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	<title>Asmat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T17:01:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Asmat&amp;diff=738052&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TExtHumer: /* Kleidung und Schmuck */ Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-27T13:12:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kleidung und Schmuck: &lt;/span&gt; Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit der Ethnie der Asmat. Für den indonesischen Regierungsbezirk siehe [[Asmat (Regierungsbezirk)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Orang Asmat.jpg|mini|Orang Asmat]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Asmat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Volk des Baumes&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Helferich, &amp;#039;&amp;#039;Die Asmat&amp;#039;&amp;#039;, S. 35&amp;lt;/ref&amp;gt; sind eine [[Ethnie]] mit etwa 65.000 Angehörigen (Stand: 1995), die im Süden des [[Indonesien|indonesischen]] Teils der Insel [[Neuguinea]] in der Provinz [[Papua Selatan]] ein Gebiet von der Größe [[Belgien]]s bewohnt. In das Gebiet ragt der [[Lorentz-Nationalpark]] hinein. Asmat ist [[Alluvialboden|alluviales]] Schwemmland, mit einem sumpfigen weit- und tiefverzweigten Flusslabyrinth sowie einer gut 200 Kilometer langen [[Mangrove (Baum)|Mangrovenküste]]. Im Westen grenzt das Gebiet der [[Mimika]] an, im Osten der [[Sawi]]. Im Norden bildet der Südfuß des [[Maokegebirge]]s einen Sperrriegel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muenzel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM Papoea&amp;#039; s op de Lorentzrivier TMnr 10009529.jpg|mini|Asmat auf dem [[Lorentz (Fluss)|Lorentz]]]]&lt;br /&gt;
Agats ist der wichtigste und größte Ort im Asmatgebiet. Das Hauptverkehrsmittel über die Flüsse ist der [[Einbaum]], Außenkontakte erfolgen über [[Charterflug|Charterflüge]] und sehr unregelmäßigen Schiffsverkehr über die [[Arafurasee]]. Entlang der Küste finden sich ausgedehnte [[Mangrove (Ökosystem)|Mangrovenwälder]]. Bei den [[Gezeiten]]wechseln kehrt sich die Strömungsrichtung der Flüsse um und bis zu 100 Kilometer ins Landesinnere dringt [[Brackwasser]] vor. Das mit der Flut vordringende [[Salzwasser]] bildet [[Brackwasser|brackige]] Sümpfe. Noch weiter landeinwärts gibt es [[Süßwasser]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;sümpfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Körperbau und Sprache ==&lt;br /&gt;
Die Asmat sind von kleinem Wuchs, kräftiger Statur und weisen eine hell- bis dunkelbraune Hautfärbung auf. Einheitlich charakteristische Gesichtsmerkmale sind breit gebildete Nasen und krauses Haar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt fünf miteinander verwandte Asmat-Sprachen, die sich wiederum untergliedern in Dialekte und Subdialekte.&amp;lt;ref&amp;gt;Helferich, &amp;#039;&amp;#039;Die Asmat&amp;#039;&amp;#039;, S. 36&amp;lt;/ref&amp;gt; Der übergreifenden Verständigung dienen das [[Zentral-Asmat]] oder die [[Bahasa Indonesia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung und Umwelt ==&lt;br /&gt;
Die Asmat ernähren sich hauptsächlich vom [[Fischfang]] (zahlreiche Fischarten, wie Sägefische und Welse, Krabben, Garnelen und Schalentiere) und daneben von der [[Jagd]]. Krokodile, Wasserschlangen, Schildkröten und diverse See- und Wasservögel gehören zum Speiseplan. Mangels Steinen und Fels in der Region liefern die Tiere neben abwechslungsreicher und proteinhaltiger Nahrung auch die Rohstoffe für Werkzeuge, Gerätschaften und Schmuck. Der zunehmend verstärkte Kontakt seit Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] mit der Außenwelt hat auch Nutztiere wie Hühner und Schweine zu ihnen gebracht. [[Gartenbau]] wird seitdem in geringem Umfang betrieben. Ihre Lebensweise ist [[Halbnomadismus|halbnomadisch]], da günstigere Sagogründe, Kriegsbedrohung und andere Ereignisse zur Umsiedlung ganzer Dorfgemeinschaften führen. Die Landschaft wandelt sich zunehmend von einem Brackwasser- zu einem Süßwasser-Sumpfgebiet, was den Artenreichtum