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	<title>Aschkenas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T13:44:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aschkenas&amp;diff=341905&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: bibliographische Angaben vervollständigt</title>
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		<updated>2025-09-17T06:53:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;bibliographische Angaben vervollständigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die biblische Gestalt Aschkenas. Für die Zeitschrift siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Aschkenas (Zeitschrift)]]&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aschkenas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Hebräische Sprache|hebr.]] {{He|אַשְׁכְּנַז}}, in der [[Septuaginta]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ασχανάζ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in der [[Vulgata]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ascenez&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wurde in der mittelalterlichen [[Rabbinische Literatur|rabbinischen Literatur]] für [[Geschichte Deutschlands|Deutschland]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;„Das antike Deutschland nannten die Juden &amp;#039;&amp;#039;Aschkenas&amp;#039;&amp;#039; (hebr. &amp;#039;&amp;#039;Aschkenás&amp;#039;&amp;#039;, jidd. &amp;#039;&amp;#039;Áschkenas&amp;#039;&amp;#039;).“ {{Literatur | Autor=[[Marion Aptroot]], [[Roland Gruschka (Jiddist)|Roland Gruschka]] | Titel=Jiddisch | TitelErg=Geschichte und Kultur einer Weltsprache | Band=Originalausgabe | Verlag=C.H. Beck | Ort=München | Jahr=2010 | ISBN=978-3-406-52791-3 | Seiten=32 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem war nach {{B|Genesis|10|3}} &amp;#039;&amp;#039;Aschkenas&amp;#039;&amp;#039; der Name einer biblischen Figur, nämlich des Sohns von [[Gomer (Bibel)|Gomer]] und Enkels von [[Jafet|Japhet]], über dessen Person jedoch im Bibeltext keinerlei nähere Angaben gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antiker Wortursprung ==&lt;br /&gt;
Im Buch {{B|Jer|51|27|LUT}} wird das Königreich &amp;#039;&amp;#039;Aschkenas&amp;#039;&amp;#039; aufgefordert, gemeinsam mit den Königreichen Ararat ([[Urartu]]) und Minni ([[Mannäer]]) [[Babylon]] anzugreifen und zu zerstören:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Heiligt die Völker zum Kampf gegen die Stadt Babel! Ruft wider sie die Königreiche Ararat, Minni und Aschkenas! Sammelt Kriegsleute gegen sie, bringt Rosse herauf, zahlreich wie Heuschrecken!|Jeremia 51, 27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der entsprechende Text dürfte nach 594 v. Chr. formuliert worden sein. Mit dem biblischen Königreich der Aschkenas sind wahrscheinlich [[Skythen]] gemeint. Wenn man von einem Schreibfehler ausgeht, könnte die Form &amp;#039;&amp;#039;Aschkenas&amp;#039;&amp;#039; auf einer Verwechslung der hebräischen Zeichen [[Waw (Hebräisch)|Waw]] (für „u“) und [[Nun (Hebräisch)|Nun]] beruhen. Die assyrische Form war &amp;#039;&amp;#039;(A)š-ku-za-a&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;(I)š-ku-za-a&amp;#039;&amp;#039;, was dem griechischen &amp;#039;&amp;#039;Skythai&amp;#039;&amp;#039; entspricht. Die Skythen waren Nachbarn und Verbündete der Mannäer (später auch der [[Assyrer]]) und griffen wiederholt das Reich [[Urartu]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jørgen A. Knudtzon (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Assyrische Gebete an den Sonnengott für Staat und königliches Haus aus der Zeit Asarhaddons und Asurbanipals.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1893, S. 131; [[Hugo Winckler]]: &amp;#039;&amp;#039;Altorientalische Forschungen 1&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1893ff., S. 484ff.; zuletzt Rüdiger Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Das Skythische – eine altiranische Trümmersprache.&amp;#039;&amp;#039; In: Hermann Parzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Zeichen des goldenen Greifen – Königsgräber der Skythen&amp;#039;&amp;#039;. München 2007, S. 300.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Identifikationsmöglichkeit bietet sich mit den in griechischen Quellen&amp;lt;ref&amp;gt;Homer: &amp;#039;&amp;#039;Ilias&amp;#039;&amp;#039; II 863 und XIII 793.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannten &amp;#039;&amp;#039;Askanioi&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. [[Phryger]]n. Dabei bleibt allerdings der Wortbestandteil &amp;#039;&amp;#039;as-&amp;#039;&amp;#039; problematisch, der als [[Volksbezeichnung|Gentilizium]] der [[Lykische Sprache|Lykischen Sprache]] erklärt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Gustav Hölscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Drei Erdkarten. Ein Beitrag zur Erdkenntnis des Hebräischen Altertums&amp;#039;&amp;#039;. Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse 1944–48/3. Heidelberg 1949, S. 22 Anmerkung 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalterliche Assoziationen ==&lt;br /&gt;
