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	<title>Asche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Legov20: /* Siehe auch */ + Link</title>
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		<updated>2026-02-01T14:29:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; + Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den teilorganischen Verbrennungsrückstand. Weitere Bedeutungen werden unter [[Asche (Begriffsklärung)]] aufgeführt.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinkohlenasche.jpg|mini|Kasten voller Asche aus einer Steinkohleheizung]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Asche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch bzw. pharmazeutisch &amp;#039;&amp;#039;Cinis&amp;#039;&amp;#039;) ist ein fester [[Rückstand (Chemie)|Rückstand]] aus der [[Verbrennung (Chemie)|Verbrennung]] [[Organische Verbindung|organischen]] Materials, also von [[Fossile Energie|fossilen Brennstoffen]], [[Biokraftstoff]]en oder [[Lebewesen]] wie [[Pflanzen]], [[Tiere]]n und [[Mensch]]en. Sie entsteht aus dem [[anorganisch]]en Teil der verbrannten Substanz und besteht somit aus [[Mineralstoff]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Urgermanische Sprache|altgermanische]] Wort, [[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;asche&amp;#039;&amp;#039;, [[althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;asca&amp;#039;&amp;#039;, beruht wie &amp;#039;&amp;#039;[[Esse (Feuerstelle)|Esse]]&amp;#039;&amp;#039; auf der [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen]] Wurzel &amp;#039;&amp;#039;ā̆s-&amp;#039;&amp;#039; („brennen, glühen“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Das Herkunftswörterbuch |Auflage=5. Auflage |Verlag=Dudenverlag |Ort=Berlin |Jahr=2014 |Reihe=[[Duden#Duden – Deutsche Sprache in 12 Bänden (ehemals: Duden in zwölf Bänden)|Der Duden in zwölf Bänden]] |BandReihe=7 |Online=[https://books.google.de/books?id=KqvWCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA132 S.&amp;amp;nbsp;132], [https://books.google.de/books?id=KqvWCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA260 260]}} &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|DWDS]]&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.dwds.de/wb/Asche#et-1 „Asche“]) &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; {{Literatur |Autor=[[Friedrich Kluge]] |Titel=[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]] |Auflage=7. Auflage |Verlag=Trübner |Ort=Straßburg |Jahr=1910 |Online=[https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00070228/images/index.html?&amp;amp;seite=47 S.&amp;amp;nbsp;25]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff ist Teil der [[Swadesh-Liste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Chemisch betrachtet ist der &amp;#039;&amp;#039;Aschegehalt&amp;#039;&amp;#039; ein Maß für den &amp;#039;&amp;#039;Mineralstoffgehalt&amp;#039;&amp;#039; der Lebewesen. Allerdings sind beide Werte nicht identisch, da bei der Verbrennung auch die mineralische Substanz reagiert und damit eine Gewichtszunahme oder -abnahme erfahren kann. Asche besteht vor allem aus [[Oxide]]n und (Bi-)[[Karbonat]]en diverser [[Metalle]], z.&amp;amp;nbsp;B. [[Calciumoxid|CaO]], [[Eisen(III)-oxid|Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[Magnesiumoxid|MgO]], [[Mangan(II)-oxid|MnO]], [[Phosphorpentoxid|P&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[Kaliumoxid|K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O]], [[Siliciumdioxid|SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[Natriumcarbonat|Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[Natriumhydrogencarbonat|NaHCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je höher die Brenntemperatur ist, desto geringer wird der Gehalt an Carbonaten, da diese unter Abgabe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; zu Oxiden weiterreagieren. Dadurch bleibt bei der Holzverbrennung bei gleichem Brennstoff je nach Ofentyp mehr (etwa bei Rostfeuerung) oder weniger (bei [[Grundofen|Grundöfen]] oder [[Sturzbrandofen|Sturzbrandöfen]]) Asche übrig. Ist die Temperatur im Feuer so hoch, dass die Aschenbestandteile anschmelzen und weich und teigig werden, so entsteht beim Abkühlen durch [[Sintern]] eine poröse oder glasige, aber feste Masse. Diese nennt man auch [[Schlacke (Verbrennungsrückstand)|Schlacke]]. Der [[Ascheerweichungspunkt]] liegt je nach Bestandteilen typischerweise zwischen 900 und 1200&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestimmung des Aschegehalts stellt eine Reinheitsprüfung von organischen Substanzen dar und ist in mehreren [[Monographie]]n des [[Europäisches Arzneibuch|Ph. Eur.]] vorgeschrieben. Die auf jeder Backmehlpackung angegebene [[Mehl#Mehltypen|Mehltype]], beispielsweise „Type 700“, beschreibt den Aschegehalt in Milligramm je 100 Gramm trockenen Mehls und ist ein Maß für den [[Ausmahlungsgrad]] oder Gehalt an mineralstoffreichen Schalenteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Aschegehalt kann in der [[Lebensmittelchemie|Lebensmittelanalytik]] auf die Reinheit bzw. Verdünnung oder Streckung von Fruchtsäften geschlossen werden, da bei unverdünnten Säften die Aschegehalte innerhalb bekannter konstanter Grenzen liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schüttdichte]] von Holzasche (frisch aus dem Ofen, unkomprimiert) liegt bei etwa 0,3&amp;amp;nbsp;kg/l.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Campfire scar 08319.JPG|mini|Asche eines Lagerfeuers]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verbrennung eines Zuckerwürfels.png|mini|Links: teilweise [[karamell]]isierter [[Würfelzucker]], rechts: Verbrennung eines Zuckerwürfels mit Asche als [[Katalysator]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Morbier cheese two views.jpg|mini|Pflanzenasche durchzieht einen Laib [[Morbier (Käse)|Morbier]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holzasche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Cinis&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;) aus der Verbrennung von naturbelassenem, also nicht chemisch behandeltem [[Holz]] kann zu Zubereitung einer [[Aschenlauge]] oder als [[Dünger]] in [[Landwirtschaft]] und [[Gartenbau]] verwendet werden. Sie enthält im Mittel 50 % [[Calciumoxid|CaO]], 16 % [[Kaliumoxid|K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O]], 15 % [[Magnesiumoxid|MgO]], 7 % [[Phosphorpentoxid|P&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;]] sowie weitere Spurenelemente, aber weder Stickstoff noch Kohlenstoff, die beide an der Verbrennung beteiligt sind und dabei in [[Rauchgas]]e umgesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Peter Ebert: &amp;#039;&amp;#039;Heizen mit Holz.&amp;#039;&amp;#039; Ökobuch, 2005, ISBN 3-936896-03-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Richtwert bei einer bedarfsgerechten Anwendung gelten maximal drei Liter Asche pro 10 m² Fläche im Jahr. Die Asche enthält dabei je nach Brenntemperatur leicht wasserlösliche [[Carbonat]]e und schwerer wasserlösliche Oxide, bei der chemischen Analyse wird der Mineralgehalt standardisiert als „-oxide“ bestimmt und so angegeben, auch wenn in der zu untersuchenden Probe ursprünglich ein Gemisch mit Carbonaten vorlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der atmosphärischen Schadstoffeinträge in den 1980er Jahren (Schlagwort &amp;#039;&amp;#039;[[Saurer Regen]]&amp;#039;&amp;#039;) wurden in einigen deutschen Bundesländern „Kompensations-“ oder auch „Bodenschutzkalkungen“ großflächig durchgeführt (in der mittelalterlichen Literatur wurde auch Kalk als Asche angesehen;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; siehe auch [[Kalkung]]). In Österreich blieben derartige Maßnahmen eher auf Forschungs- und Pilotstudien beschränkt („Wunderdünger“ gegen das [[Waldsterben]]); nennenswerte großflächige Einsätze gab es kaum. In der Schweiz ist die Düngung des Waldes gesetzlich verboten und nur für Forschungszwecke erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.waldwissen.net/dossiers/bfw_holzasche/index_DE |wayback=20130803045922 |text=Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF): Holzasche auf Waldwissen, Einleitung von Ernst Leitgeb }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holzasche aus unbehandeltem Holz ist auch als Zusatz beim [[Kompost]]ieren geeignet. Sie kann den Kompostiervorgang positiv beeinflussen und sollte schichtweise und in kleinen Mengen in den Kompost eingearbeitet werden. Im Holz eingelagerte und gespeicherte [[Schwermetalle]] (beispielsweise [[Chrom(VI)-oxid|Chrom(VI)]]) gelangen ins Abgas oder in die Asche. Schwermetalle befinden sich je nach Gegend in unterschiedlicher Konzentration in [[Boden (Bodenkunde)|Waldböden]] und werden wie Mineralstoffe in Spuren im Holz eingelagert. Seitdem der Mensch Erze [[Metallurgie|verhüttet]], wurden mit den dabei entstehenden Abgasen Metallpartikel [[Emission (Umwelt)|emittiert]]; sie wurden durch Winde verteilt und sanken zu Boden bzw. wurden von Regen zu Boden gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asche wird auch zum Streuen von vereisten Gehwegen verwendet. Sobald Feuchtigkeit auftritt, z.