Lachs zuvor eineinhalb bis zwei Jahre im Meer verbracht. Zunächst kommt er als „Blanklachs“, bis er zum farbigen Lachs wird und die Männchen schließlich den Laichhaken, eine hakenförmige Aufwölbung des Unterkiefers („Hakenlachs“), ausbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Die Verbreitung des Atlantischen Lachses hängt von der Wassertemperatur ab. Wegen der [[Globale Erwärmung|globalen Erwärmung]] wird das baldige Verschwinden gewisser südlicher [[Population (Biologie)|Populationen]] in Spanien und anderen warmen Ländern erwartet. Vor menschlichem Eingreifen waren Flüsse in Europa und an der Ostküste Nordamerikas die natürlichen Laichstätten des Atlantischen Lachses. Als Nordamerika von Europäern besiedelt wurde, wurden Eier mit dem Zug an die Westküste gebracht und dort in die Flüsse eingeführt. Es gab auch andere Bestrebungen, den Atlantischen Lachs in neue Siedlungsgebiete einzuführen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. in Neuseeland. Weil es in Neuseeland keine geeigneten [[Meeresströmung]]en gibt, scheiterten die meisten dieser Versuche. In Neuseeland gibt es zumindest eine lokale Population des Atlantischen Lachses, die aber nie ins Salzwasser geht (&amp;quot;landlocked&amp;quot;).&lt;br /&gt;
[[Datei:Distribution of Atlantic salmon.svg|alt=|mini|284x284px|Verbreitung des atlantischen Lachses]]&lt;br /&gt;
Junge Lachse verbringen ein bis vier Jahre in ihrem Heimatfluss. Wenn sie groß genug sind (ca. 15&amp;amp;nbsp;cm), machen sie eine physiologische Veränderung durch, bei der sie die an Flüsse angepasste Schutzfärbung mit großen grauen Punkten zu einer ans Meer angepassten Schutzfärbung mit schimmernden Seiten ändern. Sie unterliegen auch gewissen inneren Veränderungen, d. h. sie passen sich der veränderten [[Osmose]] beim Übergang von Süßwasser zu [[Salzwasser]] an. Am Schluss beenden die &amp;quot;Parr&amp;quot;, die jungen Lachse, ihre Veränderungen mit dem Schwimmen mit dem Strom anstatt gegen den Strom. Wenn diese Verhaltensänderung stattfindet, werden sie nicht mehr &amp;quot;Parr&amp;quot;, sondern &amp;quot;Smolt&amp;quot; genannt. Wenn die &amp;quot;Smolts&amp;quot; das Meer erreichen, folgen sie den Strömungen an der Meeresoberfläche und ernähren sich von [[Plankton]] oder Bruten anderer Fischarten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Echte Heringe|Hering]]. Während sie im Meer sind, können sie sich mit dem [[Seitenlinienorgan]] am [[Erdmagnetfeld]] orientieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr mit gutem Wachstum lassen sie sich von den Oberflächenströmungen zurück zu ihrem Heimatfluss transportieren. Es ist eine falsche Vorstellung, dass Lachse im Meer tausende Kilometer schwimmen, sondern sie „surfen“ mit Hilfe der Meeresströmungen. Wenn sie ihren Heimatfluss erreichen, erkennen sie ihn eventuell durch [[olfaktorische Wahrnehmung]]; nur 5 % der Atlantischen Lachse wandern den falschen Fluss hoch. Somit besteht der Lebensraum Atlantischer Lachse aus dem Fluss, in dem sie geschlüpft sind, und den Strömungen der Meeresoberfläche, die mit diesem Fluss in einem Kreislauf verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert verschwanden wilde Lachspopulationen in vielen Flüssen wegen [[Überfischung]] und Lebensraumveränderungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Staustufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shearer&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. Shearer |Titel=The Atlantic Salmon |Verlag=Halstead Press |Datum=1992}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis ins Jahr 2000 ist die Anzahl Atlantischer Lachse auf einen kritisch niedrigen Stand gefallen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. B. Dempson, C. J. Schwarz, D. G. Reddin, M. F. O’Connell, C. C. Mullins, C. E. Bourgeois |Titel=Estimation of marine exploitation rates on Atlantic salmon (Salmo salar L.) stocks in