In der jüdischen Tradition gilt die Figur des &amp;#039;&amp;#039;Aschkenas&amp;#039;&amp;#039; seit dem Mittelalter als Stammvater der [[Deutsche]]n, was möglicherweise auf einer früheren Assoziation des Namens seines Vaters, Gomer, mit den [[Germanen]] beruht. Eine Gleichsetzung von Aschkenas mit den Germanen findet sich noch im 19. Jahrhundert unter anderem bei [[August Knobel]], der den Namen der [[Ase]]n aus Aschkenas ableiten wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;August Knobel: &amp;#039;&amp;#039;Die Völkertafel der Genesis. Ethnographische Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; Gießen 1850, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im frühen 6. Jahrhundert verband der anonyme Verfasser eines [[Exordium (Rhetorik)|Exordiums]] zu [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]]’ Bearbeitung der &amp;#039;&amp;#039;Chronik&amp;#039;&amp;#039; des [[Eusebius von Caesarea]] etymologisch „Azkenez“ mit [[Skandinavien|Skandia]] und kam zu dem Schluss: &amp;#039;&amp;#039;Ascanaci gentes Goticae&amp;#039;&amp;#039; – „Die Nachkommen des Askenez sind die [[Goten|gotischen Völker]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herwig Wolfram]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Goten und ihre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2010, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliches gilt für die legendhafte Gestalt des [[Aschanes]], die unter anderem von [[Martin Luther]] und den [[Gebrüder Grimm|Gebrüdern Grimm]] vor allem mit der Intention zitiert wurde, die geschichtlichen Ursprünge der germanischen Stämme mit antiken Quellen in Einklang zu bringen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Merian 1653 Aschkenas-Askanien.jpg|mini|140px|Matthäus Merian, Topographia Saxoniae Inferioris (1653)]]&lt;br /&gt;
Auch die Herkunft des Wortes &amp;#039;&amp;#039;[[Askanier]]&amp;#039;&amp;#039;, verwendet für das einst in [[Aschersleben]] residierende [[Anhalt|anhaltinische]] Fürstenhaus, wurde historisch in einigen deutschsprachigen Quellen auf Nachfahren (&amp;#039;&amp;#039;Ascaniis&amp;#039;&amp;#039;) des &amp;#039;&amp;#039;Aschkenas&amp;#039;&amp;#039;, den besagten Sohn  Gomers, zurückgeführt. Diese These wurde beispielsweise um 1650 in der &amp;#039;&amp;#039;[[Topographia Germaniae|Topographia Saxoniae Inferioris]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Matthäus Merian]] aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthäus Merian]]: &amp;#039;&amp;#039;TOPOGRAPHIA SAXONIAE INFERIORIS: Das ist Beschreibung der vornehmsten Stätte vnnd Plätz in dem hochl. Nider Sachß. Crayß&amp;#039;&amp;#039; (Frankfurt, 1653); Seite 26 ([https://books.google.de/books?id=Yw7lDVOO6EwC&amp;amp;pg=PA26&amp;amp;dq=Gomeri#v=onepage&amp;amp;q=Gomeri&amp;amp;f=false books.google.de])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Wortsinn ==&lt;br /&gt;
Das hebräische Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Aschkenasim]]&amp;#039;&amp;#039; („Nachkommen des Aschkenas“ oder in der Folge „Menschen aus Aschkenas“) wird heute als Bezeichnung für die Juden west-, mittel- und osteuropäischer Herkunft verwendet. Ihr zentrales Siedlungsgebiet war im frühen [[Mittelalter]] Nordostfrankreich und das Rheinland; hierher waren ihre Vorfahren unter [[Römisches Reich|römischer Herrschaft]] aus Italien eingewandert, und von hier aus migrierten sie später nach Osteuropa. Die Aschkenasim, zu deren Hauptsprache das überwiegend aus dem Deutschen entlehnte [[Jiddisch]]e wurde, unterscheiden sich in Kultur und Sprache deutlich von den hauptsächlich bis ins 15. Jahrhundert auf der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] ansässigen und auch noch später [[Judenspanisch]] sprechenden [[Sefardim|Sepharden]] sowie den griechisch geprägten [[Romanioten]] aus den Gebieten des früheren [[Byzantinisches Reich|Byzantinischen Reiches]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jan Jozef Simons: &amp;#039;&amp;#039;The Geographical and Topographical Texts of the Old Testament.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1959, § 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Buch Genesis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im 1. Buch der Chronik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk in der Bibel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Choronym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Askanier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aschersleben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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