&amp;amp;nbsp;B. durch antauen der Oberfläche, verliert die Asche ihre abstumpfende Wirkung weitestgehend. Diese Verwendung kann von den Kommunen in ihren Winterdienst-Satzungen verboten sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Dresden, [https://www.dresden.de/media/pdf/satzungen/winterdienst_anliegersatzung.pdf], &amp;#039;&amp;#039;Winterdienst-Anliegersatzung&amp;#039;&amp;#039;. 07.12.2001. Abgerufen: 07.01.2025 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holzasche kann als natürliche [[Zahnpasta]] verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holzasche wurde als Reinigungsmittel ([[Aschenlauge]]), zur [[Seife]]nherstellung und im [[Spätmittelalter]] als [[Flussmittel (Glasschmelzen)|Flussmittel]] zur [[Glas]]herstellung verwendet. Die [[Inka]] verwendeten Holzasche, um [[Mais]] für den Menschen bekömmlich zu machen ([[Mais#Nixtamalisation|Nixtamalisation]]). Der Stamm der [[Huaorani]] in [[Ecuador]] verwendet Asche zur [[Epilation|Körperhaarentfernung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bauwesen]] verwendete man Holz- oder Kohlenasche (Löschasche oder kurz &amp;#039;&amp;#039;Lösch&amp;#039;&amp;#039;) als nicht brennbare Beschüttung von Hohlräumen in [[Holzbalkendecke]]n zum Zweck der Wärmedämmung und des Schallschutzes sowie zur Ebnung von [[Dippelbaumdecke]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asche findet im keramischen Bereich als Masse- bzw. Glasurzusatz Verwendung. Die Eigenschaft, als Flussmittel aufzutreten, steht dabei im Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Verwendung findet normale Asche auf der „[[Aschenbahn]]“, dort wird [[vulkanische Asche]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltgefahren ==&lt;br /&gt;
=== Schwermetalle ===&lt;br /&gt;
Während Arsen schon bei verhältnismäßig geringen Temperaturen ein volatiles Oxid ([[Arsen(III)-oxid]]) bildet, verbleiben die meisten Schwermetalle, welche im Ausgangsmaterial enthalten waren, in der Asche. Da der Großteil der Masse (Kohlenwasserstoffe und der etwaige Wassergehalt sowie andere volatile Bestandteile) des Brennstoffs in die Luft „verloren“ geht, erfolgt in der Asche eine Aufkonzentration der nicht-volatilen Bestandteile, darunter der Schwermetalle bzw. deren Oxide oder Carbonate. Während &amp;#039;&amp;#039;unbehandeltes&amp;#039;&amp;#039; Holz (außer jenes, was an besonders belasteten Standorten gewachsen ist) zumeist keine bedenklichen Schwermetallgehalte in der Asche aufweist, enthalten viele Holzbehandlungsmittel Schwermetalle.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.wohnen-sie-gesund.de/schadstoff-abc/s/schwermetalle/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://polludoc.ch/de/material/schwermetalle-farben&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher ist dringend davon abzuraten, behandeltes Holz im [[Hausbrand (Brennstoff)|Hausbrand]] zu verwenden oder dessen Asche zu Zwecken wie Dünger, Kosmetik oder Nahrungsmittel zu verwenden. Auch fossile Brennstoffe wie Torf oder Kohle können oft nennenswerte Mengen Schwermetalle enthalten, welche dann in höherer Konzentration in der Asche verbleiben. Dadurch können sich gesundheitlich und ökologisch bedenkliche Konzentrationen ergeben und je nach Herkunft kann Asche sogar in die Kategorie [[Sondermüll]] fallen und bedarf dann entsprechender Behandlung. Durch das generell alkalische Milieu von Asche verändert sich die Löslichkeit verschiedener Ionen in Wasser – einige werden leichter löslich, andere schwerer. Dadurch kann die Gefahr, dass entsprechende Schadstoffe in die Biosphäre gelangen, steigen. Wird Asche trocken und unzureichend gegen Wind geschützt gelagert können Stäube über große Strecken verteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Radioaktivität ===&lt;br /&gt;
