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	<title>Arvaniten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arvaniten&amp;diff=726488&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Karl432: Die letzte Textänderung von ~2026-18612-08 wurde verworfen und die Version 261921931 von Serols wiederhergestellt. Unbelegte Änderung revertiert. Siehe auch den Beleg 2 &quot;Liakopoulos 2022&quot; in :en:Arvanites, der gegen die jetzt revertierte Änderung spricht.</title>
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		<updated>2026-03-25T07:08:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-18612-08&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-18612-08&quot;&gt;~2026-18612-08&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/261921931&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/261921931&quot;&gt;261921931&lt;/a&gt; von Serols wiederhergestellt. Unbelegte Änderung revertiert. Siehe auch den Beleg 2 &amp;quot;Liakopoulos 2022&amp;quot; in &lt;a href=&quot;http://192.168.1.62:8083/index.php/Arvanites&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;en:Arvanites&quot;&gt;en:Arvanites&lt;/a&gt;, der gegen die jetzt revertierte Änderung spricht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gleyre Charles Albanian Peasant Athens.jpg|mini|[[Charles Gleyre]]: &amp;#039;&amp;#039;Albanische Bäuerin, Athen&amp;#039;&amp;#039; (1834; [[Museum of Fine Arts, Boston]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arvaniten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Αρβανίτες|&amp;#039;&amp;#039;Arvanítes&amp;#039;&amp;#039;}}; [[#Sprache|arvanitisch]] Αρbε̰ρεσ̈ε̰ &amp;#039;&amp;#039;Arbëreshë&amp;#039;&amp;#039;) sind eine bilinguale und kulturell eigenständige [[Bevölkerungsgruppe]] in [[Griechenland]], deren Angehörige [[Albaner|albanischstämmig]] sind und teilweise noch einen archaischen [[Toskisch|toskischen Dialekt]] der [[Albanische Sprache|albanischen Sprache]] sprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Sutton |Titel=Resistance, Misrecognition, or Identity? Images of Rural and Urban in Three Recent Greek Ethnographies |Sammelwerk=Anthropological Quarterly |Band=71 |Nummer=4 |Datum=1998 |ISSN=0003-5491 |Seiten=203–211}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Traditionell und historisch sind die Arvaniten [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxe]] [[Christ]]en und gehören der [[Kirche von Griechenland]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem sie sich als Teil der [[Griechen|griechischen]] Nation sahen, spielten sie bei der Nationenbildung eine herausragende Rolle. So stellten sie während der [[Griechische Revolution|Griechischen Revolution]] von 1821 bis 1829 eine Vielzahl an Soldaten und militärischer Befehlshaber, wie [[Andreas Miaoulis]] (1769–1835), [[Laskarina Bouboulina]] (1771–1825) [[#Berühmte Arvaniten|und andere]]. Auch arvanitische Intellektuelle und Geistliche beteiligten sich aktiv an der Gestaltung und Modernisierung Griechenlands. Sie sind integraler Bestandteil der modernen griechischen Nation. Zwar sind sie sich ihrer Eigenständigkeit bewusst, aber die meisten Arvaniten sehen sich als Griechen und sind oftmals kaum von anderen Griechen zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volksbezeichnung ==&lt;br /&gt;
Die Volksbezeichnung stammt von [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Chronisten, welche die aus &amp;#039;&amp;#039;Arvanon&amp;#039;&amp;#039; stammende Volksgruppe der Arvaniten ({{grcS|Ἀρβανίται|Arvanítai}})&amp;lt;ref&amp;gt;Michaelis Attaliotae &amp;#039;&amp;#039;Historia,&amp;#039;&amp;#039; hrsg. v. August Immanuel Bekker (= &amp;#039;&amp;#039;Corpus scriptorum historiae Byzantinae.