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	<title>Athanor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T21:11:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Athanor&amp;diff=61326&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jla net.de: Auftragsmörder / Loge Puteaux bei Paris</title>
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		<updated>2026-03-30T17:18:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Auftragsmörder / Loge Puteaux bei Paris&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Athanor.jpg|mini|Athanor]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Athanor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein spezieller [[Ofen]], der von den [[Alchemie|Alchemisten]] benutzt wurde. Der Name leitet sich aus dem [[Arabische Sprache|arabischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;at-tannur&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|التنور}}) für „(Back)Ofen“ oder „Herd“ bzw. „Wasserrohr“ ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion und Zubehör von alchemistischen Öfen ==&lt;br /&gt;
Für alchemistische Prozesse spielten Erwärmung oder Erhitzung eine bedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Prozess war zum Beispiel die [[Destillation]]. Indem man eine flüssige Substanz erhitzte, verdampfte sie. Die Dämpfe [[Kondensation|kondensierten]] und wurden in eine Destilliervorlage abgeleitet. Ganz ähnlich verhält es sich mit der [[Sublimation (Physik)|Sublimation]]: Bei diesem Verfahren wurde eine feste Substanz erhitzt; deren Dämpfe setzten sich in fester Form an den kühleren Stellen des Sublimationsgefäßes wieder ab. Ein weiteres wichtiges Verfahren stellt das [[Mazerieren|Digerieren]] (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;digerere, verdauen&amp;#039;&amp;#039;) dar. Der Alchemist verstand darunter einen Verdauungs- oder Reifungsprozess. Er gab die Substanzen in ein fest verschlossenes Gefäß und ließ sie unter gleichmäßiger Temperatur einige Tage oder Wochen „reifen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] stellte es ein Problem dar, die Hitzezufuhr der Öfen zu regeln. Nachdem im [[16. Jahrhundert]] Stellschieber erfunden worden waren, mit denen man die Luftzufuhr regeln konnte, war auch das Erreichen von verschiedenen Hitzgraden im gleichen Ofen möglich. Bevor es diese Stellschieber gab, musste der Alchemist für jeden Hitzegrad, der für einen speziellen Vorgang benötigt wurde, einen eigenen Ofen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Öfen (Brenn- bzw. Destillieröfen) waren meist aus Backsteinen erbaut und innen mit einem speziellen (etwa Haaren oder Kot enthaltenden) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ofenlehm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verkittet („verlutiert“ gemäß [[Hieronymus Brunschwig]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 430 (&amp;#039;&amp;#039;offenlaym&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ofenleim&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ofenlehm&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gab auch Metallöfen, die aus Kupfer oder Eisen bestanden. Auch aus Ton stellte man Öfen her. Das Heizmaterial waren Holz oder [[Holzkohle]]. Jeder Ofen besaß im Prinzip einen Aschen-, einen Feuer- und einen Arbeitsraum. Diese waren allerdings nicht immer voneinander getrennt. Ein Einsatzblech im Athanor&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Udo Benzenhöfer]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Johannes de Rupescissa|Johannes’ de Rupescissa]] „Liber de consideratione quintae essentiae omnium rerum“ deutsch. Studien zur Alchemia medica des 15. bis 17. Jahrhunderts mit kritischer Edition des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Studien zur Naturkunde der frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Steiner, Wiesbaden/Stuttgart 1989, ISBN 3-515-05388-3 (Zugleich Philosophische Dissertation, Universität Heidelberg, 1988), S. 178 (&amp;#039;&amp;#039;Archanor&amp;#039;&amp;#039;, falsch für &amp;#039;&amp;#039;athanor&amp;#039;&amp;#039;; „trifuß der heimelicheite“).&amp;lt;/ref&amp;gt; diente einer gleichmäßigen Wärmeentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ofentypen ==&lt;br /&gt;
