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	<title>Asplenie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T08:57:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Asplenie&amp;diff=538166&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-15410-02: /* Ursache */ Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-20T14:19:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ursache: &lt;/span&gt; Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = D73.0&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Hyposplenismus&amp;lt;br&amp;gt;- Asplenie nach Splenektomie&amp;lt;br&amp;gt;- Atrophie der Milz&lt;br /&gt;
| 02-CODE = Q89.0&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Angeborene Fehlbildungen der Milz&amp;lt;br&amp;gt;- Asplenie (angeboren)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Asplenie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milzlosigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Medizin]] die Funktionsunfähigkeit der [[Milz]]. Dabei kann das Organ fehlen (&amp;#039;&amp;#039;anatomische Asplenie&amp;#039;&amp;#039;), entweder angeboren (kongenitale Asplenie) oder nach operativer Entfernung ([[Splenektomie]] – chirurgische Asplenie), oder es fällt aus, was als &amp;#039;&amp;#039;funktionelle Asplenie&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hyposplenie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine verminderte, aber noch vorhandene Funktion der Milz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache ==&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;angeborene Fehlanlage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist sehr selten und kann in Kombination mit anderen Mittelliniendefekten wie angeborenen Herzfehlern vorkommen. Eine solche Kombination heißt nach ihrem Erstbeschreiber [[Ivemark-Symptomenkomplex]] und zählt zu den sogenannten [[Heterotaxie]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;funktionelle Asplenie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kann im Rahmen von [[Sichelzellenanämie]], bei systemischen [[Autoimmunerkrankung]]en, bei [[Amyloidose]] oder nach der Transplantation von [[Stammzellen]] (allergische Reaktion) entstehen. In diesem Fall ist die Milz zwar vorhanden, aber nicht mehr funktionsfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Autosplenektomie&amp;lt;ref&amp;gt;Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 259. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin, 2002, S. 160&amp;lt;/ref&amp;gt; wird eine Asplenie infolge von i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. multiplen [[Milzinfarkt]]en, Blutungen, Fibrosierung oder Involution bezeichnet, sie entspricht einer anatomischen Asplenie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Splenektomie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kann in Folge eines [[Trauma (Medizin)|Traumas]] (z.&amp;amp;nbsp;B. einer [[Milzruptur]]) oder aufgrund einer [[Hämatologie|hämatologischen]] oder [[Onkologie|onkologischen]] Indikation erfolgen, in erster Linie bei [[Kugelzellenanämie]], [[Idiopathische thrombozytopenische Purpura|Idiopathischer thrombozytopenischer Purpura]], [[Hypersplenismus]] oder [[Sichelzellanämie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Sichelzellanämie kommt es etwa nach dem ersten Lebensjahr zu einer funktionellen Asplenie und mit 6–8 Jahren entwickelt sich unbehandelt eine anatomische Asplenie aufgrund der Milzinfarkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine chronische [[Graft-versus-Host-Reaktion]] nach [[Stammzelltransplantation]] und durch eine unbehandelte [[HIV]]-Infektion wird bei etwa 50 % aller betroffenen Patienten eine Hyposplenie verursacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorry G. Rubin, William Schaffner: &amp;#039;&amp;#039;Care of the Asplenic Patient&amp;#039;&amp;#039;. [[New England Journal of Medicine]] 2014, Band 371, Ausgabe 4 vom 24. Juli 2014, Seiten 349–356, [[DOI: 10.1056/NEJMcp1314291]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Die Asplenie kann durch ein [[Blutbild]] diagnostiziert werden. Dabei werden die [[Howell-Jolly-Körperchen]], die sonst durch die Milz abgebaut werden, nachgewiesen. Die funktionelle Asplenie zeigt im Blutbild nicht so schwere Veränderungen wie die anatomische Asplenie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das anatomische Fehlen der Milz kann auch durch bildgebende Verfahren wie die [[Sonografie]], die [[Computertomografie|Computer-]] oder [[Magnetresonanztomografie]] festgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefahren ==&lt;br /&gt;
