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	<title>Askanischer Platz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Askanischer_Platz&amp;diff=1411813&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jed: /* Vom Viehmarkt zum Bahnhofsvorplatz */</title>
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		<updated>2024-12-07T22:57:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vom Viehmarkt zum Bahnhofsvorplatz&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Anhalter Bahnhof und Askanischer Platz.jpg|mini|hochkant=1.3|Blick auf den Askanischen Platz nach Südosten in die [[Stresemannstraße (Berlin)|Königgrätzer Straße]] mit dem Anhalter Bahnhof, um 1910]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Askanische Platz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; befindet sich an der [[Stresemannstraße (Berlin)|Stresemannstraße]] im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Kreuzberg|Kreuzberg]]. Das Areal vor dem ehemaligen [[Kopfbahnhof]] der [[Bahnstrecke Berlin–Halle|Berlin-Anhaltischen Eisenbahn]] ist als [[Reminiszenz]] an das Geschlecht der [[Askanier]] aus dem Hause [[Anhalt]] benannt. An der Südwestseite des Platzes steht das Portikusfragment des im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] beschädigten bzw. ausgebrannten und 1959 gesprengten [[Berlin Anhalter Bahnhof|Anhalter Bahnhofs]]. Der Askanische Platz wird von der Anhalter- bzw. Schöneberger Straße geteilt; an seiner südöstlichen Seite endet die [[Möckernstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Viehmarkt zum Bahnhofsvorplatz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-Kreuzberg Postkarte 011.jpg|mini|Askanischer Platz 1: Das 1889 erbaute Hotel „Habsburger Hof“ wurde 1945 zerstört.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anhalter Platz, Berlin - TEK - TEKA0116585.tif|mini|hochkant|Gebäude am Askanischen Platz, 1907]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Askanischer Platz 000191.jpg|mini|Zu den [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympischen Sommerspielen 1936]] wurde ein Pavillon des Verkehrsvereins aufgebaut. Dahinter an der damaligen &amp;#039;&amp;#039;Saarlandstraße&amp;#039;&amp;#039; (seit 1947: [[Stresemannstraße (Berlin)|Stresemannstraße]]) der Komplex [[Europahaus (Berlin)|Europa-]]/[[Deutschlandhaus (Berlin-Kreuzberg)|Deutschlandhaus]], April 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Anhalter Bahnhof 2005.jpg|mini|„Neues Anhalter Tor“ (Portikusfragment des ehemaligen Anhalter Bahnhofs), 2005]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den am 1. Juli 1841 in Betrieb genommenen ersten Bahnhof der Berlin-Anhalter Bahn wurde 1840 ein neues Stadttor, das [[Anhalter Tor]], in die [[Berliner Zollmauer|Akzisemauer]] eingefügt. Dieses stand etwa auf halbem Wege zwischen dem nördlicheren [[Potsdamer Tor]] und dem südlicheren [[Hallesches Tor|Halleschen Tor]] an der [[Kommunikation (Festung)|Kommunikation]], der heutigen Stresemannstraße. Der Platz vor dem Anhalter Tor erhielt nach dem Fall der um 1867 abgerissenen Zollmauer seine heutige Gestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die offizielle Namensnennung für das vom Viehmarkt zum Bahnhofsvorplatz aufgestiegene Areal erfolgte aber bereits 1844. Neben dem Bezug zur Bahnstrecke sollte der Name auch an die Brandenburger Linie der Askanier erinnern, die 1157 mit [[Albrecht I. (Brandenburg)|Albrecht dem Bären]] die [[Mark Brandenburg]] gegründet und bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1320 regiert hatte. Die askanischen Markgrafen [[Johann I. (Brandenburg)|Johann&amp;amp;nbsp;I.]] und [[Otto III. (Brandenburg)|Otto&amp;amp;nbsp;III.]] hatten zudem im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert den Ausbau der späteren Doppelstadt [[Alt-Berlin|Berlin]]-[[Alt-Kölln|Cölln]] gezielt gefördert. Auch die umliegenden Straßen erhielten nun ihre Namen passend zum Bahnhof nach den Städten [[Bernburg (Saale)|Bernburg]], [[Dessau]] und [[Köthen (Anhalt)|Köthen]] in Anhalt. In der Halleschen Straße wurde 1875 das Askanische Gymnasium gegründet (sowohl Platz als auch Schule hießen zunächst „Ascanisch“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtgebiet rund um den belebten Anhalter Bahnhof am Askanischen Platz zwischen dem [[Potsdamer Platz]] und dem &amp;#039;&amp;#039;Belle-Alliance-Platz&amp;#039;&amp;#039; (seit 1947: [[Mehringplatz]]) war eine begehrte Berliner Adresse. In unmittelbarer Nähe zum Haus Schöneberger Straße&amp;amp;nbsp;33 (jetzt: Nr.