der Fische vermindert. Die Jagd auf Säugetiere dehnt sich aus. Wildschweine, Beuteltiere und Flughunde und typische Landvögel werden vermehrt in die Nahrungskette integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Lieferant für Nahrung und Rohstoffe ist die [[Sagopalme]]. Ihr Mark wird gestoßen und mit Wasser vermischt zu einem Brei verarbeitet, der, zu Bällchen geformt und geröstet, verspeist wird. Diese Kost wird durch die [[protein]]reichen Larven des &amp;#039;&amp;#039;Capricorn-Käfers&amp;#039;&amp;#039; bereichert, die teilweise im Mark der Sagopalme gezüchtet und dem Sagomarkbrei beigemischt werden. Für Nutzwerkzeuge werden die &amp;#039;&amp;#039;Nibung&amp;#039;&amp;#039;-Palme (Grabstöcke, Bögen, Pfeilspitzen, Speere), Mangroven (Bauholz und Kampfschilde) sowie die [[Nipapalme]] (Matten und Elemente für Dachbedeckungen) herangezogen. [[Liane (Pflanze)|Lianen]] und [[Rattan]] liefern Bindungen, Flechtwerk und Bogensehnen. Aus [[Bambus]] werden Axtstiele, Blashörner und Wasserbehälter fabriziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Helferich, &amp;#039;&amp;#039;Die Asmat&amp;#039;&amp;#039;, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Richtung des Landesinneren nehmen sämtliche Ressourcen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleidung und Schmuck ==&lt;br /&gt;
Die Kleidung der Asmat-Männer beschränkt sich oft auf rituellen [[Körperschmuck]]. Küstenwärts leben die Männer nackt. Zu festlichen Anlässen ziert der Oberschnabel des [[Nashornvögel|Nashornvogels]] die männliche Scham. Im Landesinneren tragen die Asmat [[Penisfutteral]]e, die an Größe zunehmend mehr betont werden, je weiter westwärts sie leben. Diese Phallocrypte sind oft aus Fruchthülsen gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krieger der Asmat fielen mit martialischen [[Septum-Piercing]]s, sogenannten „bipane“, auf. Dabei handelte es sich um flache, bis zu mehrere Zentimeter breite Muschelplatten, deren Form an das [[Gewaff]] der Wildschweine erinnert. Um den in der Nasenscheidewand sitzenden Steg wurde dem Tragekomfort wegen ein oft auch wohlriechendes [[Harz (Material)|Harz]] aufgetragen. Andere Schmuckstücke der Asmat für das stark geweitete oder eingeschnittene Septum waren aus Schweineknochen, oder mitunter auch aus dem [[Schienbein]] eines getöteten Feindes gefertigt und wurden „ooch“ oder „otsj“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.organicjewelry.com/ethnicSold.html New Guinea shell septums]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese konnten einen Durchmesser von bis zu 25 Millimetern aufweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://adorneast.com/content/view/30/50/ The Septum Piercing]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.organicjewelry.com/ethnicAfrica.html Turkana tribe septum jewelry]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geflochtene [[Ganzkörpermaske]]n werden bei einem Ritual getragen, bei dem der Verkehr der Masken zwischen Dorf und Wald die Verbundenheit zwischen beiden Räumen stärken soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ahnenkult ==&lt;br /&gt;
In der Vorstellung und im Ritus der Asmat spielen die [[Ahnengeister]] eine wichtige Rolle. Sie werden in den neugeborenen Kindern reinkarniert. Die Schädel der Ahnen werden manchmal verziert und dienen als Alltagsgegenstände, etwa als Kopfstütze beim Schlafen. Die Schädel erlegter Feinde werden dagegen im Männerhaus aufbewahrt. Wer einen Feind tötet, übernimmt dessen Namen und soziale Pflichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die materielle Kultur der Asmat zeichnet sich durch aufwendige Schnitzereien aus. Alltags- und Ritualgegenstände werden mit Ornamenten versehen. Hierzu zählen Paddel, Stoßstangen, Schilde und Speere, aber auch Kanus, welche die Seelen der Verstorbenen in den Ozean geleiten, sowie Ahnenpfähle (siehe das [[Ahnenpfahlfest beim Volk der Asmat|Ahnenpfahlfest]]). Die traditionelle Schnitzkunst produziert heute auch Kunsthandwerk, das nach außen verkauft wird. Zwischen den Gemeinschaften findet [[Tauschhandel]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
