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	<title>Arthur Zarden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, deutsch</title>
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		<updated>2025-08-25T10:41:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, deutsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stolperstein Goßlerstr 21 (Dahl) Arthur Zarden.jpg|mini|[[Stolpersteine|Stolperstein]] in [[Berlin-Dahlem]], Goßlerstraße 21 ]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arthur Heinrich Ludwig Zarden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. April]] [[1885]] in [[Hamburg]]; † [[18. Januar]] [[1944]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Finanzexperte und in der [[Weimarer Republik]] [[Staatssekretär]] im [[Reichsfinanzministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
=== Schulzeit und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Zarden stammte aus einer Familie mit teilweise jüdischen Vorfahren und war israelitischen Glaubens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Susanne Meinl, Jutta Zwilling |Titel=Legalisierter Raub: die Ausplünderung der Juden im Nationalsozialismus durch die Reichsfinanzverwaltung in Hessen |Verlag=Campus Verlag |Datum=2004 |ISBN=978-3-593-37612-7 |Online=https://books.google.de/books?id=eVtrk7CuTycC&amp;amp;pg=PA232&amp;amp;lpg=PA232&amp;amp;dq=Arthur+Zarden++++j%C3%BCdisch&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=PPqWlb3Voa&amp;amp;sig=ACfU3U0ifFdsE6ppXsSS2MFJ-hiOq6hgsQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiO6_jW6-T3AhUsSPEDHQ1VBIEQ6AF6BAgdEAM#v=onepage&amp;amp;q=Arthur%20Zarden%20%20%20%20j%C3%BCdisch&amp;amp;f=false |Abruf=2022-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Kindheit und Jugend Zardens ist wenig bekannt. Nach Angaben seiner Tochter neigte er sein Leben lang nicht selten zu einer schwankenden [[Pessimismus|pessimistischen]] Grundhaltung. Er besuchte das [[Wilhelm-Gymnasium (Hamburg)|Wilhelm-Gymnasium]] in Hamburg, wo er zu Ostern 1904 das [[Reifezeugnis]] erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis sämtlicher Abiturienten des Wilhelm-Gymnasiums von 1881 bis 1931&amp;#039;&amp;#039;. In: Lehrerkollegium des Wilhelm-Gymnasiums (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 50jährigen Jubiläum des Wilhelm-Gymnasiums zu Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. Christians, Hamburg 1931, PPN [https://kxp.k10plus.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=301222665 301222665], S. 161–187. (Abiturienten-Nr. 427, [https://ehemalige-wg.de/wp-content/uploads/Wilhelm_Gymnasium_1881-1931-kleiner.pdf Festschrift Online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend begann er das Studium der Rechtswissenschaften an der [[Universität Lausanne]]. Dem folgten Semester in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]]. Die erste juristische Staatsprüfung legte er 1908 in Kiel ab. 1909 erfolgte die Promotion zum &amp;#039;&amp;#039;[[Doktor der Rechte|Doctor iuris utriusque]]&amp;#039;&amp;#039; in Rostock. Ende 1912 absolvierte Zarden in Hamburg die zweite juristische Staatsprüfung und wurde dann als [[Assessor]] vereidigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hamburger Finanzverwaltung ===&lt;br /&gt;
Zarden begann seine Karriere bei der &amp;#039;&amp;#039;Steuerdeputation&amp;#039;&amp;#039;, einer Unterabteilung der Hamburger &amp;#039;&amp;#039;Fachverwaltung für Finanzen&amp;#039;&amp;#039;. 1914 folgte seine Ernennung zum Verwaltungsassessor, 1917 zum [[Regierungsrat (Deutschland)|Regierungsrat]]. Im Zuge der [[Erzbergersche Reform|Erzbergerschen Reform]] wurde die &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Steuerdeputation&amp;#039;&amp;#039; am 1. April 1920 aufgelöst; zum Teil gingen die Aufgaben auf das neu geschaffene Landesfinanzamt Unterelbe über.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Staatsarchiv Hamburg]], 313-3: https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/GGGN73P2PMGKWFMUEGWNAFKWQZITWJZK.