<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arthur_Scherbius</id>
	<title>Arthur Scherbius - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arthur_Scherbius"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_Scherbius&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T04:21:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_Scherbius&amp;diff=288591&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;OS: /* Erste Erfindungen */ Link</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_Scherbius&amp;diff=288591&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-18T04:37:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Erste Erfindungen: &lt;/span&gt; Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Arthur Scherbius 1.jpg|mini|Arthur Scherbius (1913)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jacob Ludolf Arthur Scherbius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Oktober]] [[1878]] in [[Frankfurt am Main]]; †&amp;amp;nbsp;[[13.&amp;amp;nbsp;Mai]] [[1929]] in [[Berlin]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Promotion (Doktor)|promovierter]] [[Elektroingenieur]] und vielseitiger [[Erfinder]]. Bekannt ist er hauptsächlich durch die [[Erfindung]] einer zum 23.&amp;amp;nbsp;Februar 1918 patentierten [[Rotor-Chiffriermaschine|Rotor-Schlüsselmaschine]], die ab 1923 „[[Enigma (Maschine)|Enigma]]“ genannt wurde und die ab 1930 von der [[Reichswehr]] (ab März 1935: [[Wehrmacht]]) zur [[Verschlüsselung]] ihres geheimen Nachrichtenverkehrs eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufsausbildung ==&lt;br /&gt;
Arthur Scherbius war ein Sohn des Frankfurter Kaufmannes Gustav Scherbius (1836–1907) und dessen Ehefrau Hedwig geb.&amp;amp;nbsp;Nacken (1854–1954). Er besuchte die [[Grundschule]] und [[Oberrealschule]] in seiner Heimatstadt und studierte von 1899 bis 1903 [[Maschinenbau]] und [[Elektrotechnik]], damals noch nicht getrennte [[Studiengang|Fächer]], an der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|Technischen Hochschule Hannover]], unterbrochen von zwei Semestern (1901–1902) an der [[Technische Universität München|TH&amp;amp;nbsp;München]]. Im Jahr 1903 erhielt er in Hannover den [[Akademischer Grad|akademischen Grad]] [[Ingenieur|Diplom-Ingenieur]] (Dipl.&amp;amp;#8209;Ing.) und arbeitete anschließend als Projektingenieur bei der Firma Felten&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Guilleaume-Lahmayer. Zeitgleich schrieb er seine [[Dissertation]] mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Vorschläge zum Bau eines indirekt wirkenden Wasser-Turbinen-Reglers&amp;#039;&amp;#039; und wurde am 14.&amp;amp;nbsp;Juli 1904 an der TH&amp;amp;nbsp;Hannover zum [[Doktoringenieur|Doktor-Ingenieur]] (Dr.&amp;amp;#8209;Ing.) promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Auskünfte der Archive der TU&amp;amp;nbsp;Hannover, der TU&amp;amp;nbsp;München, der Stadt München. Friedrich&amp;amp;nbsp;L. Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Historische Notizen zur Informatik&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 2009, ISBN 978-3-540-85789-1, S.&amp;amp;nbsp;47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Erfindungen ==&lt;br /&gt;
Nach kurzer Tätigkeit bei der [[Siemens-Schuckertwerke|Siemens Schuckert&amp;amp;nbsp;GmbH]] machte er sich 1905 selbständig und erfand Schaltungen zur Regulierung von Induktionsmotoren. Die Nutzung seiner Patente verkaufte er an die Firma A.G. [[Brown, Boveri&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Cie.]] in Baden (Schweiz), [[General Electric]] und andere Firmen. Bei BBC war er von 1906 bis 1912 in der fast familiären Gruppe der Eigentümer, Brown und Boveri, und der [[Entwicklungsingenieur]]e tätig, zu denen u.&amp;amp;nbsp;a. die Elektrotechniker [[Karl Schnetzler (Elektrotechniker)|Karl Schnetzler]], [[Heinrich Meyer-Delius]], [[Fritz Marguerre]], H.&amp;amp;nbsp;A.&amp;amp;nbsp;W. Klinkhamer und [[Leo&amp;amp;nbsp;Pungs]] gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;BBC-Hauszeitung Nr.