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	<title>Aschenlied - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T01:09:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aschenlied&amp;diff=1662681&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf „Gustav Gugitz (Heimatforscher)“; Kleinkram</title>
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		<updated>2024-11-26T17:22:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf „Gustav Gugitz (Heimatforscher)“; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aschenlied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Wiener Couplet]] aus dem Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;[[Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.projekt-gutenberg.org/raimund/millionr/millionr.html | titel=Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär - Romantisches Original-Zaubermärchen mit Gesang | autor=Ferdinand Raimund | hrsg=Projekt Gutenberg | zugriff=2013-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Jahr 1826 von [[Ferdinand Raimund]]. Obwohl die Musik zu diesem Stück von [[Joseph Drechsler]] stammt, ist auch die Melodie von Raimund selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erläuterung ==&lt;br /&gt;
In der Tradition des [[Besserungsstück]]s bekennt sich die Hauptfigur Fortunatus Wurzel am Ende zu ihrer Existenz als Bauer. Neu war in der Zeit Raimunds, dass diese Fügung nicht in Demut geschehen musste, sondern selbstbewusst sein durfte. Als Ausdruck dieses Selbstbewusstseins singt Wurzel sein „Aschenlied“. Deshalb wirkt das Lied nicht moralisierend, sondern [[Rührstück|rührend]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden Strophen unterscheiden sich nicht von der barocken [[Vanitas]]-Tradition: Dem menschlichen Stolz wird die Vergänglichkeit entgegengehalten. Der [[Refrain]] wiederholt, was davon übrig bleibt: [[Asche]]. In der zweiten Strophe zeigt sich die [[Emanzipation]]sfeindlichkeit dieser Motivtradition: Nach der mittelalterlichen [[Kleiderordnung]] durften nur höhergestellte Frauen [[Spitze (Stoff)|Spitze]] tragen. Verstöße wurden mit dem Hinweis auf die Vanitas getadelt, um das Selbstbewusstsein der Untergebenen zu brechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der dritten Strophe kippt die Vanitas aber ins Gegenteil um, was seit Ende des 18. Jahrhunderts neu war: [[Bürger]]liche Tugenden wie Zuverlässigkeit und Treue dürfen die Nichtigkeit überwinden, und der abschließende [[Refrain]] wird zu „Kein Aschen“ umgewandelt. Deshalb wurde das Lied als modern empfunden, ähnlich wie Raimunds [[Hobellied]], das mit einer anderen Strategie die Vanitas überwindet. Das Aschenlied löste sich vom Theaterstück und gehört seit dem Ende des Jahrhunderts zum Kernrepertoire des sogenannten [[Wienerlied]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Interpret des Lieds war Raimund selbst. Die meisten österreichischen Volksschauspieler haben es gesungen, wie [[Alexander Girardi]] 1918 in seiner letzten Rolle am [[Burgtheater]] in [[Wien]] oder in neuerer Zeit etwa [[Hans Moser]], [[Josef Meinrad]], [[Otto Tausig]], [[Otto Schenk]] oder [[Fritz Muliar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt seit Beginn zahlreiche Zusatzstrophen und Parodien. Eine von Raimund selbst wurde von ihm zur Cholera-Zeit auf der Hofbühne in München gesungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Einige alte Parodien sind in: Carl Friedrich Kunz: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch deutscher Parodieen und Travestieen&amp;#039;&amp;#039;, Palm, 1841, S. 137–144 ([https://books.google.at/books?id=ZHo6AAAAcAAJ&amp;amp;hl=de Online-Version]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aschenlied:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.projekt-gutenberg.org/raimund/millionr/milli304.html | titel=Aschenlied | autor=Ferdinand Raimund | hrsg=Projekt Gutenberg | zugriff=2013-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;So mancher steigt herum,&lt;br /&gt;
Der Hochmut bringt ihn um,&lt;br /&gt;
Trägt einen schönen Rock,&lt;br /&gt;
Ist dumm als wie ein Stock.&lt;br /&gt;
Von Stolz ganz aufgebläht,&lt;br /&gt;
O Freunderl, das ist öd!&lt;br /&gt;
Wie lang steht’s denn noch an,&lt;br /&gt;
Bist auch ein [[Aschenmann]]!&lt;br /&gt;
Ein Aschen! Ein Aschen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mädchen kommt daher,&lt;br /&gt;
Voll [[Brüsseler Spitzen|Brüss’ler Spitzen]] schwer.&lt;br /&gt;
Ich frag gleich, wer sie wär:&lt;br /&gt;
Die Köchin vom [[Traiteur]]!&lt;br /&gt;
Packst mit der Schönheit ein,&lt;br /&gt;
Gehst glei in d’Kuchel rein!&lt;br /&gt;
Ist denn die Welt verkehrt?&lt;br /&gt;
Die Köchin ghört zum Herd.&lt;br /&gt;
Ein Aschen! Ein Aschen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch vieles in der Welt,&lt;br /&gt;
Ich mein nicht etwa ’s Geld,&lt;br /&gt;
Ist doch der Mühe wert,&lt;br /&gt;
Dass man es hoch verehrt.&lt;br /&gt;
Vor alle braven Leut,&lt;br /&gt;
Vor Lieb und Dankbarkeit,&lt;br /&gt;
Vor treuer Mädchen Glut,&lt;br /&gt;
Da zieh ich meinen Hut.&lt;br /&gt;
Kein Aschen! Kein Aschen!&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Emil Karl Blümml: &amp;#039;&amp;#039;Das Aschenlied von Ferdinand Raimund.&amp;#039;&amp;#039; In: E.&amp;amp;nbsp;K.&amp;amp;nbsp;B. und [[Gustav Gugitz (Heimatforscher)|Gustav Gugitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Altwienerisches. Bilder und Gestalten.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1920, S.&amp;amp;nbsp;143–213, S.&amp;amp;nbsp;429–450.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Werke von Ferdinand Raimund}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterlied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alt-Wiener Volkstheater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkslied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wienerlied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Ferdinand Raimund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lied 1826]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Drechsler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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