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	<title>Arsameia am Nymphaios - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T05:24:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-04T20:19:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ArsameiaDexiosis.jpg|mini|Dexiosisrelief mit Mithridates oder Antiochos und Herakles bei Sockelanlage III]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arsameia am Nymphaios&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (türkischer Name &amp;#039;&amp;#039;Eski Kale&amp;#039;&amp;#039;, deutsch &amp;#039;&amp;#039;Alte Burg)&amp;#039;&amp;#039; ist eine antike Stadt bei dem Ort [[Kocahisar]] (früher Eski Kahta), Kreis [[Kâhta]] in der [[Türkei|türkischen]] [[Adıyaman (Provinz)|Provinz Adıyaman]]. Der antike Nymphaios ist der heutige [[Kahta Çayı]]. Arsameia war Residenzstadt des Königreichs [[Kommagene]]. Es ist vor allem bekannt durch das [[Hierothesion]] von König [[Mithridates I. (Kommagene)|Mithridates I. Kallinikos]], das ihm sein Sohn und Nachfolger [[Antiochos I. (Kommagene)|Antiochos I.]] dort errichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Coordinate |article=/|map=left|maptype=relief|name=Arsameia|NS=37/56/34/N|EW=38/39/25/E|type=landmark |region=TR-02}}&lt;br /&gt;
[[Datei:ArsameiaSockelII.jpg|mini|hochkant|Mithrasrelief bei Sockelanlage II, rechte Hälfte einer Dexiosis, wahrscheinlich mit Antiochos oder Mithridates]]&lt;br /&gt;
Arsameia wurde im dritten Jahrhundert v. Chr. vom [[Liste der Herrscher von Armenien|armenischen König]] [[Arsames (Armenien)|Arsames]] (255–225 v. Chr.) gegründet. Dieser nahm 235 v. Chr. den [[Seleukiden]] [[Antiochos Hierax]] auf dessen Flucht vor seinem Bruder [[Seleukos II.]] auf, der vom kommagenischen König Antiochos I. später als sein Vorfahr bezeichnet wurde. Die Stadt war schon zu römischer Zeit wieder verlassen, Steine der dortigen Grabbauten wurden von römischen Soldaten für den Brückenbau benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=to3bsuF7OnYC&amp;amp;pg=PA198&amp;amp;dq=arsameia+am+Nymphaios&amp;amp;as_brr=3 Gernot Lang &amp;#039;&amp;#039;Klassische Antike Stätten Anatoliens: Klassische Antike Stätten Anatoliens I u. II&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, 2003], ISBN 3-8330-0068-6, S. 198.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hierothesion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das griechische Wort &amp;#039;&amp;#039;Hierothesion&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|ἱεροθέσιον}}) ist eine nur aus Kommagene bekannte Bezeichnung für den heiligen Grabbezirk von Angehörigen des Königshauses. Neben dem Hierothesion, das Antiochos sich selbst am [[Nemrut Dağı (Adıyaman)|Nemrut Dağı]] baute, und dem zweiten am [[Karakuş (Kommagene)|Karakuş]], das sein Sohn [[Mithridates II. (Kommagene)|Mithridates II.]] für die weiblichen Angehörigen des Königshauses errichtete, befindet sich in Arsameia das dritte, die Grabstätte und der dazugehörige Kultbezirk für Antiochos’ Vater Mithridates. Ein Prozessionsweg führt in Z-Form den Berg hinauf und passiert dabei drei Stellen, die der Entdecker [[Friedrich Karl Dörner]] mit &amp;#039;&amp;#039;Sockelanlage I–III&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete. An der ersten davon, Sockelanlage II, steht das als Mithras-Relief bezeichnete Fragment. Es ist der rechte Teil einer [[Dexiosis]], die Antiochos oder Mithridates beim Handschlag mit dem Sonnengott [[Mithras]] zeigt. Mit dieser im ganzen Kommagene verbreiteten Art der Darstellung stellt Antiochos sich und seine Angehörigen mit den Göttern auf eine Stufe. Dörner konnte Unter- und Oberteil der Mithras-Hälfte wieder aufrichten, von der linken Hälfte wurde nur ein Schulterteil gefunden, das Dörner aber anhand der Kleidung als einen der beiden Könige identifizierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DexiosisMithrasArsameia.jpg|mini|links|Dexiosis-Fragment auf Sockelanlage I, rechts oben der Strahlenkranz um das Haupt des Mithras]]&lt;br /&gt;
