<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ascher_ben_Jechiel</id>
	<title>Ascher ben Jechiel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ascher_ben_Jechiel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ascher_ben_Jechiel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T13:35:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ascher_ben_Jechiel&amp;diff=1046018&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Allexkoch: nebr+</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ascher_ben_Jechiel&amp;diff=1046018&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2021-08-18T11:12:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;nebr+&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ascher ben Jechiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|אשר בן יחיאל&amp;amp;lrm;}}; geboren um [[1250]] im Rheinland; gestorben am [[24. Oktober]] [[1327]] in [[Toledo]]), auch unter den Namen &amp;#039;&amp;#039;Ascheri&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Rosch&amp;#039;&amp;#039; (Akronym: {{heS|רא״ש&amp;amp;lrm;}}) bekannt, war ein mittelalterlicher [[Talmudist]], der in [[Frankreich]], [[Deutschland]] und [[Spanien]] lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte zunächst bei seinem Vater und seinem älteren Bruder, verbrachte dann einige Zeit in Frankreich, wahrscheinlich in [[Troyes]], und lebte dann in [[Köln]] und [[Koblenz]]. Von hier zog er nach [[Worms]], wo sein Lehrer [[Meir ben Baruch]] im Jahre 1281 zum [[Rabbiner]] [[Semicha|ernannt]] worden war. Meir schätzte seinen Schüler und ernannte ihn zum Mitglied des örtlichen [[Beth Din|Gerichtshofs]]. Nachdem Meir 1286 eingekerkert wurde, leitete Ascher die erfolglosen Bemühungen zur Freilassung seines Lehrers und wäre bereit gewesen, einen beträchtlichen Teil seines Vermögens dafür aufzuwenden. Nachdem er im Jahre 1298 das [[Rintfleisch-Pogrom]] miterlebt hatte, fürchtete er ein ähnliches Schicksal wie [[Meir von Rothenburg]] und verließ 1303 Deutschland mit seinem Sohn [[Jakob ben Ascher]]. Im folgenden Jahr erreichte er über [[Norditalien]] und die [[Provence]] [[Barcelona]], wo er vom amtierenden Rabbiner [[Salomo Adret]] mit großen Ehren empfangen wurde. 1305 nahm er die Stellung eines Rabbiners in Toledo an. Sein Sohn Jehuda berichtet, dass Ascher kurz darauf ein Gesuch der deutschen Behörden zur Rückkehr in seine Heimat abschlug, wofür sie sich bereit erklärten, einen kaiserlichen Freibrief und eine Begleittruppe von 50 Soldaten zur Verfügung zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ascher ben Jechiel wurde in den [[Maimonidesstreit]] über die Bedeutung des Philosophiestudiums hineingezogen. Die Tatsache, dass er in der [[Provence]] nur einige wenige Personen fand, die sich ausschließlich mit dem [[Tora]]studium beschäftigten, schrieb er dem weit verbreiteten Studium der [[Philosophie]] zu. Von Barcelona aus sandte er einen ermutigenden Brief an Abba Mari Astruc, einen führenden Gegner des Philosophiestudiums. Er war sich jedoch der Gefahr der Uneinigkeit bewusst und schlug eine gemeindeübergreifende Zusammenkunft vor, um zu einer Versöhnung der unterschiedlichen Ansichten zu gelangen. Als Salomo Adret am 26. Juli 1305 jedes Mitglied der Gemeinde mit einem [[Bann (Recht)|Bann]] bedrohte, der &amp;#039;&amp;#039;unter 25 Jahren alt ist und die Werke der Griechen über Naturwissenschaft oder Metaphysik studiert, sei es in der Ursprache oder in einer Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;, beeinflusste Ascher von Toledo aus die dortigen Gemeindeleiter, diesen Bann zu unterstützen. Er kritisierte diejenigen, die einflussreiche Positionen bei Hof zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzten, und wandte sich auch gegen Gebräuche, die durch den Kontakt mit der christlichen Umgebung eingeführt worden waren, wie zum Beispiel die Übertragung des gesamten [[Erbe]]s auf den ältesten Sohn, wie es in adligen Kreisen üblich war, die Ankettung von Schuldnern sowie die Ermöglichung einer Scheidung in Fällen, in denen die Frau erklärte, nicht mehr mit ihrem Mann zusammenleben zu wollen. Sein spiritueller Einfluss wurde sogar von der kastilischen Königin [[Maria de Molina]], der Mutter von [[Ferdinand IV. (Kastilien)|Ferdinand IV.]], anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ascher ben Jechiel beherrschte neben [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] auch die [[arabische Sprache]], wenn auch nur in ihrer gesprochenen Form, das spanische Recht sowie das [[Sachsenspiegel|deutsche Recht]]. Seine [[Response (Judentum)|Responsen]] waren nicht immer unangefochten. Als der Rabbiner von [[Valencia]] seinen Widerspruch zur überlieferten Praxis und zu Aschers Meinung durchsetzen wollte, bedrohte ihn dieser mit der [[Todesstrafe]], falls alle anderen in einem Brief an ein Gemeindemitglied aufgeführten Mittel sich als nutzlos erweisen sollten. Obwohl er bezüglich des Rechts der Rabbiner, Todesstrafen auszusprechen, Zweifel hegte, erlaubte er die Anpassung an das damals in Spanien geltende Recht und stimmte Urteilen von [[Verstümmelung]] zu, besonders im Falle von [[Denunziation]]en. Als Antwort auf eine Beschwerde, dass Mitglieder von führenden Familien nicht zu [[Chazzan|Kantoren]] ernannt worden waren, brachte Ascher deutlich zum Ausdruck, dass weder eine bedeutende Herkunft noch eine angenehme Stimme für dieses Amt ausschlaggebend sein sollten, sondern ausschließlich das moralische Verhalten. Ascher führte in Spanien das System der [[Tosafot]] ein. Er schrieb zahlreiche [[Halacha|halachische]] Werke, das wichtigste heißt &amp;#039;&amp;#039;Piske ha-Rosch&amp;#039;&amp;#039; („Urteile des Rosch“), ist eine Zusammenfassung der meisten talmudischen [[Liste der Mischnatraktate|Traktate]] und hält sich dabei an das Vorbild von [[Isaak Alfasi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopedia Judaica]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3, S. 706–708.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jacob Ben Ascher Ben Jechiel&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Johann Gottlob Wilhelm Dunkel]], &amp;#039;&amp;#039;Historisch-Critische Nachrichten von verstorbenen Gelehrten, Insonderheit aber Denjenigen, welche in der allerneuesten Ausgabe des Jöcherschen Allgemeinen Gelehrten-Lexicons entweder gänzlich mit Stillschweigen übergangen, oder doch mangelhaft und unrichtig angeführet werden&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, Teil I,  Cörner, Köthen und Dessau 1757, S. 768–769 ([https://books.google.de/books?id=r1sDAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA768 online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.britannica.com/EBchecked/topic/38188/ Ascher-ben-Jehiel] in der [[Encyclopædia Britannica]] &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 4. Mai 2010&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119130556|LCCN=n/80/115486|VIAF=30339950}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Talmudist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Toledo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1250]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ascher ben Jechiel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ascheri; Rosch&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Talmudist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1250&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Rheinland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Oktober 1327&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Toledo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Allexkoch</name></author>
	</entry>
</feed>