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	<title>Artes mechanicae - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T04:44:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Artes_mechanicae&amp;diff=294027&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Definitionen */</title>
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		<updated>2026-04-07T03:54:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Definitionen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Artes mechanicae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch für „mechanische [[Kunst|Künste]]“), im Deutschen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(sieben) Eigenkünste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(sieben) praktische Künste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, wurden in [[Antike|Altertum]], [[Mittelalter]] und [[Renaissance]] Fertigkeiten des [[Handwerk|Handwerks]] bezeichnet, die im Unterschied zu den [[Sieben Freie Künste|Sieben freien Künsten]] (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;artes liberales&amp;#039;&amp;#039;) dem unmittelbaren Broterwerb dienten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marcus Popplow |Hrsg=Herbert Jaumann, Gideon Stiening |Titel=Diskurse über Technik in der Frühen Neuzeit |Sammelwerk=Neue Diskurse der Gelehrtenkultur in der Frühen Neuzeit: Ein Handbuch |Reihe=De Gruyter Reference |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin/Boston |Datum=2016 |ISBN=978-3-11-028999-2 |Seiten=752 |Online={{Google Buch |BuchID=OtssDQAAQBAJ |Seite=752}} |Abruf=2020-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im weiteren Sinne lassen sich die praktischen Künste unter dem Sammelbegriff [[Technik]] ([[altgriechisch]] &amp;#039;&amp;#039;τέχνη&amp;#039;&amp;#039; [&amp;#039;&amp;#039;téchne&amp;#039;&amp;#039;] = „Fähigkeit, Kunstfertigkeit, Handwerk“) zusammenfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definitionen ==&lt;br /&gt;
Eine erste mittelalterliche Aufzählung der Sieben Praktischen Künste findet sich im 9. Jahrhundert beim aus Irland stammenden und im Westfrankenreich tätigen Gelehrten [[Johannes Scottus Eriugena]]:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Hüttner |Titel=Technikdidaktik |Hrsg=Martin Rothgangel, Ulf Abraham, Horst Bayrhuber, Volker Frederking, Werner Jank, Helmut Johannes Vol |Sammelwerk=Lernen im Fach und über das Fach hinaus: Bestandsaufnahmen und Forschungsperspektiven aus 17 Fachdidaktiken im Vergleich |Band=12 |Auflage=1 |Verlag=Waxmann |Ort=Münster |Datum=2019 |Reihe=Fachdidaktische Forschungen |ISBN=9783830991229 |Seiten=419&amp;amp;nbsp;f. |Online={{Google Buch | BuchID=qt_EDwAAQBAJ | Seite=420}} |Abruf=2020-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;vestiaria&amp;#039;&amp;#039; (Bekleidungshandwerk, d. h. [[Schneider]], [[Gerben|Gerber]], [[Weber]])&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;agricultura&amp;#039;&amp;#039; ([[Landwirtschaft]])&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;architectura&amp;#039;&amp;#039; ([[Bauhandwerk]], d. h. [[Steinmetz|Steinmetzhandwerk]], [[Maurer|Maurerhandwerk]], [[Tischler|Schreinerei]])&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;militia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;venatoria&amp;#039;&amp;#039; (ersteres [[Kampfkunst]] bzw. [[Kriegsführung|Kriegshandwerk]] und [[Waffe|Waffen]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;kunde, letzteres das [[Jagd|Jagdhandwerk]])&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;mercatura&amp;#039;&amp;#039; ([[Handel]] und kaufmännische Tätigkeiten)&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;coquinaria&amp;#039;&amp;#039; ([[Kochkunst]])&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;metallaria&amp;#039;&amp;#039; ([[Schmied|Schmiedehandwerk]], [[Metallurgie]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schriften des [[Hugo von St. Viktor]], seit [[1133]] Leiter einer Klosterschule in Paris, werden die Sieben Praktischen Künste wie folgt aufgezählt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Weben|Webekunst]]&lt;br /&gt;
* Waffenschmiedekunst&lt;br /&gt;
* Bauhandwerk (Steinmetz und Maurer)&lt;br /&gt;
* Schifffahrt&lt;br /&gt;
* Jagd&lt;br /&gt;
