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	<title>Atabeg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Atabeg&amp;diff=274093&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: Weiterleitungshinweis korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-18T06:57:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weiterleitungshinweis korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Atabak|Zum Familiennamen siehe [[Atabak (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
Den [[Turksprachen|türkischen]] Titel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atabeg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|أتابك}} / {{faS|اتاﺑﮏ|w=Atābak}}; später auch &amp;#039;&amp;#039;Atabey&amp;#039;&amp;#039;; von türkisch &amp;#039;&amp;#039;ata&amp;#039;&amp;#039; = „Vater“ und &amp;#039;&amp;#039;[[Bey (Titel)|beg]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;[[Bey (Titel)|bey]]&amp;#039;&amp;#039; = „Herr“, „Führer“), der vor allem vom 11. bis zum 13. Jahrhundert in Gebrauch war, trugen ursprünglich die als Vormünder, Beschützer und Tutoren fungierenden Erzieher minderjähriger Prinzen und Prinzessinnen aus der [[Seldschuken-Fürsten|Seldschukendynastie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nicht ausgeschlossen ist, dass das Amt des Atabegs bereits in früheren türkischen Gesellschaften [[Mittelasien]]s existierte, scheint es ursprünglich für die [[Oghusen|oghusischen]] [[Seldschuken]] typisch gewesen zu sein, die im 11. Jahrhundert weite Teile [[Vorderasien]]s eroberten. Die ebenfalls türkischen [[Karachaniden|Qarachaniden]] beispielsweise kannten es allem Anschein nach nicht. Der erste bekannte Atabeg – der berühmte [[Wesir]] [[Nizam al-Mulk]] (1018–1092) – hatte den Titel von seinem jungen Herrn [[Sultan]] [[Malik Schah I.|Malik-Schah I.]] (reg. 1073–1092) erhalten und war in Hinblick auf seine persische Herkunft und sein ziviles Amt eine bemerkenswerte Ausnahme, da in der Folgezeit fast immer nur (ehemalige) türkische Militärsklaven, d.&amp;amp;nbsp;h. [[Mamluken]], zu Atabegs ernannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit, in der Atabegs mit zunehmender Häufigkeit und auch in Zusammenhang mit anderen Zweigen der seldschukischen Dynastie – wie den [[Kerman-Seldschuken|Kirman-]] und [[Rum-Seldschuken]] – begegnen, beginnt erst mit dem Tode Malik-Schahs I., dessen Nachfolger nahezu alle in die Obhut von „Ersatzvätern“ gegeben wurden. Hierbei war es üblich, dass jeder Prinz und jede Prinzessin einen eigenen Tutor zugewiesen bekam und dieser, wenn der Herrscher verstarb, die Mutter seines Schützlings heiratete. So nahm beispielsweise der Atabeg [[Tugtakin|Tugh-Tegin]] (reg. 1104–1128 in [[Damaskus]]) jene Witwe [[Tutusch I.|Tutuschs I.]] zur Frau, deren Sohn [[Duqaq]] (reg. 1095–1104) ihm der [[Liste der Seldschuken-Fürsten#Die seldschukischen Machthaber von Syrien (1078–1117)|Seldschukenherrscher von Syrien]] einst anvertraut hatte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Aufgabe eines Atabegs bestand zunächst darin, die Interessen des unter seinen Schutz gestellten Seldschukensprösslings als loyaler Diener zu vertreten und zu verteidigen, bis dieser alt genug war, um (den ihm vererbten Reichsteil) selbst zu regieren; danach diente der alte Tutor meist nur noch als Berater. Versuche seitens des Atabegs, seine Macht als Vormund zu behalten oder weiter auszubauen, hatten gelegentlich sogar zur Folge, dass der Schützling ihn (wie z.