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	<title>Arnold Rikli - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Über-Blick am 15. Februar 2026 um 04:21 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold Rikli.jpg|mini|Arnold Rikli]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arnold Rikli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Februar]] [[1823]] in [[Wangen an der Aare]], [[Kanton Bern]]; † [[30. April]] [[1906]] in [[Wolfsberg (Kärnten)|Sankt Thomas]], [[Kärnten]], [[Österreich-Ungarn]]) war ein [[Schweiz]]er Färbereibesitzer und Naturheiler. Er ist der Begründer der „Atmosphärischen Kur“, bei der [[Sonnenbad|Licht- und Luftbäder]] eine wesentliche Rolle spielen. 1855 hatte er seine Sonnenbäderbehandlung&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; bekanntgemacht. Rikli war ein Anhänger der sogenannten [[Lebensreform]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Geboren wurde Rikli als Sohn eines angesehenen Politikers und Besitzers einer [[Färberei]]. Im Blick auf seine zukünftigen Aufgaben im väterlichen Betrieb erhielt er ein strenge Erziehung. Als Zwanzigjähriger arbeitete er in der elterlichen Färberei mit, wo er auch seine Lehre als Färber absolviert hatte. 1845 gründete er bereits mit seinen Brüdern Karl und Rudolf eine Garnfärberei in [[Seeboden am Millstätter See|Seebach Seeboden]] am [[Millstätter See]] (Kärnten). Sein Hauptinteresse galt aber bereits in diesen Jahren der [[Naturheilkunde]], nicht zuletzt wohl deshalb geriet sein Betrieb in finanzielle Probleme. In diesen Jahren konstruierte er einen &amp;#039;&amp;#039;Bettdampf-Apparat&amp;#039;&amp;#039; und erwarb sich einen Namen als &amp;#039;&amp;#039;Wasserarzt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854, nachdem er sich selbst erfolgreich von einer Krankheit geheilt hatte, zog er mit seiner Familie in das klimatisch günstig gelegene [[Bled|Veldes]] in [[Oberkrain]] im heutigen [[Slowenien]], um dort eine Heilanstalt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Europeana-Bildarchiv |url=https://classic.europeana.eu/portal/de/record/92068/URN_NBN_SI_doc_CKKNZTJO.html |titel=Kur- und Hausordnung Heilanstalt Veldes 1902 |werk=als PDF zum Download |datum= |abruf=2021-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu gründen. Er behandelte in den Sommermonaten – wohl mit einigem Erfolg – hauptsächlich leichtere Fälle, die er sich selbst aussuchen konnte, und scharte eine beachtliche Anzahl von Anhängern um sich. In den Wintermonaten behandelte er zunächst in [[Ljubljana|Laibach]], dann in [[Triest]] und [[Gries-Quirein|Gries]] bei [[Bozen]] auch schwerere Krankheiten und versagte teilweise u. a. auch bei seinen eigenen Kindern. Konflikte mit Ärzten endeten oft vor Gericht, doch Rikli blieb bis zu seinem Tod selbstbewusst seinen Theorien treu und war überzeugt, einen wichtigen Beitrag für die Medizin geleistet zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1989 wird jährlich der Arnold-Rikli-Preis von der Light Foundation in Atlanta (USA) vergeben. Ausgezeichnet werden Arbeiten, die sich mit der biologischen Wirkung von Licht auf den Menschen beschäftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0033-1358950.pdf Ernst G. Jung; Peter Bocionek: &amp;#039;&amp;#039;25 Jahre Arnold-Rikli-Preis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Dermatologie&amp;#039;&amp;#039; 40 (2014), S. 47–49] (Abruf am 6. Januar 2025)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Jörg-Wolff-Stiftung vergibt seit 2016 ebenfalls einen – mit 10.000 Euro dotierten – Arnold-Rikli-Preis für photo-biologische Forschung in Bezug auf den menschlichen Organismus. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft der Europäischen Gesellschaft für [[Photobiologie]] (ESP).&amp;lt;ref&amp;gt; https://www.joerg-wolff-stiftung.de/projekte/der-arnold-rikli-preis/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Bruder war der Unternehmer [[Samuel Friedrich Rikli]], sein Cousin der Kaufmann und Politiker [[Johann Rudolf Moser]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Riklis Heilkuren ==&lt;br /&gt;
Rikli, der auch „Sonnendoktor“ genannt wurde, behandelte seine Patienten mit Wasser-Luft-Licht-Therapien, Beschäftigung an der frischen Luft, intensiven Sonnenbädern ([[Heliotherapie]]) und einer vegetarischen [[Diät]]. Seine Kurgäste verbrachten die Nächte in auf [[Vincenz Prießnitz]] zurückgehenden&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Robert Koch (1843–1910). Ein Essai.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 36/37, 2017/2018 (2021), S. 73–109, hier: S. 104 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; offenen Hütten, in der Umgebung befanden sich „Luftparks“ wie das „Riklikum“ oder die „Arnoldshöhe“, gewissermaßen Fitnessplätze, wohin seine Patienten barfuß und minimal bekleidet wanderten. In den Kurgebäuden badete der Gast in Bassins und begab sich unter Duschen und Dampfbäder, auf den Dächern befanden sich großzügige Sonnenterrassen. Das wesentliche Prinzip der [[Kur]] bestand im „atmosphärischen Wechselreiz“ von Wasser, Luft und Licht, welches das körperliche und seelische Gleichgewicht wiederherstellen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Rikli wissenschaftlichen Erkenntnissen seiner Zeit keinen Glauben schenkte, sträubte er sich gegen schulmedizinische Behandlungen wie [[Impfung]]en oder Operationen und wurde zum erbitterten Gegner der