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	<title>Atlantiker - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Atlantiker&amp;diff=698438&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wilske: /* Allgemeines */</title>
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		<updated>2026-02-25T05:22:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Allgemeines&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen|1=Insbesondere die Betonung der &amp;quot;Identitätsfindung&amp;quot; ist äußerst fragwürdig. Es geht um politische Meinungen und Aktivitäten, nicht um &amp;quot;Identitätsfindung&amp;quot;. — [[Benutzer:Chrisahn|Chrisahn]] ([[Benutzer Diskussion:Chrisahn|Diskussion]]) 13:42, 8. Feb. 2024 (CET)|2=Die Einleitung}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atlantiker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Transatlantiker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden Personen bezeichnet, die sich in ihrer Identitätsfindung nicht an einem einzelnen europäischen oder nordamerikanischen Nationalstaat orientieren, sondern stattdessen eine Definition über bestimmte empfundene Werte in den Vordergrund stellen. Dazu zählen Wertschätzung für [[Marktwirtschaft]], [[Liberalismus]] und [[Demokratie]] sowie eine Identifikation mit den nach ihrer Sicht diese Werte repräsentierenden Staaten, insbesondere die [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten]], das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]], [[Deutschland]] und andere Staaten in [[Westeuropa|(West-)Europa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|2=Dieser Abschnitt}}&lt;br /&gt;
Der Begriff leitet sich ab von den &amp;#039;&amp;#039;[[transatlantisch]]en Beziehungen&amp;#039;&amp;#039; zwischen Westeuropa und den USA. Diese Beziehungen waren prägend für die Entwicklung Westeuropas während des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]], als die enge Kooperation dieser Staaten existenzielle Bedeutung hatte für die wirtschaftliche Entwicklung ([[Marshall-Plan]]) und den militärischen Schutz ([[NATO]]) Europas und insbesondere Westdeutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kernelement und eine historische Grundlage dieser Kooperation bilden die [[Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten]], die während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] ihre gemeinsamen außenpolitischen Grundsätze in der [[Atlantik-Charta]] formulierten. Auch heute treten Atlantiker für eine enge Kooperation zwischen Europa und den USA ein, insbesondere in Fragen der Außen- und Verteidigungspolitik um gemeinsame langfristige Interessen zu wahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atlantiker befürworten daher in der Regel transnationale wirtschaftliche Verflechtungen und treten für eine (freie) Marktwirtschaft ein, da diese – aus ihrer Sicht – zur verbesserten internationalen Zusammenarbeit beiträgt. Sie sind Gegner einer [[Protektionismus|protektionistischen]] Wirtschaftspolitik, die sich auf einen einzelnen Staat beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Atlantiker distanzieren sich von [[Nationalismus|nationalistischen]], [[Kommunismus|kommunistischen]]/[[Sozialismus|sozialistischen]] und [[Isolationismus|isolationistischen]] Bewegungen. Sie sind häufig im [[Wertkonservatismus|wertkonservativen]] und [[Wirtschaftsliberalismus|wirtschaftsliberalen]] Spektrum zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Politik und Presse galten [[Ludwig Erhard]], [[Gerhard Schröder (Politiker, 1910)|Gerhard Schröder]] (CDU) und [[Kai-Uwe von Hassel]], [[Der Spiegel]], der [[Stern (Zeitschrift)|Stern]], [[Die Zeit]], das [[Sonntagsblatt (Bayern)|Sonntagsblatt]] und [[Christ und Welt]] als atlantische Größen. [[Die Welt]] und die [[Bild (Zeitung)|Bild]] legen ihren Mitarbeitern als Bestandteil der [[Axel Springer SE]] sogar ein Bekenntnis zu deren Grundsätzen auf, darunter die „Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Axel Springer SE#Grundsätze]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile sind die sog. &amp;#039;&amp;#039;transatlantischen Beziehungen&amp;#039;&amp;#039; stark auf dem Rückzug, und zwar in der Form, dass die Begriffe Atlantiker bzw. Transatlantiker schon als veraltet anzusehen sind (Stand 2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Transatlantische Ideologien werden häufig sowohl aus strategischer Sicht als auch