&amp;amp;nbsp;B. Sultan [[Muhammad I. Tapar|Muhammad I.]] Qutlugh-Tegin) hinrichten ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atabeg-Titel war von Anfang an mit großem Ansehen und Autorität verbunden. Mit der Zeit wuchsen der Einfluss, die Befugnisse und das Selbstbewusstsein der Träger jedoch derart an, dass diese de facto nicht mehr ihren Prinzen dienten, sondern die Prinzen als eine Art Loyalitätsgarantie und Unterpfand betrachteten. Nicht immer ganz freiwillig vergab der Sultan seine Kinder nun in Kombination mit wichtigen Statthalterschaften und Ländereien (siehe [[Iqta]]) an mächtige Mamluken-[[Emir]]e, die ihren Schützling mitunter eigennützig instrumentalisierten. Von besonderer Bedeutung war dabei, dass man als Atabeg einen potentiellen Thronfolger in seiner Gewalt hatte, mit dessen Krönung sich der eigene Einfluss erheblich ausweiten ließ. Es kam daher vor, dass sich das regierende Dynastieoberhaupt (z. B. [[Mas&amp;#039;ud ibn Muhammad|Masud]], reg. 1134–1152) gleich gegenüber mehreren ehrgeizigen Atabegs behaupten musste, die von ihren jeweiligen Provinzen aus und in Konkurrenz zueinander versuchten, ihren Kandidaten als Sultan durchzusetzen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Phase war es auch keine Seltenheit mehr, dass die Atabegs (z. B. [[Atabegs von Aserbaidschan#Schams ad-Din Eldigüz|Schams ad-Din Eldigüz]], reg. ca. 1136–1175) bald überhaupt nicht mehr daran dachten, ihre beachtliche Machtfülle an die heranwachsenden Seldschukenprinzen abzugeben. Stattdessen missbrauchten viele ihr Amt, indem sie die ihnen anvertrauten Mitglieder des Herrscherhauses – auch nach deren Volljährigkeit – gefangen hielten und sich zu faktisch unabhängigen Fürsten (eines sog. &amp;#039;&amp;#039;Atabeyliks&amp;#039;&amp;#039;) aufschwangen, die unter Vererbung des Atabeg-Titels sogar eigene Dynastien begründeten. Eines der bekanntesten Beispiele ist [[Zengi]] (reg. 1127–1146), den Sultan [[Mahmud II. (Iran)|Mahmud II.]] (reg. 1118–1131) zum Statthalter in [[Mosul]] und [[Aleppo]] sowie Atabeg seiner beiden Söhne ernannt hatte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund entwickelte sich der Titel alsbald zu einem prestigeträchtigen Herrschertitel, welcher wie im Fall der Atabegs von Luristan auch unabhängig davon geführt und neu angenommen wurde, ob sich wirklich (noch) ein Prinz in der Gewalt des Trägers befand oder nicht.&lt;br /&gt;
[[Datei:Атабеки Азербайджана.jpg|miniatur|&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Titel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{fa|اتاﺑﮏ}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (mittig, blank, [[Rasm|ohne diakritische Punkte]]) auf einem Kupfer-[[dirham]] des Eldigüzidenherrschers Qizil-Arslan Uthman (reg. 1186–1191)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Atabak.jpg|miniatur|Mirza Ali Asghar-Chan Amin as-Soltan]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zu den Atabeg-Dynastien gehören:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* die [[Buriden]] oder Atabegs von [[Damaskus]], 1104–1154&lt;br /&gt;
* die [[Aḥmadīlī]]-Atabegs von [[Maragha|Marāġa]], von ca. 1122 bis nach 1220&lt;br /&gt;
* die [[Zengiden]] oder Atabegs von [[Mosul]] (und [[Aleppo]],...), 1127–1251&lt;br /&gt;
* die [[Atabegs von Aserbaidschan|Eldigüziden]] oder Atabegs von [[Aserbaidschan (Iran)|Āzarbāydschān]], ca. 1135–1225&lt;br /&gt;
(diese Dynastie führte den Titel &amp;#039;&amp;#039;„Großatabeg“ (Atabeg-i aʿẓam)&amp;#039;&amp;#039; ein)&lt;br /&gt;
* die [[Atabegs von Yazd]], ca. 1141–1318&lt;br /&gt;
* die [[Begteginiden]] oder Atabegs von [[Erbil|Arbīl]], vor 1145 bis 1233&lt;br /&gt;
* die [[Salghuriden|Salġuriden]] oder Atabegs von [[Fars|Fārs]], 1148–1284&lt;br /&gt;
* die [[Hazaraspiden|Hazāraspiden]] oder Atabegs von [[Lorestan|Großluristān]], 1148–1424&lt;br /&gt;
* die Atabegs von [[Lorestan|Kleinluristān]], ca. 1184–1597&lt;br /&gt;