An der ersten Kehre des Weges liegt Sockelanlage I. Hier sind ebenfalls Reste von Dexiosis-Darstellungen zu sehen, bei denen die Abgebildeten aber noch nicht identifiziert werden konnten. Darüber hinaus ist hier eine Halle in den Fels gehauen, von der 14 Stufen in einen weiteren, neun Meter hohen und etwa acht mal acht Meter großen Raum hinab führen. Dessen Funktion ist unklar, Dörner hält ihn für eine Mithras-Kultstätte, andere Archäologen vermuten hier die Grablege von Mithridates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ArsameiaSchrift.jpg|mini|hochkant|Inschriftenwand und Tunneleingang Sockelanlage III]]&lt;br /&gt;
Der Weg führt weiter zur Sockelanlage III. Hier findet sich auf einer Felswand die fünfkolumnige Inschrift des Antiochos, in der er über die Gründung der Stadt und den Bau des Hierothesions berichtet und außerdem detaillierte Vorschriften für die Durchführung der zu vollziehenden Kulthandlungen erlässt. Da die Inschrift schon seit antiker Zeit fast vollständig von Erde bedeckt war, ist sie in einem hervorragenden Zustand. Im unteren Teil der Schriftwand beginnt ein schräg abwärts in den Fels getriebener Gang, der nach 158&amp;amp;nbsp;m blind endet. Über seine Funktion ist nichts bekannt. Oberhalb der Wand steht das am besten erhaltene Dexiosis-Relief von Kommagene. Es zeigt einen der beiden Könige Antiochos oder Mithridates beim Handschlag mit dem nackten [[Herakles]], kenntlich gemacht durch eine Keule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dieser Sockelanlage aus führt der Prozessionsweg weiter zum Gipfel des Berges. Dort wurden Gebäudefundamente mit Mosaikfußböden gefunden, die ins zweite vorchristliche Jahrhundert datiert werden können. Aufgrund von Skulpturfragmenten nimmt Dörner an, dass hier der mit Statuen geschmückte Grabbau des Mithridates stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yenikale und Taubenschloss ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Yenikale.jpg|mini|links|Mamelukenfestung Yenikale]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AntiochosAntepMuseum.jpg|mini|hochkant|Kopf des Antiochos vom Plateau im Museum Gaziantep]]&lt;br /&gt;
Etwa zwei Kilometer entfernt, auf der anderen Seite des Kahtaçay, liegt die Burg Yenikale (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Neue Burg)&amp;#039;&amp;#039;. Hier lagen laut der Inschrift bei Sockelanlage III Palastgebäude der kommagenischen Herrscher. Heute ist dort eine [[Mameluken]]burg zu sehen. In ihrem Inneren finden sich Bau- und Restaurierungsinschriften der Sultane [[Qalawun|Kala&amp;#039;un]] (1279–90), [[Chalil (Sultan)|Aschraf Chalil]] (1290–93) und [[al-Malik an-Nasir Muhammad|Nasr Mohammed]] (1293–1341). Es ist aber nachgewiesen, dass ein Vorgängerbauwerk bereits 1286 von Kara Sonkar, dem Statthalter von [[Aleppo]] erobert und zerstört wurde. Von der Unterburg auf der dem Fluss zugewandten Seite führt ein Gang zu einem &amp;#039;&amp;#039;Taubenschloss&amp;#039;&amp;#039; genannten Gebäude, das unter einem überhängenden Felsvorsprung angelegt ist. Es diente der Wasserversorgung der Burg sowie, über eine Brücke, auch der Eski Kale. Im Obergeschoss ist ein Raum als Brieftaubenstation eingerichtet, mit rechteckigem Einflugloch und 32 Nischen als Nistplätzen. Sie diente bereits im 13. Jahrhundert der Nachrichtenübermittlung, als Sultan Kala&amp;#039;un sich vor der Schlacht von Homs über Truppenbewegungen der gegnerischen [[Mongolen]] unterrichten ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Marianne Mehling (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Kulturführer in Farbe Türkei&amp;#039;&amp;#039;. Droemer-Knaur 1987, ISBN 3-426-26293-2, S. 26f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eisenfeld ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westen der beiden Berge von Yenikale und Eskikale entdeckten Dörner und sein Mitarbeiter Wilhelm Winkelmann auf einem Feld einen Eisenschmelzbezirk, den ersten in Kommagene. Es wurden Reste von Ofenwandungen, Schlackenstücke, [[Ofensau]]en (Reste von Roheisen bei der Eisengewinnung), aber auch Scherben und Münzen gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Karl Dörner &amp;#039;&amp;#039;Der Thron der Götter auf dem Nemrud Dağ&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Gustav Lübbe 1987, ISBN 3-7857-0277-9, S. 213f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Erforschung des Nemrut Dağı wurde der deutsche Archäologe Friedrich Karl Dörner 1951 von Einheimischen auf einen &amp;#039;&amp;#039;Bilderstein&amp;#039;&amp;#039; aufmerksam gemacht. Bei der Untersuchung stellte dieser sich als das Relief mit der Mithrasdarstellung von Sockelanlage II heraus. Als er danach die Schriftwand von Sockelanlage III fand und wegen des guten Erhaltungszustand auch sofort lesen konnte, konnte er den Ort als die kommagenische Residenzstadt Arsameia identifizieren. 1953 erhielt er die erste Grabungsgenehmigung. Gemeinsam mit der Amerikanerin [[Theresa Goell]] legte er in den Jahren 1953–56 die heute sichtbaren Funde frei. Ab 1963 fanden erneut Grabungen statt. Ein Teil der Funde ist im Archäologischen Museum von [[Gaziantep]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Karl Dörner, Theresa Goell: &amp;#039;&amp;#039;Arsameia am Nymphaios: Die Ausgrabungen im Hierothesion des Mithradates Kallinikos von 1953-1956&amp;#039;&amp;#039;. Gebr. Mann, 1963, ISBN 3-8030-1754-8.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Karl Dörner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Thron der Götter auf dem Nemrud Dağ. Kommagene – das große archäologische Abenteuer in der östlichen Türkei.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Auflage. Gustav Lübbe, Bergisch Gladbach 1987, ISBN 3-7857-0277-9.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Waldmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die kommagenischen Kultreformen unter König Mithradates I. Kallinikos und seinem Sohne Antiochos I.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1973, ISBN 90-04-03657-1 [http://books.google.de/books?id=I9QUAAAAIAAJ bei Google Books].&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Merkelbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Mithras: Ein Persisch-römischer Mysterienkult&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, 1994, ISBN 3-89547-045-7 [http://books.google.de/books?id=DplGYYVFkSsC bei Google Books].&lt;br /&gt;
* Michael Blömer, [[Engelbert Winter]]: &amp;#039;&amp;#039;Commagene. The Land of Gods Between the Taurus and the Euphrates. An Archaeological Guide&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Homer Archaeological Guides.&amp;#039;&amp;#039; Band 11). Homer Kitabevi, Istanbul 2011, ISBN 978-9944-483-35-3, S.&amp;amp;nbsp;76–91.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Arsameia}}&lt;br /&gt;
* [http://www.iranicaonline.org/articles/commagene-a-portion-of-southwestern-asia-minor-modern-turkey- Kommagene] in der [[Encyclopædia Iranica]]&lt;br /&gt;
* [http://www.dickemauern.de/yeni_kale/grnyborg.htm Lageplan, Geschichte und Bilder Yenikale]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4112596-4|VIAF=247676755}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altorientalischer Fundplatz in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgruine in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommagene]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinz Adıyaman]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabbau in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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