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 24. Juli 1920 heiratete er Editha Orenstein, die Tochter des Industriellen [[Benno Orenstein]], und zog zu ihr nach Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichsfinanzministerium ===&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit wurde die gesamte Finanzverwaltung im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] zentralisiert. An der Spitze der neuen [[Reichsfinanzverwaltung]] entstand in Berlin das [[Reichsfinanzministerium]]. In der Aufbauphase litt das Ministerium unter einem eminenten Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Insbesondere Juristen wurden gesucht und konnten schnell Karriere machen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christiane Kuller: &amp;#039;&amp;#039;Bürokratie und Verbrechen: Antisemitische Finanzpolitik und Verwaltungspraxis im nationalsozialistischen Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin 2013, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie auch der spätere &amp;#039;&amp;#039;Reichsminister der Finanzen&amp;#039;&amp;#039; [[Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk]] begann Zarden seine Laufbahn im neuen Reichsfinanzministerium Mitte 1920. Zarden wurde als [[Ministerialrat]] eingestellt, 1923 erfolgte die Beförderung zum  [[Ministerialdirigent]], 1925 zum [[Ministerialdirektor]]. Sein beruflicher Schwerpunkt war das Steuerwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zarden war Mitglied der nationalliberalen [[Deutsche Volkspartei|DVP]], die den [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Vertrag]] ebenso massiv wie die Steuerpolitik von [[Matthias Erzberger]] kritisierte, anfangs die [[Weimarer Verfassung]] strikt ablehnte und die Schaffung eines [[Einheitsstaat|Zentralstaates]] favorisierte. Die Partei war jedoch nicht destruktiv gegen die [[Weimarer Republik]] gerichtet, sondern verband ihre Kritik mit verfassungskonformen Reformvorschlägen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eberhard Kolb]], Ludwig Richter: &amp;#039;&amp;#039;Nationalliberalismus in der Weimarer Republik. Die Führungsgremien der Deutschen Volkspartei 1918–1933.&amp;#039;&amp;#039; Droste-Verlag, Düsseldorf 1999, S. 12 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Zarden trat für eine Vereinheitlichung der Steuern sowie einer Zentralisierung der Finanzen zwischen Reich und Ländern ein. Er verfasste zu diesen Themen mehrere Artikel in Fach- und Verbandszeitschriften. Maßgeblich war er an der Einführung und Erhebung des [[Reichsnotopfer]]s, der [[Zwangsanleihe]], der [[Kapitalertragsteuer (Deutschland)|Kapitalertragsteuer]] sowie der [[Vermögensteuer (Deutschland)|Vermögenssteuer]] beteiligt. Partiell wird er auch als „Vater“ der &amp;#039;&amp;#039;Steuergutscheine&amp;#039;&amp;#039; betrachtet, mit denen ab dem Jahr 1932 Unternehmen Nachlässe auf Steuern erhalten und sich durch Veräußerung kurzfristig neue Liquidität beschaffen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Georg Glasemann: &amp;#039;&amp;#039;Die Steuergutscheine des Reichsfinanzministeriums 1932 bis 1945. Finanzgeschichte und Katalog.&amp;#039;&amp;#039; Ed. M&amp;amp;S, Regenstauf 2009, ISBN 978-3866468184, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut anderen Quellen wurden diese sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Tax Remission Certificates&amp;#039;&amp;#039; von amerikanischen Banken oder der [[Reichsbank]] entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albrecht Ritschl (Wirtschaftshistoriker)|Albrecht Ritschl]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Krise und Konjunktur 1924–1934. Binnenkonjunktur, Auslandsverschuldung und Reparationsproblem zwischen Dawes-Plan und Transfersperre.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin 2002; Akten von Papen, Dok. 113, S. 181.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssekretär ===&lt;br /&gt;
