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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Astrometriesatellit</id>
	<title>Astrometriesatellit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T14:39:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Astrometriesatellit&amp;diff=175061&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Antonsusi: /* Der Hipparcos-Satellit */ Linkfix, replaced: Hipparchos (Astronom) → Hipparchos von Nicäa, Hipparchos → Hipparchos von Nicäa mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-22T22:41:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der Hipparcos-Satellit: &lt;/span&gt; Linkfix, replaced: Hipparchos (Astronom) → Hipparchos von Nicäa, &lt;a href=&quot;/index.php/Hipparchos_von_Nic%C3%A4a&quot; title=&quot;Hipparchos von Nicäa&quot;&gt;Hipparchos&lt;/a&gt; → &lt;a href=&quot;/index.php/Hipparchos_von_Nic%C3%A4a&quot; title=&quot;Hipparchos von Nicäa&quot;&gt;Hipparchos von Nicäa&lt;/a&gt; mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Astrometrie-Satellit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein [[Satellit (Raumfahrt)|künstlicher Erdsatellit]] bezeichnet, der Aufgaben der [[Astrometrie]] – frei von störenden [[terrestrisch]]en Einflüssen – im [[Weltraum]] durchführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung: Sternwarten und Erdatmosphäre ==&lt;br /&gt;
Auf der Erde lassen sich zwar viel größere [[Sternwarte]]n und [[Teleskop]]e bauen als für den Betrieb in [[Raumsonde]]n, doch sind ihre Qualitäten meist nicht voll nutzbar. Der Grund ist hauptsächlich die [[Erdatmosphäre]], welche durch&lt;br /&gt;
* [[Aerosol]]e und [[Extinktion (Astronomie)|Extinktion]] das einfallende Licht merklich dämpft&lt;br /&gt;
* [[Lichtverschmutzung]], die die Helligkeitsmessung beeinträchtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Durch atmosphärische Dichteunterschiede und [[Luftunruhe|Störungen]] die einfallenden Lichtstrahlen unregelmäßig ablenkt und dadurch die [[Szintillation (Astronomie)|Szintillation]] das [[Seeing]] bewirkt&lt;br /&gt;
* Dazu kommen Effekte der [[Sonnenstrahlung]] und Erwärmung.&lt;br /&gt;
Diese Nachteile erdgebundener Teleskope lassen sich teilweise durch [[adaptive Optik]]en mindern, allerdings unter hohem [[Aufwand]]. Während die [[Richtungsmessung]] im Weltall schon mit wesentlich kleineren Instrumenten jene auf großen Sternwarten übertrifft, sind für Messungen an [[Scheinbare Helligkeit|schwachen]] Objekten die großen [[Apertur]]en erdgebundener Teleskope wichtiger. Das bedeutet, dass [[Weltraumteleskop]]e für die Astrometrie einen höheren Gewinn bringen als für die [[Astrophysik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astrometrie, Bezugssystem und Satelliten ==&lt;br /&gt;
Während Jahrhunderten waren optische – im heutigen [[Sprachgebrauch]] astrometrische – Beobachtungen die einzigen für die [[Astronomie]] verfügbaren Messungen. Vor dem Weltraumzeitalter stand eine Vielzahl astronomischer Instrumente zur Verfügung, um ein erdfestes [[Bezugssystem]] zu definieren und die [[Erdrotation]] zu studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdgebundene Astrometrie und Satellitengeodäsie ===&lt;br /&gt;
Während die Messungen vor 100&amp;amp;nbsp;Jahren bestenfalls an&amp;amp;nbsp;0,1&amp;quot; heranreichten, liefern die Messgeräte heute die [[geografische Breite]] einer Station auf bis zu&amp;amp;nbsp;0,01&amp;quot; (10&amp;amp;nbsp;[[Bogensekunde|mas]] oder umgerechnet ca. 30&amp;amp;nbsp;cm) pro Nacht. Die Instrumente für diese genauen Messungen wurden in den letzten Jahrzehnten entwickelt und [[Automatisierung|automatisiert]]: Der elektronische [[Meridiankreis]], das [[Zenitteleskop]] samt Weiterentwicklung zum [[Photographisches Zenitteleskop|Fotografischen Zenitteleskop]]&amp;amp;nbsp;(PZT) und das automatisierte [[Danjon-Astrolab|Astrolabium vom Typ Danjon]]. Sie wurden v.