&amp;#039;&amp;#039; 47). Bonn 1853. Anna Comnena: &amp;#039;&amp;#039;Alexias&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt u. hrsg. v. Diether Roderich Reinsch. Berlin 2001, ISBN 3-11-017195-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals genannt haben. Der neuzeitliche albanische Name des Staates [[Albanien]] und die zugehörige Volksbezeichnung&amp;amp;nbsp;– &amp;#039;&amp;#039;Shqipëri&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;/ &amp;#039;&amp;#039;Shqipëria&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Shqiptarë&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;/ &amp;#039;&amp;#039;Shqiptarët&amp;#039;&amp;#039; (jeweils unbestimmte und bestimmte Form)&amp;amp;nbsp;– waren diesen Siedlern des Mittelalters nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Arvaniten zu unterscheiden sind die [[Çamen]], die über ein albanisches Nationalbewusstsein verfügen und mehrheitlich [[Islam|muslimisch]] sind&amp;amp;nbsp;– die Arvaniten bekennen sich hingegen traditionell zum [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen Christentum]]. Auch von den Arvaniten zu unterscheiden sind die ebenfalls christlich-orthodoxen [[Soulioten]], die sich ebenfalls an der griechischen Nationenbildung beteiligten, aber kulturell und geographisch den Çamen näher waren. Eine vierte albanische Gruppe stellen Migranten aus Albanien dar, die ab den 1990er Jahren nach Griechenland einwanderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pelopones ethnic.JPG|mini|links|Ethnographische Karte der [[Peloponnes]] von 1890: Mehrheitlich von Arvaniten bewohnte Gebiete sind rosa gefärbt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Kriterien des Sprachgebrauchs leben in Griechenland schätzungsweise zwischen 25.000&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Markusse: [http://www.google.de/books?hl=el&amp;amp;lr=&amp;amp;id=3RRJr-5q1H0C&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA247&amp;amp;dq=arvanites+linguistic+minority&amp;amp;ots=utPOlxqanP&amp;amp;sig=oSa0BiOjcNlgveph7HoFFx3URXQ&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=linguistic&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Territoriality in national minority arrangements: European-wide legal standards and practices.&amp;#039;&amp;#039;] In: Gertjan Dijkink, Hans Knippenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Territorial Factor.&amp;#039;&amp;#039; Vossiuspers UvA, Amsterdam, 2001, S. 260, Tabelle 12.1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und 200.000&amp;lt;ref&amp;gt;Gesellschaft für bedrohte Völker&amp;lt;/ref&amp;gt; Arvaniten. Die meisten Arvaniten leben im südlichen Griechenland und auf einigen [[Ägäisches Meer|Ägäisinseln]], der [[Peloponnes]], weiterhin im Dreiländereck in [[Thrakien (Landschaft)|Thrakien]], sowie in [[Epirus (griechische Region)|Epirus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Volkszählung im damaligen Griechenland soll 1879 ergeben haben, dass etwa 225.000 Arvaniten auf der Peloponnes, in Zentralgriechenland, auf Euböa und auf [[Andros (Griechenland)|Andros]] lebten. Damals besaß Griechenland eine Gesamtbevölkerung von etwa 1,6 Millionen Einwohnern. [[Hydra (Insel)|Hydra]] und [[Spetses]], die als „traditionell arvanitisch“ galten, waren bei dieser Volkszählung jedoch nicht berücksichtigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zervas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:13001350ALBANIANMIGRATIONS.png|mini|Mögliche Wanderungsbewegungen albanischer Volksgruppen von Nordalbanien Richtung Süden zwischen 1300 und 1350, nach N.&amp;amp;nbsp;G.&amp;amp;nbsp;L. Hammond]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Arbëresh}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts begannen albanische Stämme, sich aus ihren Heimatgebieten in [[Epirus (historische Region)|Epirus]] und in den [[Pindos|Bergen von Pindos]] in südöstliche Regionen auszubreiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Skutsch |Titel=Encyclopedia of the World&amp;#039;s Minorities |Verlag=Routledge |Datum=2013-11-07 |ISBN=978-1-135-19388-1 |Online=https://books.google.de/books?id=yXYKAgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA138&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2025-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zeitraum vom 14. bis zum 15. Jahrhundert zogen albanische Stämme in kleinen Gruppen nach Thessalien, Euböa, Korinth, Attika und Morea. Dort durften sie, nachdem sie eine Zeit lang nomadisch gelebt hatten, eigene Kolonien (katun) gründen, von denen noch etwa 900 erhalten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20170904151620/http://www.kohajone.com/2016/11/07/rrefimi-i-priftit-arberesh-ne-greqi-ka-900-katunde-shqiptare/ Rrëfimi i priftit arbëresh: Në Greqi ka 900 katunde shqiptare - Koha Jone] In: &amp;#039;&amp;#039;www.kohajone.com.