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	<title>Aron Elias Seligmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-05-15T14:50:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aron-Elias-Seligmann.jpg|miniatur|Aron Elias Seligmann (1747–1824), Gemälde von [[Johann Peter von Langer|Johann Peter Langer.]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen derer von Eichthal.JPG|miniatur|Wappen der Freiherrn von Eichthal]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aron Elias Seligmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. April]] [[1747]] in [[Leimen (Baden)|Leimen]]; † [[11. Januar]] [[1824]] in [[München]]) war ein deutscher [[Hoffaktor]]. Er wurde 1814 als Freiherr [[Eichthal (Adelsgeschlecht)|von Eichthal]] in den bayerischen [[Nobilitierung|Adelsstand]] erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerischer [[Adel]]s- und [[Freiherr]]nstand als „von Eichthal“ mit Verleihung des Wappens der Familie „von Thalmann“ am 22. September 1814 in München und Immatrikulation bei der Freiherrnklasse am 10. Dezember 1814 für Simons Vater, den königlich bayerischen Hofbankier &amp;#039;&amp;#039;Aron Elias Seligmann&amp;#039;&amp;#039;. - Quelle: [[Genealogisches Handbuch des Adels]], &amp;#039;&amp;#039;Adelslexikon&amp;#039;&amp;#039; Band III, Seite 106, Band 61 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1975.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert waren die Hoffaktoren die [[Finanzier]]s der Fürsten und ihrer prachtliebenden Höfe. Eine [[Merkantilismus|merkantile]] Wirtschaftshaltung beherrschte die Regierungspolitik der Fürstenhöfe. Zu den größten Finanziers deutscher Fürstenhöfe zählte Aron Elias Seligmann, dem der Aufstieg vom [[Kurpfalz|kurpfälzischen]] Hoffaktor unter [[Karl Theodor (Pfalz und Bayern)|Carl Theodor]] zum [[Geschichte Bayerns|bayerischen]] Oberhoffaktor und [[Königreich Bayern|königlich-bayerischen]] Bankier gelang. Im Jahre 1799 sah sich der Nachfolger von Carl Theodor Kurfürst [[Maximilian I. Joseph (Bayern)|Maximilian Joseph]] genötigt, den Hoffaktor Aron Elias Seligmann nach München zu beordern, um „unverzügliche Ökonomie in alle Zweige der Staatsverwaltung zu bringen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Juni 1799 erklärte Maximilian Joseph öffentlich in einem [[Reskript|Rescript]], dass er „die bayrischen Finanzen in großer Unordnung, alle Staatskassen ausgeleert und selbe überdies noch mit unerschwinglichen Rückständen belastet angetroffen habe.“ In den bayerischen Regierungskreisen erinnerte man sich an den umtriebigen jüdischen Leimener Finanzier Aron Elias Seligmann. Ihm erteilte man schon am 28. Juni 1799 „und dessen sämtliche Kinder sowohl Söhne als Tochtermännern das vollkommene Bürgerrecht nebst der Befugnis, dass sie in [[Kurpfalz|Churpfalz]] allenthalben sich niederzulassen, liegende Güter an sich zu bringen und überhaupt alle Gewerbe, die sonst ein Christlicher Unterthan nur zu unternehmen befähiget, nach ihrem gutfinden ebenfalls zu treiben befugt und ermächtigt seyn sollen.“ Damit war die Voraussetzung geschaffen, dass der Hoffaktor auch in München das [[Bürgerrecht]] besaß. Einem Umzug von Leimen nach München stand nun nichts mehr im Wege. Seligmann rettete den bayerischen Staat vor dem Ruin und besorgte weitere Darlehensgeber. Auch der rheinpfälzische Hausschatz samt Hof- und Kirchensilber wurde ihm 1799 zum Verkauf und zur Vermünzung übergeben. Es gelang ihm, Bayerns Finanznöte zu mildern und die Regierung zu stabilisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptgläubiger Bayerns unter den Bankiers war auch 1811, als das Königreich mit rund 110 Millionen Gulden Schulden vor dem Staatsbankrott stand, weiterhin Aron Elias Seligmann. Ihm war es wohl vor allem zu verdanken, dass der König und sein Finanzminister [[Maximilian von Montgelas|Montgelas]] angesichts