&amp;amp;nbsp;19), Gründungsort des späteren Weltkonzerns, baute die [[Siemens#Geschichte des Konzerns|Siemens&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Halske AG]] für ihre Zentralverwaltung und die Planungsabteilungen nach einer Konzeption von [[Karl Janisch]] zwischen 1899 und 1901 das Haus Askanischer Platz&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesspiegel&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Titel=&amp;#039;&amp;#039;Strom für Berlin, Batterien für den Krieg.&amp;#039;&amp;#039;| Datum=2009-10-04| Sammelwerk=[[Tagesspiegel]]| Online=https://web.archive.org/web/20210114171752/https://www.tagesspiegel.de/zeitung/das-haus-am-askanischen-platz-strom-fuer-berlin-batterien-fuer-den-krieg/1609616.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Umzug der Siemens-Hauptverwaltung an den Nonnendamm im später [[Berlin-Siemensstadt|Siemensstadt]] genannten Teil von [[Bezirk Spandau|Spandau]] kaufte 1912 die &amp;#039;&amp;#039;Accumulatoren-Fabrik AG&amp;#039;&amp;#039; (AFA, 1962 in [[VARTA]] umbenannt) das Gebäude für drei Millionen [[Mark (1871)|Mark]] für ihren Konzernsitz. Auf dem Dach wurde später eine große [[Leuchtreklame]] „Varta Starter-Batterie – Pertrix Licht-Batterie“ installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber dem Bahnhof wurde ab 1926 an der damaligen Königgrätzer Straße (ab 1935 Saarlandstraße, seit 1947 Stresemannstraße) nach Entwürfen der Architekten Bielenberg &amp;amp;&amp;amp;nbsp;Moser der [[Gebäudekomplex]] „[[Europahaus (Berlin)|Europahaus]]“ und „[[Deutschlandhaus (Berlin-Kreuzberg)|Deutschlandhaus]]“ im Stil des [[Neues Bauen|Neuen Bauens]] errichtet. Das fünfgeschossige Deutschlandhaus war bereits in den 1920er Jahren fertiggestellt. [[Richard Bielenberg]] starb 1929 und für die Ausführung des elfgeschossigen Europahauses (Fertigstellung 1931) zeichnete Josef Moser (1872–1963) zusammen mit [[Otto Firle]] verantwortlich. In dem Komplex waren in den 1930er Jahren der „Europa Tanz Pavillon“, Festsäle, Cafés, das Hofbräuhaus „Augustiner-Keller“, ein Palmenrestaurant und das [[Kino|Lichtspieltheater]] „Europa-Palast“ mit 2000&amp;amp;nbsp;Plätzen untergebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesspiegel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beherrschendes Gebäude war jedoch die 1880 eingeweihte imposante [[Bahnhofshalle]] des neuen Anhalter Bahnhofs. Dieser wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und in den Jahren 1959/1960 abgetragen. Das 1959 bei der Sprengung der Halle stehengebliebene Portikusfragment („Neues Anhalter Tor“, Askanischer Platz 6/7) wurde infolge von Bürgerprotesten nicht beseitigt und steht als letztes Relikt des einst bedeutenden Bauwerks inzwischen unter [[Denkmalschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Zerstörung im Krieg Wiederaufbau mit nüchterner Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df pk 0000180 002.jpg|mini|1945: Blick nach Nordwesten auf den Platz mit [[Deutschlandhaus (Berlin-Kreuzberg)|Deutschlandhaus]] rechts, dahinter das [[Europahaus (Berlin)|Europahaus]], links der Bildmitte die Ruine der AFA-Verwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kreuzberg Askanischer Platz Tagesspiegel-Gebäude.JPG|mini|Das Gebäude Askanischer Platz&amp;amp;nbsp;3 war früher Hauptverwaltung der [[Siemens#Geschichte des Konzerns|Siemens&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;Halske AG]], dann [[VARTA|AFA]]-Zentrale und ist seit 2009 Verlagssitz des &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel|Tagesspiegels]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fast völlig zerstörte und ehemals reich verzierte Verwaltungsbau der AFA wurde stark vereinfacht wieder aufgebaut. Noch Mitte der 1980er Jahre war dort