&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Griechen gaben den Arvaniten ihren Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;Centro di Cultura Popolare – U.N.L.A.: . April 2006, S. 4 (italienisch, [http://www.vatrarberesh.it/biblioteca/ebooks/frammentidivita.pdf vatrarberesh.it] [PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Selber nannten sie sich „Arbërore“, was Albaner bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Innocenzo Mazziotti: . Il Coscile Editore, Castrovillari 2004, ISBN 88-87482-61-6, S. 31 (italienisch). &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste albanische Ansiedlung in der historischen Region Thessalien lässt sich auf das Ende des 13. und den Beginn des 14. Jahrhunderts datieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tom Winnifrith |Titel=Perspectives On Albania |Verlag=Springer |Datum=1992-07-13 |ISBN=978-1-349-22050-2 |Online=https://books.google.de/books?id=BDywCwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA90&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2025-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere während der italienischen Herrschaft der [[Orsini]] (1318–1359) wanderten viele Albaner aus Epirus aufgrund von internen Konflikten, Massakern und Vertreibungen durch die Täler des Pindosgebirges nach Thessalien aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Innocenzo Mazziotti: . Il Coscile Editore, Castrovillari 2004, ISBN 88-87482-61-6, S. 15 (italienisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Thessalien aus wurden die Albanischen Stämme, wie die Malacassi, Bua und Messariti, von den [[Haus Barcelona|katalanischen]] Herrschern des [[Herzogtum Athen|Herzogtums Athen]] nach [[Lokris]], Böotien und Attika eingeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;Innocenzo Mazziotti, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie waren als [[Landwirt|Bauern]] ebenso gefragt wie als [[Söldner]] für die Truppen des [[Herzogtum Athen|Herzogs von Athen]], des [[Despotat Morea|Despoten von Morea]] und anderer Fürsten. Aber auch in eigener Regie ließen sich albanische Stämme in den durch die ständigen Kriege nur noch dünn besiedelten Regionen [[Thessalien]], Böotien, Attika, Süd-[[Euböa]], [[Korinth (antike Stadt)|Korinth]], [[Argolis]], West-[[Lakonien]] (beide auf der [[Peloponnes]]) und auf vielen Inseln der [[Saronische Inseln|Saronen]] und [[Kykladen]] in der [[Ägäisches Meer|Ägäis]] nieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zervas&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Theodore G. Zervas |Titel=Learning Arvanitic in Late 19th and Early 20th Century Greece |TitelErg=Linguistic Maintenance and Cultural Idiosyncrasies in Greece’s Arvanitic Speaking Communities |Sammelwerk=Zeitschrift für Balkanologie |Band=50 |Nummer=2 |Datum=2014 |Seiten=269 |Online=[http://zeitschrift-fuer-balkanologie.de/index.php/zfb/article/view/390/411 zeitschrift-fuer-balkanologie.de] |Abruf=2017-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie siedelten dort in eigenen Dörfern. Der Zustrom hielt bis ins 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert an. Um das Jahr 1400 wurde die Zahl der Albaner (Arvaniten) in &amp;#039;&amp;#039;[[Morea]]&amp;#039;&amp;#039; auf etwa 10.000 geschätzt. 1450 stieg diese Zahl auf 30.000 an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Miranda Vickers |Titel=Shqiptarët. Një histori moderne |Verlag=Bota Shqiptare |Ort=[[Liste lateinischer Phrasen/S#Sine loco|s. l.]] |Datum=2008 |ISBN=978-99956-11-68-2 |Kapitel=Hyrje |Seiten=16–17 |Originaltitel=The Albanians. A Modern History |Originalsprache=en |Übersetzer=Xhevdet Shehu}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die orthodoxen [[Toskisch|Tosken]], die sich in Mittel- und Südgriechenland angesiedelt hatten, verloren schon bald den Kontakt zu ihren Ursprungsgebieten. Sie lebten inmitten der Griechen. In ihren Dörfern sprachen sie bis ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hinein albanische Dialekte, die allerdings im Laufe der Zeit immer mehr griechische Elemente