&amp;amp;nbsp;9 und 10, 1953&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Erfindungen wurden dort auch gebaut. Berühmt wurde seine [[Frequenzumformer#Integrierter dynamischer Frequenzumformer|Scherbius-Schaltung]], eine Kaskade aus [[Drehstrom]]- und [[Wechselstrom]]-[[Kommutatormotor]]en, die eine verlustarme [[Drehzahl]]regelung möglich machte. Diese fand weite Verbreitung in Europa und den USA in Antrieben für Walzwerke, im Berg- und Hüttenwesen für Pump- und Wasseranlagen sowie für Kompressoren und [[Ventilator]]en. Scherbius beschäftigte sich auch mit [[Quecksilberdampfgleichrichter]]n und war beratend für die [[Siemens-Schuckertwerke]] tätig. In einer Dissertation an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich beschreibt Max Leumann 1933 sowohl Brown Boveri- als auch Scherbius-Patente.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://e-collection.library.ethz.ch/eserv/eth:21319/eth-21319-01.pdf Dissertation Max Leumann, Basel 1933] (PDF; 8,3&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde Scherbius zunächst als Lehrer für [[Funktelegrafie|drahtlose Telegrafie]] eingesetzt, dann ab 1917 als Hilfsbetriebsleiter, d.&amp;amp;nbsp;h. stellvertretender Leiter einer Abteilung, im [[Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt]] (WuMBA). Nach dem Waffenstillstand trat er Ende 1918 als Referent in die technische Abteilung des Reichsverwertungsamts ein und war außerdem in der Waffenstillstandskommission und der Heeres-Friedensvertrags-Kommission tätig. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit der Energieübertragung mittels hochgespanntem Gleichstrom, konnte die Entwicklung einer Hochspannungsgleichstrommaschine jedoch nicht mehr beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schweden hatte er Patente der Birka Regulator&amp;amp;nbsp;AB gekauft, nach deren Prinzipien er einen kleinen und preiswerten [[Temperaturschalter|Thermostaten]] entwickelte, den er als Schlüsselbaustein für elektrische Haushaltsgeräte betrachtete. 1920 gründete er mit [[Ernst Richard Ritter]] in Berlin-Wannsee die Firma [[Scherbius&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Ritter]], die eine elektrotechnische Fabrik in Wannsee an der Königstrasse betrieb, in der ein thermogeregeltes Heizkissen und Thermostate in großen Stückzahlen gefertigt wurden. Sie nannten es das „Scherip“-Heizkissen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Scherip-Heizkissen, seine Konstruktion, Fabrikation u. Prüfung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der elektr. Betrieb&amp;#039;&amp;#039;, 21, 1923, S. 263–65&amp;lt;/ref&amp;gt; Ritters Firma „Dipl.-Ing. E.&amp;amp;nbsp;Richard Ritter &amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co.“ vertrat in Berlin seit 1911 eine Reihe von Herstellern elektrotechnischer Geräte. Daneben war sie an der Entwicklung der Enigma beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scherbius und Ritter bauten 1923/24 auf einem ihrer gemeinsamen Firma gehörenden Grundstück, Lindenstraße&amp;amp;nbsp;5 und&amp;amp;nbsp;6, [[Berlin-Wannsee]], je ein Haus. Das Haus von Ritter war größer und mit den neuesten Errungenschaften der angewandten Elektrizität ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Richard Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Das elektrische Haus&amp;#039;&amp;#039;. Ausgabe&amp;amp;nbsp;11. Vlg.&amp;amp;nbsp;Schubert, Berlin-Charlottenburg 1927 (2.&amp;amp;nbsp;Auflage 1928)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Haus von Scherbius wurde vom gleichen Architekten, [[Otto Streu]] aus [[Nowawes]], geplant.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.elektromuseum.com/e-homes.html Elektromuseum] Ernst Richard Ritter&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1924 zogen die Familie Ritter und Scherbius mit seiner Frau [[Elisabeth Pungs|Elisabeth]] (1896–1945) in ihre Häuser ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Entwicklung der „Enigma“ ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Enigma von Arthur Scherbius in ETZ 1923.jpg|mini|Abbildungen der Handelsmaschine in einem Aufsatz von Scherbius in der [[Elektrotechnische Zeitschrift|ETZ]] von 1923]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scherbius-1928-patent.png|mini|Zeichnung aus US-Patent&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent|Land=US|V-Nr=1657411|Code=A|Titel=Ciphering Machine|Erfinder=Arthur Scherbius|A-Datum=1923-02-06|V-Datum=1928-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Enigma-Frühgeschichte}}&lt;br /&gt;
