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	<title>Arousal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T16:53:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arousal&amp;diff=257660&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Qniemiec: /* Arousal und Leistung */ Sprachlich geglättet, die Sache mit der Selbstaufmerksamkeit erläutert</title>
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		<updated>2025-09-13T18:27:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Arousal und Leistung: &lt;/span&gt; Sprachlich geglättet, die Sache mit der Selbstaufmerksamkeit erläutert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Watchful Owl.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Wachsame und aktivierte Eule&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arousal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Begriff aus der [[Psychologie]] und der [[Physiologie]]. Er bezeichnet den allgemeinen Grad der Aktivierung des [[zentrales Nervensystem|zentralen Nervensystems]] beim Menschen und bei [[Wirbeltiere]]n. Charakteristische Merkmale sind u.&amp;amp;nbsp;a. [[Aufmerksamkeit]], Wachheit und Reaktionsbereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sehr niedriges Arousal-Level hat man im Schlaf, ein sehr hohes unter anderem bei Schmerzen. Ein starkes Maß an Arousal findet man auch bei durch Ärger, Angst oder sexuelles Verlangen erregten Menschen. Arousal selbst hat jedoch keine emotionale Komponente und ist daher von [[Erregung (Medizin)|Erregung]] zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der psychologischen und neurowissenschaftlichen Forschung wird das Arousal-Niveau häufig über den [[Hautwiderstand]] gemessen. Auch im [[Elektroenzephalografie|EEG]] oder im [[Magnetoenzephalographie|MEG]] zeigen sich in unterschiedlichen Aktivierungszuständen charakteristische Muster. So deuten im EEG beispielsweise abrupte Frequenzverschiebungen in der elektrischen Aktivität auf eine erhöhte Wachheit hin, die wiederum mit einem höheren Arousal einhergeht. Neben elektrophysiologischen Methoden kommen auch Fragebögen zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neurobiologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blausen 0114 BrainstemAnatomy.png|miniatur|Teile des Hirnstamms, dem Ursprung des Arousal-Systems.]]&lt;br /&gt;
{{Zitat|Arousal ist eine durch ankommende sensorische Impulse ausgelöste, auf den Bahnen der [[Formatio reticularis]] des Hirnstamms vermittelte, allgemeine Aktivierung des Cortex mit dem Effekt gesteigerter Aufmerksamkeit oder Wachheit.| Autor = nach Fröhlich (1987)}}&lt;br /&gt;
Ausgelöst wird Arousal durch sensorische Impulse auf einen bestimmten Teil des Hirnstamms ([[Formatio reticularis]]), durch Stimulation aus der [[Hirnrinde]] und durch den Spiegel des Hormons [[Adrenalin]]. Über die Formatio reticularis beeinflusst das Arousal den gesamten [[Organismus]], d.&amp;amp;nbsp;h. das Gehirn, [[vegetatives Nervensystem]] und somit auch den [[Stoffwechsel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arousal und Leistung ==&lt;br /&gt;
Im Zustand starken Arousals sind Menschen sehr wach und reaktionsbereit sowie besonders empfänglich für externe Gefahrenreize. Die mentale und physische Leistung ist jedoch nicht mehr optimal, weshalb es zum Beispiel in verärgertem Zustand schwieriger ist, Wissensinhalte aufzunehmen. Und auch Sportler erbringen bei vorhandener Übernervosität seltener Spitzenleistungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist dieses erhöhte Arousal auch beim Halten von Reden oder Vorträgen, wenn der Redner in seiner Aufgeregtheit dadurch in den Zustand [[Objektive Selbstaufmerksamkeit|objektiver Selbstaufmerksamkeit]] verfällt, mehr mit sich als mit seiner Rede oder seinem Vortrag beschäftigt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zusammenhang zwischen Arousal und Leistung widerspiegelt dabei das [[Yerkes-Dodson-Gesetz]] von 1908, wonach schwere Aufgaben nur bis zu einem gewissen Arousal-Niveau bewältigt werden und das Leistungsvermögen mit weiter zunehmendem Anstieg des Arousals wieder sinkt, allenfalls noch leichte Aufgaben gut bewältigt werden können, jedoch auch dieses Leistungsvermögen begrenzt ist. Steigt der [[Erregungszustand]] jedoch weiter, können schließlich selbst solche Aufgaben nicht mehr bewältigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yerkes und Dodson zeigten:&lt;br /&gt;
* Es gibt ein optimales Arousal-Niveau, in dem sowohl schwere als auch leichte Aufgaben noch gut bewältigt werden können.&lt;br /&gt;