aufnahmen. Ein Teil der Arvaniten floh Ende des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts vor den auf dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]] vorrückenden [[Osmanisches Reich|Osmanen]] nach [[Süditalien]] und [[Sizilien]] und verstärkte die dort entstandenen albanischen Emigrantengemeinden der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Arbëresh]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nahmen die Arvaniten an der Herausbildung der modernen griechischen Nation und am Befreiungskampf gegen die Osmanen aktiv Anteil. Ihre christlich-orthodoxe Identität ging wie bei den Griechen in ein modernes Nationalbewusstsein über. Seit der Gründung des griechischen Staates und infolge innenpolitischer wie außenpolitischer Konflikte (auch mit Albanien) waren die arvanitischen Dialekte wenig angesehen, und im Laufe der Zeit wechselten die meisten Arvaniten zur [[Neugriechische Sprache|griechischen Sprache]]. Dieser Prozess beschleunigte sich nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] durch Landflucht und [[Urbanisierung]]. So sind nur noch Reste des &amp;#039;&amp;#039;Arvanitika&amp;#039;&amp;#039; erhalten. Vor allem in der [[Folklore]] werden noch alte Traditionen und Bräuche gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
Am 29.&amp;amp;nbsp;September 1879 veröffentlichte [[Anastas Kullurioti]] (1822–1887) die erste Ausgabe der Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;I foni tis Alvanias (Zëri i Shqipërisë)&amp;#039;&amp;#039; in [[Athen]]. Sie erschien hauptsächlich auf Griechisch und teilweise auf Albanisch und sympathisierte mit der albanischen Nationalbewegung [[Rilindja]]. Am 23.&amp;amp;nbsp;August 1880 wurde Kullurioti von der griechischen Regierung zur Schließung der Wochenzeitung gezwungen. 1884 folgten aus seiner Feder verschiedene publizistische Texte und die einmalige Broschüre &amp;#039;&amp;#039;Polemika shqiptare&amp;#039;&amp;#039;. Am 4.&amp;amp;nbsp;Juni desselben Jahres gründete Kullurioti den albanisch-patriotischen Verein &amp;#039;&amp;#039;Oi Alvanio Vllamidhes (Shqiptarët vëllezër)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hamit Boriçi |url=https://gazetadita.al/anastas-kullurioti-dhe-gazeta-zeri-i-shqiperise/ |titel=Anastas Kullurioti dhe gazeta “Zëri i Shqipërisë” |datum=2023-01-31 |sprache=sq |werk=www.gazetadita.al |hrsg=Dita |abruf=2023-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
[[Datei:VolkBalk-1908 (28).jpg|mini|Ethnographische Karte Griechenlands von 1908: Mehrheitlich von albanischstämmigen bewohnte Gebiete sind dunkelorange gefärbt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arvanitika&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|αρβανίτικα}}) heißt der in Griechenland nur noch begrenzt gesprochene albanische Dialekt. Er gehört zum toskischen Subdialekt des Albanischen und hat auf sämtlichen Sprachebenen beträchtliche Einflüsse von verschiedenen griechischen Dialekten bekommen. &amp;#039;&amp;#039;Arvanitika&amp;#039;&amp;#039; ist die griechische Bezeichnung der Sprache, die mittlerweile auch von den Sprechern selbst übernommen wurde. Die eigene Sprachbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;arbërisht&amp;#039;&amp;#039; wird kaum mehr gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Arvanitika gilt als eine der [[Bedrohte Sprache|bedrohten Sprachen]] Europas.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.uni-koeln.de/gbs/Bulletin/bulletin9.pdf |titel=Bulletin Nr.&amp;amp;nbsp;9 |hrsg=Gesellschaft für bedrohte Sprachen e.&amp;amp;nbsp;V. ([[Universität zu Köln]]) |datum=2003-08 |abruf=2013-01-04 |format=PDF |kommentar=PDF-Datei; 194&amp;amp;nbsp;KB, S.&amp;amp;nbsp;9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der rasante Rückgang der Sprecher nach dem Zweiten Weltkrieg und noch stärker nach den 1970er Jahren ist auf verschiedene sozioökonomische Gründe und nicht zuletzt auf den negativen Status in der griechischen Gesellschaft einschließlich der [[Sprachgemeinschaft]]en selbst zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schrift ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurde das [[albanisch-griechisches Alphabet|albanisch-griechische Alphabet]], eine Erweiterung des [[griechisches Alphabet|griechischen Alphabets]], in verschiedenen Varianten verwendet. Mittlerweile wird das moderne [[Lateinisches Schriftsystem|lateinschriftliche]] [[Albanisches Alphabet|albanische Alphabet]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berühmte Arvaniten ==&lt;br /&gt;