Während des Ersten Weltkriegs war Scherbius mit den Problemen der [[Verschlüsselung|Chiffrierung]] [[Funktechnik|gefunkter]] [[Funktelegramm|Nachrichten]] vertraut geworden und fand damit ein neues Betätigungsfeld. Bereits am 23.&amp;amp;nbsp;Februar 1918 hatte er sein erstes [[Patent]] für eine [[Maschinenschlüssel|Verschlüsselungsmaschine]] angemeldet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;DE416219&amp;quot;&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=416219| Code=C| Titel=Chiffrierapparat| A-Datum=1918-02-23| V-Datum=1925-07-08| Anmelder=Gewerkschaft Secutitas}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die nach dem [[Rotor-Chiffriermaschine|Rotorprinzip]] arbeitete. Im April 1918 bot die Firma „[[Ernst Richard Ritter|Dipl.-Ing. E.&amp;amp;nbsp;Richard Ritter &amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co.]]“, die die kommerzielle Vertretung übernommen hatte, die Chiffriermaschine dem [[Großes Hauptquartier|Großen Hauptquartier]] und dem [[Reichsmarineamt]] an. Diese [[Enigma-Probemaschine|Probemaschine]] demonstrierte das Prinzip der Rotormaschine und zeigte, dem Patent entsprechend, das Resultat durch Glühlampen an. Noch während des Krieges wurden zwei Exemplare vom Militär erprobt. Die grundsätzliche Eignung wurde anerkannt, eine Einführung zu der Zeit jedoch nicht vorgesehen. Er wurde an das [[Auswärtiges Amt#Deutsches Reich (1871–1918)|Auswärtige Amt]] verwiesen. Nachdem auch dieses kaum Interesse gezeigt hatte, sollte die Maschine in einer öffentlich zugänglichen Version von der 1920 gegründeten Firma [[Scherbius &amp;amp; Ritter|Scherbius&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Ritter]] vertrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste zivile Modell, die [[Handelsmaschine]]&amp;amp;nbsp;&amp;lt;small&amp;gt;(Bild)&amp;lt;/small&amp;gt; war sehr groß, wog ungefähr 50&amp;amp;nbsp;kg und sah einer [[Registrierkasse]] ähnlich. Die dann folgenden [[Enigma-A|Modelle&amp;amp;nbsp;A]], [[Enigma-B|B]] [[Enigma-C|und C]] setzten die durch die Probemaschinen begonnene Reihe der Glühlampen-Maschinen fort. Diese waren mit 12&amp;amp;nbsp;kg tragbar und sahen aus wie eine [[Schreibmaschine]] in einem hölzernen Kasten, der 34&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;28&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;15 Zentimeter maß. Scherbius trat seine Rechte im November 1921 an die Berliner Firma [[Chiffriermaschinen AG#ChiMaAG|Gewerkschaft Securitas]] ab, der dann 1925 das Patent DRP&amp;amp;nbsp;416219 auf einen „Chiffrierapparat“ erteilt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DE416219&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9.&amp;amp;nbsp;Juli 1923&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Kruh, Cipher Deavours: &amp;#039;&amp;#039;The Commercial Enigma&amp;amp;nbsp;– Beginnings of Machine Cryptography&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Cryptologia&amp;#039;&amp;#039;, Vol. XXVI, Nr. 1, Januar 2002, S.&amp;amp;nbsp;1, [http://www.apprendre-en-ligne.net/crypto/bibliotheque/PDF/KruhDeavours.pdf apprendre-en-ligne.net] (PDF; 0,8&amp;amp;nbsp;MB) abgerufen am 26.&amp;amp;nbsp;März 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; gründete diese zusammen mit mehreren Investoren die [[Chiffriermaschinen AG|Chiffriermaschinen-Aktiengesellschaft]] (Chiffriermaschinen&amp;amp;nbsp;AG) in [[Berlin]] ([[Berliner Postbezirke zwischen 1862 und 1920|W&amp;amp;nbsp;35]], Steglitzer Str.&amp;amp;nbsp;2, heute [[Ottilie Pohl#Ehrungen|Pohlstraße]], [[Berlin-Tiergarten]]). Entwicklungsingenieur in dieser Firma war bis 1925 [[Paul Bernstein (Kryptologe)|Paul Bernstein]]. Im Vorstand der ChiMaAG war Scherbius nach 1925 zeitweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enigma-logo.jpg|mini|Markenschild seiner wohl berühmtesten Erfindung]]&lt;br /&gt;
