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	<title>Artemi Bagratowitsch Chalatow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:17:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Artemi_Bagratowitsch_Chalatow&amp;diff=1096013&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Heied: /* Funktionär der KPR(B) */</title>
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		<updated>2025-07-02T10:19:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Funktionär der KPR(B)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:19191107-lenin second anniversary october revolution moscow.jpg|mini|A. B. Chalatow (mit Vollbart, rechts vor dem Kind, das vor Trotzki steht) 1919 in Moskau&amp;lt;ref&amp;gt;http://hoaxes.org/photo_database/image/trotsky_vanishes&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Artemi Bagratowitsch Chalatow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Арташес (Артемий) Багратович Халатов}}, * {{JULGREGDATUM|27|4|1894|Link=1}} in [[Baku]], nach anderer Quelle am [[21. April]] [[1896]]; † [[27. Oktober]] [[1938]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{GSE|118198}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Moskau]]) war ein [[Sowjetunion|sowjetischer]] Parteifunktionär und Verleger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorrevolutionäres Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chalatow, nach sowjetischer Darstellung ein Arbeiterkind, stammte nach neuerer Forschung aus einer reichen Händlerfamilie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ruthenia.ru/moskva/encycl/h/halatov.htm |titel=Говорит Москва. Артемий Багратович ХАЛАТОВ |abruf=2021-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1912 schloss er die Realschule ab und ging nach [[Moskau]], um vier Jahre am Institut für [[Volkswirtschaftslehre|Nationalökonomie]] (heute [[Plechanow-Akademie für Wirtschaft Moskau|Plechanow-Wirtschaftsakademie]]) zu studieren. Er schloss sich dort marxistischen Studentengruppen an. 1915 war er Mitinitiator und -organisator „studentischer Essensversorgung“, bei der Lebensmittel aus [[Transkaukasien]] beschafft wurden. Zu der Zeit befreundete er sich mit [[Anastas Hovhannessi Mikojan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionär der KPR(B) ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Februarrevolution 1917]] wurde er in eine Arbeitsgruppe zur Nahrungsbeschaffung im Moskauer [[Rajon]] Samoskworetschje gewählt. Er befreundete sich mit dem Präsidenten des Stadtkomitees und wurde am 5. August von den [[Bolschewiki]] als Vertreter seines Rajons auch zum Vizepräsidenten des Moskauer Lebensmittelkomitees ernannt. Mit Mitgliedsnummer 5 seines Stadtbezirks-[[Sowjet]]s trat er in die [[Kommunistische Partei Russlands (Bolschewiki)|KPR(B)]] ein. Während der [[Oktoberrevolution]] wurde er Mitglied des „militärischen Revolutionskomitees“ von Samoskworetschje, und kurz darauf zum Assistenten des „Außerordentlichen Kommissars für Nahrungsmittel und Transport“ ernannt. Nach der Umorganisation zu einem Ministerium 1918 wurde Chalatow Mitglied des Präsidiums und organisierte die Moskauer Lebensmittelrationierung. Im August des Jahres ersetzte er [[Alexei Iwanowitsch Rykow]] als Kommissar der Moskauer Versorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Verhandlungsdelegation reiste er in die „[[Ukrajinska Narodna Respublika|Ukrainische Volksrepublik]]“ von [[Pawlo Skoropadskyj]] zwecks Lebensmittelbeschaffung, wurde allerdings für zwei Monate inhaftiert und dann wieder nach Moskau abgeschoben, wo er seine Tätigkeit als oberster Kontrolleur der Nahrungsversorgung fortsetzte. Im Herbst 1919 war er für kurze Zeit Leiter der zentralen Versorgung der [[Rote Armee|Roten Armee]]. Wegen Engpässen ernannte man ihn nun zum Repräsentanten der Sektoren Arbeit und Verteidigung, deren Versorgung er bis zur Auflösung zwei Jahre lang organisierte. Wegen der Requirierung von Nahrungsmitteln mit Hilfe der [[Tscheka]] in der Wolgaregion soll er für die große [[Hungersnot in Sowjetrussland 1921–1922|Hungersnot von 1921/22]], bei der evtl. 5 Mio. Menschen starben und für die seinerzeit auch der [[Internationaler Gewerkschaftsbund (1901–1945)|Internationale Gewerkschaftsbund]] ([[Tschuwaschien]]) sammelte, mitverantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenins]] [[Neue Ökonomische Politik|Neuer Ökonomischer Politik]] wurde Chalatow Leiter der „Kommission zur Verbesserung der Versorgung von Wissenschaftlern“ im [[Rat der Volkskommissare der RSFSR|Rat der Volkskommissare]] (Sownarkom). Nach einem Angebot [[Felix Edmundowitsch Dserschinski|Dserschinskis]] trat er 1922 in das [[Eisenbahnministerium der Sowjetunion|Volkskommissariat für das Verkehrswesen]] ein, an dessen Leitung er bis 1927, sowie später zwischen 1932 und 1935 erneut beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923, als Chef der Genossenschaft „Nationale Versorgung“, der er bis zu ihrem Ende unter [[Josef Stalin|Stalin]] 1929 vorstand, entwickelte er ein betriebliches Versorgungssystem und etablierte Betriebsküchen, deren erste 1925 in [[Iwanowo-Wosnessensk]] eröffnet wurde. Zudem war er Vorstand des interministeriellen &amp;#039;&amp;#039;Komitees für Transport&amp;#039;&amp;#039; sowie ab 1924 Leiter des Büros für die Eisenbahnen. Mit Gründung der Aktiengesellschaft „Transport“ 1924 wurde Chalatow deren Vorstand. 1927–1929 war er weiter Rektor des Moskauer Instituts für Nationalökonomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verleger ==&lt;br /&gt;