der prekären Lage eine „Schuldentilgungsanstalt“ einrichteten und für die Finanzkontrolle am 20. Oktober 1812 den [[Bayerischer Oberster Rechnungshof|Rechnungshof]] gründeten. Beides waren im Grunde von Gläubigern diktierte Maßnahmen für einen Staat, der nicht mit seinen Geldern umgehen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.orh.bayern.de/presse/reden-und-interviews/archiv/80-prof-dr-reinhard-heydenreuter-spricht-zu-200-jahre-orh.html Festansprache zum 200-jährigen Bestehen des Bayerischen Obersten Rechnungshofes] von [[Reinhard Heydenreuter]], abgerufen am 26. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das [[Bayerisches Judenedikt von 1813|Bayerische Judenedikt]] vom 10. Juni 1813 erfolgte mit aus Dankbarkeit des Königs gegenüber seinem Hauptfinanzier. Schließlich wurde Seligmann vom bayerischen König Maximilian I. Joseph am 22. September 1814 in den Adelsstand als [[Freiherr]] von Eichthal erhoben. Damit verbunden war die Verleihung des Wappens der ausgestorbenen Familie von Thalmann in Augsburg und die [[Nobilitierung]] seiner zehn Kinder. 1819 konvertierte Eichthal zum katholischen Glauben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Biographie |url=https://www.deutsche-biographie.de/gnd12337166X.html#ndbcontent |titel=Seligmann, Aaron Elias - Deutsche Biographie |abruf=2021-01-05 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schoepfer Rebeka Seligmann.jpg|mini|hochkant|Die Tochter Rebeka Caroline (1788–1836)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eichthal Epithaph Rom.jpg|mini|hochkant|Epitaph des Sohnes Bernhard von Eichthal (1784–1830), [[Campo Santo Teutonico]] [[Rom]]]]&lt;br /&gt;
Aus der Ehe des Aron Elias Seligmann mit Hindele Levi, die aus einer bekannten [[Sigmaringen|Sigmaringer]] Hoffaktorenfamilie stammte, gingen fünf Töchter und fünf Söhne hervor: Chaila, später Caroline (1767–1836), Friederike Marie (1771–1856), Arnold (1772–1838), Fanny (1774–1854), [[David von Eichthal|David]] (1775–1850), Bernhard Aron (1784–1830),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leimen.de/index.php?id=249&amp;amp;L=3 Biografische Webseite zu Bernhard von Eichthal]&amp;lt;/ref&amp;gt; Louis Aron (1786–1840), [[Simon von Eichthal|Simon Aron]] (1787–1854), Rebeka Caroline (1788–1836) und Rachel (1790–1861, spätere Julia Sophia von Eichthal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Tochter Chaila (Caroline) heiratete 1785 den Mannheimer Hoffaktor [[Ignatz Mayer]]. Friederike heiratete den Hannoveraner Hofagenten [[Salomon Michael David|Philipp Salomon David]], nach der Konversion nahmen sie den Familiennamen Philipp an. Rachel, die Jüngste, feierte am 22. August 1815 mit großem Pomp in Leimen die Hochzeit und ehelichte den [[Kaiserlich und königlich|k. u. k]]. Hoffaktor [[Leopold von Lämel]], Direktor der [[Oesterreichische Nationalbank|Österreichischen Nationalbank]] in Prag und Mitglied des [[Böhmischer Landtag|Böhmischen Landtags]]. Die Söhne Seligmanns heirateten ebenfalls Töchter bekannter Hoffaktoren und schufen damit die Voraussetzung für die Abwicklung von Geldtransaktionen im ganzen Reich. Unter ihnen ragen besonders zwei heraus, die den unternehmerischen Geist des Vaters zeigten: der ältere Sohn [[David von Eichthal|David]] und der jüngste Sohn [[Simon von Eichthal|Simon (Aron)]], der am 11. August 1787 in Leimen geboren wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste Sohn führte das vom Vater in München gegründete Bankhaus von Eichthal in der Theatinerstraße nach dessen Tod weiter. Er war es auch, der in Leimen 1832 das Palais „samt [[Orangerie]] und Gemälden“ für 9000 Gulden an den Karlsruher Wirt Peter Mathäus Müller verkaufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter Rebeka Caroline heiratete 1810 in [[München]] ihren Cousin Eduard Seligmann. Sie konvertierten 1814 zum katholischen Glauben und wurden 1816 als [[Weling|Edle von Weling]] in den bayerischen Adelsstand erhoben. Das Ehepaar ließ sich in [[Bamberg]] nieder, wo der Mann als Bankier und Tabakfabrikant tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[David von Eichthal|David Freiherr von Eichthal]] zählte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den führenden [[Industrieller|Industriellen]] [[Baden (Land)|Badens]]. Sein Bruder [[Simon von Eichthal|Simon Freiherr von Eichthal]] betätigte sich von Anfang an im väterlichen Bankhaus zu München. 