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	<title>Arthur Rackwitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Zweioeltanks: HC: Entferne Kategorie:Person des Christentums (Berlin); Ergänze Kategorie:Evangelischer Geistlicher (Berlin)</title>
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		<updated>2024-05-14T09:33:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Person_des_Christentums_(Berlin)&quot; title=&quot;Kategorie:Person des Christentums (Berlin)&quot;&gt;Kategorie:Person des Christentums (Berlin)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Evangelischer_Geistlicher_(Berlin)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Evangelischer Geistlicher (Berlin) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Evangelischer Geistlicher (Berlin)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arthur Rackwitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. August]] [[1895]] in [[Landsberg an der Warthe]]; † [[16. August]] [[1980]] in [[Berlin-Frohnau]]) war ein [[deutsche]]r [[evangelisch]]er [[Pfarrer]], [[antifaschistisch]]er [[Rhetor|Redner]] und [[Publizist]], Helfer von [[Verfolgter des Naziregimes|NS-Verfolgten]], [[KZ-Häftling|Häftling]] im [[KZ Dachau]], Mitglied der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] (BK) und des [[Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands|Bundes religiöser Sozialisten]] (BRS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rackwitz entstammte einer [[Pommern|pommerschen]] [[Theologe]]nfamilie. Sein Vater gehörte zu den [[freigeist]]igen Vertretern seiner Zunft. Nach dem Besuch der [[Volksschule]] und dem erfolgreichen Abschluss des [[Gymnasium]]s 1913 studierte er in Berlin [[Evangelische Theologie]] – bereits mit tieferem Interesse erfüllt für die Lösung der [[Soziale Frage|sozialen Frage]], die in [[sozialdemokratisch]]en Kreisen diskutiert wurde. Weil die Mutter inzwischen ver[[witwe]]t war, finanzierte er seine Studienzeit selber, indem er am [[Pädagogium]] des [[Evangelisches Johannesstift Berlin|Spandauer Johannesstiftes]] unterrichtete. Dazu spielte er die [[Orgel]] an der dazugehörigen Stiftskirche. Am Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] ließ er sich freiwillig zum [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Heeresdienst]] einziehen, musste jedoch wegen Krankheit wieder ausscheiden. Die wenigen gesammelten schrecklichen Kriegseindrücke ließen ihn trotzdem zum [[Pazifist]]en werden. Er nutzte die geschenkte Zeit, um [[Vorlesung]]en bei dem geschätzten [[Hochschullehrer]] [[Adolf von Harnack]] zu hören. Nachdem Rackwitz seine theologischen [[Prüfung#Examen|Examen]] erfolgreich abgeschlossen hatte, wurde er am 2. Mai 1920 zum Pfarrer [[ordiniert]]. Zunächst wurde er an der sogenannten [[Liste Berliner Sakralbauten|Ölberg-Kirche]] in Berlin als [[Vikariat (evangelisch)|Hilfspfarrer]] eingestellt, aber schon im Jahr darauf ging er nach [[Thüringen]] und wurde in [[Möhrenbach]] zum Pfarrer der Gemeinde gewählt, wo er acht Jahre amtierte. In dieser Zeit – 1926 – trat er in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]] (SPD) ein. Angeregt durch einen Vortrag des religiös-sozialistischen Pfarrers [[Emil Fuchs]] trat auch er dieser Bewegung bei und gründete in Möhrenbach eine Ortsgruppe, die bei den [[Zerstörte Kirchen|Kirchenwahlen]] beachtliche Stimmerfolge erzielte. Es folgte ein kurzes Zwischenspiel als Pfarrer in [[Eisenberg (Thüringen)|Eisenberg]], bevor er 1929 in [[Berlin-Neukölln]] Pfarrer an der [[Philipp-Melanchthon-Kirche (Berlin-Neukölln)|Philipp-Melanchthon-Kirche]] wurde. Dem war der sogenannte „[[Neuköllner Kirchenstreit]]“ vorausgegangen, der zunächst seine Anstellung dort behinderte, bis der preußische [[Kultusminister]] [[Adolf Grimme]] sein Wort für ihn in die Waagschale warf. Seither gehörte Rackwitz zu den Mitgliedern des Bundesvorstands des Bundes religiöser Sozialisten (BRS) und entfaltete auch eine rege Vortragstätigkeit gegen den aufkommenden [[Nationalsozialismus]]. Auch seine eigene Partei kritisierte er fortwährend und setzte sich auch für eine Distanzierung des BRS von der SPD ein. Unzufrieden mit den halbherzigen Beschlüssen seiner Partei gab er damals seine Stimme bei Wahlen immer der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD), wie [[Ulrich Peter (Theologe)|Ulrich Peter]] schreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Peter: Der »Bund der religiösen Sozialisten« in Berlin von 1919 bis 1933, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 1995, 431&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen seiner Vorträge als Kriegsgegner erfuhr er auch von kirchenleitender Seite wiederholt Kritik. Das lag u.&amp;amp;nbsp;a. daran, dass er die heimlich Unterstützung von NS-Organisationen wie der [[Sturmabteilung]] (SA) wie auch militaristischer Bünde wie dem [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten]] durch einflussreiche Kirchenkreise kritisierte. Rackwitz bekleidete zahlreiche Ämter innerhalb des Bundes. Im November 1932 war er Organisationsleiter des Bundes für die preußischen Kirchenwahlen. Er hatte den Landesvorsitz in Preußen inne und war zeitweise auch Leiter der „Bruderschaft sozialistischer Theologen“. Versuche von DC-Seite, ihn aus der Gemeinde zu verdrängen, scheiterten jedoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübertragung an die NSDAP]] 1933 beteiligte sich Rackwitz an [[Illegalität|illegalen]] Aktivitäten aus der Arbeiterschaft. Verfolgten gewährte er Schutz in seinem Pfarrhaus. Er betreute auch Familien von Personen, deren Angehörige bereits in [[Konzentrationslager|KZ]] oder [[Zuchthaus|Zuchthäuser]] verbracht wurden. Dazu gehörte u.