Newfoundland, Canada |Sammelwerk=ICES Journal of Marine Science: Journal du Conseil |Band=58 |Nummer=1 |Datum=2001-01-01 |Seiten=331–341 |Sprache=en |Online=[http://icesjms.oxfordjournals.org/content/58/1/331.full.pdf icesjms.oxfordjournals.org] |Format=PDF |KBytes=170 |DOI=10.1006/jmsc.2000.1014}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben des [[IUCN]] schrumpfte die weltweite Population zwischen 2006 und 2020 um 23 Prozent. Der IUCN weiterte daher die Einstufung „gefährdet“ auf die weltweite Population dieses Fischs aus – diese Einstufung hatte zuvor bereits für die europäische Population des Atlantischen Lachs gegolten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Neue Rote Liste: Weltnaturschutzunion stuft Atlantischen Lachs als »gefährdet« ein |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2023-12-11 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/wissenschaft/rote-liste-weltnaturschutzunion-stuft-atlantischen-lachs-als-gefaehrdet-ein-a-fba2ec13-d2c0-4599-84ba-ba5fc59e17e2 |Abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenszyklus und Wanderung ==&lt;br /&gt;
Die meisten Atlantischen Lachse folgen einem laichplatzbezogenen [[Fischwanderung|Wanderungsschema]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChanticleerPress&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=The Audubon Society Field Guide to North American Fishes, Whales &amp;amp; Dolphins |Verlag=Chanticleer Press |Datum=1983 |Seiten=395}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, in dem die Ernährung und das Wachstum größtenteils im Salzwasser stattfindet. Zum Laichen hingegen kehren adulte Lachse zurück in einheimische Süßwasserflüsse, in denen die Jungtiere aus den Eiern schlüpfen und verschiedene Wachstumsphasen durchlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atlantische Lachse brauchen kein Salzwasser. Es gibt Beispiele von Populationen, die ausschließlich im Süßwasser leben (“landlocked”).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ChanticleerPress&amp;quot; /&amp;gt; In Nordamerika sind diese Lachsstämme bekannt als „ouananiche“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Süßwasser-Phase ===&lt;br /&gt;
Die Süßwasser-Phase Atlantischer Lachse variiert je nach Flusslage zwischen einem und acht Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Klemetsen, P.-A. Amundsen, J. B. Dempson, B. Jonsson, N. Jonsson, M. F. O’Connell, E. Mortensen |Titel=Atlantic salmon Salmo salar L., brown trout Salmo trutta L. and Arctic charr Salvelinus alpinus (L.): a review of aspects of their life histories |Sammelwerk=Ecology of Freshwater Fish |Band=12 |Nummer=1 |Datum=2003-03 |ISSN=1600-0633 |Seiten=1–59 |DOI=10.1034/j.1600-0633.2003.00010.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Stadium ist das „alevin“-Stadium, in welchem die Fische in der Brutstätte bleiben und sich von den verbliebenen Nährstoffen aus dem Dottersack ernähren. Während dieser Phase entwickeln sich ihre [[Kieme]]n und sie werden aktive Jäger. Als Nächstes kommt das „fry“-Stadium, in dem die Fische wachsen und die Brutstätte verlassen, um Futter zu suchen. In dieser Zeit gehen sie in Regionen mit höherer Beutekonzentration. Das finale Süßwasserstadium ist ihre Entwicklung zum „Parr“, wo sie sich auf die Wanderung in den Atlantischen Ozean vorbereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit sind Atlantische Lachse sehr anfällig gegenüber [[Prädator|Räubern]]. Fast 40 % werden schon allein von [[Lachsfische|Lachsartigen]] gefressen. Weitere Räuber sind andere Fische und [[Vögel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salzwasser-Phase ===&lt;br /&gt;