aus werteorientierter Sicht kritisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Fröhlich |Titel=Die transatlantischen Beziehungen |Hrsg=Wilfried von Bredow, Thomas Jäger |Sammelwerk=Studienbücher Außenpolitik und Internationale Beziehungen: Die Außenpolitik der USA: Eine Einführung |Verlag=Springer VS |Ort=Wiesbaden, Deutschland |Datum=2017 |ISBN=9783531933924 |Seiten=289ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus werteorientierter Sicht wird unter anderem kritisiert, dass die von den USA offiziell propagierten Werte wie Freiheit und Demokratie sich kaum in der Außenpolitik der USA wiederfinden und diese Worte lediglich als [[Propaganda]] genutzt werden, um öffentliche Zustimmung für die Außenpolitik der USA zu erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Noam Chomsky |Titel=Interventions |Verlag=Hamish Hamilton |Ort=London |Datum=2007 |ISBN=9780141031804}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Cromwell |Titel=Why Are We the Good Guys? Reclaiming Your Mind from the Delusions of Propaganda |Verlag=John Hunt Publishing |Ort=Winchester, Vereinigtes Königreich |Datum=2012 |ISBN=9781780993652}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Untersuchungen des Historikers [[Dov Levin (Historiker)|Dov Levin]] ergaben beispielsweise, dass die USA zwischen den Jahren 1946 und 2000 über 80 mal die demokratischen Wahlen anderer Länder manipulierten – auch in europäischen Ländern wie [[Italien]] und [[Griechenland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Mink |url=https://nzzas.nzz.ch/international/wie-amerika-die-wahlen-manipuliert-ld.1362571?reduced=true |titel=Wie Amerika die Wahlen manipuliert |hrsg=Neue Zürcher Zeitung |datum=2018-03-03 |abruf=2021-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritiker betrachten Transatlantizismus daher als eine inhärent widersprüchliche Ideologie; denn auf der einen Seite werden bestimmte Werte propagiert, andererseits wird jedoch ein Bündnis mit den USA angestrebt, obwohl die USA eine diesen Werten entgegengesetzte und äußerst aggressive, nationalistische Außenpolitik betreibe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jörg Lau, Bernd Ulrich |url=https://www.zeit.de/2017/43/aussenpolitik-deutschland-usa-transatlantische-beziehungen-werte |titel=Im Westen was Neues |hrsg=Die Zeit |datum=2017-10-18 |abruf=2021-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indes wird aus strategischer Sicht unter anderem kritisiert, dass die Beziehungen zwischen Europa und den USA ungleich seien, da die USA ihre Außenpolitik mit wenig Rücksicht auf europäische Interessen durchsetze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In Deutschland wird unter anderem das Beispiel der Industriespionage genannt: Nach Schätzungen deutscher Sicherheitsforscher belief sich der Schaden, den US-amerikanische Industriespionage in Deutschland anrichtet, bereits im Jahr 2000 auf mindestens zehn Milliarden Euro pro Jahr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Noreena Hertz |Titel=The Silent Takeover |Verlag=Penguin Random House |Ort=Gütersloh, Deutschland |Datum=2013 |ISBN=9781446494639 |Seiten=82ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zahl sei aufgrund der [[Digitalisierung]] heutzutage wahrscheinlich noch höher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Transatlantizismus und die [[NATO]] geraten zunehmend auch aus militärischer Sicht in Kritik: So gab [[General]] [[Außer Dienst|a. D.]] der [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe]] [[Harald Kujat]] an, dass die [[Europäische Union|EU]] sich nicht nur gegenüber [[Russland]], sondern auch gegenüber den USA militärisch stärker behaupten müsse, da die Politik der USA den [[Naher Osten|Nahen Osten]] ohne Rücksicht auf Europa destabilisiere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christiane Kaess |url=https://www.deutschlandfunk.de/general-a-d-harald-kujat-zu-syrien-usa-lassen-verbuendete.694.de.html?dram:article_id=460864 |titel=„USA lassen Verbündete im Stich“ |hrsg=Deutschlandfunk |datum=2019-10-12 |abruf=2021-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Heinlein |url=https://www.deutschlandfunk.de/ex-nato-general-zu-nordsyrien-wir-brauchen-eine-neutrale.694.de.html?dram:article_id=461732 |titel=„Wir brauchen eine neutrale Schutzmacht“ |hrsg=Deutschlandfunk |datum=2019-10-24 |abruf=2021-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Politikwissenschaft|Politologen]] merken