<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Assos</id>
	<title>Assos - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Assos"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Assos&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T23:17:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Assos&amp;diff=517046&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-58597-4 am 11. September 2025 um 17:51 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Assos&amp;diff=517046&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-11T17:51:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die antike Stadt Assos. Für weitere Bedeutungen siehe [[Assos (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |article=/|map=right|maptype=relief|name=Assos|NS=39.490554|EW=26.336673|type=landmark |region=TR-17}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Assos01.jpg|mini|Blick auf die Akropolis]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Assos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Άσσος}}) ist eine antike Stadt an der Südwestküste der [[Troas]] im Landkreis [[Ayvacık (Çanakkale)|Ayvacık]] in der [[Türkei|türkischen]] Provinz [[Çanakkale (Provinz)|Çanakkale]]; das heute dort liegende türkische Dorf heißt &amp;#039;&amp;#039;Behramkale&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Theatre@Assos(Turkey), April &amp;#039;09.JPG|mini|Das Theater an der Meerseite der Stadt. Im Hintergrund ist die Insel Lesbos sichtbar.]]&lt;br /&gt;
Der Siedlungsplatz, ein 234&amp;amp;nbsp;m hoher Felsen aus dunklem [[Trachyt]] direkt am Meer, war schon in der [[Bronzezeit]] besiedelt. Im 7. Jahrhundert v. Chr. wurde Assos von [[Mithymna|Methymna]] auf der benachbarten Insel [[Lesbos]] aus gegründet. Die Stadt war Mitglied im [[Attischer Seebund|Attisch-Delischen Seebund]], spielte aber anscheinend in den griechisch-persischen Konflikten des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. keine Rolle. Erst im [[Satrapenaufstand]] ist sie von Bedeutung, hier verschanzte sich 366 v. Chr. der aufständische [[Satrap]] [[Ariobarzanes (Phrygien)|Ariobarzanes]]. Seit etwa 360 v. Chr. stand es unter Herrschaft des [[Eubulos von Assos|Eubulos]] und seines Nachfolgers [[Hermias (Atarneus)|Hermeias]]. In dieser Zeit lebte auch [[Aristoteles]] von 347 bis 345 v. Chr. in Assos. 334 bis 241 v. Chr. lag die Stadt im Herrschaftsgebiet [[Alexander der Große|Alexander des Großen]] und der nachfolgenden [[Seleukidenreich|Seleukiden]]. 241 bis 133 v. Chr. gehörte Assos zum Reich der [[Attaliden]] von Pergamon, bevor es Teil des [[Römisches Reich|römischen Reiches]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Byzantinisches Reich|byzantinischer]] Zeit war Assos Bischofssitz und gehörte zum [[Thema (byzantinische Verwaltung)|Thema]] [[Ägäis (byzantinisches Thema)|Ägäis]]. Noch bis 1304 konnten die Byzantiner die Festung Assos, die sich nur noch im Bereich der alten [[Akropolis]] befand, gegen die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] verteidigen, kurz darauf ging die Siedlung jedoch in deren Besitz über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Assos, Stadttor.jpg|mini|Hellenistische Stadtmauer der Unterstadt und vorgelagerte Nekropole]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Assos Tuerkei Mrz2005.jpg|mini|Athenatempel in Assos]]&lt;br /&gt;
Die Stadtmauer ist in ihrer Ausdehnung von 3&amp;amp;nbsp;km mit Türmen und Toren in großen Teilen noch sehr gut erhalten. Sie entstand in mehreren Bauphasen ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. Daneben sind Reste einer wohl noch archaischen Stadtmauer sichtbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Haiko Türk: &amp;#039;&amp;#039;Die Mauer als Spiegel der Stadt. Neue Forschungen zu den Befestigungsanlagen in Assos&amp;#039;&amp;#039;. In: A. Kuhrmann, Leo Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Forschen, Bauen &amp;amp; Erhalten.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch 2009/2010, Berlin/Bonn 2009, ISBN 978-3-939721-17-8, S. 30–41; Haiko Türk: &amp;#039;&amp;#039;Ein neues Gesicht für die Stadt. Die Befestigungsanlagen von Assos in der Troas&amp;#039;&amp;#039;. In: Koldewey-Gesellschaft (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die 46. Tagung für Ausgrabungswissenschaft und Bauforschung, Konstanz 12.