Aufgrund einer Asplenie steigt für den Patienten die Gefahr von [[Infektion]]en. Insbesondere [[Bakterienkapsel|kapseltragende]] [[Bakterien]] wie [[Pneumokokken]] können bei Asplenie eine schwer verlaufende [[Sepsis]] (&amp;#039;&amp;#039;overwhelming post-splenectomy-Infection&amp;#039;&amp;#039;, [[Postsplenektomie-Syndrom|OPSI]]) verursachen.  Ebenso steigt bei Asplenie das Risiko für Pilzinfektionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mortalität]] für hämatogene Infektionen nach Splenektomie beläuft sich auf bis zu 46 %, unabhängig vom Alter der Patienten, der Zeitdauer seit der Splenektomie und der ursprünglichen Indikation. Ausgehend von amerikanischen Daten aus den 1980er Jahren beträgt das Risiko einer tödlich verlaufenden Postsplenektomie-Sepsis etwa 0,29 pro 100 Patientenjahre bei Kindern und 0,10–0,13 bei Erwachsenen. In Langzeitbeobachtungen der 1980er Jahre betrug das Risiko einer Postsplenektomiesepsis nach im [[Median]] 6,9 Jahren 3,2 % mit einer [[Letalität]] bis zwei Drittel der Patienten. Auch das Risiko für [[Hirnhautentzündung]]en und [[Lungenentzündung]]en war bei splenektomierten Patienten deutlich erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erhöhte Risiko einer hämatogenen Infektion erklärt sich bei einer Asplenie durch die verminderte &amp;#039;&amp;#039;Clearance&amp;#039;&amp;#039; (Reinigung) der Bakterien aus dem Blut und durch eine verminderte [[humorale Immunantwort]]. Die Milz ist das effektivste Organ für die Entfernung von Bakterien, die bereits mit [[Immunglobulin G]] besetzt (markiert) wurden und sehr wichtig für die Entfernung von virulenten eingekapselten Bakterien, die nicht &amp;quot;markiert&amp;quot; ([[Opsonisierung|opsoniert]]) wurden. Für die Reinigung in der Leber ist eine deutlich stärkere Opsonisierung notwendig. Bei Asplenie-Patienten finden sich auch deutlich weniger gegen Polysaccharide gerichtete [[Immunglobulin M|IgM]]-Antikörper im Serum und weniger B-[[Gedächtniszelle]]n, die Immunglobulin M produzieren. Da die Bildung von Polysaccharid-IgM-Antikörpern gestört ist, ist auch die Wirkung einer Impfung verlangsamt und reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Postsplenektomie-Sepsis wird sowohl nach Splenektomie als auch bei Kindern mit Sichelzellanämie am  häufigsten durch [[Streptococcus pneumoniae|Pneumokokken]] ausgelöst. [[Haemophilus|Haemophilus influenzae]] war bei Kindern unter 5 Jahren Hauptverursacher, ist aber seit der globalen Einführung der [[HIB-Impfung]] nur noch selten ursächlich. Auch [[Meningokokken]], [[Escherichia coli]] und [[Staphylococcus aureus]] sind für einen kleinen Anteil der Sepsisfälle verantwortlich. Asplenie ist darüber hinaus ein wichtiger Risikofaktor für Infektionen mit [[Capnocytophaga canimorsus]] und [[Capnocytophaga cynodegmi]] besonders nach [[Tierbiss]]en, für eine [[Babesiose]] nach [[Zeckenstich]] und eine Infektion durch [[Bordetella holmesii]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbeugung ==&lt;br /&gt;
Asplenie-Patienten müssen geschult werden, dass jedes [[Fieber]]ereignis und auch jede schwere Krankheitssymptomatik ohne Fieber ein Hinweis auf eine lebensbedrohliche Infektion sein kann. Bei Fieber sollte eine sofortige empirische antibiotische Behandlung erfolgen, etwa mit [[Ceftriaxon]] intravenös oder intramuskulär mit oder ohne [[Vancomycin]]. Möglicherweise sollten Patienten bereits ein Antibiotikum vorab verschrieben bekommen, das sie selbständig direkt einnehmen können, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Amoxicillin]] 2 g oder [[Levofloxacin]] 750 mg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kindern mit Asplenie, die noch keine fünf Jahre sind, wird eine dauerhafte prophylaktische Antibiose etwa mit einem [[peroral|oralen]] [[Penicillin]] zweimal täglich empfohlen und sollte auch bei älteren Kindern und Erwachsenen in den ersten zwei Jahren nach Splenektomie durchgeführt werden. In einer [[Placebo]]-kontrollierten [[Klinische Studie|klinischen Studie]] bei Kindern im Alter von 3–36 Monaten mit Sichelzellanämie sank die [[Inzidenz (Medizin)|Inzidenz]] einer Pneumokokken-Sepsis um 84 % unter oralem [[Penicillin V]] (125 mg zweimal täglich). Jedoch beziehen sich alle Studien zur Nützlichkeit einer prophylaktischen Antibiose auf die Zeit vor Einführung der Pneumokokken-Vakzine, womit der Bedarf und Nutzen einer prophylaktischen antibiotischen Therapie heute unklar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine lebenslange antibiotische Prophylaxe wird auch nach einmalig durchgestandener Postsplenektomie-Sepsis empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sind Impfungen erforderlich, durch die das Risiko einer Postsplenektomie-Sepsis erheblich reduziert werden können (weshalb die Zahlen aus den 1980er Jahren zur Gefährlichkeit einer Postsplenektomie-Sepsis seit Einführung der Impfungen nicht mehr gültig sind). Bei einer elektiven Splenektomie sollten die Impfungen bereits alle vor der geplanten Operation beginnen. Dringend angeraten sind Impfungen gegen [[Pneumokokken-Impfung|Pneumokokken]], [[HIB-Impfung|Hämophilus Influenza Typ B]], [[Meningokokken]] und auch jährliche [[Grippeimpfung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://asplenie-net.org/ Asplenie-Net] – Empfehlungen zu Impfungen, Antibiotikaprophylaxe und Notfalltherapie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Hämatologie und Onkologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Milz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15410-02</name></author>
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