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	<title>Ataraxie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ataraxie&amp;diff=91894&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Punkt hinter Abkürzung gesetzt, ISBN-Format</title>
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		<updated>2026-04-25T08:52:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Punkt hinter Abkürzung gesetzt, ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das antike Ideal der Seelenruhe. Für die Band siehe [[Ataraxie (Band)]].}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ataraxie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ἀταραξία|ataraxía}} „Unerschütterlichkeit“, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ataraxis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{lang|grc|ἀτάραξις}}], von {{lang|grc|ἀτάρακτος|atáraktos}} „unerschütterlich“) ist die Bezeichnung der [[Epikureer]] und [[Pyrrhon von Elis|Pyrrhoneer]] für das Ideal der &amp;#039;&amp;#039;Seelenruhe&amp;#039;&amp;#039;. Sie bezeichnet als seelischen Zustand die [[Affekt]]&amp;amp;shy;losigkeit und [[Gelassenheit]] gegenüber [[Schicksalsschlag|Schicksalsschlägen]] und ähnlichen Außeneinwirkungen, die das Glück des [[Weisheit|Weisen]], die [[Eudaimonie]], gefährden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Prechtl, Franz-Peter Burkard (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Philosophie. Begriffe und Definitionen&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. J.B. Metzler, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-476-02187-8. [https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-476-05469-2 SpringerLink]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ataraxie im Alltag ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Epictetus from L. Annaei Senecae philosophi Opera, 1605, title page detail.png|mini|120px|[[Epiktet]] Radierung von 1605]]&lt;br /&gt;
Bereits die Lebensbedingungen des antiken Menschen waren durch einen schwer erträglichen Alltag geprägt. Laut den Erzählungen [[Homer]]s und [[Hesiod]]s waren Leid und Schmerz, Gewalt, Krieg, maßlose Neigungen und unmenschliches Handeln charakteristische Merkmale. Im Gegensatz dazu stand das menschliche Bedürfnis, ein angenehmes Leben ([[Eudaimonie]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Hofer |url=https://www.abenteuer-philosophie.com/philosophisches-management-mit-epikur/ |titel=Philosophisches Management mit Epikur • Abenteuer Philosophie Magazin |werk=Abenteuer Philosophie Magazin |datum=2018-05-25 |sprache=de |abruf=2026-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; führen zu wollen. Durch die Entwicklung einer gelassenen Einstellung (Ataraxie) folgte man diesem Bedürfnis.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Günter Dietz]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Versöhnungs- und Friedensprogramm Homers als Euhegesie&amp;#039;&amp;#039;. in: [[Hermes Andreas Kick]], Günter Dietz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frieden als Balance in Psychotherapie und politischem Handlungsraum: Prozessdynamische Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;. Münster 2013, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher bezeichnet in der griechischen Antike Ataraxie eine erwünschte, ideale Lebenseinstellung, das unberechenbare Handeln der Götter bzw. Ereignisse des Schicksals gelassen und ruhig akzeptieren zu können, wie zuerst von Demokrit (ca. 460 v. Chr. bis ca. 370 v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/demokrit/84 |titel=Demokrit |werk=Metzlers Philosophen-Lexikon |hrsg=Spektrum der Wissenschaft |sprache=de |abruf=2026-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) erwähnt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; und später von anderen, wie z. B. [[Epiktet]] (50–138 n. Chr.) übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Andreas Nießeler: &amp;#039;&amp;#039;Vom Ethos der Gelassenheit&amp;#039;&amp;#039;. Würzburg 1995, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die antiken Dichter empfahlen ihren Zeitgenossen gelegentlich, das Leben so zu nehmen, wie es kommt, ohne sich von falschen Hoffnungen oder Furcht vor den Göttern in die Irre führen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Jacob Burckhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1956, Band 6, S. 320f., 363–374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ataraxie in der epikureischen Ethik ==&lt;br /&gt;