-16.05.2010&amp;#039;&amp;#039;. Dresden 2012, S. 119–128; Haiko Türk: &amp;#039;&amp;#039;Entlang – entgegen – hindurch. Die Bedeutung der Befestigungsanlagen für die Erschließung der Stadt Assos&amp;#039;&amp;#039;. In: Dietmar Kurapkat, Peter I. Schneider, Ulrike Wulf-Rheidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Architektur des Weges. Gestaltete Bewegung im gebauten Raum&amp;#039;&amp;#039;. Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2014, S. 27–38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Dorische Ordnung|dorische]] [[Athenatempel (Assos)|Tempel der Athena]] an der höchsten Stelle des Stadtberges wurde um 530–520 v. Chr. errichtet. Einige der Säulen aus einheimischem [[Trachyt]], die jedoch im Altertum mit weißem Marmorstuck überzogen waren, wurden im Rahmen der archäologischen Forschungen teilweise wieder aufgestellt. Der Athenatempel ist der einzige bekannte [[Archaik|archaische]] Tempel dorischer Ordnung in Kleinasien. Von hier hat man einen guten Blick auf die gegenüberliegende Insel [[Lesbos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stadtgebiet, an den Hängen zwischen Agora und Meer, sind heute noch die [[Agora]] mit zwei Hallen ([[Stoa (Architektur)|Stoen]]) auf der Nord- und Südseite, das [[Bouleuterion]], das [[Gymnasion]], das Theater und eine römische [[Thermen|Therme]] erhalten. Westlich vor der Stadtmauer liegt eine gut erhaltene [[Nekropole]] mit Grabbauten und Sarkophagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Assos02.jpg|mini|Murat-Hüdavendigar-Moschee, die nach der Eroberung der Stadt erbaut wurde]]&lt;br /&gt;
Am Rande des heutigen Dorfes steht die Murat Hüdavendigar-Moschee aus der Zeit [[Murad I.]] (1326–1389), die zu den frühesten osmanischen Moscheen zählt. Sie wurde unter Verwendung zahlreicher antiker und byzantinischer [[Spolie]]n gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
In Assos fanden 1881 bis 1883 amerikanische Ausgrabungen unter Leitung von [[Joseph Thacher Clarke]] und [[Francis H. Bacon]] statt, als Architekt nahm auch [[Robert Koldewey]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Rheidt: &amp;#039;&amp;#039;Robert Koldewey in Assos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Post aus Babylon. Robert Koldewey, Bauforscher und Ausgräber: Briefe aus Kleinasien, Italien, Deutschland und dem Vorderen Orient von 1882 bis 1922.&amp;#039;&amp;#039; Phoibos-Verlag, Wien 2018, ISBN 978-3-85161-191-5, S. 31–41 ([https://www.researchgate.net/profile/Klaus-Rheidt/publication/367074130_Robert_Koldewey_in_Assos/links/63c021d656d41566df5e4b0a/Robert-Koldewey-in-Assos.pdf Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Seit 1981 fanden türkische Grabungen unter Leitung von [[Ümit Serdaroğlu]] († 2005) statt, von 1989 bis 1994 war ein deutsches Team unter Leitung von [[Reinhard Stupperich]] daran beteiligt. Die Ausgrabungen werden seit 2006 von [[Nurettin Arslan]] von der [[Çanakkale Onsekiz Mart Üniversitesi|Universität Çanakkale]] weitergeführt. Von 2010 bis 2017 war das Fachgebiet Baugeschichte der [[Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg|BTU Cottbus]] unter Leitung von [[Klaus Rheidt]] daran beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Funde, vor allem Teile der Tempelskulpturen, gelangten in den [[Louvre]] nach Paris&amp;lt;ref&amp;gt;[https://collections.louvre.fr/recherche?q=Behramkale Funde aus Assos im Louvre]&amp;lt;/ref&amp;gt; und in die Museen von Istanbul und Boston.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://collections.mfa.org/search/objects/*/Behramkale Funde aus Assos im Museum of Fine Arts, Boston]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Funde aus den neueren Grabungen in Assos befinden sich im [[Troya Müzesi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|II,2|1748|1750|Assos 1|[[Ludwig Bürchner]]|RE:Assos 1}}&lt;br /&gt;
* Joseph Thacher Clarke: &amp;#039;&amp;#039;Report on the Investigations at Assos, 1881&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Papers of the Archaeological Institute of America. Classical Series&amp;#039;&amp;#039; 1). Boston 1882 ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/clarke1882/0001/image Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Joseph Thacher Clarke, Francis H. Bacon Robert Koldewey: &amp;#039;&amp;#039;Report on the Investigations at Assos, 1882, 1883, Part I&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Papers of the Archaeological Institute of America. Classical Series&amp;#039;&amp;#039; 2). New York 1898 ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/clarke1902/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Joseph Thacher Clarke, Francis H. Bacon, Robert Koldewey: &amp;#039;&amp;#039;Investigations at Assos. Expedition of the Archaeological Institute of America. Drawings and photographs of the buildings and objects discovered during the excavations of 1881, 1882, 1883&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände, London 1902–1921 ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/clarke1902/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Merkelbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Inschriften von Assos&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Inschriften griechischer Städte aus Kleinasien]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Habelt, Bonn 1976, ISBN 3-7749-1338-2 ([http://dge.cchs.csic.es/dge-i/lst-d/Bookzz/Merkelbach%201976.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{PECS|assos-2|Assos Asia Minor|[[Henry S. Robinson]]}}&lt;br /&gt;
* [[Ümit Serdaroğlu]], [[Reinhard Stupperich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen in Assos&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Asia Minor Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 2; 5; 10; 21; 57). 5 Bände, Habelt, Bonn 1990–2006.&lt;br /&gt;
* Ümit Serdaroğlu: &amp;#039;&amp;#039;Assos (Behramkale)&amp;#039;&amp;#039;. Istanbul 1995, ISBN 975-7538-76-0 ([http://assos.de/us-book-d.html deutsche Teilübersetzung des Textes]).&lt;br /&gt;
* Federico Utili: &amp;#039;&amp;#039;Die archaische Nekropole von Assos&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Asia Minor Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 31). Habelt, Bonn 1999, ISBN 3-7749-2823-1.&lt;br /&gt;
* [[Nurettin Arslan]], [[Beate Böhlendorf-Arslan]]: &amp;#039;&amp;#039;Assos. Living in the Rocks. An Archaeological Guide.&amp;#039;&amp;#039; Homer Kitabevi, Istanbul 2010, ISBN 978-9944-483-30-8.&lt;br /&gt;
* Nurettin Arslan, [[Klaus Rheidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Assos. Bericht über die Ausgrabungen und Forschungen zur Stadtentwicklungsgeschichte 2006 bis 2011&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologischer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 2013/1, S. 195–246 ([https://publications.dainst.org/journals/aa/article/view/1828 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Nurettin Arslan, Eva-Maria Mohr, Klaus Rheidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Assos. Neue Forschungsergebnisse zur Baugeschichte und Archäologie der südlichen Troas&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Asia Minor Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 78). Habelt, Bonn 2016, ISBN 978-3-7749-3951-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Assos Kazısı&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 1: Nurettin Arslan: &amp;#039;&amp;#039;Assos – Behram: Tarih, arkeoloji, diplomasi.&amp;#039;&amp;#039; Ege Yayınları, Istanbul 2024, ISBN 978-625-8056-79-2.&lt;br /&gt;
** Band 2: Gonca Cankardeş Şenol, Erkan Alkaç, Oya Tuncer: &amp;#039;&amp;#039;Amphora Mühürleri.&amp;#039;&amp;#039; Ege Yayınları, Istanbul 2022, ISBN 978-625-8056-46-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Athenatempel&lt;br /&gt;
* Ursula Finster-Hotz: &amp;#039;&amp;#039;Der Bauschmuck des Athenatempels von Assos. Studien zur Ikonographie&amp;#039;&amp;#039;. Giorgio Brettschneider, Rom 1984, ISBN 88-85007-78-3.&lt;br /&gt;
* [[Bonna Daix Wescoat]]: &amp;#039;&amp;#039;The Temple of Athena at Assos&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford 2012, ISBN 978-0-19-814382-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Assos|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.b-tu.de/fg-baugeschichte/forschung/projekte/aktuelle-projekte/assos Seite der BTU Cottbus zu den Forschungen in Assos]&lt;br /&gt;
* {{LiviusNeu|place|assos-behramkale|||Assos (Behramkale)|}}&lt;br /&gt;
* [https://collections.mfa.org/search/Objects/provenance%3AAssos/* Funde aus Assos im Museum of Fine Arts Boston]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4003268-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Stadt in der Troas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike griechische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinz Çanakkale]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-58597-4</name></author>
	</entry>
</feed>