<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arthur_Philipp_Nikisch</id>
	<title>Arthur Philipp Nikisch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arthur_Philipp_Nikisch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_Philipp_Nikisch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T17:26:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_Philipp_Nikisch&amp;diff=1617797&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_Philipp_Nikisch&amp;diff=1617797&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-24T05:45:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Rechtswissenschaftler; zum Dirigenten des 19. Jahrhunderts gleichen Vor- und Nachnamens siehe [[Arthur Nikisch]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arthur Philipp Nikisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. November]] [[1888]] in [[Leipzig]]; † [[17. Juni]] [[1968]] in [[Kiel]]) war ein deutscher [[Rechtswissenschaft]]ler und [[Professor]] für [[Bürgerliches Recht]] und [[Arbeitsrecht]]. Er gilt neben [[Hans Carl Nipperdey]] und [[Alfred Hueck]] als einflussreicher Arbeitsrechtler des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Arthur Nikisch wurde 1888 in Leipzig als Sohn des späteren Gewandhauskapellmeisters [[Arthur Nikisch]] und der Schauspielerin [[Amélie Nikisch]] geboren. Er wuchs in [[Boston]], [[Budapest]] und seit 1893 in Leipzig auf. Ab 1898 besuchte er die [[Thomasschule zu Leipzig]]. Nach dem Abitur 1907 studierte er [[Rechtswissenschaft]]en an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]], von 1907 bis 1908 an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]], 1908 an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] und von 1908 bis 1909 an der [[Universität Leipzig]]. In den Jahren 1911 und 1915 legte er seine juristischen [[Staatsprüfung]]en ab. Die Promotion zum [[Dr. jur.]] mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Der rechtliche Charakter des Schuldbeitritts&amp;#039;&amp;#039; folgte 1911 bei [[Emil Strohal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium arbeitete er als sächsischer [[Verwaltungsjurist]]. Er wurde 1915 [[Assessor|Rechtsassessor]] und 1920 [[Stadtschreiber (Kanzleivorsteher)|Stadtschreiber]] in Dresden. 1923 wurde er [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] im [[Sächsisches Staatsministerium des Innern|Sächsischen Ministerium des Inneren]]. Von 1923 bis 1933 war Nikisch [[Syndikus]] des Verbands der Metallindustrie in Sachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habilitierte sich 1926 mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Die Grundformen des Arbeitsvertrags und der Anstellungsvertrag&amp;#039;&amp;#039; an der [[Technische Hochschule Dresden|Technischen Hochschule Dresden]]. 1927 wurde er [[Privatdozent]], 1931 außerordentlicher und 1935 ordentlicher Professor in Dresden. 1938 erhielt er einen Ruf an die [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]], 1941 an die [[Reichsuniversität Straßburg]] und 1945 an die Universität Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sog. „Reichsuniversität Straßburg“ (1941–1944) und insbesondere die rechts- und staatswissenschaftliche Fakultät sollten eine Elite-Einrichtung des Nationalsozialismus werden. Sie entstand in einer Konstellation, in der zwar die staatsrechtliche Zugehörigkeit des Elsasses (und Lothringens) zu Frankreich formell nicht angetastet werden sollte, zugleich aber mit der Einsetzung einer deutschen Zivilverwaltung und vor allem der Einführung deutschen Rechts die nach dem Krieg vorgesehene endgültige Eingliederung in das Deutsche Reich vorweggenommen wurde. In diese „Reichsuniversität“ hatte man geplant, möglichst viele Mitglieder der faschistischen „[[Kieler Schule]]“ zu berufen, die bei der Entwicklung einer NS-„Jurisprudenz“ seit 1933 führend gewesen waren. Solche Berufungen waren neben Nikisch erfolgreich bei [[Ernst Rudolf Huber]] als erstem, der die Personalpolitik betrieb; bei [[Friedrich Schaffstein]], der in Straßburg Dekan wurde, und bei [[Georg Dahm]].&amp;lt;ref&amp;gt;Herwig Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Juristische Lehre und Forschung an der Reichsuniversität Straßburg 1941–1944 (= [[Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts]], Band 23).