Das höchste Ziel &amp;#039;&amp;#039;(télos&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;summum bonum)&amp;#039;&amp;#039; menschlichen Daseins besteht laut der [[Ethik]] [[Epikur]]s in der gelassenen Lust &amp;#039;&amp;#039;(hedoné&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;voluptas)&amp;#039;&amp;#039;. Letztere beziehe sich – so [[Malte Hossenfelder]] – vor allem auf die „Gesundheit des Körpers und ... Ruhe der Seele, ...“ Beide werden aber durch die Furcht vor den Göttern und dem Tod, der Maßlosigkeit der Begierden und von körperlichen Schmerzen bedroht. So muss sich der Weise sowohl von äußeren als auch inneren Einflüssen, die seine Seelenruhe &amp;#039;&amp;#039;(Ataraxie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;tranquillitas animi)&amp;#039;&amp;#039; bedrohen, von Begierde, Lüsten, Trauer und Furcht befreien und so zur innerlichen [[Autarkie]] gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge man „nüchternen Überlegungen“ über die Götter, über den Tod, über eigene Bedürfnisse und körperliche Schmerzen, so könne dies gelingen, denn&lt;br /&gt;
* die Götter kümmern sich nicht um die Welt,&lt;br /&gt;
* der Tod spielt für Menschen keine Rolle, denn wenn er eintritt, sind sie nicht mehr da,&lt;br /&gt;
* natürliche Bedürfnisse, die Unlust vermeiden, wie z. B. Hunger, Durst, Freundschaft, sind erfüllbar,&lt;br /&gt;
* die meisten Schmerzen sind gering ausgeprägt und dauern nur kurz.&lt;br /&gt;
So sei der Mensch in der Lage, ein bescheidenes, autarkes Leben voller Ataraxie, d. h. Unerschrockenheit und Gelassenheit zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Malte Hossenfelder: &amp;#039;&amp;#039;Epikur&amp;#039;&amp;#039;. In: Ferdinand Pöhlmann (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie: Werke aus drei Jahrtausenden.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2016, S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stoa]] verschmolz ihren Begriff der „Apathie“ ([[Apatheia]]) mit dem Konzept der &amp;#039;&amp;#039;Ataraxie&amp;#039;&amp;#039;. Der lateinische Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;tranquillitas animi&amp;#039;&amp;#039; bei [[Cicero]] und [[Seneca]] erfasst sowohl die Apathie als auch die Ataraxie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LThK|Forschner|Ataraxie|3|1|1123}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ataraxie in der pyrrhonischen Skepsis ==&lt;br /&gt;
Für das Ziel der wegen der spärlichen Überlieferung nur schwer greifbaren Lehre des [[Pyrrhon von Elis]] ist neben dem [[Stoa|stoischen]] Terminus &amp;#039;&amp;#039;Apatheia&amp;#039;&amp;#039; auch der Begriff der Ataraxie überliefert. In der neupyrrhonischen Skepsis, die uns vor allem in den Schriften des [[Sextus Empiricus]] entgegentritt, bezeichnet die Ataraxie zwar eigentlich das Ziel der Ethik, das jedoch nicht direkt erstrebt werden kann, da jedes Streben danach, ja schon jede dogmatische Lehre über das Wesen der Ataraxie eben eine Erschütterung und damit Zerstörung der Seelenruhe bedeuten würde. Daher sagen die Neupyrrhoneer, die Ataraxie folge der Urteilsenthaltung (&amp;#039;&amp;#039;epoché&amp;#039;&amp;#039;) „wie der Schatten“. Man gelange „zufällig“ zur Seelenruhe, indem man sich in allen Entscheidungen des Urteils enthalte und so dem Hin- und Hergerissensein entkomme.&amp;lt;ref&amp;gt;Malte Hossenfelder: &amp;#039;&amp;#039;Stoa, Epikureismus und Skepsis.&amp;#039;&amp;#039; München 1995, S. 23 f. und 150 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Achtsamkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Seneca]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des glücklichen Lebens.&amp;#039;&amp;#039; Übers. und hrsg. von [[Heinz Berthold (Religionshistoriker)|Heinz Berthold]], Anaconda, Köln 2005, ISBN 3-938484-44-6.&lt;br /&gt;
* Seneca: &amp;#039;&amp;#039;De vita beata. Vom glücklichen Leben.&amp;#039;&amp;#039; Lateinisch/Deutsch. Übers. und hrsg. von [[Fritz-Heiner Mutschler]], Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-001849-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christoph Horn]]: &amp;#039;&amp;#039;Antike Lebenskunst: Glück und Moral von Sokrates bis zu den Neuplatonikern.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Beck, München 2014, ISBN 3-406-66907-7.&lt;br /&gt;
* [[Malte Hossenfelder]]: &amp;#039;&amp;#039;Stoa, Epikureismus und Skepsis&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3: &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie der Antike&amp;#039;&amp;#039;). 2. Auflage, Beck, München 1995, ISBN 3-406-30841-4.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Röd (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Philosophie&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. Beck, München 1985 (mehrere Stellen, siehe Register)&lt;br /&gt;
* [[Andreas Urs Sommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der Seelenruhe. Anleitung zum stoischen Denken&amp;#039;&amp;#039; München: C. H. Beck, 2. Auflage 2010, ISBN 978-3-406-59194-5 (zu den modernen Adaptionen des antiken Ataraxie-Konzeptes).&lt;br /&gt;
* [[Gisela Striker]]: &amp;#039;&amp;#039;Ataraxia: Happiness and Tranquility&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Monist&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;73, 1990, S. 97–110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethisches Gut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Haltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Positive Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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