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	<title>Arthur Jores - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T03:13:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arthur_Jores&amp;diff=269634&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ditschie-wiki: /* Leben */ Werner Böhme zugefügt</title>
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		<updated>2025-05-24T10:01:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Werner Böhme zugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arthur Theodor Jores&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Februar]] [[1901]] in [[Bonn]]; † [[12. September]] [[1982]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher Mediziner und Mitbegründer der wissenschaftlichen [[Psychosomatik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Jores wurde als zweiter von drei Söhnen des späteren Ordinarius der Pathologie [[Leonhard Jores]] und dessen Frau Jenny Jores, geb. Christian, in Bonn geboren. Er war ein Urenkel des Medizinprofessors [[Theodor von Bischoff]] und Ururenkel des Physiologen [[Friedrich Tiedemann]]. Nach dem Abitur 1920 in Kiel studierte Jores an den Universitäten [[Universität München|München]] und [[Universität Kiel|Kiel]] Medizin. 1925 erlangte er in Kiel mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Das Verhalten der Kapillaren des Herzens in Systole und Diastole&amp;#039;&amp;#039; den Doktortitel. Sein praktisches Jahr absolvierte er am [[Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf|Krankenhaus Hamburg-Eppendorf]]. 1927 war er Volontärassistent am Pathologischen Institut des [[Asklepios Klinik Barmbek|Allgemeinen Krankenhauses Barmbeck]]. Danach arbeitete er einige Monate als Schiffsarzt auf einer Ostasienreise. Ab 1928 war er [[Assistenzarzt]], ab 1931 [[Sekundararzt]] am Städtischen Krankenhaus in [[Hamburg-Altona|Altona]]. Dort arbeitete er unter [[Leopold Lichtwitz]], der für ihn zum Vorbild in Bezug auf klinische Forschungsarbeit und den Umgang mit Patienten wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gd&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Danzer: &amp;#039;&amp;#039;Wer sind wir? – Auf der Suche nach der Formel des Menschen. Anthropologie für das 21. Jahrhundert – Mediziner, Philosophen und ihre Theorien, Ideen und Konzepte.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 2011, S. 422.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er forschte in Altona zu den Themen [[Chronobiologie]] und [[Endokrinologie]]. Danach ging er 1932 als Assistenzarzt an die [[Universität Rostock]], bis er dort 1933 zu dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Über das Melanophorenhormon und sein Vorkommen im menschlichen Blutplasma&amp;#039;&amp;#039; für innere Medizin habilitiert wurde und als Privatdozent lehrte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ur&amp;quot;&amp;gt;[https://cpr.uni-rostock.de/metadata/cpr_person_00003358 Eintrag von &amp;quot;Arthur Jores&amp;quot; im Catalogus Professorum Rostochiensium] cpr.uni-rostock.de, abgerufen am 20. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jores lebte bis 1936 mit seiner Frau, einer Assistenzärztin, die er während des Studiums kennengelernt und in Hamburg geheiratet hatte, und ihren zwei Söhnen in Rostock.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gd&amp;quot; /&amp;gt; Wegen seiner bereits engen Bindung zur katholischen Kirche machte der Protestant aus seiner [[Antifaschismus|antifaschistischen]] Haltung kein Geheimnis und musste, weil er durch seinen Kollegen [[Werner Böhme]] denunziert worden war, 1936 den Staatsdienst verlassen. Auch wurde ihm die [[Venia Legendi]] entzogen. Anlass der Denunziation war Jores’ Briefkontakt zu Lichtwitz, der wegen seiner jüdischen Abstammung inzwischen in die USA emigrieren musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gd&amp;quot; /&amp;gt; Jores arbeitete daraufhin in der Hamburger Industrie als [[Pharmakologie|Pharmakologe]] und beschäftigte sich intensiv mit der [[Endokrinologie]], indem er Hormonpräparate biologisch auswertete. 1939 erschien sein erstes Fachbuch &amp;#039;&amp;#039;Klinische Endokrinologie&amp;#039;&amp;#039;. Nach Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] arbeitete er in norddeutschen und dänischen [[Lazarett]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gd&amp;quot; /&amp;gt; Wegen angeblicher pazifistischer Äußerungen wurde er 1943 wiederum denunziert und für sechs Monate mit dem Vorwurf der Wehrzersetzung in Untersuchungshaft genommen, aber 1944 freigesprochen. Unter anderem bedingt durch diese Zeit der Inhaftierung und des Gerichtsprozesses entwickelte Jores eine tiefe Religiosität, die sich auch in seinen Schriften ausdrückte. Er und seine Frau traten vom Protestantismus zum Katholizismus über. Auf Jores’ wissenschaftliche Forschungsarbeit hatte seine religiöse Einstellung jedoch keinen Einfluss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gd2&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Danzer: &amp;#039;&amp;#039;Wer sind wir? – Auf der Suche nach der Formel des Menschen. Anthropologie für das 21. Jahrhundert – Mediziner, Philosophen und ihre Theorien, Ideen und Konzepte.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 2011, S. 423.