<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arthur_Schoenflies</id>
	<title>Arthur Schoenflies - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arthur_Schoenflies"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_Schoenflies&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T03:14:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_Schoenflies&amp;diff=62644&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Miriquidus0980: /* Weblinks */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_Schoenflies&amp;diff=62644&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-04T19:16:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Mathematiker Schoenflies, zu dessen Familie siehe [[Familien Schoenflies und Hirschfeld]] und zu anderen Bedeutungen siehe [[Schönfließ]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Arthur Schonflies.jpg|mini|hochkant|Arthur Schoenflies]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arthur Moritz Schoenflies&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--oft auch Schönflies geschrieben--&amp;gt; (* [[17. April]] [[1853]] in [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg an der Warthe]], heute Gorzów, [[Polen]]; † [[27. Mai]] [[1928]] in [[Frankfurt am Main]]) war [[Mathematiker]] und wurde bekannt durch seinen Beitrag zur [[Kristallographie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Arthur Schoenflies entstammte einer deutsch-jüdischen Familie. Sein Vater war Zigarrenfabrikant in Landsberg a. W., Arthur Schoenflies heiratete 1896 Emma Levin (1868–1939), deren Schwester, die Autorin [[Julie Elias|Julie Levin]] (1866–1943), mit dem Kunsthistoriker [[Julius Elias]] verheiratet war. Emma und Arthur hatten fünf Kinder, von denen sein Sohn Albert, Landgerichtsrat in [[Königsberg (Preußen)]], 1944 im [[Holocaust]] in Auschwitz wie dessen Ehefrau ermordet wurde. Drei Töchter überlebten die Zeit des Nationalsozialismus: Hanna heiratete den Finanzwissenschaftler [[Ernst Kaemmel]], Elisabeth den Direktor des Bunsengymnasiums in Heidelberg Erich Kaufmann-Bühler. Ihr Sohn Walter Kaufmann-Bühler leitete die Mathematikabteilung beim Julius Springer Verlag und war Biograph von Gauß. Die Tochter Eva von Arthur Schoenflies beging 1944 Suizid und liegt mit den Eltern in Frankfurt begraben.&lt;br /&gt;
Zu seiner Verwandtschaft gehören u. a. [[Walter Benjamin]], [[Gertrud Kolmar]] und [[Gustav Hirschfeld]] (→ [[Familien Schoenflies und Hirschfeld]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schoenflies studierte bei [[Ernst Eduard Kummer]] und [[Karl Weierstraß]] an der Universität Berlin von 1870 bis 1875. 1877 wurde er mit einer Dissertation über &amp;#039;&amp;#039;Synthetisch-geometrische Untersuchungen über Flächen zweiten Grades und eine aus ihnen abgeleitete Regelfläche&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Schoenflies |Titel=Synthetisch-geometrische Untersuchungen über Flächen zweiten Grades und eine aus ihnen abgeleitete Regelfläche |Ort=Berlin |Datum=1877 |Kommentar=Dissertation, Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin 1877 |Online=[http://edoc.hu-berlin.de/ebind/hdiss/schosynt_PPN318429896/XML/index.xml Faksimile]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend unterrichtete er als Mathematiklehrer in [[Berlin]]. 1884 [[Habilitation|habilitierte]] er sich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Schoenflies |Titel=Krystallsysteme und Krystallstructur |Verlag=Druck und Verlag von B.G. Teubner |Ort=Leipzig |Datum=1891 |Online={{Digitalisat|IA=krystallsysteme00schogoog}} |Abruf=2011-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1891&amp;lt;!--1892?--&amp;gt; wurde er auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Angewandte Mathematik in [[Göttingen]] berufen. 1899 wechselte er als Professor an die [[Albertus-Universität Königsberg|Universität Königsberg]] und wurde 1911 Professor an der [[Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften]] in Frankfurt. Schoenflies beendete seine Karriere 1922 als Rektor der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt]], deren Mitgründer er war. Er war Mitglied der [[Leopoldina]] in Halle, der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] in München, Ehrenmitglied des [[Deutscher Wissenschafter-Verband|Deutschen Wissenschafter-Verbands]] und einer der Gründungsväter der [[Deutsche Mathematiker-Vereinigung|Deutschen Mathematiker-Vereinigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 wies Schoenflies aufgrund eines Hinweises von [[Felix Klein (Mathematiker)|Felix Klein]] und zeitgleich mit [[Jewgraf Stepanowitsch Fjodorow]] nach, dass es [[Gruppentheorie|gruppentheoretisch]] nicht mehr und nicht weniger als 230 [[Raumgruppe]]n von Symmetrien der Kristallstrukturen gibt. Damit hatte er eine unerlässliche Grundlage für die Beschreibung der Mannigfaltigkeit von Kristallstrukturen geschaffen, vgl. [[Schoenflies-Symbolik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere wichtige Erkenntnisse betrafen die Analysis und die Mengenlehre [[Georg Cantor]]s, die den Begriff der Erreichbarkeit und den [[Satz von Schoenflies]] prägen. Die Überlegungen von Schoenflies zur Mengenlehre und elementaren Topologie spielten in den Diskussionen seiner Zeit eine Rolle, wurden aber durch die Arbeiten von [[Luitzen Egbertus Jan Brouwer|Luitzen Brouwer]] und [[Felix Hausdorff]] überholt. Schoenflies wirkte neben [[Walther Hermann Nernst|Walther Nernst]] an einem Standardwerk der damaligen Zeit maßgeblich mit, dem Lehrbuch zur Einführung von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren in die mathematische Behandlung der Naturwissenschaften (&amp;#039;&amp;#039;Einführung in die mathematische Behandlung der Naturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 war er Präsident der [[Deutsche Mathematiker-Vereinigung|Deutschen Mathematiker-Vereinigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Schoenflies Frankfurt 2018b.jpg|mini|Grabmal von Arthur Schoenflies auf dem [[Hauptfriedhof (Frankfurt am Main)|Frankfurter Hauptfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