&amp;#039;&amp;#039; [[Mohr Siebeck]], Tübingen 1999, ISBN 3-16-147097-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikisch war zuvor, in der Weimarer Republik, Mitglied der [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]] gewesen und stand damals angeblich dem Nationalsozialismus distanziert gegenüber. Er trat nicht in die NSDAP und Akademie für Deutsches Recht ein. Er war 1934 Mitglied im NS-Rechtswahrerbund, seit 1935 war er Mitglied im NS-[[Reichskolonialbund]], seit 1936 im [[NS-Altherrenbund]]&amp;lt;!--&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Mitgliedschaft lässt die vorherige Aussage, er sei nicht in der NSDAP gewesen, etwas unklar erscheinen; wie könnte er dann im Altherrenbund gewesen sein?&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;. Er unterschrieb das [[Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harry Waibel]]: &amp;#039;&amp;#039;Diener vieler Herren. Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2011, ISBN 978-3-631-63542-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1950 war er ordentlicher Professor für Arbeitsrecht und 1947/48 [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Juristenfakultät der Universität Leipzig. 1950 verließ er die [[Deutsche Demokratische Republik]] und folgte einem Ruf an die Universität Kiel, wo er bis zu seiner Emeritierung lehrte. Ab 1949 war er Mitherausgeber des [[Archiv für die civilistische Praxis|Archivs für civilistische Praxis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arthur Philipp Nikisch war mit der Opernsängerin [[Grete Merrem-Nikisch]] verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Grundformen des Arbeitsvertrags und der Anstellungsvertrag&amp;#039;&amp;#039;. Hobbing, Berlin 1926. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedenspflicht, Durchführungspflicht und Realisierungspflicht. Ein Beitrag zur Lehre von den schuldrechtlichen Wirkungen des Tarifvertrages&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Weimar 1932. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Streitgegenstand im Zivilprozeß.&amp;#039;&amp;#039; Mohr, Tübingen 1935. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Arbeitsverhältnis im Betriebe&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl. Deutscher Rechtsverlag,  Berlin 1944. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliches Recht, Bodenrecht&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Bibliographisches Institut, Leipzig 1949. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zivilprozeßrecht. Ein Lehrbuch&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl. Mohr, Tübingen 1952. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (mit Rolf Dietz): &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgerichtsgesetz. Kommentar&amp;#039;&amp;#039;.  C. H. Beck, München 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Koalitionsrecht, Arbeitskampfrecht und Tarifvertragsrecht&amp;#039;&amp;#039; (= Arbeitsrecht, Bd. 2). 2. Aufl. Mohr, Tübingen 1959. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Lehren und Arbeitsvertragsrecht&amp;#039;&amp;#039; (= Arbeitsrecht, Bd. 1). 3. Aufl. Mohr, Tübingen 1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Betriebsverfassungsrecht&amp;#039;&amp;#039; (= Arbeitsrecht, Bd. 3). 2. Aufl. Mohr, Tübingen 1966. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft und Kunst. Lebenserinnerungen&amp;#039;&amp;#039;. Colmorgen, Kiel 1969. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Festschrift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Arthur Nikisch zum 70. Geburtstag am 25.11.1958&amp;#039;&amp;#039;. Mohr, Tübingen 1958. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|257|259|Nikisch, Arthur|[[Joachim Rückert]]|128609133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|128609133}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/061823}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Nikisch_655}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128609133|LCCN=no2004030360|VIAF=2533711}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nikisch, Arthur Philipp}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Reichsuniversität Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Reichskolonialbunds]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nikisch, Arthur Philipp&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Nikisch, Arthur&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtswissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. November 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juni 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>