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	<title>Athanarich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:44:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Tfjt: Bild</title>
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		<updated>2024-06-12T06:42:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Athanarich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; († [[21. Januar]] [[381]] in [[Konstantinopel]]) war ein Anführer der [[Terwingen]] in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts. Er wurde besonders bekannt wegen des Krieges gegen den Kaiser des römischen Ostreiches [[Valens]] und seiner Christenverfolgungen. Seine Bedeutung liegt zudem darin, dass er der erste Herrscher der Goten war, über den eine ganze Reihe von Details bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Terwingen&amp;#039;&amp;#039;, wie die [[Westgoten]] zu dieser Zeit genannt wurden, siedelten seit Ende des 3. Jahrhunderts in [[Dakien]] außerhalb des [[Römisches Reich|Römischen Reiches]]. War die Lage an der [[Donau]] bis dahin relativ ruhig, so kam es ab 365 zu Konflikten zwischen Römern und Terwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Valens sich auf einem Feldzug befand, [[Usurpator|usurpierte]] in [[Konstantinopel]] [[Procopius (Gegenkaiser)|Procopius]] den Thron. Dieser forderte von den Terwingen vertragsgemäß Truppen an. Als terwingische Soldaten im Jahr 366 in Konstantinopel ankamen, war Procopius allerdings bereits tot. Dem neuen Usurpator [[Marcellus (Gegenkaiser)|Marcellus]] verweigerten die Terwingen die Unterstützung und zogen wieder ab. Auf dem Rückweg wurden sie von römischen Truppen in Thrakien festgesetzt. Als Valens, zurück in Konstantinopel, Marcellus entmachtet hatte, nahm er die Unterstützung der Terwingen als Anlass zum Krieg zu rüsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammesrat der Terwingen, der sich aus Vertretern einer nicht bekannten Anzahl von Kleinstämmen oder Unterabteilungen, &amp;#039;&amp;#039;kunja&amp;#039;&amp;#039; genannt zusammensetzte, und der in Friedenszeiten die Terwingen führte, wählte den möglicherweise zur Sippe der [[Balthen]] gehörenden Athanarich zum Richter, &amp;#039;&amp;#039;kindins&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ammianus Marcellinus]] (27,5,9) nennt Athanarich einen &amp;#039;&amp;#039;iudex gentis&amp;#039;&amp;#039;, „Richter des Volkes“, gotisch  &amp;#039;&amp;#039;kindins&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als solcher war er ein Monarch auf Zeit, der das Gebiet des Stammes nicht verlassen durfte. Seine Aufgabe war die Abwehr äußerer Bedrohung. Für die Führung bei Kämpfen jenseits ihres Gebietes bestimmten die Terwingen – wer und in welcher Art von Verfahren dies geschah, bleibt unklar – einen Heerführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Herwig Wolfram: &amp;#039;&amp;#039;Die Goten und ihre Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, 4. Aufl., Beck, München 2022, S. 36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Athanaric and Valens on the Danbue.png|mini|hochkant|Athanarich und Kaiser [[Valens]] treffen sich auf der Donau – Illustration nach [[Eduard Bendemann]] aus dem 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Im folgenden Jahr, 367, begann der Krieg. Ab dem Frühjahr rückten römische Truppen über die Donau nach Dakien ein. Athanarich wich einer direkten Konfrontation aus. Die Römer verwüsteten das Land und zogen am Jahresende wieder ab. Durch eine katastrophale Überschwemmung im Jahr 368 wurde zwar die Fortführung des Krieges verhindert, die Versorgungslage der Terwingen jedoch gleichzeitig dramatisch verschlechtert. Als die Römer im Folgejahr erneut die Donau überschritten, war Athanarich daher zu Verhandlungen bereit. Da er gemäß seinem Schwur kein römisches Territorium betreten durfte, traf er sich mit dem römischen Kaiser Valens auf einem Schiff mitten in der Donau. Schließlich unterbreitete er ein Friedensangebot, dem Valens zustimmte. Der ausgehandelte Vertrag stellte die Terwingen etwas schlechter als der bis dahin gültige Vertrag von 332.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 372 kam es auf Befehl Athanarichs zur systematischen Christenverfolgung gegen die starke arianische Minderheit unter den Terwingen. Die Opposition formierte sich unter [[Fritigern]], der zum [[Arianismus]] übertrat und damit die Unterstützung Valens’ gewann. Zwischen den Jahren 372 und 376 kam es bei den Terwingen zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, in denen Athanarich vorerst die Oberhand behielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 376 begann Athanarich mit Verteidigungsmaßnahmen gegen die [[Hunnen]], möglicherweise mit einem Wallbau. Die Hunnenangriffe wurden jedoch immer heftiger und erfolgreicher. Athanarich verlor zunehmend sein Mandat, große Teile der Terwingen liefen zu Fritigern über. Dieser führte sie dann mit Erlaubnis der Römer in das Reichsgebiet. Athanarich und seine Terwingen verließen &amp;#039;&amp;#039;[[Gutþiuda]]&amp;#039;&amp;#039; und gingen in das &amp;#039;&amp;#039;Caucaland&amp;#039;&amp;#039;; für die nächsten vier Jahre existieren keinerlei Nachrichten über Athanarich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Abwesenheit kam es wegen der logistischen Probleme der Römer bei der Versorgung der Terwingen immer wieder zur Revolten und militärischen Konflikten. Sie mündeten schließlich in der [[Schlacht von Adrianopel (378)|Schlacht bei Adrianopel]] 378, bei der die Römer vernichtend geschlagen wurden und Valens den Tod fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 380 wurde Athanarich unter unbekannten Umständen aus dem &amp;#039;&amp;#039;Caucaland&amp;#039;&amp;#039; vertrieben, woraufhin er Schutz bei den Römern suchte. Am 11. Januar 381 traf er in Konstantinopel ein, wo er von Valens’ Nachfolger [[Theodosius I.]] ehrenvoll empfangen wurde. Am 21. Januar 381 starb Athanarich überraschend und erhielt ein glanzvolles Staatsbegräbnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 382 erhielten die Terwingen den epochalen [[Foederati|Föderatenvertrag]], der richtungweisend für die zukünftige „Barbarenpolitik“ des Reiches wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ADB-Artikel wird hier nicht gebraucht --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Peter J. Heather]]: &amp;#039;&amp;#039;Goths and Romans 332-489&amp;#039;&amp;#039;, Oxford 1991.&lt;br /&gt;
* [[Herwig Wolfram]]: &amp;#039;&amp;#039;Gotische Studien I. Das Richtertum Athanarichs&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039; (MIÖG) 83, 1975, S. 1ff.&lt;br /&gt;
* {{RE|II,2|1934|1935|Athanaricus|[[Otto Seeck]]|RE:Athanaricus}}&lt;br /&gt;
* Herwig Wolfram: &amp;#039;&amp;#039;Die Goten und ihre Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, 4. Aufl., Beck, München 2022, S. 42–51.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138541604|VIAF=90823435}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Athanarich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Terwinge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (Terwingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (4. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 3. oder 4. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 381]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotenreich (Dakien)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Athanarich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Richterkönig der Terwingen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Jahrhundert oder 4. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Januar 381&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Konstantinopel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tfjt</name></author>
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