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	<title>Ars nova (Musik) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T20:21:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ars_nova_(Musik)&amp;diff=71385&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: /* Gattungen */ BKS-Link Ballade durch Ballade (Gedicht) ersetzt</title>
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		<updated>2025-10-15T19:14:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gattungen: &lt;/span&gt; BKS-Link &lt;a href=&quot;/index.php/Ballade&quot; title=&quot;Ballade&quot;&gt;Ballade&lt;/a&gt; durch &lt;a href=&quot;/index.php/Ballade_(Gedicht)&quot; title=&quot;Ballade (Gedicht)&quot;&gt;Ballade (Gedicht)&lt;/a&gt; ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Arsnova.jpg|mini|Seite der Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Ars nova&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ars nova&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;neue Kunst&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Epoche (Musik)|Epoche]] der [[Geschichte der Musik|Musikgeschichte]] im Frankreich des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, welche die [[Ars antiqua]] ablöst. In dieser Zeit entsteht eine hochentwickelte, zum großen Teil [[Mehrstimmigkeit|mehrstimmige]] [[Vokalmusik]]. Gelegentlich wird der Begriff auch allgemeiner für die Entwicklung der mehrstimmigen Musik im Europa des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts insgesamt verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung geht zurück auf den Titel der Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Ars nova&amp;#039;&amp;#039;, die [[Philippe de Vitry]] zugeschrieben wird und die etwa 1322/23 erschienen ist. Im entsprechenden Artikel von &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]]&amp;#039;&amp;#039; wird aber angezweifelt, dass es sich hierbei überhaupt um einen förmlichen, programmatischen Traktat gehandelt hat. Ein anderer wichtiger Traktat ist die kurz davor verfasste &amp;#039;&amp;#039;Notitia artis musicae&amp;#039;&amp;#039; des Musiktheoretikers [[Johannes de Muris]], in dem die neue, verbesserte [[Mensuralnotation]] erläutert wird, welche die Möglichkeiten der Notation beim [[Rhythmus (Musik)|Rhythmus]] stark erweiterte. Auf deren Grundlage entstehen in dieser Zeit, vergleicht man es mit den Werken der Ars antiqua, [[Harmonik|harmonisch]] und rhythmisch sehr komplexe und differenzierte Kompositionen, die dabei durchaus emotional motiviert und zugleich hoch expressiv sind. Konkret wurden jetzt auch zweizeitige &amp;#039;&amp;#039;imperfekte&amp;#039;&amp;#039; Teilungen der Notenwerte akzeptiert und verwendet. Zuvor waren beinahe ausschließlich Dreiteilungen vorhanden, deren Notwendigkeit von der Dreieinigkeit Gottes abgeleitet war. Der Dichtermusiker [[Guillaume de Machaut]] verknüpfte verschiedene Kompositionsmittel in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Messe de Nostre Dame]]&amp;#039;&amp;#039; und fand damit einen bis dato unerhörten Ausdruck. Sie ging als erste Komposition der musikalischen Teile des [[Ordinarium]]s eines einzelnen, bekannten Komponisten in die Musikgeschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablehnung ==&lt;br /&gt;
Die ars nova traf bei ihrem Erscheinen auf heftigen Widerstand der Verfechter der &amp;#039;&amp;#039;Alten Kunst&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;ars antiqua&amp;#039;&amp;#039;) unter ihrem Wortführer [[Jakobus von Lüttich]], der in seinem &amp;#039;&amp;#039;Specimum musicae&amp;#039;&amp;#039; (um 1330, in Band&amp;amp;nbsp;7, Kapitel&amp;amp;nbsp;XLIII) auf die Unterschiede von &amp;#039;&amp;#039;Ars antiqua (mensurabilis)&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ars nova&amp;#039;&amp;#039; eingeht. Als Papst [[Johannes XXII.]] in der [[Päpstliche Bulle|Bulle]] &amp;#039;&amp;#039;Docta sanctorum patrum&amp;#039;&amp;#039; 1322 die Aufführung der neuen Musik in der Kirche verbot, fand die Musik vor allem beim höfischen Adel Anhängerschaft und Unterstützung; in diesem Umfeld entstanden vermehrt weltliche Musikformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gattungen ==&lt;br /&gt;