Die wichtigste familiäre Gruppe ist ein [[Clan]], der sich um ein [[Männerhaus (Gemeinschaftshaus)|Männerhaus]] &amp;#039;&amp;#039;(jeu)&amp;#039;&amp;#039; gruppiert. Hier wohnen die Männer nach dem Verlassen des Elternhauses bis zu ihrer Hochzeit. Die Asmat [[Ehe|heiraten]] außerhalb ihrer Gruppe ([[Exogamie]]). Die Ehen wurden früher zwischen den Familien der künftigen Brautleute [[Heiratsvermittlung|arrangiert]]. [[Brautraub]], der oft zu militärischen Auseinandersetzungen führte, gehört ebenso wie die Vielehe ([[Vielehe|Polygamie]]) der Vergangenheit an. Heute werden die [[Monogamie|monogamen]] Ehen aus freien Stücken geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adoption]]en haben die soziale Aufgabe, Spannungen zwischen Clans abzubauen. Dabei kriecht der an Kindes statt Angenommene in einer symbolischen [[Geburt]] zwischen den Beinen der Adoptivmutter durch und empfängt dann ein Geschenk von seinem Adoptivvater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die äußere Einflussnahme in der niederländischen Kolonialzeit Indonesiens auf die Anlage von [[Missionsstation]]en beschränkte, versucht der [[Indonesien|indonesische]] Staat, im Gebiet der Asmat Neusiedler aus anderen Landesteilen anzusiedeln. Teilweise wurden die traditionellen Männerhäuser, die das [[Ritus|rituelle]] Zentrum darstellten, zerstört und durch [[Gemeindehaus (Kommune)|Gemeindehäuser]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feste und Anschauungen der Asmat ==&lt;br /&gt;
* [[Ahnenpfahlfest beim Volk der Asmat|Ahnenpfahlfest]]&lt;br /&gt;
* [[Maskenfest beim Volk der Asmat|Maskenfest]]&lt;br /&gt;
* [[Religion und Philosophie beim Volk der Asmat]]&lt;br /&gt;
* [[Kunst und Kultur der Asmat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Asmat Regency|Asmat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.asmat.org American Museum of Asmat Art]&lt;br /&gt;
* [http://asmatart.net The Chiaramonte Collection of  Asmat Art]&lt;br /&gt;
* [http://holmes.anthropology.museum/asmat/bibliography.html Bibliographie] &amp;#039;&amp;#039;(Englisch)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.asmat.de Asmat Kunst Sammlung] Galerie Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Harrer: &amp;#039;&amp;#039;Unter Papuas. Mensch und Kultur seit ihrer Steinzeit.&amp;#039;&amp;#039; Innsbruck 1976, ISBN 3-596-23508-1, mit mehreren Artikeln von Gunter Konrad&lt;br /&gt;
* Klaus Helfrich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Asmat: Mythos und Kunst im Leben mit den Ahnen&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1995, ISBN 978-3-88609-381-6&lt;br /&gt;
* Gunter und Ursula Konrad (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Asmat: Mythen und Rituale – Inspiration der Kunst&amp;#039;&amp;#039;, Beitrag: Klaus Helferich: &amp;#039;&amp;#039;Die Asmat&amp;#039;&amp;#039;. Venedig 1995, ISBN 88-7077-035-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muenzel&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Band 2, Beitrag von Gunter Konrad und Yufentius Biakai: Zur Kultur der Asmat: Mythe und Wirklichkeit, S. 465–509&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor       = [[Mark Münzel]]&lt;br /&gt;
 | Titel       = Neuguinea Nutzung und Deutung der Umwelt&lt;br /&gt;
 | Herausgeber = Dezernat für Kultur und Freizeit&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk  = &lt;br /&gt;
 | Band        = 1+2&lt;br /&gt;
 | Nummer      = &lt;br /&gt;
 | Verlag      = Museum für Völkerkunde &lt;br /&gt;
 | Ort         = Frankfurt&lt;br /&gt;
 | Jahr        = 1987&lt;br /&gt;
 | ISBN        = 3-88270-360-1&lt;br /&gt;
 | Seiten      = 725&lt;br /&gt;
 | Online      =  &lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie auf Neuguinea]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Indonesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papua Selatan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Australien und Ozeanien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TExtHumer</name></author>
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