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	<title>Ars amatoria - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T03:52:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ars_amatoria&amp;diff=18005&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß: Änderung 266213429 von Girhes rückgängig gemacht; keine verbesserung, es werden nur möglichst aktuelle oder kritische editionen aufgeführt</title>
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		<updated>2026-04-16T14:41:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/266213429&quot; title=&quot;Spezial:Diff/266213429&quot;&gt;266213429&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Girhes&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Girhes&quot;&gt;Girhes&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; keine verbesserung, es werden nur möglichst aktuelle oder kritische editionen aufgeführt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ars amatoria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ars amandi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch für &amp;#039;&amp;#039;Liebeskunst&amp;#039;&amp;#039; oder „Kunst des Liebens“), ist ein [[Lehrgedicht]] in drei Büchern des [[Römisches Reich|römischen]] [[Dichter]]s [[Ovid]], entstanden zwischen 1 v. Chr. und 4 n. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt und Form ==&lt;br /&gt;
Abgehandelt werden zunächst in zwei Büchern drei Themenkreise:&lt;br /&gt;
* Wo kann ein Mann in Rom ein Mädchen kennenlernen?&lt;br /&gt;
* Wie kann ein Mann ihre Liebe gewinnen?&lt;br /&gt;
* Wie kann ein Mann sich seine Geliebte erhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem eine erste Veröffentlichung in zwei Büchern ein großer Erfolg gewesen zu sein scheint, schrieb Ovid ein drittes Buch, das die drei Themen analog für Frauen behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ovid stellt sich zwar in die lange antike Tradition des antiken [[Lehrgedicht]]s, bricht sie aber auch. So schrieb er zum Beispiel statt in [[Hexameter]]n in [[Elegisches Distichon|elegischen Distichen]]: Die [[Elegie]] war die übliche [[Lyrik|lyrische]] Form für Liebesgedichte. Trotz seiner wiederholten Beteuerungen, Wahreres als seine Muse könnten auch keine der berühmtesten antiken [[Orakel]]stätten von [[Orakel von Delphi|Delphi]] oder [[Didyma]] verkünden, vermittelt er keine Informationen, die dem Leser oder der Leserin neu gewesen sein konnten. Stattdessen gibt er Hinweise wie etwa den, man solle als [[Kavalier]] beim [[Wagenrennen]] im [[Circus Maximus]] der neben einem sitzenden Dame galant den Staub vom Kleid bürsten, auch wenn dort gar kein Staub sei; dass man der Angebeteten in [[Liebesbrief]]en das Blaue vom Himmel herunter versprechen solle – an Versprechungen könne jeder Dahergelaufene reich sein; oder dass eine klein gewachsene Frau ihren Verehrer besser im Liegen empfangen solle, dabei aber darauf achten müsse, dass die Füße unter dem Gewand verborgen blieben, damit die wahre Größe nicht zu erkennen sei. Beim Ratschlag, gegenüber dem Nebenbuhler gelassene [[Souveränität]] zu zeigen („Sei geduldig mit deinem Rivalen“), gibt der Dichter an, dass die Eifersucht ihm „nicht nur einmal einen Streich gespielt“ habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gibt keine Ratschläge, die unverzüglich anwendbar wären, sondern verwendet hintergründige Gleichnisse, während es vordergründig darum geht, das Thema in all seinen Aspekten so gebildet wie abwechslungsreich im urbanen Plauderton abzuhandeln: Im Zusammenhang mit dem Hinweis, dass man im Theater gut jemanden kennenlernen könne, referiert Ovid – ganz [[poeta doctus]] – zum Beispiel die Geschichte vom [[Raub der Sabinerinnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder er schildert die Liebe mit ironischen Anspielungen als Kriegsdienst, der angeblich striktesten Gehorsam gegenüber den verehrten Frauen erfordere; oder aber er rät den Frauen, ihre Verehrer künstlich eifersüchtig zu machen, um sie nicht durch allzu große Sicherheit nachlässig werden zu lassen: Zu diesem Zweck soll eine eingeweihte Sklavin mit dem Ruf: „Perimus“ – „Wir sind verloren!“ das [[Tête-à-Tête]] unterbrechen, sodass sich der jugendliche Liebhaber eine Zeitlang im Schrank verstecken müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurückgreifend auf Details aus der griechischen [[Mythologie]], aus dem römischen Alltag und aus dem allgemein menschlichen Leben werden die Standardsituationen und Klischees des Themas abgehandelt. Diese [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topik]] entnimmt Ovid, obwohl er mehrfach behauptet, seine erotischen Empfehlungen seien „longo usu“, „durch langjährige Praxis“ erprobt, der literarischen Tradition, nämlich der [[latein]]ischen Liebeselegie und wahrscheinlich auch der (zum großen Teil verlorenen) [[Hellenismus|hellenistischen]] erotischen Dichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ovids Stil wird nie derb oder obszön. Naturgemäß kann er das „Peinliche“ nicht ganz auslassen, „alma Dione / praecipue nostrum est, quod pudet, inquit opus“ „denn das Peinliche ist in besonderem Maße unsere Sache, spricht die huldvolle [[Venus (Mythologie)|Venus]]“. Im engeren Sinne Sexuelles wird aber nur jeweils gegen Ende der beiden Teile abgehandelt. Am Ende des zweiten Buchs geht es um die Freuden eines gemeinsamen [[Orgasmus]], außerdem schreibt er: „Odi concubitus, qui non utrumque resolvunt. / Hoc est, cur pueri tangar amore minus“ / „Ich hass Sex, der nicht bei beiden Entspannung herbeiführt – ([[Päderastie|Liebe zu Knaben]] spricht deshalb mich weniger an)“.&amp;lt;ref&amp;gt;Publius Ovidius Naso: &amp;#039;&amp;#039;Ars amatoria. Lateinisch-deutsch&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben und übersetzt von [[Niklas Holzberg]]. 5., überarbeitete Auflage, Sammlung Tusculum, Akademie-Verlag 2011, ISBN 978-3-05-005276-2, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des dritten Teils werden dann die Stellungen beim Geschlechtsverkehr durchdekliniert, für die die Frauen Maß am eigenen Körper nehmen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen für Ovid ==&lt;br /&gt;