Zarden rechnete bereits 1929 nach dem Rücktritt von [[Johannes Popitz]] damit, Staatssekretär zu werden. Stattdessen ernannte der zu dieser Zeit amtierende &amp;#039;&amp;#039;Reichsminister der Finanzen&amp;#039;&amp;#039; [[Paul Moldenhauer]], der kurz zuvor noch als &amp;#039;&amp;#039;Reichswirtschaftsminister&amp;#039;&amp;#039; im [[Kabinett Müller II|Kabinett Müller]] tätig war, den Juristen [[Hans Schäffer (Ministerialbeamter)|Hans Schäffer]] aus dem [[Reichswirtschaftsministerium|Wirtschaftsministerium]] zum neuen Staatssekretär des Reichsfinanzministeriums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juni 1932 wurde Graf Schwerin von Krosigk von [[Reichskanzler]] [[Franz von Papen]] zum &amp;#039;&amp;#039;Reichsminister der Finanzen&amp;#039;&amp;#039; berufen. Schwerin von Krosigk holte bei seiner Ernennung sofort Arthur Zarden als Staatssekretär zu sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ck&amp;quot;&amp;gt;Christiane Kuller: &amp;#039;&amp;#039;Bürokratie und Verbrechen: Antisemitische Finanzpolitik und Verwaltungspraxis im nationalsozialistischen Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin 2013, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide teilten sich das Aufgabengebiet im Ministerium auf: Zarden kümmerte sich fortan vollständig um das Steuerwesen im Deutschen Reich und Schwerin von Krosigk um den [[Staatshaushalt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ck&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zardens privater Lebensstil war damals nicht unumstritten. Er fuhr auf Staatskosten einen [[Maybach Zeppelin DS 7]], hatte eine moderne Zwölfzimmer-Wohnung in der Alsenstraße in [[Berlin-Tiergarten]], gab nicht selten großzügige Dinner für über 40 Personen und pflegte private Kontakte zu einflussreichen Industriellen. Die Sommer verbrachte er mit seiner Familie abwechselnd in [[Heiligendamm]] oder in einem der [[Grand Hotel]]s im [[Engadin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hank&amp;quot;&amp;gt;[[Rainer Hank]]: &amp;#039;&amp;#039;Das abrupte Ende einer Karriere. Der aufwendige Lebensstil erweckt Neid.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039; vom 18. November 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Problematisch erschien sein aufwändiger Lebensstil, weil Zarden maßgeblich an der Einführung und Erhebung der [[Luxussteuer]] mitgewirkt und dazu verschiedene [[Gesetzeskommentar|Rechtskommentare]] erlassen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel Hermann-Wilfried Bayer, Thomas Birtel: &amp;#039;&amp;#039;Die [[Liebhaberei]] im Steuerrecht. Ein Beitrag zur Lehre vom Steuertatbestand.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 1981, S. 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vorgänger und Konkurrent Hans Schäffer äußerte später:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::„Zarden führte ein gesellschaftlich bewegteres Dasein als wir anderen Beamten; und den privaten Umgang mit den größten Steuerzahlern des Deutschen Reichs sah der Reichsfinanzminister nicht gern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;hank&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der Kritik wurde oft unterschlagen, dass Zarden Ehemann einer Millionenerbin von [[Orenstein &amp;amp; Koppel]] gewesen ist und somit seine Lebensweise aus verschiedenen Quellen bestreiten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten der [[Weltwirtschaftskrise]] spalteten sich die Finanzexperten im Reichsfinanzministerium in zwei Richtungen auf: als Gegenmaßnahme zur steigenden Arbeitslosenzahl war die eine Gruppe einer finanziellen Orthodoxie und strikten Sparpolitik zugeneigt, die andere war dem [[Keynesianismus]] zugewandt und wollte wirtschaftspolitische Anreize schaffen, die darauf ausgerichtet waren, die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen finanz- und fiskaltechnisch zu steuern und bei Bedarf die Wirtschaft durch vermehrte Staatsausgaben sowie durch expansive Geldpolitik zu beleben.&amp;lt;ref&amp;gt;André Bastisch: &amp;#039;&amp;#039;Das Arbeitsbeschaffungsprogramm unter Hitler: Der Abbau der Massenarbeitslosigkeit im Dritten Reich von 1933–1936.&amp;#039;&amp;#039; Diplomica Verlag 2014, S. 21 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Eindruck der vorausgegangenen [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Hyperinflation]] unterstützte Zarden bereits die [[Kabinett Brüning II|Regierung Brüning]], die bemüht war, die Währung durch eine Sparpolitik zu stärken, was neben der steigenden Arbeitslosigkeit mit gravierenden sozialen Härten, Steuererhöhungen und tiefen Einschnitten in die [[Soziale Sicherheit|sozialen Sicherungssysteme]] verbunden war. Dabei gingen die Vertreter der Sparpolitik von der Notwendigkeit aus, den Staatshaushalt ausgeglichen zu halten, weil der [[Kapitalmarkt]] zur Finanzierung eines [[Haushaltssaldo|Defizits]] nicht zur Verfügung stand. Letztlich erwiesen sich diese Maßnahmen als krisenverschärfend.