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	<title>Atlantis Diesel Engines - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T09:47:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Atlantis_Diesel_Engines&amp;diff=1638431&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Editor TV Jahn Rheine: Interpunktion, Tippfehler</title>
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		<updated>2025-07-14T16:59:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Interpunktion, Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atlantis Diesel Engines (Pty) Ltd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ADE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein Unternehmen, das in  [[Wirtschaft Südafrikas|Südafrika]] [[Dieselmotor]]en herstellte und 1978 als Reaktion auf das von der UN 1977 verhängte verbindliche [[Waffenembargo]] gegründet wurde. 1999 wurde es von DaimlerChrysler übernommen und in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atlantis Foundries&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Atlantis Foundries wiederum wurde 2015 von Daimler Benz an die [[Gußwerke Saarbrücken / Gußwerke Leipzig|Neue Halberg-Guss GmbH]] verkauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;found&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.atlantisfoundries.com/about/history/ |wayback=20210426155831 |text=&amp;#039;&amp;#039;History&amp;#039;&amp;#039; }}, In: Atlantisfoundries. Abgerufen am 26. April 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In Folge von weiteren [[Menschenrechtsverletzung]]en und Waffenimporten durch das [[Apartheid]]-Regime seit dem März 1960, verkündeten die [[UN-Vollversammlung]] und der [[UN-Sicherheitsrat]] mehrere Resolutionen auf freiwilligen Verzicht von Waffenexporten an Südafrika. Als dies nicht befolgt wurde, verhängte die UN im November 1977 ein verbindliches Waffenembargo mit der Resolution 418.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sipri.org/databases/embargoes/un_arms_embargoes/south-africa-non-mandatory/non-mandatory-un-arms-embargo-on-south-africa &amp;#039;&amp;#039;Non-mandatory UN arms embargo on South Africa&amp;#039;&amp;#039;] (englisch), vom 29. Oktober 2012, auf [[Stockholm International Peace Research Institute]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 1979 ===&lt;br /&gt;
Als eine Reaktion auf das Embargo verfügte das Apartheid-Regime u.&amp;amp;nbsp;a.im Jahr 1979 auch die Gründung von ADE der staatlichen [[Industrial Development Corporation]] als halbstaatliches Unternehmen. In [[Kapstadt]]s [[Coloured]]-[[Township (Südafrika)|Township]] [[Atlantis (Kapstadt)|Atlantis]] produzierte es in Lizenz der &amp;#039;&amp;#039;[[Perkins Engines]]&amp;#039;&amp;#039; und des am Unternehmen [[Kapitalbeteiligung|beteiligten]] [[Daimler-Benz]]-Konzerns Dieselmotoren, die in Südafrika einen hohen Marktanteil erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1978 hatte der DaimlerChrysler eine Lizenz für Dieselmotoren an die ADE vergeben und 12,5 % der Aktienanteilen erworben. Das Unternehmen stellte großvolumige Diesel-Motoren her und 1984 hatten Dieselmotoren von ADE einen Marktanteil von rund 80 % erreicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;medic&amp;quot;&amp;gt;[https://www.medico.de/apartheid-opfer-vs-daimler-13457 &amp;#039;&amp;#039;Apartheid-Opfer vs Daimler&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Medico international]], vom 3.  November 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Nutzfahrzeugen für kommerzielle und landwirtschaftliche Zwecke, wurden die Dieselmotoren auch für die [[South African Defence Force]] (SADF) in ihren Militärfahrzeugen Daimler alias „ADE“-Motoren eingebaut, darunter waren [[Ratel]] ([[Schützenpanzer]]), [[Buffel]], [[Casspir]], Militärtransport-LKW der Firma [[SAMIL Trucks|SAMIL]] und weitere Militärtransport-Fahrzeuge.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://castingssa.com/atlantis-foundries-40-years-of-history/ &amp;#039;&amp;#039;Atlantis Foundries – 40 years of history&amp;#039;&amp;#039;]. In: Atlantis Foundries. Abgerufen am 26. April 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren entwickelte ADE einen Dieselmotor für den [[Panzerwagen]] [[Panhard AML|Eland Mark 7 DT]], der auch exportiert wurde. Ausgestattet mit ADE-Moteren, waren ferner der gepanzerte Truppentransporter &amp;#039;&amp;#039;Blesbok&amp;#039;&amp;#039; und der gepanzerte &amp;#039;&amp;#039;Duiker&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name= &amp;quot;medic&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Ratel_90_armyrecognition_South-Africa_008.jpg|Ratel 90&lt;br /&gt;