Ebenfalls im zweiten Halbjahr 1923 entstand der prägnante [[Marke (Recht)|Markenname]] „Enigma“, offenbar nach dem [[Griechische Sprache|griechischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;αίνιγμα (enigma)&amp;#039;&amp;#039; gewählt, mit der passenden Bedeutung: {{deS|„[[Rätsel]]“}}. Die erste bekannte Veröffentlichung, in der die neue Bezeichnung „Enigma“ auftaucht, stammt vom 1.&amp;amp;nbsp;September 1923.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Hansen |Titel=Die Chiffriermaschine |Sammelwerk=Die Umschau |Band=27 |Nummer=35 |Datum=1923-09-01 |Seiten=553 |DOI= }} Siehe auch: [https://dbc.wroc.pl/dlibra/publication/22015/edition/19979/content &amp;#039;&amp;#039;Die Umschau.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der deutsche Kryptologie-Professor [[Friedrich L. Bauer|Friedrich&amp;amp;nbsp;L. Bauer]] vertrat in seinem Buch „Historische Notizen zur Informatik“ die Ansicht: „Es spricht für die breite Bildung von Arthur Scherbius, daß er dieses Wort wählte, um seiner Erfindung einer Chiffrier- und Dechiffriermaschine einen passenden Namen zu geben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich L.&amp;amp;nbsp;Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Historische Notizen zur Informatik&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 2009, ISBN 978-3-540-85789-1, S.&amp;amp;nbsp;46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings sind keine Quellen bekannt, aus denen Scherbius als [[Patenschaft|Namenspate]] zweifelsfrei hervorgeht. Gegen ihn als Urheber spricht, dass der Name erst 1923 auftauchte, also zu einer Zeit, als Scherbius nicht mehr selbst über seine eigene Erfindung bestimmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1923 und 1924 wurde die Maschine auf mehreren Kongressen und Post-Ausstellungen in Bern, Stockholm und Leipzig der Öffentlichkeit präsentiert. Sie wurde als „Gerät zur Übermittlung von geschäftlichen Mitteilungen und Telegrammen“ angepriesen und vermarktet. Weil die von der Post übermittelten Telegramme von Unberufenen in einfachster Weise abgehört werden konnten, empfahl die Chiffriermaschinen&amp;amp;nbsp;AG das Chiffriersystem „Enigma“. In der &amp;#039;&amp;#039;[[Elektrotechnische Zeitschrift|Elektrotechnischen Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039; (ETZ) vom November 1923 beschreibt Scherbius die Funktionsweise im Einzelnen und bemerkt: „Neben der Sicherheit muss die Radiotelegraphie noch die schärfsten Anforderungen an betriebsmäßige Verwendbarkeit, an Schnelligkeit, Einfachheit der Bedienung zur Vermeidung von Fehlerquellen und leichte Ausmerzbarkeit von Übertragungsfehlern stellen.“ Im letzten Satz des Artikels heißt es dann: „Die Maschine ist von der Firma Scherbius&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Ritter in Berlin-Wannsee entwickelt worden. Das abgebildete neueste Modell dagegen ist von der Gewerkschaft Securitas, Berlin W&amp;amp;nbsp;35, Steglitzer Str.&amp;amp;nbsp;2, welche die sämtlichen Patente zwecks Verwendung übernommen hat, unter Mitarbeit der ersteren Firma gebaut worden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dr.-Ing. Arthur Scherbius: [http://www.cdvandt.org/Enigma%20Scherb%20ETZ.pdf &amp;#039;&amp;#039;„Enigma“ Chiffriermaschine&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 623&amp;amp;nbsp;kB) In: &amp;#039;&amp;#039;Elektrotechnische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, Heft 47/48, 29.&amp;amp;nbsp;November 1923, S.&amp;amp;nbsp;1035–1036&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Patente zur Enigma ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Enigma-Patente}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unfalltod ==&lt;br /&gt;
Scherbius starb im Alter von fünfzig Jahren, nachdem er die Kontrolle über einen Pferdewagen verloren hatte und gegen eine Mauer geprallt war, als Folge seiner dabei erlittenen inneren Verletzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Simon Singh: &amp;#039;&amp;#039;Geheime Botschaften&amp;#039;&amp;#039;. Carl Hanser Verlag, München 2000, S.&amp;amp;nbsp;178. ISBN 3-446-19873-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich L. Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Entzifferte Geheimnisse. Methoden und Maximen der Kryptologie.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2000, ISBN 3-540-67931-6.&lt;br /&gt;