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Morsey]]: &amp;#039;&amp;#039;Entstehung, Authentizität und Kritik von Brünings Memoiren 1918–1934.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Opladen 1975, S. 22 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Reichstagswahl Juli 1932|Wahlen im Juli 1932]] gelang [[Adolf Hitler]] durch sein Versprechen, die Arbeitslosigkeit abzubauen, der endgültige Durchbruch. Tatsache ist, dass nur die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] mit einem Programm massiver, reflationärer Kreditausweitung und Arbeitsbeschaffung auftrat und so ihren Stimmenanteil mit 37,3 % mehr als verdoppeln konnte. Damit stand Arthur Zarden den Nationalsozialisten in mehrfacher Hinsicht im Wege. Er war Verfechter einer Sparpolitik, Mitglied einer die Republik bejahenden Partei und bediente aufgrund seines Lebensstils sowie seines jüdischen Glaubens sämtliche [[Klischee]]s der nationalsozialistischen Propaganda. Bereits im Frühjahr 1932 führte [[Hans Pfundtner]], Ministerialbeamter des [[Reichsministerium des Innern]], in einer Denkschrift namentlich Arthur Zarden als Beispiel auf, welche Staatssekretäre bei einem Regierungswechsel entfernt werden müssten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Mommsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Beamtentum im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin 1966, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwangsruhestand ===&lt;br /&gt;
Nach persönlicher Intervention Hitlers musste Schwerin von Krosigk, der bis 1945 &amp;#039;&amp;#039;Reichsminister der Finanzen&amp;#039;&amp;#039; blieb, im April 1933 seinen bisherigen Staatssekretär Arthur Zarden auf Grundlage des [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|&amp;#039;&amp;#039;Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums&amp;#039;&amp;#039;]] zugunsten des NSDAP-Finanzfachmanns [[Fritz Reinhardt (Staatssekretär)|Fritz Reinhardt]] austauschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Georg Glasemann: &amp;#039;&amp;#039;Die Steuergutscheine des Reichsfinanzministeriums 1932 bis 1945. Finanzgeschichte und Katalog.&amp;#039;&amp;#039; Ed. M&amp;amp;S, Regenstauf 2009, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztgenannter begann umgehend mit der Umsetzung des nach ihm benannten [[Reinhardt-Programm]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Graf Schwerin von Krosigk berichtete später, Zarden habe zu seinem Abschied eine kurze [[Audienz]] bei Hitler erwirken können, bei der Hitler ihm eine seinem Rang entsprechende andere Beschäftigung versprochen, aber das Versprechen niemals eingelöst habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Hank: &amp;#039;&amp;#039;Das abrupte Ende einer Karriere. Der aufwendige Lebensstil erweckt Neid.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;FAZ&amp;#039;&amp;#039; vom 18. November 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemäß § 7 des &amp;#039;&amp;#039;Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums&amp;#039;&amp;#039; musste Schwerin von Krosigk entscheiden, ob er seinen langjährigen Kollegen nach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* § 3, aufgrund seiner nicht arischen Abstammung in den Ruhestand versetzt, oder nach&lt;br /&gt;
* § 4, aufgrund seiner bisherigen politischen Betätigung fristlos aus dem Dienst entlässt, oder nach&lt;br /&gt;