 Casspir vehicle Ai101503g1.jpg|Casspir&lt;br /&gt;
 Buffel_armoured_personnel_carrier_(9673155629).jpg|Buffel&lt;br /&gt;
 Samil_100_(9672952081).jpg|SAMIL 100&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Klagen&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Kooperation des Daimler-Benz-Konzerns mit dem [[Apartheid]]-Reginme lief in den USA ein Verfahren gegen die [[Daimler AG]] und weitere Unternehmen. Das freiwillige Waffenembargo 1963 und das verpflichtende Waffenembargo vom November 1977 waren für alle und auch für die internationalen und nationalen Unternehmen unübersehbar; gleiches galt auch die Wirtschaftssanktionen von 1986. Die Unternehmen, die mit dem Apartheid-Staat profitable Geschäfte machten, wussten, was sie taten und waren damit zu Helfershelfern eines kriminellen Systems geworden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;medic&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klägerparteien [[Khulumani]] und [[Lungisile Ntsebeza|Ntsebaza]] und Digwamaje reichten bei einem [[United States District Court|US-Bezirksgericht]] in [[New York City|New York]] mit weiteren Mitklägern gegen den DaimlerChrysler-Konzern Klage ein – darunter war damit auch ADE. Es handelte sich um Klagen wegen [[Völkermord]], [[Menschenrechtsverletzung]]en und [[Kriegsverbrechen]]. Damit war hinsichtlich DaimlerChrysler und auch für ABE juristisch zu klären, ob die Klage zugelassen werden konnte, weil die Polizei von Fahrzeugen, die von DaimlerChrysler und ADE-Dieselmotoren angetrieben wurden, auf Demonstranten geschossen hatte. Das zuständige US-Gericht ließ die Verhandlung zu, wollte aber die Entscheidung in einer anderen Klage berücksichtigen, in der [[Nigeria|nigerianische]] Klageführende den [[Royal Dutch Shell|Mineralöl-Konzern Shell]] angeklagt hatten, weil die Fahrzeugmotoren von denen Menschenrechtsverletzungen in Nigeria ausgingen, mit Öl von Shell befüllt gewesen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 2002 und 2003 waren bereits Klagen gegen mehrere internationale Konzerne erhoben worden, die teilweise abgewiesen wurden. Das US-Bezirksgericht ließ zu, dass neben der Verhandlung gegen DaimlerChrysler, Klagen gegen [[General Motors]], [[Ford]], [[Rheinmetall]] und [[IBM]] fortführt werden konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.internationalcrimesdatabase.org/Case/1155/South-African-Apartheid-Litigation/ &amp;#039;&amp;#039;Khulumani et al. v. Barclays National Bank et al., and Lungisile Ntsbeza et al v. Daimler AG et al.&amp;#039;&amp;#039;], vom 12. Oktober 2007. In: International Crime Database&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 8. April 2009 wurde die Klage gegen DaimlerChrysler am US-Bezirksgericht abgewiesen; weitere Einsprüche und auch eine Petition in 2016 wurden ebenfalls abgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://hrp.law.harvard.edu/areas-of-focus/previous-areas-of-focus/in-re-south-african-apartheid-litigation/  |titel=In re South African Apartheid Litigation |hrsg=Law Harvard | offline=ja | archiv-url=https://web.archive.org/web/20210301000007/https://hrp.law.harvard.edu/areas-of-focus/previous-areas-of-focus/in-re-south-african-apartheid-litigation/ | archiv-datum=2021-03-01 | sprache=en | abruf=2025-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Verurteilung wäre DaimlerChrysler bzw. ADE des Völkermords, zahlreicher Menschenrechtsverletzungen wie Folter usw.&amp;lt;ref&amp;gt;[[UN-Antifolterkonvention|grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung]]: So ins Deutsche übersetzt in: {{Internetquelle |url=http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/Themen/Menschenrechte/Download/_C3_9CbereinkommenGegenFolter.pdf |titel=Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe vom 10. Dezember 1984 (BGBl. 1990 II S. 246) |hrsg=[[Auswärtiges Amt]] |archiv-url=https://web.archive.org/web/20081207185813/http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/Themen/Menschenrechte/Download/_C3_9CbereinkommenGegenFolter.pdf |archiv-datum=2008-12-07 |abruf=2021-04-27 |format=PDF |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Verbrechen der Apartheid als völkerrechtlichem Begriff siehe [http://www.admin.ch/ch/d/sr/0_312_1/a7.html Artikel 7 des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Kriegsverbrechen schuldig gesprochen worden.&lt;br /&gt;