* [[Andreas Miaoulis]] (1769–1835), Admiral&lt;br /&gt;
* [[Laskarina Bouboulina]] (1771–1825), Teilnehmerin der [[Griechische Revolution|griechischen Revolution]]&lt;br /&gt;
* [[Georgios Koundouriotis]] (1782–1858), Politiker und [[Liste der Regierungschefs von Griechenland|Ministerpräsident Griechenlands]]&lt;br /&gt;
* [[Antonios Kriezis]] (1796–1865), Politiker und ehemaliger Ministerpräsident Griechenlands&lt;br /&gt;
* [[Dimitrios Voulgaris]] (1802–1877), Politiker und ehemaliger Ministerpräsident Griechenlands&lt;br /&gt;
* [[Athanasios Miaoulis]] (1815–1867), Politiker und ehemaliger Ministerpräsident Griechenlands&lt;br /&gt;
* [[Anastas Kullurioti]] (1822–1887), Didaktiker, Publizist, Journalist und politischer Aktivist der albanischen Nationalbewegung&lt;br /&gt;
* [[Pavlos Koundouriotis]] (1855–1935), Admiral, zweifacher Vizekönig und [[Liste der Staatsoberhäupter von Griechenland|Staatspräsident Griechenlands]]&lt;br /&gt;
* [[Alexandros Diomidis]] (1875–1950), Politiker und von 1949 bis 1950 Ministerpräsident&lt;br /&gt;
* [[Theodoros Pangalos (General)|Theodoros Pangalos]] (1878–1952), General der [[Griechische Streitkräfte|griechischen Armee]] und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Nikos Engonopoulos]] (1907–1985), Maler und Dichter&lt;br /&gt;
* [[Hieronymos II.]] (* 1938), griechisch-orthodoxer Geistlicher, seit 2008 [[Liste der Erzbischöfe von Athen|Erzbischof von Athen]] und Oberhaupt der [[Autokephalie (Kirche)|autokephalen]] [[Orthodoxes Christentum|orthodoxen]] [[Kirche von Griechenland]]&lt;br /&gt;
* [[Theodoros Pangalos (Politiker)|Theodoros Pangalos]] (1938–2023), Politiker und von 2009 bis 2012 stellvertretender Ministerpräsident&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Albaner in Griechenland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- In chronologischeer Reihenfolge. ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jakob Philipp Fallmerayer&lt;br /&gt;
   |Titel=Die albanische Besiedlung des Peloponnes im Mittelalter&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Geschichte der Halbinsel Morea während des Mittelalters. Ein historischer Versuch, Zweiter Theil&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag der J. G. Cotta’sche Buchhandlung&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=1836&lt;br /&gt;
   |Seiten=240–263&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=kTdCAAAAcAAJ |Seite=240}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Eric P. Hamp&lt;br /&gt;
   |Titel=On the Arvanitika Dialects of Attica and the Megarid&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=&amp;#039;&amp;#039;Balkansko ezikoznanie&amp;#039;&amp;#039; Балканско езикознание&lt;br /&gt;
   |Band=3&lt;br /&gt;
   |Nummer=2&lt;br /&gt;
   |Datum=1961&lt;br /&gt;
   |ISSN=0324-1653&lt;br /&gt;
   |Seiten=101–106}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Claus Haebler&lt;br /&gt;
   |Titel=Grammatik der albanischen Mundart von Salamis&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Albanische Forschungen&lt;br /&gt;
   |Band=3&lt;br /&gt;
   |Verlag=Harrassowitz&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=1965&lt;br /&gt;
   |ISSN=0568-8957&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Zugleich: Saarbrücken, Universität, Habilitations-Schrift, 1962}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Georg Stadtmüller]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Forschungen zur albanischen Frühgeschichte&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Albanische Forschungen&lt;br /&gt;
   |Band=2&lt;br /&gt;
   |Auflage=2., erweiterte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Harrassowitz&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=1966&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Zugleich: Breslau, Universität, Habilitations-Schrift, 1936}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Alain Ducellier]]&lt;br /&gt;