Wenn „Parrs“ sich zu „Smolts“ entwickeln, beginnen sie ihre Wanderung in den Atlantischen Ozean, welche größtenteils zwischen März und Juni stattfindet. Die Wanderung ermöglicht eine [[Akklimatisation|Akklimatisierung]] an die sich ändernde [[Salinität]]. Wenn sie bereit sind, verlassen die jungen „Smolts“ den Heimatfluss. Dafür bevorzugen sie [[Ebbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie ihre Heimatflüsse verlassen haben, durchlaufen sie während ein bis vier Jahren im Ozean eine Periode schnellen Wachstums. Typischerweise wandern Atlantische Lachse von ihren Heimatflüssen zu einer Region in der Kontinentalplatte von [[Kitaa|Westgrönland]]. Während dieser Zeit sind sie speziell gefährdet durch Räuber, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Mensch, [[Robben|Robbe]], [[Grönlandhai]], [[Rochen]], [[Dorsche|Dorsch]] und [[Heilbutt]]. Gewisse [[Delfine|Delphine]] wurden beobachtet, wie sie mit toten Lachsen spielten, aber es ist noch unklar, ob sie sie auch fressen. Sobald sie mehr als 250&amp;amp;nbsp;g wiegen, sind sie nicht mehr leichte Beute für Vögel und andere Fische, obwohl [[Kegelrobbe]]n und [[Seehund]]e sie weiterhin jagen. Die Überlebensrate beträgt jetzt zwischen 14 und 53 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shearer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann sind die Atlantischen Lachse auch groß genug und bereit, in ihr ursprüngliches Süßwasserhabitat zurückzukehren. Sie wechseln ins &amp;quot;grilse&amp;quot;-Stadium. Nach Beginn der Wanderung in ihre Heimatgewässer hören die Lachse vor dem Laichen ganz mit Fressen auf. Es ist noch weitgehend unbekannt, inwiefern der Geruch – die exakte chemische Zusammensetzung des Flusses – eine wichtige Rolle für die Rückkehr des Lachses an seinen Heimatort spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
Junge Lachse beginnen innerhalb weniger Tage sich selbst zu ernähren. Sobald der [[Dottersack]] aufgebraucht ist, beginnen sie zu jagen. Die Jungfische starten mit sehr kleinen wirbellosen Tieren und wenn sie größer werden, jagen sie gelegentlich auch kleinere Fische. Während dieser Zeit jagen sie auf dem Grund und in der Strömung. Gewisse fressen Lachseier. Die häufigste Nahrung sind [[Köcherfliegen]], [[Kriebelmücken]], [[Eintagsfliegen]] und [[Steinfliegen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als adulte Lachse ernähren sie sich von größerer Nahrung, wie z.&amp;amp;nbsp;B. arktischer Tintenfisch, [[Sandaale|Sandaal]], [[Flohkrebse|Flohkrebs]], [[Eismeergarnele]] und manchmal Hering. Die Größe ihrer Beutetiere nimmt enorm zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shearer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhalten ==&lt;br /&gt;
Von &amp;quot;fry&amp;quot; und &amp;quot;parr&amp;quot; sagt man, sie seien territorial, aber es gibt keine konklusiven Nachweise, dass sie ihre Territorien verteidigen. Auch wenn sie untereinander Aggressivität zeigen, ist ihre [[Rangordnung (Biologie)|soziale Hierarchie]] immer noch unklar. Oft bewegen sie sich als [[Schwarmverhalten|Schwarm]] weiter, wenn sie das Mündungsgebiet ihres Heimatflusses verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adulte Atlantische Lachse gelten als viel aggressiver als andere Lachse und greifen eher andere Fische an. Man spricht von einem Problem, wenn Lachse eine [[Biologische Invasion|invasive]] Bedrohung geworden sind und einheimische Lachse angreifen, so z.&amp;amp;nbsp;B. [[Königslachs]] und [[Silberlachs]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shearer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Situation in Deutschland ==&lt;br /&gt;