* die [[Luʾluʾiden]] (die Atabegs von Mosul nach den Zengiden), 1234–1262&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Atabegs von Yazd stellen einen weiteren Sonderfall dar, da ihr Gründer zum einen wahrscheinlich Perser war und zum anderen von Sultan [[Sandschar]] (reg. 1118–1157) keinen Seldschuken, sondern die Töchter des letzten [[Kakuyiden]]herrschers anvertraut bekommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Amt bzw. der Titel des Atabegs wurde jedoch nicht nur in Zusammenhang mit den Seldschuken verwendet. Auch die [[Choresm-Schahs|Choresm-Schahs aus der Dynastie der Anuschteginiden]], einige [[Chorasan|chorasanische]] Lokalherrscher, die [[Ayyubiden|Aiyubiden]] (in Aleppo und dem [[Jemen]]), die [[Mamluken|ägyptischen Mamluken]], die [[Kadscharen]] und sogar die christlichen [[Königreich Georgien|Georgier]] gaben ihre Prinzen und Prinzessinnen in die Obhut von Atabegs oder verwendeten zumindest den Titel. In [[Kleinasien]], wo der erste Atabeg (Chumar-Tasch as-Sulaimani) vom Beginn der Regierung [[Kılıç Arslan I.|Qilitsch-Arslans I.]] (1092–1107) bekannt ist, verschwand der Titel mit den Rum-Seldschuken, die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] kannten ihn nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Kadscharen wurde der Titel – wie einst bei den Eldigüziden – in der Form &amp;#039;&amp;#039;Atābak-e aʿẓam&amp;#039;&amp;#039; gebraucht und an die [[Liste der Ministerpräsidenten des Iran|Premierminister]] [[Amir Kabir|Mirza Taqi-Chan Amir-e Nezam]] (1807–1852), [[Ali Asghar Khan Atabak|Mirza Ali Asghar-Chan Amin as-Soltan]] (1858–1907) und [[Abdol Majid Mirza Eyn-al-Dowleh|Soltan Abd al-Madschid Mirza Ain ad-Daula]] (1845–1927) vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im mamlukischen [[Ägypten]], wo zunächst [[Izz ad-Din Aibak]] als Atabeg der Königin [[Schadschar ad-Durr|Schadschar(at) ad-Durr]] fungierte, existierte mit dem „Atabeg/Atabak al-Asakir“ &amp;#039;&amp;#039;(Atabeg/Atābak al-ʿAsākir)&amp;#039;&amp;#039;, also dem „Atabeg der Armee“ eine spezielle, unabhängige Titelvariante. Das hiermit verbundene Amt stellte seit dem Niedergang des Vizekönig-Postens &amp;#039;&amp;#039;([[Naib|Nāʾib]] as-Salṭāna)&amp;#039;&amp;#039; das bedeutendste im Reich nach dem des Sultans dar. Ein Emir mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Atabeg al-Asakir&amp;#039;&amp;#039; stieg quasi zum Stellvertreter des Herrschers in allen Angelegenheiten auf, wirkte nicht selten als Königsmacher und wurde vor allem in der [[Burdschi-Mamluken|Burdschi-Zeit]] nach dem Tod des Herrschers oft selbst Staatsoberhaupt (so z. B. [[Barquq]], welcher 1376 &amp;#039;&amp;#039;Atabeg al-Asakir&amp;#039;&amp;#039; und 1382 Sultan wurde).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claude Cahen: Artikel [http://www.iranica.com/articles/atabak-turkish-atabeg-lit &amp;#039;&amp;#039;ATĀBAK.&amp;#039;&amp;#039;] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopædia Iranica]]&amp;#039;&amp;#039; 1987 &amp;lt;!-- Verlag, Ort, ISBN--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Claude Cahen: Artikel „ATABAK (Atabeg)“ in: [[The Encyclopaedia of Islam. New Edition|&amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Islam&amp;#039;&amp;#039;, New Edition]] (ed. by P. J. Bearman u. a.), Leiden 1960–2004&lt;br /&gt;
* Clifford Edmund Bosworth: &amp;#039;&amp;#039;The new Islamic dynasties – A chronological and genealogical manual.&amp;#039;&amp;#039; Edinburgh 2004, ISBN 0-7486-0684-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atabeg| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschertitel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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