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	<title>Artur Hofmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Catullus26 am 10. Januar 2026 um 11:20 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem KPD-Politiker Artur Hofmann. Zum SPD-Politiker siehe [[Arthur Hofmann]]; zu anderen Personen siehe [[Artur Hoffmann]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Artur Hofmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juni]] [[1907]] in [[Plauen]]; † [[4. Mai]] [[1987]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Politiker]] ([[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]], [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]). Er war Mitglied der KPD-[[Gruppe Ackermann|Initiativgruppe Ackermann]] und von 1949 bis 1952 sächsischer [[Innenminister]], später unter anderem Hauptabteilungsleiter beim [[Ministerium für Staatssicherheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Von Plauen in die Sowjetunion ===&lt;br /&gt;
Artur Hofmann wurde 1907 als Sohn eines Bauschlossers in Plauen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er den Beruf des [[Maschinenschlosser]]s. Nach Abschluss der Lehre arbeitete er in diesem Beruf in [[Thüringen]], [[Bayern]] und im [[Ruhrgebiet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1927 bis 1929 ging er auf Wanderschaft, die ihn über [[Holland]], [[Österreich]], die [[Slowakei]], [[Ungarn]] und [[Jugoslawien]] schließlich nach [[Bulgarien]] führte. 1930 kehrte Hofmann nach Deutschland zurück und arbeitete bei [[Blohm &amp;amp; Voss]] in [[Hamburg]]. Wenig später wurde er jedoch arbeitslos. 1931 trat er in die [[KPD]] ein. Im März desselben Jahres gelangte Hofmann mit einem Faltboot von [[Kiel]] aus über [[Dänemark]], [[Schweden]] und [[Finnland]] nach [[Kronstadt (Russland)|Kronstadt]]. Dort nahm er seine Tätigkeit als Maschinenschlosser wieder auf. Später verschlug es ihn an den [[Ural]], wo er [[Brigadier]] im Hüttenwerk [[Serow|Nadeschdinsk]] war. Später wurde er Meister in einem Werk für Schwermaschinenbau in [[Jekaterinburg|Swerdlowsk]]. 1938 wurde er Montageleiter im Hüttenkombinat [[Nischni Tagil]] und Tagilstroi, bevor er im Rahmen der Stalinschen Säuberungen verhaftet wurde und in [[Moskau]] elf Monate in U-Haft verbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1943 und 1944 nahm Hofmann an einem Sonderlehrgang der KPD-Schule in [[Puschkino]] bei Moskau teil. Danach wurde er zunächst als Bevollmächtigter des [[Nationalkomitee Freies Deutschland]] (NKFD) im Kriegsgefangenenlager [[Uman]] in der Ukraine eingesetzt. Ab August 1944 war Hofmann Partisan und Leiter der Aufklärergruppe „Andreas Hofer“ in Polen. Im Frühjahr 1945 wurde er wahrscheinlich von [[Anton Ackermann]] nach Moskau zurückbeordert. Er wurde Mitglied der Initiativgruppe Ackermann und nahm an Schulungen teil, die ihn auf seinen Einsatz in Nachkriegsdeutschland vorbereiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr nach Deutschland mit der „Gruppe Ackermann“ ===&lt;br /&gt;
Nachdem schon Ackermann auf seiner Reise durch sächsische Städte zwischen dem 2. und 8. Mai [[Görlitz]] besucht hatte, gelangte auch Hofmann zusammen mit [[Herbert Oehler]] am 13. Mai nach Görlitz. Den Görlitzer Stadtvertretern wurden sie von der sowjetischen Kommandantur als „Vertreter der Freiheitsbewegung von General Seydlitz“ vorgestellt. Während Oehler damit begann, die städtische Polizei aufzubauen, war Hofmann zunächst das Bindeglied zwischen Stadtverwaltung und Kommandantur. Er kümmerte sich dabei in der ersten Zeit vor allem um die Rückgabe von beschlagnahmten Fabriken, Betrieben, Lebensmittellagern oder Viehbeständen durch die Besatzungstruppen. Außerdem nahm er zahlreiche Beschwerden der Görlitzer Bevölkerung auf, die sich gegen Vergewaltigungen und Plünderungen durch sowjetische und polnische Soldaten richteten. Bei den Beschwerden hatte Hofmann jedoch selten Erfolg, da ihm der Stadtkommandant die notwendige Unterstützung versagte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Mitte Mai und Anfang Juni 1945 reisten Hofmann und Oehler durch den Landkreis, um insgesamt 31 Gemeindevertretungen neu zu besetzen. Ebenso wurden Polizeistreifen auf dem Lande organisiert. Ab dem 16. Juni bis zum Oktober 1945 übernahm Hofmann das Amt des stellvertretenden Landrats des [[Landkreis Görlitz (Schlesien)|Landkreises Görlitz]], zuständig unter anderem für Personalfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktionen in Sachsen ===&lt;br /&gt;
Im Oktober 1945 wurde Hofmann zum Leiter der [[Deutsche Volkspolizei|Volkspolizei]] des [[Sachsen|Landes Sachsen]] ernannt. Am 2. Juli 1949 ernannte man ihn zum Innenminister der [[Kabinett Seydewitz I|sächsischen Landesregierung]] unter [[Max Seydewitz]]. Auch im [[Kabinett Seydewitz II|zweiten Kabinett Seydewitz]] hatte er bis zur Selbstauflösung der Länder im Juli 1952 das Amt des Innenministers inne. Anschließend übernahm er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des neugeschaffenen [[Rat des Bezirkes|Rates des Bezirkes Dresden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Dienste des MfS ===&lt;br /&gt;