* Ein gewisses Arousal-Niveau ist sogar nötig, um überhaupt Leistung zu erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt damit, dass die höchste Leistungsfähigkeit nur bei einem mittleren Arousal-Niveau erbracht wird (&amp;#039;&amp;#039;[[Eu-Stress]]&amp;#039;&amp;#039;) und es danach zu einem Abfall der Leistungsfähigkeit kommt, zu [[Ermüdung (Physiologie)|Ermüdung]], Erschöpfung bis hin zum Zusammenbruch (sog.&amp;amp;nbsp;[[Stressor|Disstress]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Schlafapnoe-Syndrom ===&lt;br /&gt;
Von einem Arousal spricht man auch beim [[Schlafapnoe-Syndrom]]. Durch Atemstillstände während des Schlafes, den Apnoen, kommt es zu einem zu geringen [[Sauerstoffgehalt des Blutes]], einer sogenannten [[Hypoxämie]], bei gleichzeitig erhöhtem Kohlenstoffdioxidgehalt des Blutes, bekannt als [[Hyperkapnie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der damit nicht mehr ausreichend mögliche Sauerstoffaustausch in den Organen wird von [[Chemorezeptor]]en erkannt und durch eine Weckreaktion, dem Arousal, überwunden. Diese Weckreaktion führt zwar nicht zu vollem Bewusstsein, bewirkt aber die Wiederaufnahme der Ventilation und so die Normalisierung der Blutgase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Elektroenzephalografie|EEG]] ist eine plötzliche Frequenzänderung über mehrere Sekunden zu erkennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aasm2008&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Herausgeber=American Academy of Sleep Medicine | Titel=Das AASM-Manual zum Scoring von Schlaf und assoziierten Ereignissen. Regeln, Technologie und technische Spezifikationen | Auflage=1. | Verlag=Steinkopff-Verlag | Ort=Heidelberg | Jahr=2008 | ISBN=978-3-7985-1851-3 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kommt vorübergehend zur Aktivierung des Organismus, gesteigerter Aktivität des autonomen Nervensystems, gesteigertem Muskeltonus und einer Absenkung der Reizschwelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei dieser Erkrankung typische hohe Anzahl der Arousals beeinträchtigt den Schlaf, der in der Folge nicht mehr erholsam ist. Noch schwerwiegender wirkt sich das auf das [[Herz-Kreislaufsystem]] aus, das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom ist kausal für kardiovaskuläre Erkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Schlafmedizin ===&lt;br /&gt;
Neben den beim Schlafapnoe-Syndrom beschriebenen Arousals unterscheidet man im Zusammenhang mit dem Schlaf und seinen [[Schlafstörung|Störungen]] weitere Typen von Arousals im Sinne von Weckreaktionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Praxis2009&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor = Boris A. Stuck, Joachim T. Maurer, [[Michael Schredl]], Hans-Günter Weeß | Titel = Praxis der Schlafmedizin: Schlafstörungen bei Erwachsenen und Kindern | Jahr = 2009 | Verlag = Springer | Ort = Heidelberg | ISBN = 978-3-540-88699-0 | Seiten = 45 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erholsamkeit des Schlafes beeinträchtigen „externe Arousals“, die durch physikalische Reize wie Licht, Erschütterung und Geräusche ausgelöst werden und „intrinsische Arousals“, die Auslöser wie [[periodische Beinbewegung]]en oder [[Refluxösophagitis|gastroösophagealen Reflux]] im Schlaf aufweisen. Daneben treten „physiologische Arousals“ auf, wobei es sich um spontane zentralnervöse Aktivierungen im physiologischen Ablauf des Schlafes handelt, die gewöhnlich die Erholsamkeit des Schlafes nicht beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Arousal-Störungen“ werden in der [[Schlafmedizin]] bestimmte Schlafstörungen aus der Gruppe der [[Parasomnie]]n bezeichnet: [[Schlaftrunkenheit]], [[Schlafwandeln]] (Somnambulismus) und [[Pavor nocturnus]] (Nachtterror).&amp;lt;ref name=&amp;quot;S3Schlaf&amp;quot;&amp;gt;{{AWMF|https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/063-001.html|Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen|S3|Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)|2009}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Aktivationsniveau]]&lt;br /&gt;
* [[Stressreaktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* E. Grandjean: &amp;#039;&amp;#039;Physiologische Arbeitsgestaltung&amp;#039;&amp;#039;. Ott Verlag Thun, 1991, ISBN 3-7225-6651-7.&lt;br /&gt;
* L. Deckers: &amp;#039;&amp;#039;Motivation – Biological, Psychological, and Environmental&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Boston, 2nd 2005, ISBN 0-205-40455-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuropsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurophysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlafmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Qniemiec</name></author>
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