ein &amp;#039;&amp;#039;Varta-Verkaufshaus&amp;#039;&amp;#039; untergebracht. Bis 2000 nutzte die [[Oberfinanzdirektion]] Berlin die ehemalige Hauptverwaltung von Siemens und der AFA. Im Oktober 2009 bezog der Verlag des &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel|Tagesspiegels]]&amp;#039;&amp;#039; mit seinen Töchterblättern &amp;#039;&amp;#039;[[zitty]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Zweite Hand]]&amp;#039;&amp;#039; das Haus zusammen mit der Redaktion von &amp;#039;&amp;#039;[[Zeit Online]]&amp;#039;&amp;#039;. Alle gehören zum [[Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck|Holtzbrinck-Verlag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verschwinden der prunkvollen Architektur kehrte rund um den Platz die Nüchternheit der [[Moderne (Architektur)|Moderne]] ein. Einer ihrer Vertreter ist das 1997 vom Architekturbüro &amp;#039;&amp;#039;[[Helmut Hentrich|Hentrich]], Petschnigg &amp;amp; Partner&amp;#039;&amp;#039; (HPP) erbaute Büro- und Wohnhaus auf dem Eckgrundstück Askanischer Platz/Schöneberger Straße. Das Gebäude zeigt zwei Gesichter: Die vertikale Gliederung durch [[Balkon#Abgrenzung und Bauformen|französische Fenster]] prägt die Front an der Schöneberger Straße, während die zu horizontalen Bändern zusammengefassten Fenster an der Fassade zum Platz eine klassische Bürogebäude-Architektur (mit gleichmäßiger Belichtung der Büroräume) zeigt. Zwischen herausragenden Treppentürmen treten die begrünten Terrassen zweigeschossiger [[Maisonette]]-Wohnungen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tempodrom.jpg|mini|[[Tempodrom]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Jahr 2002 fertiggestellte &amp;#039;&amp;#039;Neue [[Tempodrom]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Bahnhofs hat der Stadtentwicklung im Quartier unverkennbar Auftrieb gegeben. Hotels schossen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden; die &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039; sprach von „Aufbruchstimmung“ und berichtete:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Erst vergangene Woche kündigte die ‚Bundeszentrale der Angestellten-Krankenkassen‘ den Umzug zum Askanischen Platz an, an der Ecke Stresemann-/Erna-Berger-Straße baut das [[Bundesumweltministerium]], das neue ‚Dokumentationszentrum der Vertriebenen‘ zieht ins ‚[[Deutschlandhaus (Berlin-Kreuzberg)|Deutsche Haus]]‘ an der Ecke Stresemann- /Anhalter Straße|&amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039;|4. Januar 2008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuelle Trend deutete sich schon im 1998 bis 2000 durchgeführten Umbau des in unmittelbarer Nähe (Stresemannstraße&amp;amp;nbsp;92) liegenden [[Europahaus (Berlin)|Europahauses]] an. Das unter Denkmalschutz stehende dreiteilige [[Gebäudeensemble]] aus den 1920er Jahren beherbergt unter anderem die Hauptverwaltung des [[Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung|Entwicklungshilfeministeriums]], eine Kontaktstelle des [[Robert Koch-Institut]]s sowie die [[Wasser- und Schifffahrtsdirektion]] Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Kreuzberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Markus Sebastian Braun (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berlin – Der Architekturführer&amp;#039;&amp;#039;. Verlagsgruppe Econ Ullstein List, München 2001, ISBN 3-88679-355-9, S.&amp;amp;nbsp;252.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Askanischer Platz (Berlin-Kreuzberg)|Askanischer Platz}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexStr|art=a|bez=06|id=A916|zlb98=161|kaupert=Askanischer-Platz-10963-Berlin|name=Askanischer Platz}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtmodelle/de/datenbank/ausgabe.php?modus=liste&amp;amp;ProjektID=490&amp;amp;pl=_21 Büro- und Geschäftshaus am Askanischen Platz 4] bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/30/14.4/N |EW=13/22/54/E |type=landmark |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Askanischer Platz| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jed</name></author>
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