Auf seinem Grabstein findet sich die Abbildung eines [[Verlängertes Rhombendodekaeder|Verlängerten Rhombendodekaeders]],&amp;lt;ref&amp;gt;Grab von Arthur Schoenflies auf dem [[Hauptfriedhof (Frankfurt am Main)|Frankfurter Hauptfriedhof]] (Gewann XIV, Grab 403 UG, {{Coordinate|NS=50.13898|EW=8.68721|region=DE-HE|type=landmark|text=Lage|name=Grab Schoenflies|tooltipformat=DEC}}, [[:Datei:Grab Schoenflies Frankfurt 2018a.jpg|Bild]])&amp;lt;/ref&amp;gt; das in der Theorie der kristallographischen Raumgruppen eine Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die mathematische Behandlung der Naturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Dr. E. Wolff, 1895; 11. Auflage 1931 (zusammen mit [[Walther Nernst]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung der Mengenlehre und ihrer Anwendungen.&amp;#039;&amp;#039; Teubner, 1913 (zusammen mit Hans Hahn).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Kristallsysteme und Kristallstruktur&amp;#039;&amp;#039;, Teubner 1891, [https://archive.org/details/krystallsysteme00schogoog Archive]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Kristallstruktur. Ein Lehrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Gebr. Borntraeger, 1923.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Hauptgesetze der zeichnerischen Darstellungsmethoden&amp;#039;&amp;#039;, Teubner 1908, [http://www.gutenberg.org/ebooks/33202 Projekt Gutenberg]&lt;br /&gt;
*Artikel &amp;#039;&amp;#039;Mengenlehre&amp;#039;&amp;#039; (1898), &amp;#039;&amp;#039;Projektive Geometrie&amp;#039;&amp;#039; (1909), &amp;#039;&amp;#039;Kinematik&amp;#039;&amp;#039; (1902), &amp;#039;&amp;#039;Kristallographie&amp;#039;&amp;#039; (mit [[Theodor Liebisch]], [[Otto Mügge]]), in [[Enzyklopädie der mathematischen Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Johann Jakob Burckhardt (Mathematiker)|J. J. Burckhardt]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Zur Geschichte der Entdeckung der 230 Raumgruppen&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Archive for History of Exact Sciences&lt;br /&gt;
   |Band=4&lt;br /&gt;
   |Nummer=3&lt;br /&gt;
   |Datum=1967&lt;br /&gt;
   |Seiten=235–246&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1007/BF00412962}}&lt;br /&gt;
* J. J. Burckhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Symmetrie der Kristalle&amp;#039;&amp;#039;, Birkhäuser 1988 (mit Beitrag von Erhard Scholz)&lt;br /&gt;
* J. J. Burckhardt: &amp;#039;&amp;#039;Der Briefwechsel von E. S. von Fedorow und A. Schoenflies 1889-1908&amp;#039;&amp;#039;, Archive for History of Exact Sciences, Band 7, 1971, S. 91–141.&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|412|413|Schoenflies, Arthur|[[Rudolf Fritsch (Mathematiker)|Rudolf Fritsch]]|116868260}}&lt;br /&gt;
* Rudolf Fritsch, Gerda Fritsch: &amp;#039;&amp;#039;Ansätze zu einer wissenschaftlichen Biographie von Arthur Schoenflies (1853–1928)&amp;#039;&amp;#039;. In: Menso Folkerts, Stefan Kirschner, Theodor Schmidt-Kaler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Florilegium astronomicum. Festschrift für Felix Schmeidler&amp;#039;&amp;#039;. Institut für Geschichte der Naturwissenschaften, München 2001, ISBN 3-89241-038-0, S. 141–186.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Arthur Schoenflies}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116868260}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Schonflies|title=Arthur Moritz Schönflies}}&lt;br /&gt;
* {{MathGenealogyProject|id=46876}}&lt;br /&gt;
* [http://www.iucr.org/people/crystallographers/schoenflies Nachruf] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{BBF Personaldaten}}&lt;br /&gt;
*  Heike Drummer: [http://frankfurter-personenlexikon.de/node/4476 &amp;#039;&amp;#039;Schoenflies, Arthur.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039; (Onlineausgabe).&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/schoenflies.arthur Arthur Moritz Schoenflies] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116868260|titel=Schönflies, Arthur (Moritz)|datum=2025-04-17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsitzende und Präsidenten der Deutschen Mathematiker-Vereinigung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116868260|LCCN=n/87/816161|VIAF=32076493}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schoenflies, Arthur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albertus-Universität Königsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Goethe-Universität Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kristallograph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schoenflies, Arthur&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schoenflies, Arthur Moritz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker und Kristallograph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. April 1853&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gorzów Wielkopolski|Landsberg an der Warthe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Mai 1928&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miriquidus0980</name></author>
	</entry>
</feed>