Im Juli 1953 wechselte Hofmann zum [[Ministerium für Staatssicherheit]] (MfS) nach Berlin. Es ist zu vermuten, dass hierbei die Ereignisse um den [[Aufstand vom 17. Juni 1953|17. Juni 1953]] eine Rolle spielten. Er wurde als Oberst eingestellt und übernahm Ende 1953 als Leiter die Hauptabteilung III, zuständig für die Volkswirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch [[Ungarischer Volksaufstand|politische Ereignisse im Jahre 1956]] beschloss das [[ZK der SED]] am 9. Februar 1957, wieder eine engere Bindung des MfS an die SED. In diesem Zuge wurde Hofmann im März 1957 als [[Offizier im besonderen Einsatz]] in der hauptamtlichen Funktion eines Sektorenleiters in die Abteilung für Sicherheitsfragen beim ZK der SED versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 erkrankte Hofmann schwer und wurde zeitweise invalidisiert. Nach überstandener Krankheit wurde er im Oktober 1960 der operative Stellvertreter des Leiters der [[Bezirk Dresden|Bezirksverwaltung Dresden]] des MfS. Hofmann wurde 1970 in den Ruhestand versetzt und lebte dann in [[Eichwalde]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neues Deutschland]] vom 24. Juni 1977 und 24. Juni 1982&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1955 [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Bronze und 1967 in Gold&lt;br /&gt;
* 1960 Orden [[Banner der Arbeit]]&lt;br /&gt;
* 1977 Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold&lt;br /&gt;
* 1982 [[Karl-Marx-Orden]]&lt;br /&gt;
* 1985 [[Medaille „40. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945“]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Deutsche Antifaschisten geehrt |Sammelwerk=[[Neues Deutschland]] |Datum=1985-05-04 |Seiten=3 |Online=https://dfg-viewer.de/show/?set%5Bmets%5D=https://content.staatsbibliothek-berlin.de/zefys/SNP2532889X-19850504-0-0-0-0.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Jens Gieseke (Historiker)|Jens Gieseke]]: &amp;#039;&amp;#039;Artur Hoffmann&amp;#039;&amp;#039;. In: [[BStU]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20210723142359/https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/assets/bstu/de/Publikationen/HB_gieseke_wer-war-wer.pdf Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit?]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 900&amp;amp;nbsp;kB), MfS-Handbuch V/4, Berlin 1998.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=artur-hofmann|lemma=Hofmann, Artur|autor=Jens Gieseke, [[Bernd-Rainer Barth]]|band=1|idNum=1460}}&lt;br /&gt;
* Jeannette Michelmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Aktivisten der ersten Stunde. Die Antifa 1945 in der sowjetischen Besatzungszone zwischen Besatzungsmacht und Exil-KPD&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Friedrich-Schiller-Universität Jena 2011, S. 178–186 ([https://www.db-thueringen.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbt_derivate_00001151/Dissertation.pdf Digitalisat]; PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB), mit immer wieder wechselnder Namensschreibung: „Arthur“ und „Artur“.&lt;br /&gt;
* [[Roger Engelmann]], [[Bernd Florath]], [[Helge Heidemeyer]], [[Daniela Münkel]], [[Arno Polzin]], [[Walter Süß (Historiker)|Walter Süß]], &amp;#039;&amp;#039;Das MfS-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. 4. aktualisierte Auflage, Berlin 2021. Ch. Links Verlag, ISBN 978-3-86153-900-1, S. 163, [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/stasi-unterlagen-einsehen/hinweise-zum-mfs/mfs-lexikon/ Online-Version].&lt;br /&gt;
* [[Andreas Petersen (Historiker)|Andreas Petersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Moskauer. Wie das Stalintrauma die DDR prägte.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-10-397435-5, S. 121–125: &amp;#039;&amp;#039;Artur Hofmann – vom Paddler zum Terrorbeauftragten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.smi.sachsen.de/501.htm Die sächsischen Innenminister im Überblick, Artur Hofmann, Innenminister 1949–1952]&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/glossar/detail/hofmann-artur/ MfS-Lexikon: Artur Hofmann]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Innenminister Sachsen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1165698013|LCCN=|NDL=|VIAF=5617153596646151900002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hofmann, Artur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nationalkomitee Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (SBZ bzw. DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Großen Terrors (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hofmann, Artur&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SED), Mitglied Gruppe Ackermann, sächsischer Innenminister, MfS-Offizier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juni 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Plauen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Mai 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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