Ärzteschaft. Die Naturheilkundler hingegen heben bis heute seine Verdienste und Beiträge (u. a. zur Lichttherapie) hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zuletzt dank Rikli wurde Veldes zu einem bedeutenden [[Kurort]] und erlebte in den Jahren bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] einen beachtlichen Aufschwung; auch heute werden abgewandelte Formen von Riklis Kuren im heutigen [[Bled]] angeboten. Zu seinen „Schülern“ gehörte der Maler und Sozialreformer [[Karl Wilhelm Diefenbach]] (1851–1913), der in Wien eine Landkommune nach den Prinzipien von Rikli gründete. In Riklis Kuranstalt in Veldes trafen sich auch der Industriellensohn [[Henri Oedenkoven]], die Pianistin [[Ida Hofmann]] und die Brüder [[Karl Gräser (Offizier)|Karl]] und [[Gusto Gräser]], die zusammen im Herbst 1900 den Weinberg über [[Ascona]] besiedelten. Sie nannten ihr Unternehmen, zu dem eine Naturheilanstalt gehörte, „Berg der Wahrheit – [[Monte Verità]]“. Auch diese 20 Jahre bestehende Anstalt folgte den Heilweisen von Rikli, darüber hinaus aber wurde sie zu einer Begegnungsstätte kulturrevolutionärer Geister, zur „Wiege der [[Alternativkultur]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alfred Brauchle]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Färbereibesitzer Arnold Rikli. Der Sonnen Doktor.&amp;#039;&amp;#039; In: derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Naturheilkunde in Lebensbildern&amp;#039;&amp;#039;. 2. erw. Aufl. von &amp;#039;&amp;#039;Große Naturärzte&amp;#039;&amp;#039;. Reclam-Verlag, Stuttgart 1951, S. 204–218.&lt;br /&gt;
* [[Kai Buchholz]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Lebensreform. Entwürfe zur Neugestaltung von Leben und Kunst um 1900.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Häusser Verlag, Darmstadt 2001, ISBN 3-89552-077-2.&lt;br /&gt;
* Martin Green: &amp;#039;&amp;#039;Mountain of Truth. The Counterculture begins.&amp;#039;&amp;#039; Ascona, 1900–1920. University Press of New England, Hanover and London 1986.&lt;br /&gt;
* [[Robert Jütte]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Alternativen Medizin. Von der Volksmedizin zu den unkonventionellen Therapien von heute.&amp;#039;&amp;#039; Verlag C. H. Beck, München 1996, ISBN 3-406-40495-2.&lt;br /&gt;
* Friedhelm Kirchfeld; Wade Boyle: &amp;#039;&amp;#039;Nature Doctors. Pioneers in Naturopathic Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Medicina Biologica, Portland, Oregon; Buckeye Naturopathic Press, East Palestine, Ohio 1994.&lt;br /&gt;
* Zdenko Levental: &amp;#039;&amp;#039;Arnold Rikli aus Wangen 1823—1906 und seine «Athmosphärische Kur»&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Oberaargaus&amp;#039;&amp;#039; 20 (1977), S. 133–144 ([https://biblio.unibe.ch/digibern/jahrbuch_oberaargau/jahrbuch_oberaargau_1977.pdf Digitalisat] (PDF-Datei; 4,0&amp;amp;nbsp;MB)).&lt;br /&gt;
* Zdenko Levental: &amp;#039;&amp;#039;Der Sonnendoktor Arnold Rikli.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gesnerus (Zeitschrift)|Gesnerus]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 34 (1977), Heft 3–4, S. 394–403 (kürzere Fassung des Beitrags im &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Oberaargaus&amp;#039;&amp;#039; 20 (1977)).&lt;br /&gt;
* Eberhard Mros: &amp;#039;&amp;#039;Phänomen Monte Verità.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Siedler (1900–1920).&amp;#039;&amp;#039; Ascona 2007.&lt;br /&gt;
* {{HLS|46147|Arnold Rikli|Autor=[[Hubert Steinke]]}}&lt;br /&gt;
* [[Harald Szeemann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Monte Verità. Berg der Wahrheit.&amp;#039;&amp;#039; Electa Editrice, Milano 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bled.si/EN/default.asp?id=303 History. The beginnings of tourism: Arnold Rikli (Beitrag der Stadt Bled)] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0033-1358950.pdf Ernst G. Jung; Peter Bocionek: &amp;#039;&amp;#039;25 Jahre Arnold-Rikli-Preis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Dermatologie&amp;#039;&amp;#039; 40 (2014), S. 47–49]&lt;br /&gt;
* Michael van Orsouw: [https://blog.nationalmuseum.ch/2022/07/naturheiler-arnold-rikli/ &amp;#039;&amp;#039;Der nackte Sonnendoktor&amp;#039;&amp;#039;]. Im Blog des [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseums]] vom 27. Juli 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1016911963|VIAF=122054528}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rikli, Arnold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alternativmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Freikörperkultur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensreform in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lebensreform)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Monte Verità)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1823]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rikli, Arnold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Naturarzt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Februar 1823&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wangen an der Aare]], [[Kanton Bern]], [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. April 1906&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wolfsberg (Kärnten)|Sankt Thomas]], [[Kärnten]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Über-Blick</name></author>
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