Die vorherrschenden Gattungen der Ars nova sind neben der [[Motette]] verschiedene mehrstimmige Liedformen ([[Ballade (Gedicht)|Ballade]], [[Rondeau (Lied)|Rondeau]], [[Virelai]]). Als formale Kompositionsprinzipien entwickeln sich [[Isoperiodik]] und [[Isorhythmik]]. Höhepunkt der Entwicklung stellt die isorhythmische Motette dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komponisten ==&lt;br /&gt;
Die herausragenden Künstler der Ars nova waren unter anderem [[Philippe de Vitry]] und [[Guillaume de Machaut]] (um 1300–1377). Als früheste Quelle für den neuen Stil gilt die Handschrift F-Pn146, die unter anderem den [[Roman de Fauvel]] enthält. Das Manuskript von Ivrea (I–IV 115) ist wahrscheinlich im südostfranzösischen Raum entstanden und ist mit insgesamt 37&amp;amp;nbsp;Motetten die umfangreichste erhaltene Motettensammlung der Ars nova.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gotische-polyphonie.de/de/quellen/codex-ivrea &amp;#039;&amp;#039;Codex Ivrea.&amp;#039;&amp;#039;] In: Olaf Raitzig: &amp;#039;&amp;#039;Gotische Polyphonie.&amp;#039;&amp;#039; Motetten der Ars Nova – Übertragung und Einspielung. Musikwissenschaftlicher Nachlass des Berliner Musikers Olaf Raitzig. Apus-Musikverlag, Berlin 2011, ISMN 979-0-700325-00-8. Auf Gotische-Polyphonie.de, abgerufen am 5.&amp;amp;nbsp;August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei Motetten werden Machaut zugeschrieben. Seine Autorschaft ist relativ sicher, denn sie sind ebenfalls in der Handschrift &amp;#039;&amp;#039;Machaut&amp;amp;nbsp;2&amp;#039;&amp;#039; (F-Pn 1586) enthalten. Auch Vitry werden enthaltene Motetten zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführung ==&lt;br /&gt;
Die italienische Entsprechung bzw. Weiterentwicklung der Ars nova führte zur sogenannten Trecento-Notation, die vergleichbare, aber geringfügig andere Möglichkeiten der Differenzierung der Notenwerte bot. Bekanntester italienischer Komponist dieser Zeit war [[Francesco Landini]]. Als eine Art Fortsetzungs- bzw. Nebenzweig der &amp;#039;&amp;#039;Ars nova&amp;#039;&amp;#039; kann die bis ins 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert anhaltende [[Ars subtilior]] gesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- nach Veröffentlichungsjahr aufsteigend sortiert --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hellmut Kühn: &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der Harmonik in der Ars nova. Zur Theorie der isorhythmischen Motette&amp;#039;&amp;#039; (= Band&amp;amp;nbsp;5 von &amp;#039;&amp;#039;Berliner musikwissenschaftliche Arbeiten.&amp;#039;&amp;#039;) Musikverlag Katzbichler, München 1973, ISBN 3-87397-032-5.&lt;br /&gt;
* Carolin Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Guillaume de Machauts “La messe de nostre Dame”. Die rhythmischen Kompositionsmittel der Ars Nova.&amp;#039;&amp;#039; Studienarbeit im Fachbereich Musikwissenschaft, Universität Freiburg, 2014, ISBN 978-3-6566-6508-3.&lt;br /&gt;
* Flo Menezes (Verfasser), Ralph Paland (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Nova ars subtilior – Essays zur maximalistischen Musik.&amp;#039;&amp;#039; Erstausgabe. Wolke, Hofheim 2014, ISBN 978-3-95593-058-5.&lt;br /&gt;
* George A. Speckert: &amp;#039;&amp;#039;Hugo Spechtshart – ars nova: Die Entdeckung der Neuen Musik. Eine rekonstruierte Biographie.&amp;#039;&amp;#039; 1.&amp;amp;nbsp;Auflage. Florian Noetzel Verlag der Heinrichshofen-Bücher, Wilhelmshaven 2016, ISBN 978-3-7959-0998-7.&lt;br /&gt;
* Helge Slaatto, Frank Reinecke: &amp;#039;&amp;#039;Ars nova – New music. Guillaume de Machaut, Wolfgang von Schweinitz, Philippe de Vitry.&amp;#039;&amp;#039; Neos, München 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik des Mittelalters]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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