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde Jores außerplanmäßiger Professor in [[Hamburg]], 1946 [[Lehrstuhl|Ordinarius]] der zweiten Medizinischen Universitätsklinik in Eppendorf und 1950 Rektor der [[Universität Hamburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ur&amp;quot; /&amp;gt; Die Erfahrung der Kriegs- und Nachkriegszeit lenkten sein Interesse auf die bis dahin tabuisierten Wechselwirkungen zwischen seelischem Leid und körperlicher Krankheit. Er absolvierte eine psychosomatische Ausbildung und  machte bei der Neurologin und Psychoanalytikerin [[Marie Kalau vom Hofe]] eine Analyse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.psychoanalytikerinnen.de/deutschland_biografien.html#Mueller-Braunschweig |titel=Psychoanalytikerinnen in Deutschland |abruf=2022-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben seiner Arbeit in der Universitätsklinik leitete er eine Abteilung von 40 Betten mit psychosomatischem Schwerpunkt. Seine Beschäftigung mit der [[Psychoanalyse]] hatte bei ihm die Erkenntnis reifen lassen, dass diese beim körperlich Kranken zu kurz greifen würde. Er entwickelte eine an den Symptomen [[Magengeschwür]] oder [[Asthma bronchiale|Bronchialasthma]] orientierte [[Psychotherapie|Gesprächstherapie]]. Sein Credo war, dass der Kranke sich auch selber heilen muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/2000/48/zeit5048.xml &amp;#039;&amp;#039;Über den Sinn der Krankheit. Umschaltung der Medizin vom Patienten zum Menschen – Thesen aus der Hamburger Rektoratsrede von Arthur Jores&amp;#039;&amp;#039;] Die Zeit, Nr. 47, 23. November 1950, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1955 veröffentlichte er das Buch &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch und seine Krankheit&amp;#039;&amp;#039;, dem weitere Veröffentlichungen zu dem Themengebiet Psychosomatik folgten. Ende der 1950er-Jahre erlangte seine Untersuchung des frühen Tods Hamburger Beamter nach ihrer Pensionierung öffentliche Aufmerksamkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gd2&amp;quot; /&amp;gt; 1963 war Jores eines der Gründungsmitglieder der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft Teilhard de Chardin&amp;#039;&amp;#039;, die sich für die Verbreitung des Werks von [[Teilhard de Chardin]] einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesellschaft-teilhard-de-chardin.de/ Gesellschaft Teilhard de Chardin] gesellschaft-teilhard-de-chardin.de, abgerufen am 20. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1968 wurde er emeritiert,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ur&amp;quot; /&amp;gt; forschte aber im Bereich der Gruppentherapie weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Verhalten der Kapillaren des Herzens in Systole und Diastole.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität Kiel 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das Melanophorenhormon und sein Vorkommen im menschlichen Blutplasma.&amp;#039;&amp;#039; Habil.Schrift, Universität Rostock 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klinische Endokrinologie.&amp;#039;&amp;#039; J. Springer, Berlin 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch und seine Krankheit.&amp;#039;&amp;#039; Klett, Stuttgart 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Medizin in der Krise unserer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Huber, Bern/Stuttgart 1961.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Kranken Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Menschsein als Auftrag.&amp;#039;&amp;#039; Huber, Bern/Stuttgart 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Praktische Psychosomatik.&amp;#039;&amp;#039; Huber, Bern/Stuttgart 1976, ISBN 3-456-80314-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ludwig J. Pongratz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Arthur Jores.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Psychotherapie in Selbstdarstellungen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hans Huber, Bern 1973, ISBN 3-456-30584-2, S. 228–258.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117183148}}&lt;br /&gt;
* {{CPR}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/1956/37/der-mensch-und-seine-krankheit Rezension des Werkes &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch und seine Krankheit&amp;#039;&amp;#039;] von [[Werner Leibbrand]] auf [[Zeit Online]]&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2000/48/zeit5048.xml Über den Sinn der Krankheit. Thesen aus der Hamburger Rektoratsrede von Arthur Jores] auf [[Zeit Online]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Rektoren und Präsidenten der Universität Hamburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117183148|LCCN=no2003031644|VIAF=67236306}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jores, Arthur}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endokrinologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychosomatiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jores, Arthur&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Jores, Arthur Theodor (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner und Mitbegründer der wissenschaftlichen Psychosomatik&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Februar 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. September 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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