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	<title>Astrid Proll - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Astrid_Proll&amp;diff=380839&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-04-14T21:43:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Astrid Proll.jpg|mini|Astrid Proll (2011)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Astrid Proll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Mai]] [[1947]] in [[Kassel]]) wurde als Mitgründerin der [[Linksextremismus|linksextremistischen]] [[terroristische Vereinigung|terroristischen Vereinigung]] [[Rote Armee Fraktion]] (RAF) bekannt. Sie war an der [[Baader-Befreiung|Befreiung von Andreas Baader]] beteiligt und von 1971 bis 1974 sowie 1978 bis 1980 inhaftiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14322582.html Phantom beschossen], [[Der Spiegel]], 4. Februar 1980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Astrid Proll ist die Tochter des Kasseler Architekten [[Konrad Proll]] und der Lehrerin Hildegard Proll. Nachdem ihr älterer Bruder [[Thorwald Proll]] zusammen mit [[Andreas Baader]], [[Gudrun Ensslin]] und [[Horst Söhnlein]] wegen [[Kaufhaus-Brandstiftungen am 2. April 1968]] verhaftet worden war, besuchte sie die Gefangenen und schloss sich ihnen an, als diese wegen einer eingelegten Revision zunächst wieder frei kamen. Sie brach eine Ausbildung zur Fotografin an der Berliner Lette-Schule ab und folgte ihnen nach Frankfurt zur Kampagne gegen die Unterbringung von Jugendlichen in geschlossenen Erziehungsheimen, der sogenannten [[Heimkampagne]]. Nachdem das Revisionsverfahren im November 1969 abgelehnt worden war, ging sie mit Baader und Ensslin im Alter von 22 Jahren in den Untergrund, obwohl sie selbst noch nicht gesucht wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-6115964&amp;quot; /&amp;gt; Söhnlein trat seine Haftstrafe an, ein Jahr später ebenso Thorwald Proll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Baader-Befreiung soll Proll den Fluchtwagen gefahren haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-6115964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Mai 1971 wurde Astrid Proll verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-43176397&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=43176397 |Titel=Fahndung: Deckname Rosi |Autor= |Jahr=1971 |Nr=20 |Datum=10.&amp;amp;nbsp;Mai 1971 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde 119 Tage im „toten Trakt“ der [[Justizvollzugsanstalt Köln|JVA Köln-Ossendorf]] untergebracht und in dieser Zeit als erstes RAF-Mitglied von anderen Gefangenen isoliert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-5172296&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://taz.de/Astrid-Proll-erzaehlt-von-Dorothea-Ridder/!5172296/ | titel=Astrid Proll erzählt von Dorothea Ridder: Im toten Trakt | autor=[[Gabriele Goettle]] | werk=[[Die Tageszeitung|taz.de]] | datum=2008-11-23 | zugriff=2017-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In derselben Zelle wurde später [[Ulrike Meinhof]] untergebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Aust]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Baader-Meinhof-Komplex]].&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe von 1989, S.&amp;amp;nbsp;257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Proll machte eine [[Verhandlungsfähigkeit (Deutschland)|Verhandlungsunfähigkeit]] durch die [[Isolationshaft]] geltend. Das Gericht folgte in einer vielbeachteten und einmaligen Entscheidung diesem Antrag, brach die Hauptverhandlung ab und entließ Proll am 4. Februar 1974 aus der Untersuchungshaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-5172296&amp;quot;/&amp;gt; In anderen Verfahren versuchten RAF-Mitglieder, vorher und nachher vielfach Verhandlungsunfähigkeit geltend zu machen, die durch die Haftbedingungen ausgelöst sei, was stets abgewiesen wurde. Im Dezember 1974 änderte der [[Deutscher Bundestag|Deutsche Bundestag]] die [[Strafprozessordnung (Deutschland)|Strafprozessordnung]] dahingehend, dass eine Verhandlung auch ohne Angeklagte fortgesetzt werden kann, wenn diese ihre Verhandlungsunfähigkeit selbst herbeigeführt haben, etwa durch [[Hungerstreik]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://autox.nadir.org/archiv/chrono/rf_chro.html &amp;#039;&amp;#039;Kleine Chronologie zur Geschichte der RAF&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 20. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Löwe/Rosenberg. Strafprozessordnung und das Gerichtsverfassungsgesetz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, De Gruyter, Berlin 2007, S. 774 f. [https://books.google.de/books?id=0Exjd-hgH4UC&amp;amp;pg=PA774#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kurz nach ihrer Haftentlassung setzte Proll sich illegal nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] ab und blieb mehrere Jahre unentdeckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;theguard-200206&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.theguardian.com/world/2002/oct/06/germany.kateconnolly |titel=Kate Connolly meets Astrid Proll |autor=Kate Connolly |werk=theguardian.com |datum=2002-10-06 |zugriff=2017-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort arbeitete sie unter verschiedenen Namen unter anderem als Parkaufseherin und Automechanikerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. September 1978 wurde Proll, die sich zu diesem Zeitpunkt „Anna Puttick“ nannte, in [[London]] verhaftet und nach einem etwa einjährigen Rechtsstreit und großflächiger Berichterstattung in der englischen Boulevardpresse an die [[Deutschland|Bundesrepublik]] ausgeliefert. Die Verhaftung war Thema der Titelseite der taz-Nullnummer vom 22.&amp;amp;nbsp;September&amp;amp;nbsp;1978.