an, dass sich die EU durch Programme wie [[PESCO]] zwar immer mehr für eine innereuropäische Verteidigungspolitik einsetzt, die USA jedoch versuche, diese Unterfangen durch [[Lobbyismus]] aktiv zu behindern und damit ein zunehmend eigenständiges Handeln europäischer Länder zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Benjamin Zyla |Titel=The End of European Security Institutions? The EU&amp;#039;s Common Foreign and Security Policy and NATO After Brexit |Verlag=Springer Nature |Ort=Berlin, Deutschland |Datum=2020 |ISBN=9783030421601}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Valentin Naumescu |Titel=The New European Union and Its Global Strategy: From Brexit to PESCO |Verlag=Cambridge Scholars Publishing |Ort=Newcastle upon Tyne, Vereinigtes Königreich |Datum=2019 |ISBN=9781527541825}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut [[Françoise Grossetête]], [[Mitglied des Europäischen Parlaments]] von 1994 bis 2019, betreibt die USA intensiv Lobbyarbeit gegen eine verstärkte militärische Zusammenarbeit außerhalb der NATO zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Dies gehe so weit, dass Abgeordnete des Europäischen Parlaments zu „privaten Abendessen“ eingeladen werden, um sie zu überreden, gegen jegliche Programme und Gesetze zu stimmen, die eine verstärkte militärische Zusammenarbeit innerhalb der EU bedeuten würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://programm.ard.de/TV/arte/braucht-europa-eine-armee-/eid_287242932166604 |titel=Braucht Europa eine Armee? &amp;amp;#91;Dokumentation&amp;amp;#93; |hrsg=arte |datum=2020-05-05 |abruf=2021-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die USA ihre politische Vormachtstellung in Europa erhalten bzw. ausweiten wollen, wird Transatlantizismus daher teilweise als inkompatibel zur [[Europäische Integration|europäischen Integration]] angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John McCormick |Titel=Understanding the European Union |Sammelwerk=The European Union Series |Auflage=4 |Verlag=Palgrave Macmillan |Ort=London, Vereinigtes Königreich |Datum=2008 |ISBN=978-0-333-73899-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Eibl: &amp;#039;&amp;#039;Politik der Bewegung – Gerhard Schröder als Außenminister 1961-1966&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg Verlag, München 2001, ISBN 3-486-56550-8 ([https://link.bsb-muenchen.de/BV013616972 Volltext digital verfügbar]).&lt;br /&gt;
* Tim Geiger: &amp;#039;&amp;#039;Atlantiker gegen Gaullisten: Außenpolitischer Konflikt und innerparteilicher Machtkampf in der CDU/CSU 1958-1969&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg Verlag, München 2008, ISBN 3-486-58586-X&lt;br /&gt;
* [[Kees Van Der Pijl]]: &amp;#039;&amp;#039;The Making of the Atlantic Ruling Class&amp;#039;&amp;#039;, Verso, London 1984, ISBN 0-86091-093-8 [http://www.theglobalsite.ac.uk/atlanticrulingclass/ Hier online lesbar.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufsätze ==&lt;br /&gt;
* [[Henk Overbeek]]: &amp;#039;&amp;#039;Atlanticism and Europeanism in British Foreign Policy&amp;#039;&amp;#039;, in: Henk Overbeek (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Restructuring Hegemony in the Global Political Economy&amp;#039;&amp;#039;, Routledge, London/New York 2002, ISBN 0-203-41186-2&lt;br /&gt;
* Manlio Graziano: &amp;#039;&amp;#039;The Rise and Fall of ‘Mediterranean Atlanticism’ in Italian Foreign Policy: The Case of the Near East&amp;#039;&amp;#039;, in: Modern Italy, 2007, 12:3, S. 287–308.&lt;br /&gt;
* Sotiris Rizas: &amp;#039;&amp;#039;Atlanticism and Europeanism in Greek foreign and security policy in the 1970s&amp;#039;&amp;#039;, in: Southeast European and Black Sea Studies, 2008, 8:1, S. 51–66.&lt;br /&gt;
* Hans Mouritzen: &amp;#039;&amp;#039;Denmark’s super Atlanticism&amp;#039;&amp;#039;, in: Journal of Transatlantic Studies, 2008, 5:2, S. 155–167.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Außenpolitik der Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
* [[Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Atlantik-Brücke]]&lt;br /&gt;
* [[Bilderberg-Gruppe]]&lt;br /&gt;
* [[Trilaterale Kommission]]&lt;br /&gt;
* [[Gaullisten (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen (Politik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wilske</name></author>
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