* § 5, mit Gehaltskürzung in ein anderes Amt versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist, dass sich Schwerin von Krosigk für keinen dieser Paragraphen entschied, sondern für einen allgemeinen: gemäß § 6 wurde der 48-jährige Arthur Zarden ohne Angabe von Gründen zunächst in den einstweiligen und im September 1933 bei vollen Bezügen in den dauerhaften Ruhestand versetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ck&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1938 konnten die Ruhestandsbezüge unter bestimmten Voraussetzungen durch die &amp;#039;&amp;#039;Siebte Verordnung zum [[Reichsbürgergesetz]]&amp;#039;&amp;#039; reduziert werden; ob dies bei Arthur Zarden auch der Fall war, ist nicht bekannt. Seine Tochter Irmgard gab an, dass sich äußerlich am Leben der Familie zunächst nichts änderte und auch das aufwändige Gesellschaftsleben weiterging. Nach Ausbruch des Krieges zogen die Zardens nach [[Berlin-Lichterfelde]] und führten ein zurückgezogeneres Leben. Die Diener und der [[Chauffeur]] wurden entlassen, nur eine Köchin blieb. Anfang Februar 1943 erkrankte seine Frau an einer [[Influenza]], an der sie wenig später verstarb.&amp;lt;ref&amp;gt;Irmgard Ruppel, geb. Zarden: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; FinanzBuch-Verlag, München 2009, S. 3 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Todesumstände ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Arthur Zarden.jpg|mini|hochkant|Grabstätte auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]]]]&lt;br /&gt;
Arthur Zarden hatte Kontakt zu Kreisen des Widerstands; einer Widerstandsgruppe gehörte er jedoch nie an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hank&amp;quot; /&amp;gt; Er traf sich regelmäßig mit Mitgliedern des [[SeSiSo-Club]]s, einem kulturell-politischen Gesprächszirkel mit unterschiedlichsten politischen Strömungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. September 1943 wurde Zarden von [[Elisabeth von Thadden (Widerstandskämpferin)|Elisabeth von Thadden]], die dem  [[Solf-Kreis]] angehörte, zum Tee eingeladen. Alle Eingeladenen kannten sich, man vertraute einander und scheute das offene Wort nicht. Die Gespräche waren lebhaft und drehten sich um den [[Sturz Mussolinis]], den am Vortag vereinbarten [[Waffenstillstand von Cassibile|Waffenstillstand]] zwischen Italien und den [[Alliierte]]n und die Frage, ob dieses Ereignis zu einem baldigen Kriegsende führen könnte, was viele erhofften. Alle nahmen rege Anteil an der Konversation; auch Zarden beteiligte sich an der Diskussion über die militärisch aussichtslose Lage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hank&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Anwesenden war der Spitzel [[Paul Reckzeh]], der den Gesprächskreis bei der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verriet. Am frühen Morgen des 12. Januar 1944 wurde die gesamte Teegesellschaft wegen [[Wehrkraftzersetzung]] verhaftet und in ein Gefängnis nach [[Berlin-Halensee]] gebracht, wo Arthur Zarden am 18. Januar 1944 aus einem Treppenhausfenster auf die Joachim-Friedrich-Straße sprang und beim Transport ins Krankenhaus starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beigesetzt wurde Arthur Zarden in der Familiengrabstätte auf dem Hamburger [[Friedhof Ohlsdorf]] im Planquadrat U 12 nordöstlich von Kapelle 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Göppinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Juristen jüdischer Abstammung im „Dritten Reich“&amp;#039;&amp;#039; 2., völlig neubearbeitete Auflage. Beck München 1990, ISBN 3-406-33902-6, S. 237.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz75182.html Deutsche Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/adr/adrsz/kap1_7/para2_8.html Akten der Reichskanzlei]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/25281377-2acf-4490-8cb5-9501973c01c4/ R 2/103356]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/562edf92-5c3b-4248-b085-467b64845d6e/ R 58/9700]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12497600X|VIAF=188954947}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zarden, Arthur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichsfinanzwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Solf-Kreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Finanzverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zarden, Arthur&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zarden, Arthur Heinrich Ludwig&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Finanzstaatssekretär und Finanzfachmann in der Weimarer Republik&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. April 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Januar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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