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-6115964&amp;quot; /&amp;gt; Am 22. Februar 1980 wurde sie wegen Raubüberfalls und [[Urkundenfälschung]] zu einer Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt. Der Vorwurf des versuchten Mordes war nach ihrer Auslieferung fallengelassen worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-6115964&amp;quot; /&amp;gt; Die Untersuchungshaft in Deutschland und Großbritannien wurde angerechnet und die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt;&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Leppert: [https://www.fr.de/politik/fuenfeinhalb-jahre-astrid-proll-11732877.html Fünfeinhalb Jahre für Astrid Proll], [[Frankfurter Rundschau]], 23. Februar 1980&amp;lt;/ref&amp;gt; Proll musste nicht erneut ins Gefängnis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-6115964&amp;quot; /&amp;gt; Nach eigener Aussage erkannte sie später, wie sehr sich der damalige FDP-Innenminister [[Gerhart Baum]] in ihrem Fall eingesetzt habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-6115964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Anfang der 1980er arbeitet Proll als Fotografin, Autorin und Redakteurin. Unter anderem war sie als Bildredakteurin für die Magazine &amp;#039;&amp;#039;[[Tempo (Zeitschrift)|Tempo]], [[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Time]]&amp;#039;&amp;#039; sowie die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[The Independent]]&amp;#039;&amp;#039; tätig. Bereits zuvor hatte sie frühe, vielfach rezipierte RAF-Fotografien angefertigt, unter anderem von Andreas Baader und Gudrun Ensslin nach deren Untertauchen in Paris. Sie lebt in Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-6115964&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://taz.de/Ehemaliges-RAF-Mitglied/!6115964/ | titel=Ehemaliges RAF-Mitglied: Astrid Proll und die taz | autor=Kersten Augustin | werk=taz.de | datum=2025-10-16 | zugriff=2025-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat eine Autobiografie verfasst, die 2026 erscheinen soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-6115964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde ihr als ehemaliger Terroristin die Einreise in die USA zum Begräbnis ihrer Mutter verwehrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;derstandard-1888123&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://derstandard.at/1888123/Ehemalige-deutsche-RAF-Terroristin-Proll-darf-nicht-in-die-USA | titel=Ehemalige deutsche RAF-Terroristin Proll darf nicht in die USA | autor= | werk=[[Der Standard|derstandard.at]] | datum=2004-12-13 |zugriff=2017-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans und Grete, die RAF 67–77.&amp;#039;&amp;#039; Steidl, Göttingen 1998, ISBN 978-3-88243-562-7. Aktualisierte und erweiterte Neuauflage&amp;lt;ref&amp;gt;[https://festival2016.photoszene.de/astrid-proll Astrid Proll], [[Internationale Photoszene Köln]] 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Hans und Grete. Bilder der RAF 1967–1977&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-351-02597-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Baader Meinhof: pictures on the run 67-77.&amp;#039;&amp;#039; Scalo, Zürich 1998, ISBN 978-3-931141-84-4&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Goodbye to London: Radical Art and Politics in the 70’s&amp;#039;&amp;#039; (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung vom 26. Juni bis 15. August 2010 in der [[Neue Gesellschaft für Bildende Kunst|Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst]] in Berlin). Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7757-2739-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ulrike Edschmid]]: &amp;#039;&amp;#039;Frau mit Waffe. Zwei Geschichten aus terroristischen Zeiten.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Ffm 2001, ISBN 978-3-518-39807-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119446871}}&lt;br /&gt;
* {{Perlentaucher|astrid-proll/hans-und-grete|b}}&lt;br /&gt;
* [[Sven Hillenkamp]]: [https://www.zeit.de/2003/37/Mode_2fRAF Unscharfe Bilder], Gespräch mit Astrid Proll über Mode und die RAF, [[Die Zeit]], 4. September 2003&lt;br /&gt;
* [[Gabriele Goettle]]: [https://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/im-toten-trakt/ &amp;#039;&amp;#039;Astrid Proll erzählt von Dorothea Ridder&amp;#039;&amp;#039;], [[Taz]], 23.  November  2008&lt;br /&gt;
* [[Willi Winkler (Autor)|Willi Winkler]]: [https://www.sueddeutsche.de/kultur/raf-ausstellung-wir-muessen-bloss-noch-entsorgt-werden-1.437077 RAF-Ausstellung: „Wir müssen bloß noch entsorgt werden“], Gespräch mit Astrid Proll, [[Süddeutsche Zeitung]], 10. Mai 2010&lt;br /&gt;
* [https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/ich-bin-froh-dass-es-mich-noch-gibt-astrid-proll-fragmente-eines-bildungsromans-swr2-feature-2024-03-24-100.html &amp;#039;&amp;#039;„Ich bin froh, dass es mich noch gibt.“ Astrid Proll – Fragmente eines Bildungsromans.&amp;#039;&amp;#039;] Radio-Feature von [[David Zane Mairowitz]], Produktion: [[SWR]] 2024&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/thema/astrid_proll/ Dossier zu Astrid Proll] bei [[Spiegel Online]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119446871|LCCN=no/99/20803|VIAF=84200591}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Proll, Astrid}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Rote Armee Fraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankräuber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fälscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Proll, Astrid&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Terroristin, Mitbegründerin der Rote Armee Fraktion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Mai 1947&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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