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	<title>Arpad Wigand - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:40:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 19:21 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-02T19:21:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arpad Jakob Valentin Wigand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Januar]] [[1906]] in [[Mannheim]]; † [[26. Juli]] [[1983]] ebenda) war ein deutscher [[Organisationsstruktur der SS|SS-Führer]] und wurde ab August 1941 als [[SS- und Polizeiführer]] (SSPF) [[Warschau]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Wigand war der Sohn eines Eisenbahnassistenten. Seit dem Tod des Vaters lebte die Familie ab 1911 im Rheinland. Nach dem Mittelschulabschluss folgte 1922 eine Lehre bei der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Reichsbahn]]. Nach Ausbildungsende wurde er jedoch aufgrund von Sparmaßnahmen nicht von der Reichsbahn übernommen. Ab 1925 bestritt er seinen Lebensunterhalt als kaufmännischer Angestellter bei der Drahtverband GmbH in [[Düsseldorf]]. Infolge der [[Weltwirtschaftskrise]] verlor er 1931 seine Beschäftigung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mix&amp;quot;&amp;gt;Andreas Mix: [https://www.marchivum.de/de/blog/forschung-4 &amp;#039;&amp;#039;Vom Waldhof nach Warschau. Die Karriere des SS-Führers Arpad Wigand&amp;#039;&amp;#039;] auf [[Marchivum]] vom 10. April 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wigand wurde nach dem Parteiverbot 1926 Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 30.682) und 1930 der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 2.999).&amp;lt;ref&amp;gt;Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz in den Augen der SS.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S. 244 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1931 war er Angehöriger mehrerer SS-Standarten und leitete von September 1935 bis Anfang Juli 1936 die 70. SS-Standarte und anschließend bis Herbst 1937 die 16. SS-Standarte „Unterelbe“. Vom 1. September 1937 bis Juli 1941 war er [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD]] in [[Breslau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Überfall auf Polen]] zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war es Wigand, der im Zuge der Suche nach einem geeigneten Standort für ein neu zu errichtendes [[Konzentrationslager]] ein bereits bestehendes Lagerareal im oberschlesischen [[Oświęcim]] (deutsch Auschwitz) vorschlug.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Personenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/M. 2013, ISBN 978-3-10-039333-3, S. 435.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Anfang August 1941 war er [[SS- und Polizeiführer]] Warschau, offiziell bis Ende April 1943.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Aktualisierte Ausgabe, 2. Auflage. 2007, S. 677.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wigand vertrat Mitte Oktober 1941 auf einer Sitzung in Warschau die Ansicht, dass die Juden im [[Warschauer Ghetto]] angesichts ihres mangelhaften Ernährungszustandes zu keinem Widerstand fähig seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Wulf]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich und seine Vollstrecker. Die Liquidation von 500 000 Juden im Ghetto Warschau.&amp;#039;&amp;#039; Arani, Berlin 1961, S. 87, 362.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wigand wurde durch [[Heinrich Himmler]] am 17. April 1942 mit dem Bau des [[Vernichtungslager Treblinka|Vernichtungslagers Treblinka]] betraut. Wigand übertrug diese Aufgabe dem Bauleiter [[Richard Thomalla]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrej Angrick]]: &amp;#039;&amp;#039;„Aktion 1005“ – Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942–1945: Eine „geheime Reichssache“ im Spannungsfeld von Kriegswende und Propaganda&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2018, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Juli 1942 bis zum April 1943 wurde Wigand in dieser Position von [[Ferdinand von Sammern-Frankenegg]] vertreten, da Wigand Mitte 1942 zur [[Waffen-SS]] wechselte. Ab September 1942 wurde er in der [[7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“]] zunächst Zugführer, ab Frühling 1943 [[Adjutant]] und schließlich Befehlshaber des III. Bataillons des SS-Freiwilligen-Gebirgs-Regiments 13 „[[Artur Phleps]]“ bis Februar 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dws-xip.pl/reich/biografie/2999.html Arpad Wigand] auf www.dws-xip.pl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende geriet er in britische [[Kriegsgefangenschaft]] und wurde 1947 nach [[Polen]] ausgeliefert. Dort wurde er 1950 zunächst zu einer zehnjährigen und später dann fünfzehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Urteil stützte sich auf die hohe Stellung von Wigand im deutschen Besatzungsregime sowie seiner SS-Mitgliedschaft, ihn belastende Unterlagen lagen dem Gericht nur in geringem Maße vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mix&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1956 wurde Wigand im Zuge einer [[Amnestie]] nach West-Deutschland abgeschoben und kehrte zu seiner in Mannheim wohnenden Ehefrau und den drei gemeinsamen Kindern zurück. Es gelang ihm, unterstützt von der [[Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS|HIAG]], eine Anstellung im mittleren Dienst der Stadt Mannheim im Personalamt zu erhalten. Dort war er bis zu seiner [[Pensionierung]] 1971 tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mix&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gegen ihn 1961 eingeleitetes Ermittlungsverfahren wurde noch im selben Jahr eingestellt, ein Vorgang der sich später im Zusammenhang mit der Errichtung des Vernichtungslagers Treblinka wiederholte. In anderen NS-Prozessen wurde er als Zeuge vernommen, so im Zuge des ersten [[Auschwitzprozesse|Frankfurter Auschwitzprozesses]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mix&amp;quot;/&amp;gt; Vor dem [[Landgericht Hamburg]] wurde Wigand Ende 1981 wegen [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Mord]] zu zwölfeinhalb Jahren [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] verurteilt, der Verfahrensgegenstand beinhaltete im Wesentlichen NS-Verbrechen in Warschau. Sein Verteidiger war der rechtsextreme Hamburger Rechtsanwalt [[Jürgen Rieger]]. Rieger hielt zum Prozessende ein neunstündiges [[Plädoyer]], in dem er unter anderem die Einrichtung des [[Warschauer Ghetto]]s als seuchenpolitische Maßnahme bezeichnete. Diese und weitere Äußerungen Riegers während des Wigand-Prozesses führten 1983 zu einer Verurteilung Riegers wegen [[Beleidigung (Deutschland)|Beleidigung]] der Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft und [[Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener]]. Rieger wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, das Urteil wurde jedoch nach der [[Revision (Recht)|Revision]] 1987 aufgehoben. Wigand starb Ende Juli 1983.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Zynismus eines Strafverteidigers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburger Abendblatt]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 87, 15. April 1987, S. 6, ({{Webarchiv | url=http://www.abendblatt.de/archiv/article.php?xmlurl=/ha/1986/xml/19860415xml/habxml860406_2061.xml | text=Historisches Archiv |wayback=20140728035205}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;silver&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan = &amp;quot;2&amp;quot;|Wigands SS-Ränge&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;silver&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Datum&lt;br /&gt;
!Rang&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Juni 1933&lt;br /&gt;
| SS-Sturmbannführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mai 1934&lt;br /&gt;
| SS-Obersturmbannführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| September 1935&lt;br /&gt;
| SS-Standartenführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| April 1938&lt;br /&gt;
| SS-Oberführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Februar 1943&lt;br /&gt;
|Obersturmführer der Reserve (Waffen-SS)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Januar 1944&lt;br /&gt;
|Hauptsturmführer der Reserve (Waffen-SS)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz|Eisernes Kreuz I. Klasse]] (1939)&lt;br /&gt;
* [[Kriegsverdienstkreuz]] II. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP|Goldenes Ehrenzeichen der NSDAP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als SS-Führer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[SS-Ehrenring|Totenkopfring]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrendolch|Ehrendegen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Mix: &amp;#039;&amp;#039;Vom Waldhof nach Warschau. Die Karriere des SS- und Polizeioffiziers Arpad Wigand&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 169 (2021), S. 553–582.&lt;br /&gt;
* Gerhard Wenzl, Denis Gemmning, Karl-Heinz Schwarz-Pich: &amp;#039;&amp;#039;Wigand, Arpad 1906–1983.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Baden-Württembergische Biographien.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, 2016, {{ZDB|1210322-6}}, S. 509–511.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fischer.&amp;#039;&amp;#039; 16048). Aktualisierte Ausgabe, 2. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Andreas Mix |Titel=Organisatoren und Praktiker der Gewalt. Die SS- und Polizeiführer im Distrikt Warschau. |Hrsg=Timm C. Richter |Sammelwerk=Krieg und Verbrechen. Situation und Intention: Fallbeispiele |Reihe=Villa Ten Hompel aktuell |NummerReihe=9 |Auflage= |Verlag=Martin Meidenbauer |Ort=München |Datum=2006 |ISBN=978-3-89975-080-5 |Seiten=123–134}}&lt;br /&gt;
* [[Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz in den Augen der SS.&amp;#039;&amp;#039; Staatliches Museum, Oswiecim 1998, ISBN 83-85047-35-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Andreas Mix: [https://www.marchivum.de/de/blog/forschung-4 &amp;#039;&amp;#039;Vom Waldhof nach Warschau. Die Karriere des SS-Führers Arpad Wigand&amp;#039;&amp;#039;] auf [[Marchivum]] vom 10. April 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1135696209|VIAF=2353149844997602960006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wigand, Arpad}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS- und Polizeiführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warschauer Ghetto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wigand, Arpad&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wigand, Arpad Jakob Valentin (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Oberführer und SSPF Warschau&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Januar 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mannheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juli 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mannheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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