Die Südafrikaner, die ihr Leben im Kampf gegen das rassistische Apartheidregime riskierten, werfen dem Unternehmen DaimlerChrysler vor, durch die Lieferung von Fahrzeugen und Maschinen an Polizei und Militär Beihilfe zu schweren Menschenrechtsverletzungen geleistet zu haben. Die südafrikanische Selbsthilfegruppe Khulumani fordert die Anerkennung des begangenen Unrechts und Entschädigungszahlungen von DaimlerChrysler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum [[Day of Reconciliation]] (Südafrikanischen Versöhnungstag) am 16. Dezember 2010, der seit 1995 in Südafrika als nationaler Feiertag begangen wird, überreichten [[Menschenrechtsaktivist]]en im Rahmen einer Kampagne &amp;#039;&amp;#039;Daimler – Star of the Apartheid&amp;#039;&amp;#039;, mehrere Tausend Protest-Unterschriften vor den Werkstoren in der Mercedesstraße in Stuttgart an einen Daimler-Betriebsrat, der Daimler-Konzernvorstand hatte sich geweigert sie entgegenzunehmen. Ein Betriebsrat im Daimler-Werk Untertürkheim, sagte hierzu: „Diese Haltung des Daimler-Vorstands ist nicht akzeptabel. Die Bilder der militärisch aufgerüsteten Daimler-Unimogs, die in den Townships sogar gegen demonstrierende Schüler eingesetzt wurden, sind nicht vergessen. Der Konzern muss sich seiner Verantwortung für diese Unterstützung des Apartheidregimes stellen!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;medic&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 1999 ===&lt;br /&gt;
Die südafrikanischen Geschäfte des Daimler-Benz-Konzerns, der dort ab Mitte der 1980er Jahre unter &amp;#039;&amp;#039;Mercedes-Benz of South Africa (Pty)&amp;#039;&amp;#039; firmierte, leitete während der Apartheid unter anderem [[Jürgen Schrempp]]. Nach dem Ende der Apartheid stieg er zum Vorstandsvorsitzenden der (deutschen) Daimler-Benz AG und der DaimlerChrysler AG auf, während die ADE Ende der 1990er die Herstellung von Lkw- und Industriemotoren einstellte und fast alle ihre Angestellten entließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 wurde das Unternehmen von Daimler Chrysler mit 555 Beschäftigen übernommen.&amp;lt;ref name =&amp;quot;found&amp;quot; /&amp;gt; Einem Artikel der &amp;#039;&amp;#039;Cape Business News&amp;#039;&amp;#039; zufolge war Anfang 2001 die [[Mantelgesellschaft|einzige]] Tätigkeit der ADE die Verpachtung früher selbst genutzten Grundbesitzes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://www.cbn.co.za/archive/2001-feb/CAPE5.HTM |title=Cape a nightmare for IDC |publisher=Cbn.co.za |date= |accessdate=2021-05-28 |offline= |language=en|archiveurl=https://web.archive.org/web/20111119053851/http://cbn.co.za/archive/2001-feb/CAPE5.HTM |archivedate=2011-11-19 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Daimler AG verkaufte Atlantis Foundries im Jahr 2015 an die Neue Halberg-Guss GmbH mit [[Gusswerk]]en in Saarbrücken und Leipzig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;found&amp;quot; /&amp;gt; Halberg-Guss wurde 2020 insolvent.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.sr.de/sr/sr3/themen/politik_wirtschaft/studiogesspraech_insolvenz_gusswerke_prevent_vw_100.html |wayback=20210427150912 |text=&amp;#039;&amp;#039;Warum Halberg Guss pleite ging&amp;#039;&amp;#039; }}, vom 27. Juli 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mercedes-Benz South Africa]]&lt;br /&gt;
* [[Rüstungsindustrie in Afrika#Südafrika|Rüstungsindustrie Südafrikas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* Abschnitt „DaimlerChrysler AG“ in [http://www.kosa.org/documents/Hausfeld_Klage_Teil1.pdf „Auszüge aus der so genannten Hausfeld-Klage“] (PDF; 26&amp;amp;nbsp;kB), 30. Juli 2003, auf [http://www.kosa.org/thema_entschaedigung.html &amp;#039;&amp;#039;Koordination Südliches Afrika&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;!-- (noch) NICHT als Quelle für diesen Artikel genutzt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Motorenhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Automobilzulieferer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Südafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Südafrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (City of Cape Town Metropolitan Municipality)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atlantis (Kapstadt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Editor TV Jahn Rheine</name></author>
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