Ab 1927 war Chalatow Mitglied des Vorstandes des [[Volkskommissariat für Bildung der RSFSR|Volkskommissariats für Bildung]] (Narkompros) und ab 1932 Geschäftsführer der Vereinigten Staatsverlage der UdSSR. Chalatow war Mitherausgeber der ersten Edition der [[Große Sowjetische Enzyklopädie|Großen Sowjetischen Enzyklopädie]] sowie Mitglied im Direktorium der [[Edition]] des Magazins „Internationale Literatur“. Als solcher hatte er erheblichen Einfluss auf sowjetische Publikationen und fungierte als [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensor]]. 1930 stand er trauernd der Beerdigungskommission zum Tode [[Wladimir Wladimirowitsch Majakowski|Wladimir Majakowskis]] vor, dessen Porträt er 10 Tage zuvor noch aus der Auflage von „Presse und Revolution“ entfernt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Juri Karabtschijewski. Die Auferstehung Majakowskis. München : Strana i mir, 1985. , Kap.10 (russ.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Chalatow verlegte verschiedene westliche Autoren wie [[George Bernard Shaw]] und [[Lion Feuchtwanger]] in der Sowjetunion, die dafür mit Devisen großzügig entlohnt wurden. Eine erste Zahlung wurde mit der Aussicht auf weitere Raten, die fällig wurden, sobald der Autor in seiner Heimat im Sinne der Sowjetunion auftrat, geleistet. [[André Gide]], der 1936 in die SU reiste, konnte damit nicht überzeugt werden: sein Buch „Retour de l&amp;#039;U.R.S.S.“ führte zu seiner Diffamierung als Verräter durch die stalintreue Linke weltweit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Donald Day]]: Onward Christian Soldiers: An American Journalist&amp;#039;s Dissident Look at World War II. Noontide Press. Newport Beach CA. 2002. (Erstdruck Schweden 1944), ISBN 0-939482-62-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Aktivitäten publizierte Chalatow eine Anzahl Artikel in [[Periodikum|Periodika]] wie „Zur Frage der Löhne“, „Lenin und Arbeitsproduktivität“, „Über Experten“, „Unsere Betriebe und ökonomische Entwicklung“, „Über sozialistische [[Akkumulation (Wirtschaft)|Akkumulation]]“, „Die Lage im Transportwesen“, „Die [[turkestan]]isch-sibirische Eisenbahnlinie“, „Die Gewerkschaften im Kampf für die Verbesserung des Lebens der Arbeiter“, „Wir sollten ökonomische Selbstverteidigung organisieren“ u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1935 bis 1937 war Chalatow Leiter des „Zentralkomitees der Allunions-Gesellschaft der Erfinder“. Er beteiligte sich rege am im Sommer 1936 einsetzenden [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terror]], indem er diffamierende Artikel über verschiedene Personengruppen veröffentlichte, die bereits im Fokus der sowjetischen Staatssicherheit [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] standen. Im Februar 1937 publizierte er in dem Journal „Neuigkeiten der Zentralen Wahlkommission“ (Известиях ЦИК) einen seiner letzten Artikel: „Technische Innovation und Stagnation“, in dem er Sabotagevorwürfe gegen einige Mitglieder der Erfinder-Gesellschaft erhob und deren Verhaftung nahelegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Linientreue bewahrte ihn jedoch nicht davor, selbst in die Fänge des NKWD zu geraten. 1937 wurde Chalatow aus der KPR (B), deren Delegierter er auf dem [[Kommunistische Partei der Sowjetunion#Organisation|14. bis 16. Parteitag]] war, ausgeschlossen. Am 27. Oktober 1938 exekutiert, rehabilitierte man ihn nach Stalins Tod.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ruthenia.ru/moskva/encycl/h/halatov.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Grab befindet sich auf dem [[Donskoi-Friedhof]] in Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Edel Mirowa-Florin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Maxim Gorki]]. Briefwechsel mit Freunden&amp;#039;&amp;#039;. Deutsch von Hartmut Herboth und Walter Schade. Aufbau-Verlag, Berlin u. a. 1986, ISBN 3-351-00109-6.&lt;br /&gt;
* Peter Rollberg: &amp;#039;&amp;#039;The Modern Encyclopedia of East Slavic, Baltic, and Eurasian Literatures&amp;#039;&amp;#039;. Band 9. Gosizdat, A.B. Khalatov. Gulf Breeze, Fla. : Academic International Press. 1 (1978) - 9 (1989) früher: &amp;#039;&amp;#039;The modern encyclopedia of Russian and Soviet literatures (MERSL)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://alya-aleksej.narod.ru/index/0-107 ХАЛАТОВ Артемий Багратович (ХАЛАТЬЯНЦ Арташес Багирович)] Biografie, Website des Donskoi-Friedhofs (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.i-r.ru/show_arhive.php?year=2003&amp;amp;month=11&amp;amp;id=324 Fotografie&amp;amp;Artikel (russ.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1036565807|LCCN=n/85/828839|VIAF=303982184}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Chalatow, Artemi Bagratowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Chalatow, Artemi Bagratowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Халатов, Арташес Багратович (russisch); Халатов, Артемий Багратович (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sowjetischer Funktionär und Verleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. April 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Baku]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Oktober 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heied</name></author>
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