In Deutschland war &amp;#039;&amp;#039;Salmo salar&amp;#039;&amp;#039; bis in das 20. Jahrhundert hinein heimisch. Er laichte in den Zuflüssen des [[Rhein]]s, u.&amp;amp;nbsp;a. der [[Sieg (Fluss)|Sieg]]. Der Rhein galt damals als wichtigster und größter Lachsfluss Europas. Noch heute erinnern Ortsnamen wie [[Salmtal]] sowie Wappen oder Gasthäuser an die damalige große Bedeutung des Rheinlachses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Eingriff des Menschen in das [[Ökosystem]] der Fließgewässer ging die Lachspopulation stark zurück. Gründe waren [[Überfischung]] oder die Umgestaltung der Flüsse. Auch die Einleitung von Industrieabwässern verschlechterte die Lebensbedingungen für zahlreiche Fischarten. So verschwanden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts alle Lachse aus dem Rhein und seinen Zuläufen. Im Jahr 1950 verschwand dann auch der letzte Lachs aus der Sieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1987 wurde von der &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale Kommission zum Schutz des Rheins|Internationalen Kommission zum Schutz des Rheines]]&amp;#039;&amp;#039; (IKSR) das „[[Lachs 2000|Lachs-2000-Projekt]]“ beschlossen, welches den Lachs in deutschen Flüssen wieder heimisch machen sollte. Es war insofern erfolgreich, als die Wasserqualität stark verbessert werden konnte und erste Rekonstrukturierungsmaßnahmen eingeleitet wurden, z.&amp;amp;nbsp;B. der Beginn mit Entfernungen von Wanderhindernissen. Das Ziel des Nachfolge-Projekts „Lachs 2020“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.iksr.org/de/internationale-zusammenarbeit/rhein-2020/lachs-2020/index.html |text=Lachs 2020 |wayback=20160408083719 |archiv-bot=2023-03-10 17:54:11 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sind Lachspopulationen, die sich im Rhein-System selbst erhalten können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Becker, P.  Rey |Hrsg=Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft [BUWAL] |Titel=Rückkehr der Lachse in Wiese, Birs und Ergolz |Sammelwerk=Mitteilungen zur Fischerei |Band=79 |Ort=Bern |Datum=2005}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute ist der Lachs wieder vereinzelt im Rhein und seinen Zuläufen sowie in der Elbe anzutreffen. Es wird aber noch Jahrzehnte dauern, bis es wieder selber reproduzierende Lachspopulationen gibt. Im Moment werden jährlich hunderttausende Junglachse ausgesetzt, wovon naturgemäß nur ein Bruchteil wiederkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den baden-württembergischen Flüssen [[Kinzig (Rhein)|Kinzig]], [[Alb (Oberrhein)|Alb]] und [[Murg (Nordschwarzwald)|Murg]] fand man 2011 wieder laichende oder lebende Lachse bzw. mehrere Laichplätze. Auch in der [[Wupper]] laichen seit 2014 wieder Lachse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Süßwasserhabitate wurde ihm gesetzlicher Schutz gemäß [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Richtlinie]] eingeräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gentechnisch veränderte Lachse ==&lt;br /&gt;
Als erstes gentechnisch verändertes Tier, das zum menschlichen Verzehr bestimmt ist, könnte ein transgener Atlantischer Lachs verwendet werden. Die gv-Lachse mit dem Markennamen &amp;#039;&amp;#039;AquAdvantage&amp;#039;&amp;#039; verfügen über ein Gen für ein [[Wachstumsfaktor (Protein)|Wachstumshormon]] aus einer anderen Lachsart (Königslachs) und ein weiteres Gen aus der an kalte Meeresregionen angepassten Fischart [[Zoarces americanus]]. Durch diese zwei Gene produzieren die gv-Lachse mehr Wachstumshormone. Anstatt nach drei Jahren wird die Schlachtreife nach 16 bis 18 Monaten erreicht. Der Antrag wurde 1995 in den [[Vereinigte Staaten|USA]] gestellt, und die von der [[Food and Drug Administration|FDA]] geforderten Sicherheitstests wurden absolviert (gv-Lachse sind laut FDA genauso sicher wie andere Lachse). Unter anderem musste sichergestellt werden, dass die gentechnischen Veränderungen stabil bleiben und keine negativen Auswirkungen auf die Tiergesundheit haben. Alle Tiere seien zudem weiblich und steril und sollen in abgeschlossenen Tanks gehalten werden, so dass eine unerwünschte Auskreuzung (theoretisch) nicht möglich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.transgen.de/aktuell/1195.doku.html |text=&amp;#039;&amp;#039;USA: Doch noch Zulassung für gentechnisch veränderten Lachs?