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	<title>Arnold Kowalewski - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T08:58:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arnold_Kowalewski&amp;diff=2020964&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:D0:9701:E111:A907:E316:9198:D6A5 am 11. Mai 2022 um 11:27 Uhr</title>
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		<updated>2022-05-11T11:27:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Grab Arnold Kowalewski.jpg|thumb|Das Grab von Arnold Kowalewski im Familiengrab auf dem [[Burgfriedhof Bad Godesberg]] in Bonn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arnold Christian Felix Kowalewski&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. November]] [[1873]] in [[Zalewo (Miłomłyn)|Sallewen]], [[Landkreis Osterode in Ostpreußen]]; † [[1945]] in [[Doberlug-Kirchhain|Kirchhain-Doberlug]]) war ein außerordentlicher Professor für [[Philosophie]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kowalewskis Eltern waren der Lehrer und Preußische Schulrat Leonhard Julius Kowalewski († 1929) und Maria, geb. Pommerening († 1926). Sein Bruder war der Mathematiker [[Gerhard Kowalewski]]. Nach dem Besuch des Gymnasiums in [[Graudenz]] studierte er Philosophie, Physik, Mathematik und Philologie in Jena, Berlin, Königsberg und Greifswald.&amp;lt;ref&amp;gt;Biographische Angaben weitgehend nach Christian Tilitzki: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Akademie, Berlin 2002, S. 67–69&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1897 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er bei [[Günther Thiele]] (1841–1910) mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Kritische Analyse von [[Arthur Collier]]s Clavis universalis.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Collier (1680–1732) war ein in Oxford ausgebildeter Priester der [[Church of England|Anglikanischen Kirche]] und Philosoph. Schriften unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Clavis universalis&amp;#039;&amp;#039; stammen von 1712 und 1713.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im folgenden Jahr ging Kowalewski nach Leipzig zu [[Wilhelm Wundt]] zum Studium der experimentellen Psychologie. Hierauf verfasste er als Kritik am [[Neukantianismus]] die Schrift &amp;#039;&amp;#039;Prodomos einer Kritik der erkenntnistheoretischen Vernunft,&amp;#039;&amp;#039; die die Grundlage seiner [[Habilitation]] 1899 in Königsberg bildete. In der Folge versuchte er die Metaphysik [[Arthur Schopenhauer]]s experimentalpsychologisch zu begründen. Im Laufe der Zeit entwickelte er eine kritische Position zu Schopenhauer und näherte sich dem [[Fiktionalismus]] von [[Hans Vaihinger]]. Im Jahr 1906 hatte er eine Lehrstuhlvertretung in Breslau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kowalewski war Teilnehmer des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. Nach dem Krieg wurde er Mitglied der [[Freikonservative Partei|Freikonservativen Partei]]. Im Jahr 1920 erhielt Kowalewski einen Lehrauftrag für [[Religionsphilosophie]], mit der er sich in der Folgezeit verstärkt befasste. Als Themen traten dabei Fragen der Ethik und der sozialen Lage in den Vordergrund. 1921 wurde er zum nichtbeamteten ao. Professor ernannt. Daneben war er zeitweise Vorsitzender des Königsberger Ortsvereins der von Vaihinger begründeten [[Kant-Gesellschaft]] und trug mit kleineren philologischen Arbeiten zur Kantforschung bei, darunter 1924 die Veröffentlichung der neu aufgefundenen Kolleghefte des [[Heinrich Graf zu Dohna-Wundlacken|Grafen Heinrich zu Dohna-Wundlacken]]. Darüber hinaus befasste er sich mit [[Kombinatorik]] und [[Farbordnungssystem]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kowalewski wurde zum 1. Juni 1933 Mitglied im [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|Nationalsozialistischen Lehrerbund]] (Mitgl. Nr. 241.500), aus dem er am 15. Mai 1939 wieder austrat. Ab 1933 gehörte er zudem dem [[Bund Deutscher Osten]] an. 1934 erhielt er auf Betreiben Vaihingers einen Lehrauftrag für ostpreußische Geistesgeschichte. Seine Lehrtätigkeit setzte er auch nach Erreichen der Altersgrenze bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges fort. Anfang 1945 war Kowalewski mit seiner Familie vor der russischen Besetzung Königsbergs zu Freunden nach Kirchhain-Doberlug ausgewichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Bibliothek Kowalewskis wird am [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchiv Marbach]] aufbewahrt. Ein weiterer Teil befindet sich im [[Kant-Archiv]] der [[Universität Marburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kritische Analyse von Arthur Colliers Clavis universalis,&amp;#039;&amp;#039; 1897. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Prodomos einer Kritik der erkenntnistheoretischen Vernunft,&amp;#039;&amp;#039; 1898&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Psychologie des Pessimismus,&amp;#039;&amp;#039; 1904&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moltke als Philosoph,&amp;#039;&amp;#039; 1905&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arthur Schopenhauer und seine Weltanschauung,&amp;#039;&amp;#039; 1908&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ansätze zum Fiktionalismus bei Schopenhauer,&amp;#039;&amp;#039; 1919&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die philosophischen Hauptvorlesungen Immanuel Kants. Nach den aufgefundenen Kollegheften des Grafen Heinrich zu Dohna-Wundlacken,&amp;#039;&amp;#039; 1924&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Harmonie der sittlichen Werte,&amp;#039;&amp;#039; 1930&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was ich Schopenhauer verdanke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Schopenhauer-Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 25, 1938, S. 42–60&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;postum&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Begriff und Bedeutung der immanenten Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Antrittsvorlesung an der Albertus-Universität zu Königsberg gehalten am 6. März 1899. Hrsg. von Sabina Laetitia Kowalewski, Angela Hackbarth, St. Georgen/Schwarzwald 1998&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; Rudolf Euckens Schopenhauer-Auffassung. Über den Wert des Schopenhauerschen Systems. Hrsg. von Sabina Laetitia Kowalewski, Angela Hackbarth, St. Georgen/Schwarzwald 1998&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der Kantischen Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Sabina Laetitia Kowalewski, Angela Hackbarth, St. Georgen/Schwarzwald 1998&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spenglers Kantkritik.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Sabina Laetitia Kowalewski, Angela Hackbarth, St. Georgen/Schwarzwald 1998&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Königsberger Vorlesungen 1925–1927.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Sabina Laetitia Kowalewski, Olms, Hildesheim 1999&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Kowalewski]]: &amp;#039;&amp;#039;Bestand und Wandel. Meine Lebenserinnerungen. Zugleich ein Beitrag zur neueren Geschichte der Mathematik.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1950.&lt;br /&gt;
* [[Waltraud Voss]]: &amp;#039;&amp;#039;Arnold Kowalewski – ein interdisziplinärer Wissenschaftler.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Toepell]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mathematik im Wandel. Anregungen zum fachübergreifenden Mathematikunterricht.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Franzbecker, Hildesheim u.&amp;amp;nbsp;a. 2001, ISBN 3-88120-342-7, S. 426–451 (&amp;#039;&amp;#039;Mathematikgeschichte und Unterricht&amp;#039;&amp;#039; 3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20070611051839/http://web.uni-marburg.de/kant/webseitn/ko-biblio.htm Schriftenverzeichnis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116345764|LCCN=n/85/295260|VIAF=109050041}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kowalewski, Arnold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albertus-Universität Königsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Freikonservativen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kantianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kowalewski, Arnold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kowalewski, Arnold Christian Felix (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. November 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zalewo (Miłomłyn)|Sallewen]], [[Landkreis Osterode in Ostpreußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Doberlug-Kirchhain]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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