&amp;amp;nbsp;a. auch die Tochter von [[Ernst Schneller]], die er in seine Familie aufnahm. 1935 wurde Rackwitz Mitglied der Bekennenden Kirche (BK). Ab 1936 gehörte er auch dem [[Pfarrernotbund]] an, auch wenn er nicht alle seine Grundsätze für richtig hielt. Wenn er [[predigt]]e, wurden seine Äußerungen von Gestapoagenten mitgeschrieben. In der Folgezeit wurde er mehrfach kurzzeitig ver[[haft]]et – auch weil er verfolgten [[Jude]]n zur Flucht verholfen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er [[Ernst von Harnack]], einen der Männer des [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]] versteckt hatte, wurde er selbst inhaftiert und am 2. Dezember 1944 in das KZ-Dachau überstellt, wo er dem [[Pfarrerblock]] zugewiesen wurde. Hier erlebte er 1945 seine Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die NS-Herrschaft beseitigt war, kehrte er nach Berlin zurück. Er gründete in seinem Wohnbezirk den „Arbeitskreis Religiöser Sozialisten“ (ARS), der aber wegen Rackwitz’ KPD-Nähe von kirchlich und politisch-[[Konservatismus|konservativen]] Kreisen beargwöhnt wurde. Im April 1946 trat er mit wenigen sozialdemokratischen Genossen in die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands]] (SED) ein, während die Mehrheit bei der SPD Neukölln blieb. Trotz Widerständen aus kirchlichen Kreisen konnte er sein Pfarramt behalten, wofür sich sogar Bischof [[Otto Dibelius]] einsetzte. Aber zusammen mit anderen Geistlichen wie dem Theologen [[Erich Hertzsch]] trat er 1952 aus der SED aus, weil er deren kulturpolitischen [[Rigorismus]] ablehnte. Auch das [[Autoritarismus|autoritäre]] Parteiregime fand seine Missbilligung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1962 war Arthur Rackwitz Mitglied der [[Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz|Provinzialsynode Berlin-Brandenburg]]. In seinen letzten Dienstjahren konzentrierte er sich aber mehr auf seine Gemeindetätigkeit und hielt sich aus der Öffentlichkeit mit politischen Äußerungen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rackwitz war verheiratet mit Ehefrau Charlotte, die ihm auch im [[Kirchenkampf]] treu zur Seite gestanden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Kinder sind Ilse Rackwitz, verheiratete Radatz und Günther Rackwitz, gefallen mit 17 Jahren in den letzten Kriegsmonaten 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christ und Sozialist zugleich&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg : Reich, 1976&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christliches Bekenntnis zum Sozialismus&amp;#039;&amp;#039;, [Berlin] : Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, [19]46&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Marxismus im Lichte des Evangeliums&amp;#039;&amp;#039;, Berlin : Allg. Dt. Verl., 1948&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskreis religiöser Sozialisten&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Die große Not&amp;#039;&amp;#039; [Sammelbroschüre], Meisenheim / Glan 1947&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerti Graff u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unterwegs zur mündigen Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1982, S. 86&lt;br /&gt;
* Gerhard Jankowski, Klaus Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Arthur Rackwitz – Christ und Sozialist zugleich&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1976, ISBN 978-3-88710-848-9. S. 13&lt;br /&gt;
* [[Hans-Rainer Sandvoß]]: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand in Neukölln&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1990, 190–221&lt;br /&gt;
* Olaf Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Eine Gemeinde im Kirchenkampf&amp;#039;&amp;#039;, in: Dietrich Schirmer (Hrsg.): Kirchenkritische Bewegungen. Band 2, Stuttgart 1985, ISBN 978-3-17-008358-5&lt;br /&gt;
* Ulrich Peter: &amp;#039;&amp;#039;Der »Bund der religiösen Sozialisten« in Berlin von 1919 bis 1933&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 1995, ISBN 978-3-631-48604-7. S. 687–688&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613132532/http://www.bautz.de/bbkl/r/rackwitz_a.shtml |autor=[[Matthias Wolfes]]|artikel=Rackwitz, Arthur|band=18|spalten=1167–1173}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11859754X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11859754X|VIAF=72186545}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rackwitz, Arthur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluchthelfer für NS-Verfolgte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Religiöser Sozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Antimilitarismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rackwitz, Arthur&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Theologe, religiöser Sozialist und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. August 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Landsberg an der Warthe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. August 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Frohnau]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Zweioeltanks</name></author>
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