&amp;amp;nbsp;a. von jenen Observatorien verwendet, die zum&amp;amp;nbsp;[[International Polar Motion Service|IPMS]] (International Polar Motion Service) beitrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch sind vergleichbare Genauigkeiten von der [[Satellitengeodäsie]] schon in ihrem 2.&amp;amp;nbsp;Jahrzehnt (um&amp;amp;nbsp;[[1975]]) erzielt worden – freilich nicht optisch, sondern auf Basis von [[Mikrowellen]] und [[Elektronische Distanzmessung|EDM]]. Seit etwa&amp;amp;nbsp;1970 erreicht die [[Richtungsmessung]] zu Satelliten mit großen [[Satellitenkamera]]s wie der&amp;amp;nbsp;[[BC-4]] etwa&amp;amp;nbsp;1&amp;quot;, ließ sich seither aber kaum mehr über&amp;amp;nbsp;0,5&amp;quot; steigern. Allerdings wurden diese Methoden der [[Satellitentriangulation|Satelliten-]] und [[Stellartriangulation]] durch&amp;amp;nbsp;[[Global Positioning System|GPS]] und andere Radiowellen-Methoden so mächtig ergänzt, dass nun die [[Erdfigur]] auf wenige Zentimeter genau erfasst werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies bedeutet, dass die optische Astrometrie mit ihrer Auflösung von ca. 30&amp;amp;nbsp;cm der Satellitengeodäsie um einen Faktor von etwa Zehn &amp;quot;nachhinkt&amp;quot;. Teilweise konnte diese Diskrepanz durch die terrestrische [[Radiointerferometrie]] und insbesondere&amp;amp;nbsp;[[VLBI]] gemildert werden, doch wären ebenso genaue erdgebundene Messungen auch im Bereich der [[Lichtwellen]] notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Terrestrische Koordinaten und Sternkataloge ===&lt;br /&gt;
Bei der Definition eines geeigneten Bezugssystems für genaue [[Koordinaten]] auf der Erde und im Weltraum sind [[Geodäsie]], Astronomie und [[Mathematik]] wechselseitig aufeinander angewiesen. Für die [[Zeitsystem]]e und wegen der [[Geodynamik]] auch &amp;#039;&amp;#039;innerer&amp;#039;&amp;#039; Massenverschiebungen kommen noch die [[Physik]] und die [[Geophysik]] hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zusammenhang zwischen terrestrischen Koordinaten und jenen der Astronomen liefert die Erdrotation. Die Erde dreht sich innerhalb des astronomischen Koordinatenrahmens, der durch ihren [[Äquator]] und die [[Ekliptik]] definiert ist. Dieses Bezugssystem der Sternkoordinaten [[Rektaszension]] und [[Deklination (Astronomie)|Deklination]] ist seinerseits wegen der [[Präzession]] und [[Nutation (Astronomie)|Nutation]] variabel. Deren Parameter und das ganze [[Erdmodell|Modell]], das mit der [[Erdbahn]], dem [[Mond]] und auch den anderen [[Planet]]en zusammenhängt, konnte auf fast&amp;amp;nbsp;0,01&amp;quot; verbessert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.cordis.lu/science-society/descartes/winners2003.htm | wayback=20050218103018 | text=Descartes-Preis}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die [[Erdmessung]] in Zentimeter-Genauigkeit der Erdfigur herantastete, blieb die optische Astronomie um den Faktor&amp;amp;nbsp;10 zurück. Für Verbesserungen bei den Fundamentalgrößen sind genaueste Messungen möglichst vieler [[Sternörter]] und deren [[Eigenbewegung (Astronomie)|Eigenbewegungen]] erforderlich. Dieser Prozess stagnierte nahezu bis&amp;amp;nbsp;[[1990]]. Der [[AGK]]-[[Sternkatalog]] aus der Jahrhundertwende wurde zwar zu seiner&amp;#039;&amp;#039;fünften&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe verbessert (Fundamentalkatalog&amp;amp;nbsp;[[FK5]]), konnte jedoch die &amp;#039;&amp;#039;individuellen&amp;#039;&amp;#039; Sternfehler des&amp;amp;nbsp;[[FK4]] von bis zu einigen&amp;amp;nbsp;0,1&amp;quot; nicht gänzlich tilgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hipparcos-Satellit ===&lt;br /&gt;
