<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Aschenhaus</id>
	<title>Aschenhaus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Aschenhaus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aschenhaus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T09:19:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aschenhaus&amp;diff=2271222&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Legov20: Detail &amp; Link &amp; Literatur eingefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aschenhaus&amp;diff=2271222&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-01T14:35:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Detail &amp;amp; Link &amp;amp; Literatur eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ehemaliges Pottasche-Sudhaus.jpg|mini|Altes Aschenhaus in [[Zwieslerwaldhaus]], Niederbayern]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aschenhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aschenhütte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pottaschhütte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein Nebenbetrieb frühneuzeitlicher [[Glashütte]]n. Diese benötigten als Ausgangsstoffe zur [[Glasherstellung]] nebst [[Quarz]] und [[Calciumcarbonat|Kalk]] auch [[Pottasche]]. Letztere diente als [[Flussmittel (Glasschmelzen)|Flussmittel]], das heißt, durch ihre Beimengung zum [[Quarzsand]] wurde dessen sehr hoher [[Schmelzpunkt]] deutlich abgesenkt. Zur Erzeugung der Pottasche richteten die Hütten in ihrer Nachbarschaft Aschenhäuser ein, in denen von [[Aschenbrenner]]n das Salz aus Pflanzen- und Holzasche in Wasser in Lösung gebracht wurde, das dann verdampft wurde; den gesamten Prozess bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Auslaugen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitzeuge [[Lukas Grünenwald]], Lehrer und Heimatforscher, berichtet aus seinen Erinnerungen an seine Jugendzeit in [[Dernbach (Pfalz)]]&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Seebach: &amp;#039;&amp;#039;Altes Handwerk und Gewerbe in der Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Pfälzerwald. Waldbauern, Waldarbeiter, Waldprodukte- und Holzwarenhandel, Waldindustrie und Holztransport.&amp;#039;&amp;#039; Bachstelz-Verlag, Annweiler-Queichhambach u. a. 1994, ISBN 3-924115-13-3, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Diese Pottaschhütten waren kleine, viereckige Steinhäuser mit einer Stube und Küche und Holzlage darüber. In der Küchenecke stand ein großer, runder Eisenkessel im gemauerten Herde zum Pottaschsieden und ein Kamin stieg von da über das Satteldach empor. In den drei Wänden dem Eingange gegenüber waren kleine Fenster. &amp;lt;br&amp;gt; Die nötige Holzasche wurde in allen Dörfern weithin gekauft und in Säcken auf Handkarren und Wagen auf den damals noch schlechten Straßen oft mühsam heimgebracht. In der Hütte wurde sie zuerst kalt beigesetzt, d.h. in grauen Weidenkörben, die innen mit Leinwand ausgeschlagen waren und über Laugbütten standen, mit Bachwasser übergossen und durchsickert, bis sie ganz ausgelaugt war. &amp;lt;br&amp;gt; Die Mutterlauge wurde dann im Herde solange gesotten, bis nur noch die weiße, kostbare Pottasche übrig blieb, die um teuren Preis an Glashütten verkauft wurde.&amp;#039;&amp;#039;|Lukas Grünenwald, 1875}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Holzbedarf bei der Pottascheherstellung war außerordentlich hoch (Rodungen notwendig), weshalb die Glashütten häufig in ausgedehnten Wäldern angesiedelt wurden ([[Waldglas]], ein Holzascheglas&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Sicker: Großes Geheimnis Glas, Chem. Unserer Zeit, S. 379, 6/2024, Wiley-VCH&amp;lt;/ref&amp;gt;). Viele Ortsnamen enden daher bis heute auf -rode oder -roda. So ergibt sich aus den Unterlagen der Waldglashütte von [[Spiegelberg]] in den [[Schwäbisch-Fränkische Waldberge|Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen]] (1705–1822 in Betrieb) ein jährlicher Bedarf an Pottasche von rund 800 [[Zentner]]n. Da ein [[Festmeter]] Holz (rund 750 kg) nur 1 kg Pottasche ergab, mussten somit jährlich für den Pottaschenbedarf nur dieser Glashütte rund 40.000 Festmeter Holz eingeschlagen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch heute erinnern die Namen von Siedlungen an einstige Aschenhäuser bzw. Aschenhütten (siehe [[Aschenhütte]]). So lauten in Baden-Württemberg etwa die Namen von gleich zwei Wohnplätzen im Bereich der Gemeinde [[Mainhardt]] &amp;#039;&amp;#039;Aschenhütte&amp;#039;&amp;#039;; in [[Bayreuth]] ist die [[Glocke (Bayreuth)#Pottaschhütte|Pottaschhütte als Straßennamen]] erhalten geblieben. [[Aschenhausen]] oder [[Aschenhof]] (bei Suhl) erinnern an die Pottaschegewinnung in [[Mitteldeutschland]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marianne Hasenmayer: &amp;#039;&amp;#039;Die Glashütten im Mainhardter Wald und in den Löwensteiner Bergen.&amp;#039;&amp;#039; In: Paul Strähle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.&amp;#039;&amp;#039; 4. überarbeitete und ergänzte Auflage. Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2033-6, S. 108–128 (&amp;#039;&amp;#039;Natur – Heimat – Wandern&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glasherstellung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Waldnutzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Glases]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Legov20</name></author>
	</entry>
</feed>