Der Athanor wurde auch &amp;#039;&amp;#039;Philosophischer Ofen&amp;#039;&amp;#039; genannt, denn in ihm sollte der [[Stein der Weisen]] (&amp;#039;&amp;#039;lapis philosophorum&amp;#039;&amp;#039;) hergestellt werden. In einem Philosophischen Ofen konnte eine Substanz in einem verschlossenen Gefäß über eine längere Zeit mit milder und gleichmäßiger Wärme behandelt werden. Der Aufbau des Ofens war turmförmig und in seinem Inneren befand sich ein ovales, zugeschmolzenes Gefäß (&amp;#039;&amp;#039;philosophisches Ei&amp;#039;&amp;#039;). Dieses Gefäß enthielt die Substanz, die zum Stein der Weisen umgeformt werden sollte. Das Ei, ein universales Symbol für Geburt und Schöpfung, war in [[Alchemie]] ein (manchmal auch als weiblicher Schoß dargestelltes) „hermetisches“ Gefäß, aus dem der Stein der Weisen, genannt auch „Göttliches Kind“,&amp;lt;ref&amp;gt;Allison Coudert: &amp;#039;&amp;#039;Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten.&amp;#039;&amp;#039; (Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Alchemy: the Philosopher’s Stone.&amp;#039;&amp;#039; 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 131–134.&amp;lt;/ref&amp;gt; entstehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[16. Jahrhundert]] kam mit dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Bequemlichkeitsofen&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Fauler Heinz&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Piger Henricus&amp;#039;&amp;#039; genannt) ein Ofentyp in Gebrauch, der über einen gesonderten Schacht für das Brennmaterial verfügte. Aus diesem Schacht rutschte die Holzkohle stetig nach, sodass nötiges Brennmaterial ähnlich wie bei einem [[Zimmerofen#Füllofen|Füllofen]] automatisch vorhanden war. Der Alchemist musste also nicht regelmäßig Holzkohle nachlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Die Installation, die [[Sigmar Polke]] für den Deutschen Pavillon bei der 42. [[Biennale di Venezia]] 1986 schuf, und für die er mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, trug den Titel &amp;#039;&amp;#039;Athanor&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Catharine Hug |Titel=Glossar |Hrsg=Bice Curiger |Sammelwerk=Sigmar Polke. Werke &amp;amp; Tage |Auflage=1. |Verlag=DuMont |Ort=Köln |Datum=2005 |ISBN=3-8321-7544-X |Seiten=203}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tschechische [[Surrealist]] [[Jan Švankmajer]] gründete eine Filmproduktionsgesellschaft mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Athanor&amp;#039;&amp;#039;, welche in seinem Wohn- und Studio-Haus in Knovíz in [[Böhmen]] arbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von [[David Esrig]] 1995 gegründete [[Athanor Akademie|Athanor Akademie für Darstellende Kunst Passau]] ist nach diesem „Schmelztiegel“ benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Maler [[Anselm Kiefer]] gab mehreren seiner Bilder den Titel &amp;#039;&amp;#039;Athanor&amp;#039;&amp;#039;, etwa dem Bild, das er 2007 für den [[Louvre]] malte und das dort installiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Athanor&amp;#039;&amp;#039; nannten sich [[Freimaurer]] im Pariser Vorort [[Puteaux]]. 22 Personen, darunter Beamte des Auslandsgeheimdienstes [[DGSE]] und Logenbrüder um Jean-Luc Bagur, Frédéric Vaglio und Daniel Beaulieu - einst ein Offizier des Geheimdienstes [[Direction_générale_de_la_sécurité_intérieure|DGSI]] - wurden im Jahre 2026 angeklagt, Morde in Auftrag gegeben zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www-theguardian-com.translate.goog/world/2026/mar/30/trial-opens-masonic-lodge-network-paris-freemason-mafia-france/ |titel=Murder trial opens over alleged masonic lodge crime network in Paris |werk=Theguardian.com |datum=2026-03-30 |sprache=en |abruf=2026-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Dietrich Haage: &amp;#039;&amp;#039;Alchemie im Mittelalter. Ideen und Bilder – von Zosimos bis Paracelsus&amp;#039;&amp;#039;. Artemis &amp;amp; Winkler, Düsseldorf u. a. 2000, ISBN 3-7608-1222-8.&lt;br /&gt;
* [[Claus Priesner]], Karin Figalla (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alchemie. Lexikon einer hermetischen Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1998, ISBN 3-406-44106-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alchemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ofen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jla net.de</name></author>
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