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	<title>Arthur Lieberasch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Koschi73: + Kat.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Kat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arthur Lieberasch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Oktober]] [[1881]] in [[Döbeln]]; † [[10. Juni]] [[1967]] in [[Leipzig]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/arthur-lieberasch| titel=Lieberasch, Arthur| abruf=2025-10-19| hrsg=bundesstiftung-aufarbeitung.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Kommunist]], [[Gewerkschaftsfunktionär]], Abgeordneter des [[Sächsischer Landtag (Weimarer Republik)|Sächsischen Landtages]] in der [[Weimarer Republik]] und [[Widerstandskämpfer]] gegen das NS-Regime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Arthur Lieberasch war Sohn eines Zigarrenarbeiters. Nach dem Besuch der Volksschule machte er eine Schlosserlehre. 1901 trat er dem freigewerkschaftlichen [[Deutscher Metallarbeiter-Verband|Deutschen Metallarbeiter-Verband]] (DMV), in dem er bald darauf mehrere Funktionen übernahm. Später war Lieberasch insbesondere für seine gewerkschaftliche Tätigkeit sachsenweit bekannt, nachdem er 1919 zum Ersten Bevollmächtigten des DMV in [[Leipzig]] aufgestiegen war. Bereits 1905 erfolgte sein Eintritt in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]. 1917 trat Lieberasch zur neugegründeten [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] über. In den [[Novemberrevolution|Revolutionstagen von 1918]] gehörte er in führender Position dem Leipziger [[Arbeiter- und Soldatenrat]] an. Lieberasch ging bald den konsequenten Weg vieler sich zum Kommunismus hinwendenden Funktionäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 war er Delegierter des als Spaltungsparteitag in die Geschichte eingegangenen Parteitages der USPD am 12. Oktober 1920. Lieberasch trat mit der linken USPD-Mehrheit der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] bei, die sich daraufhin für etwa zwei Jahre [[Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands|VKPD]] nannte. Er besetzte in Sachsen nunmehr zunehmend für die KPD wichtige Positionen. 1921 wurde er Stadtverordneter in Leipzig, wo er ab 1927 auch die KPD-Fraktion leitete. Bei den Wahlen zum 2. Sächsischen Landtag 1922 erhielt Lieberasch ein Mandat als Abgeordneter, das er auch bei den Wahlen zum 3. Landtag behaupten konnte. Zu dessen erster Sitzung stellte die KPD ihn als Kandidaten für das Amt des Ersten stellvertretenden Landtagspräsidenten auf, da die Partei als zweitstärkste Fraktion diesen Posten für sich beanspruchte. Die Kandidatur scheiterte jedoch an der bürgerlichen Mehrheit im Landtag. Lieberasch war innerhalb der KPD vor allem für Gewerkschaftsfragen zuständig. Zum rechten Flügel gehörend, war er 1928 einer der Wortführer bei den parteiinternen Flügelkämpfen in Sachsen. Aus der traditionellen Gewerkschaftsbewegung kommend, konnte Lieberasch nicht dem ultralinken Kurs der neuen Parteiführung folgen und stellte sich auch gegen die [[Sozialfaschismusthese]]. Zwangsläufig kollidierten seine Ansichten mit denen von bedeutenden sächsischen KPD-Funktionären wie [[Rudolf Renner]] oder [[Walter Ulbricht]]. Somit wurde Lieberasch im Januar 1929 aus der KPD ausgeschlossen. Er trat zur [[Kommunistische Partei-Opposition|KPO]] über und beteiligte sich in Westsachsen an deren Aufbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sächsischen Landtag bildete er ab dem 15. Januar 1929 mit vier weiteren Abgeordneten, darunter [[Robert Siewert]] und [[Paul Böttcher]] eine eigene KPO-Fraktion. Die [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] Gefahr realistisch einschätzend, emigrierte er schon Anfang 1933 in die Schweiz nach [[Schaffhausen]], einem wichtigen KPO-Anlaufpunkt. Aus dem Exil engagierte er sich gegen das NS-Regime und hielt bis circa 1938 enge Verbindung zu Vertretern illegaler Gruppen aus Leipzig. 1939 wurde er vom Deutschen Reich ausgebürgert und [[Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit|verlor somit seine Staatsbürgerschaft]]. Durch internationale Organisationen, die in der Vergangenheit der KPO nahe standen, wurde er finanziell unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieberasch überdauerte unter großen Entbehrungen den Krieg und durfte erst im Juni 1948, als seine Frau bereits im Sterben lag, in seine sächsische Heimat zurückkehren. Er trat in die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] ein und beantragte die Anerkennung als „Kämpfer gegen den Faschismus“ (KgF). Nachdem man ihm zunächst diese Anerkennung verweigerte, wurde Lieberasch nach seinem Einspruch im September 1949 doch noch als KgF anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1950er Jahre wurden von der SED-Führung ehemalige KPO-Mitglieder in ihren Reihen massiven Überprüfungen und Repressalien ausgesetzt. Da Lieberasch sich von der KPO-Politik nicht distanzierte, schloss man ihn im Februar 1951 aus der SED aus. Er bezeichnete die Bildung der KPO nicht als grundlegenden Fehler, wie man von ihm erwartet hatte, sondern lediglich als Verstoß gegen die Disziplin. 1957 wurde Lieberasch dann im Zuge einer [[Entstalinisierung]] der SED wieder in diese aufgenommen und arbeitete in der Partei zu Wirtschaftsfragen. 1958 erhielt er die [[Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [https://landtagsprotokolle.sachsendigital.de/protokolle/zeitraum-1919-1933/ Sächsische Landtagsprotokolle 1919–1933.] sachsendigital.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/arthur-lieberasch?ID=4721 &amp;#039;&amp;#039;Lieberasch, Arthur&amp;#039;&amp;#039;.] In: {{BibISBN|978-3-320-02130-6}} bundesstiftung-aufarbeitung.de&lt;br /&gt;
* Dennis Egginger: &amp;#039;&amp;#039;Arthur Lieberasch (1881–1967).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Siegfried Mielke]], [[Stefan Heinz]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Julia Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;Emigrierte Metallgewerkschafter im Kampf gegen das NS-Regime&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 2014, ISBN 978-3-86331-210-7, S. 627–640 (= &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration&amp;#039;&amp;#039;, Band 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133622746|VIAF=13505271}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lieberasch, Arthur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewerkschafter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Sächsischen Landtags (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-O-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens (SED)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lieberasch, Arthur&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sächsischer KPD-Landtagsabgeordneter in der Weimarer Republik&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Oktober 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Döbeln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juni 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koschi73</name></author>
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