Der erste Astrometrie-Satellit [[Hipparcos]] brachte eine wesentliche Verbesserung. Sein Name schließt an jenen antiken Astronomen [[Hipparchos von Nicäa]] an, der aus dem Vergleich zweier Sternkataloge die [[Präzession]] entdeckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satellit der [[ESA]] war von 1989 bis 1993 aktiv, um ein Netz von 120.000&amp;amp;nbsp;[[Stern]]en auf&amp;amp;nbsp;0,002&amp;quot; zu vermessen, 20–50 mal präziser als zuvor möglich. Er schaffte sein Ziel trotz eines großen [[Bahnstörung|Bahnfehler]]s fast vollständig: der [[Hipparcos-Katalog]] enthält 118.000&amp;amp;nbsp;Sterne mit 0.003&amp;quot; bzw. 0.002&amp;quot;/Jahr. Ein zweites Instrument maß für den [[Tycho-1-Katalog]] weitere 1&amp;amp;nbsp;Million Sternörter auf&amp;amp;nbsp;0,02&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Kataloge waren zu ihrer Zeit die beste Realisation des Himmels-Referenzsystems [[International Celestial Reference Frame]]&amp;amp;nbsp;(ICRF). Die Daten von 300&amp;amp;nbsp;[[Byte#SI-Präfixe|Gigabyte]] gaben schon [[1997]] – im Jahr der Publikation – Stoff für etwa 500&amp;amp;nbsp;Fachartikel. Im Jahr&amp;amp;nbsp;2000 erschien der [[Tycho-2-Katalog]] mit ungefähr 2,5&amp;amp;nbsp;Millionen Objekten als neue Reduktion der vorhandenen Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Messmethode]] von Hipparcos war ein [[Messprofil|profil]]-artiges elektro-optisches Scannen der Sterne, die dann durch [[Ausgleichsrechnung|Ausgleichung]] zu Flächenstücken vernetzt werden. Für jede Mess-[[Epoche (Astronomie)|Epoche]] wurden so die Sternörter berechnet, und aus ihrem Zeitabstand die Eigenbewegungen abgeleitet. Die gleichzeitige Bestimmung der jährlichen [[Parallaxe]]n ergaben 10-fach genauere Entfernungen der Sterne als bisher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gaia-Mission ===&lt;br /&gt;
Von 2013 bis 2025 [[Durchmusterung|durchmustert]]e die [[Gaia (Weltraumteleskop)|Gaia-Mission]] den Himmel mit wesentlich höherer Genauigkeit. Gaia befand sich ca. 1,5&amp;amp;nbsp;Millionen km von der Erde entfernt beim [[Lagrange-Punkte#L2 des Systems Sonne-Erde|Sonne-Erde-Lagrange-Punkt L2]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Instrumente lieferten nicht nur [[Scheinbare Helligkeit|Magnitude]]n, Sternörter, Parallaxen und Eigenbewegungen, sondern auch [[Radialgeschwindigkeit]]en, Oberflächentemperaturen und [[Spektraltyp]]. [[Veränderliche Sterne]] und [[Doppelstern]]e wurden erkannt, periodische und nichtperiodische Magnitudenänderungen wurden erfasst und klassifiziert. Gaia konnte mit der driiten Publikation schon ca. 1,6 Millionen [[Quasar]]e erkennen und damit den [[Gaia Celestial Reference Frame]] (GCRF) erstellen. Außerdem wurden solare Objekte erfasst, und mit den letzten Veröffentlichungen sollen auch [[Exoplanet]]en veröffentlicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Kataloge wurden bereits veröffentlicht:&lt;br /&gt;
* 2016 [[Gaia DR1]] mit 1,1&amp;amp;nbsp;Milliarden Objekten&lt;br /&gt;
* 2018 [[Gaia DR2]] mit 1,7&amp;amp;nbsp;Milliarden Objekten&lt;br /&gt;
* 2020 [[Gaia EDR3]] und 2022 [[Gaia DR3]] mit 1,8&amp;amp;nbsp;Milliarden Objekten&lt;br /&gt;
* Es sollen noch zwei weitere Kataloge [[Gaia DR4]] und [[Gaia DR5]] herauskommen, dabei sollen die Sternörter an Ende für ungefähr zwei Milliarden Objekte bis in den Mikrobogensekundenbereich bestimmt werden.&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Astrogeodäsie]]&lt;br /&gt;
* [[International Terrestrial Reference Frame]]&amp;amp;nbsp;(ITRF)&lt;br /&gt;
* [[IERS Terrestrial Reference System]]&lt;br /&gt;
* [[Raumfahrt]]&lt;br /&gt;
* [[J2000.0]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hs.uni-hamburg.de/DE/Oef/Stw/Projects/node8.html Der Astrometrie-Satellit HIPPARCOS]&lt;br /&gt;
* [http://www.rssd.esa.int/Hipparcos/catalog.html The Star Catalogues Hipparcos and Tycho]&lt;br /&gt;
* [https://www.cosmos.esa.int/web/gaia Gaia Homepage der ESA]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltraumteleskop|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astrometrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Antonsusi</name></author>
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