&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20100704032906}} auf Transgen.de, 29. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.transgen.de/aktuell/1220.doku.html |text=&amp;#039;&amp;#039;USA: Konflikte um Zulassung von gentechnisch veränderten Lachsen.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131206233348}} 21. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die US-amerikanische [[Food and Drug Administration]] (FDA) hat am 19. November 2015 somit erstmals ein genverändertes Tier als [[Lebensmittel]] zugelassen. Der [[Speisefisch]] mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;AquAdvantage Salmon&amp;#039;&amp;#039; wird von der US-Firma [[AquaBounty Technologies]] gezüchtet. Der transgene [[Lachse|Lachs]] ist binnen 16 bis 18 Monaten ausgewachsen. Ohne Genveränderung dauert dies beim Atlantischen Lachs 30 Monate. Das US-Unternehmen betreibt Aufzuchtstationen in Kanada und Panama.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.heise.de/tp/features/USA-Erste-Zulassung-eines-genveraenderten-Tiers-als-Lebensmittel-3376735.html |titel=USA: Erste Zulassung eines genveränderten Tiers als Lebensmittel |hrsg=[[Heise Online]] |datum=2015-11-20 |abruf=2016-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Salmo salar|Atlantischer Lachs (&amp;#039;&amp;#039;Salmo salar&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wwf.ch/de/tierarten/lachs-erstaunlicher-wanderer &amp;#039;&amp;#039;Lachs – Erstaunlicher Wanderer&amp;#039;&amp;#039;] Webseite des [[WWF]]&lt;br /&gt;
* [https://www.pivi.de/arten/fische/lachsartige/atlantischer-lachs/ Atlantischer Lachs] auf [https://www.pivi.de/ www.pivi.de]&lt;br /&gt;
* {{fishbase|g=Salmo|s=salar}}&lt;br /&gt;
* [https://biodiv-atlas.de/fische/#!/species/40100/details &amp;#039;&amp;#039;Salmo salar&amp;#039;&amp;#039;] im Fischartenatlas der [[Gesellschaft für Ichthyologie|Deutschen Ichthyologischen Gesellschaft e.V.]] (Verbreitungsdaten der deutschen Meeresgebiete und der Trilateralen Wattenmeerkooperation (NL, D, DK), weitere Informationen)&lt;br /&gt;
* [http://www.lachsverein.de/service/schul_cd.html Unterrichtsmaterialien PPT] über &amp;#039;&amp;#039;Salmo Salar&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [http://www.fischdb.de/katalog/lachs/ Eintrag] auf dem Portal &amp;#039;&amp;#039;FischDB&amp;#039;&amp;#039; (Biochemische Daten).&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2006&lt;br /&gt;
|ID=19855&lt;br /&gt;
|ScientificName=Salmo salar&lt;br /&gt;
|YearAssessed=1996&lt;br /&gt;
|Assessor=&amp;#039;&amp;#039;World Conservation Monitoring Centre&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Download=12. Mai 2006.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Wst atlantischer lachs stoer 001.jpg|Bild]] eines aufgestiegenen Atlantischen Lachses aus der Stör in Schleswig-Holstein Anno 2005.&lt;br /&gt;
* IKRS: Programm [http://www.iksr.org/de/internationale-zusammenarbeit/rhein-2020/lachs-2020/index.html &amp;#039;&amp;#039;Lachs 2020&amp;#039;&amp;#039;] und [http://www.iksr.org/fileadmin/user_upload/Fachberichte/fb_148_de.pdf &amp;#039;&amp;#039;Rhein &amp;amp; Lachs 2020&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/atlantischer-lachs/ Atlantischer Lachs] im WWF-Artenlexikon&lt;br /&gt;
* [https://www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/4514.htm Wiedereinbürgerung des Lachses], Webseite des Landes Sachsen zur Wiedereinbürgerung des Lachses in der Elbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Fisch des Jahres in Deutschland&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Fisch des Jahres in der Schweiz&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4033961-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lachsfische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang II)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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