   |Titel=L&amp;#039;Arbanon et les Albanais au XIe siècle&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Travaux et Mémoires&lt;br /&gt;
   |Band=3&lt;br /&gt;
   |Datum=1968&lt;br /&gt;
   |ISSN=0577-1471&lt;br /&gt;
   |Seiten=353–368}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Titos P. Jochalas&lt;br /&gt;
   |Titel=Über die Einwanderung der Albaner in Griechenland. Eine zusammenfassende Betrachtung&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Peter Bartl und andere (Redaktion): &amp;#039;&amp;#039;Dissertationes Albanicae. In honorem Josephi Valentini et Ernesti Koliqi septuagenariorum&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Reihe=Beiträge zur Kenntnis Südosteuropas und des Nahen Orients&lt;br /&gt;
   |Band=13&lt;br /&gt;
   |Verlag=Trofenik&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1971&lt;br /&gt;
   |Seiten=80–106&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Auch als Sonderdruck. Trofenik, München 1971&lt;br /&gt;
   |ZDB=1072151-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Lukas D. Tsitsipis&lt;br /&gt;
   |Titel=Language change and language death in albanian speech communities in Greece. A sociolinguistic study&lt;br /&gt;
   |Ort=Madison (Wisconsin)&lt;br /&gt;
   |Datum=1981&lt;br /&gt;
   |Kommentar=phil. Dissertation}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Walter Breu&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Bernd Spillner&lt;br /&gt;
   |Titel=Sprachliche Minderheiten in Italien und Griechenland&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Interkulturelle Kommunikation&lt;br /&gt;
   |WerkErg=Kongreßbeiträge zur 20. Jahrestagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik GAL e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
   |Reihe=Forum angewandte Linguistik&lt;br /&gt;
   |Band=21&lt;br /&gt;
   |Verlag=Lang&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
   |Datum=1990&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-631-42888-X&lt;br /&gt;
   |Seiten=169–170}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hans-Jürgen Sasse&lt;br /&gt;
   |Titel=Arvanitika. Die albanischen Sprachreste in Griechenland&lt;br /&gt;
   |Band=1&lt;br /&gt;
   |Verlag=Harrassowitz&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=1991&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-447-02758-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jana Willer-Gold, Tena Gnjatović, Daniela Katunar, Ranko Matasović&lt;br /&gt;
   |Titel=Multilingualism and structural borrowing in ArbanasiAlbanian&lt;br /&gt;
   |Verlag=University of Zagreb&lt;br /&gt;
   |Datum=2016&lt;br /&gt;
   |Sprache=en&lt;br /&gt;
   |Online=https://scholarspace.manoa.hawaii.edu/bitstream/10125/24672/1/willer-gold_et_al_2016.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=&lt;br /&gt;
   |Abruf=2017-02-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Arvanites|Arvaniten}}&lt;br /&gt;
* Eleni Botsi: [http://www.ub.uni-konstanz.de/kops/volltexte/2004/1292 &amp;#039;&amp;#039;Die sprachliche Selbst- und Fremdkonstruktion am Beispiel eines arvanitischen Dorfes Griechenlands. Eine soziolinguistische Studie.&amp;#039;&amp;#039;] [[Dissertation]] an der [[Universität Konstanz]] 2004, Volltext&lt;br /&gt;
* Konrad Clewing: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.gfbv.de/de/news/albanischsprachige-und-albaner-in-griechenland-sowie-griechen-in-albanien-276/ Albanischsprachige und Albaner in Griechenland sowie Griechen in Albanien.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039; [[Gesellschaft für bedrohte Völker|pogrom – bedrohte völker]]&amp;#039;&amp;#039;, 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Albanische Diaspora}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7618601-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnische Minderheit in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Albanische Diaspora|Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Albanische Geschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Albanisch-griechische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Karl432</name></author>
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