* Friedrich L. Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Historische Notizen zur Informatik&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 2009, ISBN 978-3-540-85789-1.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Kippenhahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Verschlüsselte Botschaften, Geheimschrift, Enigma und Chipkarte&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 3-499-60807-3.&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|685|686|Scherbius, Arthur|Hartmut Petzold|127822089}}&lt;br /&gt;
* Michael Proese: &amp;#039;&amp;#039;Chiffriermaschinen und Entzifferungsgeräte im Zweiten Weltkrieg. Technikgeschichte und informatikhistorische Aspekte&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Meidenbauer, 2006, ISBN 978-3-89975-548-0.&lt;br /&gt;
* Simon Singh: &amp;#039;&amp;#039;[[Geheime Botschaften]]: Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Übersetzung Klaus Fritz. DTV, 2001, ISBN 978-3-423-33071-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Enigma machine|Enigma}}&lt;br /&gt;
* [http://pippick.com/reviews/worldfaceoff/arthur_scherbius.jpg Foto Arthur Scherbius]&lt;br /&gt;
* [https://www.gazette-berlin.de/artikel/n2345-768.webp Aufbereitetes Foto]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|DB=HBN|ID=127822089|titel=Scherbius, Jacob Ludolf Arthur|ref=nein}} (Stand: 8. November 2018, abgerufen am 9. Januar 2020)&lt;br /&gt;
* [http://enigma.umww.pl/index1ef3.html?page=Scherbius Lebenslauf] (englisch) abgerufen 1.&amp;amp;nbsp;September 2017&lt;br /&gt;
* Arthur Scherbius: &amp;#039;&amp;#039;„Enigma“ Chiffriermaschine&amp;#039;&amp;#039;. [http://www.cdvandt.org/Schreib%20Enigma.pdf PDF; 1&amp;amp;nbsp;MB] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Elektrotechnische Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039;, November 1923, S.&amp;amp;nbsp;1035–1036; abgerufen 21.&amp;amp;nbsp;Februar 2019.&lt;br /&gt;
* [http://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/Kryptologie/Klassisch/4a_ZylRot/EnigmaProspekt1.gif Die schreibende Enigma-Chiffriermaschine] Verkaufsprospekt (Vorderseite), ca. 1924.&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Kruh, Cipher Deavours: &amp;#039;&amp;#039;The Commercial Enigma&amp;amp;nbsp;– Beginnings of Machine Cryptography&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Cryptologia&amp;#039;&amp;#039;, Vol. XXVI, Nr.&amp;amp;nbsp;1, Januar 2002, S.&amp;amp;nbsp;11, [http://www.apprendre-en-ligne.net/crypto/bibliotheque/PDF/KruhDeavours.pdf apprendre-en-ligne.net] (PDF; 0,8&amp;amp;nbsp;MB) abgerufen am 26. März 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; abgerufen 29.&amp;amp;nbsp;April 2015&lt;br /&gt;
* [http://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/Kryptologie/Klassisch/4a_ZylRot/EnigmaProspekt2.gif Die schreibende Enigma-Chiffriermaschine] Verkaufsprospekt (Rückseite), ca. 1924; abgerufen 29.&amp;amp;nbsp;April 2015&lt;br /&gt;
* [https://depatisnet.dpma.de/ipc/ipc.do?s=H02K0017380000B&amp;amp;v=20080401&amp;amp;l=DE&amp;amp;dh=dh11&amp;amp;d=null&amp;amp;vm=h&amp;amp;sn=n00&amp;amp;ssw=yes&amp;amp;sci=i00#H02K0017380000B Scherbius Maschine: in Internationale Patentklassifikation synchrone Induktionsmotoren; asynchrone Induktionsgeneratoren]&lt;br /&gt;
* [http://www.bildindex.de/obj04041697.html#|home Werbeplakat Text: Prometheus-/Scherip/Das elektrische Heizkissen. 1923/1934] Signatur &amp;amp; Signet: LUDWIG./HOHLWEIN/MÜNCHEN. Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Graphische Sammlung, Inventar-Nr. E 1971.88&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127822089|LCCN=no2019114073|VIAF=188182718}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scherbius, Arthur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in Deutschland mit Bezug zur Enigma-Maschine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kryptologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektroingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scherbius, Arthur&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Scherbius, Jacob Ludolf Arthur &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Erfinder und Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Oktober 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Mai 1929&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;OS</name></author>
	</entry>
</feed>