* Heilkunst bzw. [[Medizin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die medizinische Literatur des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: Ria Jansen-Sieben (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Artes mechanicae in middeleeuws Europa.&amp;#039;&amp;#039; Brüssel 1989 (= &amp;#039;&amp;#039;Archief- en bibliotheekwezen in België&amp;#039;&amp;#039;, extranummer 34), S. 73–111.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schauspielkunst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die von den Klöstern erstmals propagierte Wertschätzung manueller [[Arbeit (Philosophie)#Von der Antike bis zum Beginn der Frühen Neuzeit|Arbeit]] fand im 12. Jahrhundert „offizielle“ Bestätigung, indem den sieben freien Künsten analog sieben mechanische Künste gegenübergestellt wurden. Die Ansicht, wonach es sich bei den Artes mechanicae um angewandte Geometrie handelte, wurde im Abendland zuerst im 12. Jahrhundert von [[Dominicus Gundisalvi]] auf Grundlage der sich auf Aristoteles beziehenden Schriften arabischer Gelehrter verbreitet, die er studiert und ins Lateinische übersetzt hatte. Dazu zählten als &amp;#039;&amp;#039;armatura&amp;#039;&amp;#039; Berufe des Handwerks und ab dem Mittelalter auch die der [[Bildende Kunst|Bildenden Künste]] und der [[Architektur|Baukunst]] (Arbeiten in [[Stein]], [[Holz]], [[Metalle|Metall]], Waffenkunst, [[Bildhauerei]], [[Malerei]], [[Architektur]]), die &amp;#039;&amp;#039;agricultura&amp;#039;&amp;#039; (Landwirtschaft) und das &amp;#039;&amp;#039;lanificium&amp;#039;&amp;#039; (Bekleidungshandwerk). Zu den letztgenannten Künsten zählten u.&amp;amp;nbsp;a. die Schneider, [[Gerben|Gerber]] und [[Schuhmacher|Schuster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;artes mechanicae&amp;#039;&amp;#039; wurden gegenüber den &amp;#039;&amp;#039;septem artes liberales&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;sieben freien Künsten&amp;#039;&amp;#039;) als niedrigerstehend angesehen. Während es für die Ausübung oder das [[Studium]] der freien Künste notwendig war, ein „freier Mann“ zu sein, konnten auch Unfreie die praktischen Künste ausüben. Die Tätigkeit von [[Sklave]]n im [[Altertum]] wurde daher auch &amp;#039;&amp;#039;Artes illiberales&amp;#039;&amp;#039; genannt. Für den Unfreien war es demzufolge unmöglich, die [[Artes liberales]] zu studieren, weil hierzu nur Freie zugelassen waren. Diese Artes mechanicae standen auch in einem geringeren gesellschaftlichen Ansehen als die Artes liberales. Und die Tätigkeiten der Unfreien wiederum standen in einem noch geringeren Ansehen als die der Freien (etwa die der [[Handwerk]]er) innerhalb der Artes mechanicae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in der [[Griechenland|griechischen]] [[Antike]] gibt es Äußerungen, die praktische Tätigkeiten geringschätzig betrachten. In seiner „Politik“ lässt [[Aristoteles]] seiner Geringschätzung über das [[Handwerk]] freie Bahn: Die Handwerker vernachlässigten oft aus Liederlichkeit ihre Arbeit und bedürften einer „[[Tugend]]“, wie sie der [[Sklave]] braucht, nur insoweit, als sie Anteil an der Sklavenarbeit haben; die Stellung nämlich des Handwerkers sei die einer begrenzten [[Sklaverei]] (Pol. I, 13), und deshalb sei er auch kein Staatsbürger (Pol. III, 5; VII, 9). (Im Jahre 317 v. Chr. zählte [[Attika (Landschaft)|Attika]] eine Sklavenbevölkerung von 400.000 gegenüber 21.000 freien Bürgern.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Studia humanitatis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jutta Bacher: &amp;#039;&amp;#039;Artes mechanicae&amp;#039;&amp;#039; in: Hans Holländer (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Erkenntnis, Erfindung, Konstruktion&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2000, S. 35–49.&lt;br /&gt;
* Ria Jansen-Sieben: &amp;#039;&amp;#039;Die Artes mechanicae.&amp;#039;&amp;#039; In: Ria Jansen-Sieben (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Artes mechanicae in middeleeuws Europa.&amp;#039;&amp;#039; Brüssel 1989 (= &amp;#039;&amp;#039;Archief- en bibliotheekwezen in België&amp;#039;&amp;#039;, extranummer 34), S. 7–15.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Eis]]: &amp;#039;&amp;#039;Die sieben Eigenkünste und ihre altdeutschen Literaturdenkmäler.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Fortschritte.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 1950, S. 269–271.&lt;br /&gt;
* Gerhard Eis: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Fachliteratur.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Stuttgart 1967 (= &amp;#039;&amp;#039;Sammlung Metzler, Realienbücher für Germanisten, Abteilung D: Literaturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band M 14), S. 29–34 und 39–43.&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Broszinski]]: &amp;#039;&amp;#039;Siben sint der künste.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Verfasserlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 8, 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerksgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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