Das Werk war zwar ein so großer Erfolg, dass der Dichter im gleichen Stil noch [[Remedia amoris]] (&amp;#039;&amp;#039;Gegenmittel gegen die Liebe&amp;#039;&amp;#039;) nachschob, doch an allerhöchster Stelle war man ganz und gar nicht erbaut: Die frivole Liebeskunst passte nicht in das politische Programm des Kaisers [[Augustus]], der nach den [[Römische Bürgerkriege|römischen Bürgerkriegen]] eine sittliche Erneuerung des Staates plante, und war nach Ovids eigener Darstellung in den [[Tristia]] einer der Gründe für die lebenslange Verbannung nach &amp;#039;&amp;#039;[[Constanța|Tomis]]&amp;#039;&amp;#039; am [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] im heutigen [[Rumänien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist es historisch wahrscheinlicher, dass das Werk nur einen willkommenen Vorwand lieferte, die politischen Ursachen der Verbannung zu verschleiern; dafür spricht, dass Ovid erst acht Jahre nach dem Erscheinen des Buches verbannt wurde, aber gleichzeitig mit prominenten Gegnern des Augustus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben, Übersetzungen und Kommentare (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ovid Ars Amatoria 1644 - retouched.jpg|mini|Titelblatt einer Ausgabe der „Ars amatoria“, Frankfurt 1644]]&lt;br /&gt;
* [[Adrian S. Hollis]]: &amp;#039;&amp;#039;Ovid, Ars amatoria. Book I.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Clarendon Press, Oxford 1992.&lt;br /&gt;
* [[Markus Janka (Altphilologe)|Markus Janka]]: &amp;#039;&amp;#039;Ovid, Ars amatoria. Buch 2, Kommentar&amp;#039;&amp;#039;. Winter, Heidelberg 1997.&lt;br /&gt;
* [[Edward J. Kenney]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;P. Ovidi Nasonis Amores. Medicamini faciei femineae. Ars amatoria. Remedia amoris&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford 1995.&lt;br /&gt;
* Publius Ovidius Naso: &amp;#039;&amp;#039;Ars amatoria&amp;#039;&amp;#039;. Lateinisch/Deutsch, übers. und hrsg. von [[Michael von Albrecht]]. Reclam, Stuttgart 2003 (Übersetzung in [[Prosa]]).&lt;br /&gt;
* Antonio Ramírez de Verger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;P. Ovidius Naso. Carmina amatoria: amores, medicamina faciei femineae, ars amatoria, remedia amoris&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München u.&amp;amp;nbsp;a. 2003.&lt;br /&gt;
* Publius Ovidius Naso: &amp;#039;&amp;#039;Liebeskunst&amp;#039;&amp;#039;. Lateinisch-deutsch, hrsg. und übers. von [[Niklas Holzberg]]. 5. Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 2011 (Übersetzung in Versen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Susanne Daams: &amp;#039;&amp;#039;Epische und elegische Erzählung bei Ovid. Ars amatoria und Metamorphosen&amp;#039;&amp;#039;. M-Press, München 2003.&lt;br /&gt;
* [[Konrad Heldmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Dichtkunst oder Liebeskunst? Die mythologischen Erzählungen in Ovids Ars amatoria&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001.&lt;br /&gt;
* Ulrike Kettemann: &amp;#039;&amp;#039;Interpretationen zu Satz und Vers in Ovids erotischem Lehrgedicht. Intention und Rezeption von Form und Inhalt&amp;#039;&amp;#039;. Lang, Frankfurt am Main 1979.&lt;br /&gt;
* Jan Michael König: &amp;#039;&amp;#039;Ovids Ars amatoria und Remedia amoris im Licht ihrer Rezeption. Rollenspiele erotodidaktischer Kommunikation.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2023, ISBN 978-3-534-27607-3 ([https://www.wbg-wissenverbindet.de/shop/43436/ovids-ars-amatoria-und-remedia-amoris-im-licht-ihrer-rezeption online]).&lt;br /&gt;
* [[Jula Wildberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Ovids Schule der „elegischen“ Liebe. Erotodidaxe und Psychagogie in der Ars amatoria.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main 1998 ([https://www.academia.edu/323913/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ars Amatoria}}&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/ovid/arsamato/arsamato.html Deutsche Übersetzung] von Heinrich Lindemann, 1861&lt;br /&gt;
* [http://www.kirke.hu-berlin.de/ovid/ovbibfr.html Große Ovid-Bibliographie] (mit Ausgaben und Sekundärliteratur zur Ars amatoria)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ovid}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4139610-8|LCCN=n88258387|VIAF=179209665}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Latein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (1. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erotische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ovid]]&lt;/div&gt;</summary>
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