[[Steinkohle|Stein-]] sowie [[Braunkohle]] enthält fast immer auch Spuren der radioaktiven Elemente [[Uran]], [[Thorium]] und [[Radium]]. Der Gehalt liegt je nach Lagerstätte meist zwischen wenigen [[Parts per million|ppm]] und 80 ppm, europäische Stein- oder Braunkohle enthält etwa 80–135 ppm Uran.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WNA&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://world-nuclear.org/information-library/safety-and-security/radiation-and-health/naturally-occurring-radioactive-materials-norm.aspx |titel=Naturally Occurring Radioactive Materials NORM – World Nuclear Association |abruf=2023-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da weltweit etwa 7800 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr in [[Kohlekraftwerk]]en verbrannt werden, schätzt man den Gesamtausstoß auf 10.000 Tonnen Uran und 25.000 Tonnen Thorium, der zum großen Teil in der Asche enthalten ist. Es handelt sich dabei um [[TENORM]], da der &amp;#039;&amp;#039;Ursprung&amp;#039;&amp;#039; des Materials natürlich ist, seine &amp;#039;&amp;#039;Konzentration&amp;#039;&amp;#039; jedoch Ergebnis eines menschlich-technologischen Prozesses ist. Flüchtige Produkte der [[Zerfallsreihe]] wie [[Radon]] verbleiben dabei nicht in der Asche, sondern werden mit den Abgasen in die Luft abgegeben. Eine Filterung des Radons ist weder vorgeschrieben noch wird sie (Stand 2023) irgendwo in der Welt durchgeführt. Da auch Teile der nicht volatilen [[Radionuklide]] als Teil der [[Flugasche]] in die Umgebung abgegeben werden, ist die zusätzliche Strahlenbelastung der Umgebung durch ein Kohlekraftwerk &amp;#039;&amp;#039;im Normalbetrieb&amp;#039;&amp;#039; höher als jene eines Kernkraftwerkes,&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.umweltnetz-schweiz.ch/themen/energie/1699-auch-kohle-strahlt.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.solarer-wasserstoff.de/download/kohlekraftwerke.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.stmuv.bayern.de/themen/reaktorsicherheit/ueberwachung/auswirkung.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.ssk.de/SharedDocs/Beratungsergebnisse_PDF/1981/1981_02.pdf?__blob=publicationFile&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch sind beide im Verhältnis zur natürlichen Hintergrundstrahlung trivial. Je nach Art der [[Rauchgasentschwefelung]] kann der [[REA-Gips]] auch mit geringen Mengen [[Radiumsulfat]] kontaminiert sein, jedoch sind diese Werte geringer als bei [[Phosphorgips]] und vielen natürlichen Gipslagerstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1960 und 1970 wurden in den USA etwa 1100 Tonnen Uran aus Kohleasche gewonnen. Im Jahr 2007 beauftragte die chinesische National Nuclear Corp die kanadische Firma Sparton Resources in Zusammenarbeit mit dem Beijing No. 5 Testing Institute Versuche durchzuführen, Uran aus der Asche des Kohlekraftwerks Xiaolongtang in der Provinz [[Yunnan]] zu gewinnen. Der Urangehalt der Asche aus diesem Kraftwerk liegt mit durchschnittlich 210 ppm Uran (0,021 %&amp;amp;nbsp;U) &amp;#039;&amp;#039;über&amp;#039;&amp;#039; dem Urangehalt mancher Uranerze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WNA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brandgefahren ==&lt;br /&gt;
Da auch kleine Mengen von Asche relativ lange eine Brandgefahr darstellen können, wird empfohlen, dass diese mindestens 48 Stunden lang ausgekühlt ist. Die Entsorgung von Asche hat im Restmüll zu erfolgen. Wichtig hierbei ist, dass die Asche kalt und staubdicht verpackt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.asche-entsorgen-mhsd.e569033d-cb68-47d0-9499-7747ec72c156.html |titel=Asche entsorgen – Das Wichtigste im Überblick |titelerg=Abfall-ABC |hrsg=Stuttgarter Nachrichten |werk=www.stuttgarter-zeitung.de |datum=2023-05-09 |abruf=2024-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die von der Asche ausgehenden Gefahren zu mindern, wurden bereits Anfang des 19. Jahrhunderts baupolizeilichen Verordnungen hinsichtlich zur Brandverhütung in Textform erlassen. Beispielsweise erließ die [[Herzogtum Nassau|herzoglich-nassauische Regierung]] im November 1826 eine solche Verordnung für ihr Herrschaftsgebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Das Entstehen der Pflichtfeuerwehren im Heimatgebiet – Ein staatlicher Versuch zur Brandbekämpfung |Sammelwerk=Jahrbuch für den Landkreis Limburg-Weilburg 2024 |Hrsg=Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Ort=Limburg |Datum=2023 |ISBN=3-927006-61-0 |Seiten=230–237}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ätzende Wirkung auf einige Metalle ==&lt;br /&gt;
