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	<title>Astragalorakel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T00:12:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Astragalorakel&amp;diff=1217601&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tusculum: /* Literatur */ klg.</title>
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		<updated>2022-10-08T13:39:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; klg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Knuck dice Steatite 37x27x21 mm.JPG|mini|Steinerner Astragal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kempten Astragaloi.jpg|mini|Astragaloi aus Cambodunum]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Astragalorakel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein altes [[Mantik|mantisches]] Verfahren zur Gewinnung von [[Orakel]]sprüchen durch mehrfaches [[Spielwürfel|Würfel]]n mit den [[Quader|quaderförmigen]] [[Sprunggelenk]]knöchelchen bestimmter Säugetiere (insbesondere [[Paarhufer]] wie [[Hausschwein|Schwein]], [[Hausziege|Ziege]] und [[Hausschaf|Schaf]]). Bei den Griechen wurde dieser Knochen Astragal ({{grcS|ἀστράγαλος}}), bei den Römern [[Sprungbein|Talus]] genannt (woher sich möglicherweise die Bezeichnung [[Talisman]] herleitet, da diese Knöchelchen auch als Glücksbringer mitgeführt wurden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beginn der Verwendung solcher Knöchelchen für Orakelzwecke lässt sich nicht genau bestimmen, ist aber sicherlich sehr alt, da Astragale bereits bei den Ägyptern bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der vier langen Seiten des quaderförmigen war ein Zahlenwert zugeordnet. Da die Seiten nicht gleichmäßig geformt sind, erscheinen die Seiten beim Wurf mit ungleicher [[Wahrscheinlichkeit]]. Die lateinischen Bezeichnungen der Seiten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;supinum&amp;#039;&amp;#039; („rückwärts geneigte Fläche“, Zahlwert: 3)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;pronum&amp;#039;&amp;#039; („vorwärts geneigte Fläche“, Zahlwert: 4)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;planum&amp;#039;&amp;#039; („Ebene“, Zahlwert: 1)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;tortuosum&amp;#039;&amp;#039; („gekrümmte Fläche“, Zahlwert: 6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell wurde das Orakel durch 5 Würfe bestimmt, wodurch sich eine Summe zwischen 5 (= &amp;quot;1,1,1,1,1&amp;quot;) und 30 (= &amp;quot;6,6,6,6,6&amp;quot;) ergab. Die Summenwerte 6 und 29 können dabei nicht auftreten, da der nächsthöhere nach 5 die 7 (= &amp;quot;1,1,1,1,3&amp;quot;) und der nächstniedere nach 30 die 28 (= &amp;quot;4,6,6,6,6&amp;quot;) ist.&lt;br /&gt;
Wurde nun nur der Summenwert betrachtet, so ergaben sich 24 mögliche Ergebnisse, die in umgekehrter Folge den Buchstaben des griechischen [[Alphabet]]s zugeordnet wurden d.&amp;amp;nbsp;h. der 30 entsprach der erste Buchstabe [[Alpha]], 28 entsprach [[Beta]] usw. Hatte man den geworfenen Zahlen nun einen Buchstaben zugeordnet, so wurde die Interpretation des griechischen [[Buchstabenorakel]]s verwendet, die zu jedem Buchstaben einen Orakelspruch bot. Das Alpha, der höchste Wert, hatte den Spruch: &amp;#039;&amp;#039;Alles wirst du glücklich tun, das sagt der Gott.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird nicht nur die Summe der Zahlwerte betrachtet, sondern die Kombinationen der Zahlwerte unterschieden, d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;quot;1,1,1,1,6&amp;quot; und &amp;quot;1,1,1,3,4&amp;quot; (beide mit Summe 10) werden unterschieden, so gibt es&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\binom {4 + 5 -1} {5} = 56&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mögliche Kombinationen. Jeder dieser Kombinationen wurde ein Orakelspruch zugeordnet. Die Listen dieser Orakelsprüche sind erhalten, da das Orakel offenbar derart populär war, dass die Listen in Stein gehauen und auf dem Marktplatz aufgestellt wurden. Oft trugen die Quader mit den Orakellisten  auch eine Statue des [[Hermes]], des Schutzgottes dieser Orakel. Ein so erhaltener Orakelspruch lautet:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;1,1,1,6,4 [Summe:] 13. Von Aphrodite fallen drei Einser, dann ein Sechser, als fünfter ein Vierer: Reise, wohin du willst! Froh wirst nämlich nach Hause du kommen, finden wirst du und tun, was du in deinem Herzen erwägst. Aber bete zu Aphrodite und dem Sohn der Maia [Hermes].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Veit Rosenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Orakel. Eine Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2001. S. 42f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vor allem bei den Römern beliebte [[Glücksspiel]], das mit vier Astragalen gespielt wird, heißt [[Astragaloi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Heinevetter: &amp;#039;&amp;#039;Würfel- und Buchstabenorakel in Griechenland und Kleinasien.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Breslau 1912 [https://archive.org/details/wrfelundbuchst00heinuoft Volltext]&lt;br /&gt;
* [[Fritz Graf (Philologe)|Fritz Graf]]: &amp;#039;&amp;#039;Würfel- und Losorakel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Thesaurus Cultus et Rituum Antiquorum]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3. The J. Paul Getty Museum, Los Angeles 2005, S. 37–39.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Nollé]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleinasiatische Losorakel. Astragal- und Alphabetchresmologien der hochkaiserzeitlichen Orakelrenaissance&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Vestigia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 57). C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-56210-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Orakel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Orakel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tusculum</name></author>
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