1832 übernahm er die Vermittlung einer [[Staatsanleihe]] von 60 Millionen Franken an [[Königreich Griechenland|Griechenland]], das ihm den Titel eines königlichen griechischen Staatsrates einbrachte. Bekannt wurde er als Unternehmer und Mitbegründer der [[Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank|Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank]]. Freiherr Simon von Eichthal wurde der erste Direktor der Bank, die gemäß den Statuten neben Kreditgeschäften auch [[Feuerversicherung|Feuer-]] und [[Lebensversicherung (Deutschland)|Lebensversicherungen]] abschloss. Sie war die erste Bank in Deutschland, die in der Rechtsreform der [[Aktiengesellschaft]] betrieben wurde. Mit dieser Bankgründung wurde in Bayern erstmals eine kapitalkräftige Sammelstelle für Privatgelder geschaffen, die sich günstig auf Landbau, Handel und einsetzende Industrialisierung auswirkte. Sie wurde zum Vorbild einer ersten deutschen Bankgründungswelle in den Jahren 1848 und 1856. Sein Sohn [[Karl von Eichthal|Carl von Eichthal]], ein Enkel des Aron Elias Seligmann, war Mitbegründer der [[Bayerische Vereinsbank|Bayerischen Vereinsbank]] und schlug damit nicht aus der Reihe der eichthalschen Bankiers. Er gehörte dem Verwaltungsrat dieser Bank an. Nachdem 1998 die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank mit der Bayerischen Vereinsbank zur [[Unicredit Bank|HypoVereinsbank]] fusionierte, könnte man meinen, dass sich die ehemaligen Gründungsgelder der Familie Eichthal wieder auf ihren ursprünglichen Besitz besonnen hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.br.de/themen/religion/juden-bayern-juedisches-leben154.html Lebensläufe: Aron Elias Seligmann - Bankier des Königs] [[Bayerischer Rundfunk]], 3.&amp;amp;nbsp;Januar 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Annette Weber (Kunsthistorikerin)|Annette Weber]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Palais Seligmann in Leimen – oder wie man das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Leben in Baden 1809 bis 2009. 200 Jahre Oberrat der Israeliten Badens.&amp;#039;&amp;#039; Ostfildern 2009 (ISBN 978-3-7995-0827-8), S. 57–63.&lt;br /&gt;
* Karl Günther: &amp;#039;&amp;#039;Das Haus Seligmann in Leimen im Lichte neuer Quellen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung&amp;#039;&amp;#039;, Folge 14, 1995, S. 127–149.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|219|220|Seligmann, Aaron Elias|Richard Winkler|12337166X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12337166X|VIAF=69833495}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seligmann, Aron Elias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leimen, Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1747]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1824]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seligmann, Aron Elias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Freiherr von Eichthal&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Hoffaktor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. April 1747&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leimen (Baden)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Januar 1824&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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