Die mittelstark [[Basen (Chemie)|basisch]] wirkende wässrige [[Lösung (Chemie)|Lösung]] von Asche ist in der Lage, [[Aluminium]] und andere [[Alkalische Lösung|laugenunbeständige]] [[Metall]]e unter [[Wasserstoff]]bildung aufzulösen. Dies sollte bei der Lagerung und Verarbeitung von Asche beachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Asche in der Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ferdinand Raimund Aschenmann Litho.jpg|mini|[[Ferdinand Raimund]] als [[Aschenmann]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der Künstler [[Günther Uecker]] bezieht in seine Bilder auch politische Fragestellungen, besonders auch [[Umweltpolitik]], ein. Ein Beispiel dafür ist sein Zyklus &amp;#039;&amp;#039;Aschebilder&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Wolfgang Urban (Konservator)|Wolfgang Urban]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Günther Uecker&amp;#039;&amp;#039; [Ill.] &amp;#039;&amp;#039;– Aschebilder und [[Graphik|Grafiken]]. Ausstellung im [[Diözese Rottenburg-Stuttgart|Diözesanmuseum]] [[Rottenburg am Neckar|Rottenburg]] 2001&amp;#039;&amp;#039;. [Katalog zur Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Günther Uecker: Aschebilder und Grafiken&amp;#039;&amp;#039;] / Katalog bearbeitet von Wolfgang Urban. Texte von [[Michael Kessler]] …] (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichung des Diözesanmuseums Rottenburg.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 9). Diözesanmuseum, Rottenburg 2001, ISBN 3-88294-315-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Antwort auf die [[Nuklearkatastrophe von Tschernobyl]], die am 26. April 1986 ausgelöst worden war. Auch der zeitgenössische deutsche Künstler [[Anselm Kiefer]] arbeitet viel mit der „ungeliebten Substanz“ Asche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ferdinand Raimund]] setzte dem [[Aschenmann]] ein [[literarisches Denkmal]] in seinem 1826 uraufgeführten Zaubermärchen &amp;#039;&amp;#039;[[Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär]]&amp;#039;&amp;#039; und dem von Raimund komponierten &amp;#039;&amp;#039;[[Aschenlied]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aschenhaus]]&lt;br /&gt;
* [[Aschenlauge]]&lt;br /&gt;
* [[Kaliumcarbonat]] (Pottasche)&lt;br /&gt;
* [[Flugasche]]&lt;br /&gt;
* [[Hausmüllverbrennungsasche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ashes|Asche|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.oefen.ch/zum-thema/asche/ Kurzinformationen zu Asche und ihrer Verwendung]&lt;br /&gt;
* [https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/waldboden/wirkung-von-holzasche-auf-den-wald Artikelsammlung zu Holzasche auf waldwissen.net]&lt;br /&gt;
* Esther Stahl u.&amp;amp;nbsp;a.: [https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuvpubl/5_natur_in_nrw/50002_Naturschutz-Mitteilungen_02-2007.pdf &amp;#039;&amp;#039;Gehören Holzaschen in den Wald? Kreislaufführung der Nährstoffe kontra Schadstoffgehalte – wie ist es um die Qualität von Holzaschen aus der Verbrennung naturbelassener Hölzer bestellt?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Natur in NRW.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 2/2007, S.&amp;amp;nbsp;35–39. (PDF; 3,1&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Lueger-1904/A/Asche+%5B2%5D &amp;#039;&amp;#039;Asche.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Otto Lueger]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der gesamten Technik]].&amp;#039;&amp;#039; 1904.&lt;br /&gt;
* [https://tirol.orf.at/stories/3075515/ &amp;#039;&amp;#039;Asche als Reinigungsmittel&amp;#039;&amp;#039;] Artikel auf der [[Österreichischer Rundfunk|ORF]]-[[Website]] (ORF Österreichischer Rundfunk, Stiftung öffentlichen Rechts, 12. November 2020. Stand 1. Februar 2022.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4143201-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbrennungslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abfall]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Legov20</name></author>
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