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	<title>Arnold Gustavs - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arnold_Gustavs&amp;diff=1776006&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-03-20T18:12:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arnold Gustavs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Januar]] [[1875]] in [[Neuenkirchen (bei Greifswald)]]; † [[19. Dezember]] [[1956]] in [[Stralsund]]) wirkte von 1903 bis 1948 als Pfarrer auf der Insel [[Hiddensee]]. Er machte sich als [[Altorientalistik|Altorientalist]] weithin einen Namen. Mit dem Dichter [[Gerhart Hauptmann]] verband ihn eine langjährige Freundschaft. Beider Gräber befinden sich auf dem Friedhof der [[Inselkirche Hiddensee|Inselkirche]] in [[Kloster (Insel Hiddensee)|Kloster auf Hiddensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Arnold Gustavs war das älteste von zwei Kindern des Neuenkirchener Lehrers Franz Gustavs († 1930). Bis zu seinem Eintritt in das [[Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Greifswald|Greifswalder Gymnasium]] wurde er von seinem Vater unterrichtet. Nach dem Abitur 1893 studierte er an der [[Universität Greifswald]] Theologie, wo er u.&amp;amp;nbsp;a. die Vorlesungen des Systematikers [[Hermann Cremer]] und des Kirchenhistorikers [[Victor Schultze]] hörte, dessen [[Studentische Hilfskraft|Famulus]] er wurde. Neben seinem Studium beschäftigte er sich mit [[Germanistik]], insbesondere mit [[Altsächsisch]] und Altnordisch.&lt;br /&gt;
Sein Erstes Theologisches Examen legte er 1897 mit einer Examenspredigt über {{B|Gal|4|4|LUT}} in der Inselkirche zu [[Kloster (Insel Hiddensee)|Kloster]] auf Hiddensee ab. 1899 absolvierte er sein Zweites Theologisches Examen. Ab 1900 arbeitete er in der Inneren Mission in [[Von Bodelschwinghsche Anstalten Bethel|Bethel]] bei [[Bielefeld]] und ab 1902 als Hilfsprediger in [[Rheine]] (Westfalen). Ab Oktober 1903 war er [[Pfarrer]] von [[Hiddensee]] und interessierte sich besonders für die Geschichte der [[Insel]].&lt;br /&gt;
Er trug im Laufe seines Lebens eine umfangreiche Sammlung von Steinwerkzeugen zusammen, die er der damaligen Biologischen Forschungsanstalt Hiddensee übergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Buch „Die Insel Hiddensee“ (siehe auch Gliederungspunkt Ruhestand) geht Arnold Gustavs ausführlich auf die Geschichte der [[Insel]] ein und schreibt auch über die noch vorhandenen Reste vom Kloster wie den [[Grabstein]] des Abtes Johann Runneberg.&lt;br /&gt;
Als [[Student]] der [[Theologie]] besuchte Arnold Gustavs Hiddensee im Jahr 1896. Im Buch schildert er die damaligen Lebenszustände und Menschen sehr genau.&lt;br /&gt;
Arnold Gustavs kam im Herbst 1903 als [[Pfarrer]] nach Hiddensee. Von den Bewohnern hörte er viel über deren Lebens- und Arbeitsbedingungen, deren Schilderungen bis zum Jahr 1854 zurückreichten. Er schrieb interessante Ereignisse wie „Die Siebenundfünfziger“ in das Buch.&lt;br /&gt;
Über das Schulwesen berichtet der Pfarrer, dass erst 1835 mit der Aufhebung der [[Leibeigenschaft]] und als die [[Insel]] in den [[Besitz]] des „Klosters zum Heiligen Geist“ in [[Stralsund]] übergegangen war, eine geordnete Schulausbildung aufgebaut wurde. Die meisten Erwachsenen konnten jedoch nicht Schreiben und machten als [[Unterschrift]] weiterhin 3 Kreuze. Arnold Gustavs fand in einem [[Rezess]] von 1864, dass von 57 Unterschriften, noch 37 Personen mit Kreuzen unterschrieben hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch selbst sind keine Fotos abgebildet. Sein Sohn [[Eggert Gustavs]] hatte sich autodidaktisch zum [[Maler]] und [[Grafiker]] qualifiziert und zahlreiche [[Grafik]]en sind von ihm im Buch enthalten. Die grafische [[Gestaltung]] des [[Bucheinband|Einbandes]] ist von [[Georg Hülsse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keilschriftforschung ===&lt;br /&gt;
Seit seinem Amtsantritt auf Hiddensee befasste er sich mit der [[Keilschrift]], die im Vorderen Orient im Zeitraum von etwa 2600 bis in die letzten Jahrzehnte v.&amp;amp;nbsp;Chr. von vielen Völkerschaften in verschiedenen Sprachen benutzt wurde. Im Sommer 1923 wurde von ihm, [[Bruno Meißner]], [[Fritz Schachermeyr]], [[Eckhard Unger]] und [[Ernst Friedrich Weidner]] die [[Altorientalistik|Altorientalische]] Gesellschaft gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gerhart Hauptmann ===&lt;br /&gt;
Einen wichtigen Platz in seinem Leben nahm die Freundschaft mit [[Gerhart Hauptmann]] ein. So bemühte er sich, Hauptmann ein Haus auf Hiddensee zu verschaffen. 1930 erwarb Hauptmann das [[Gerhart-Hauptmann-Museum (Hiddensee)|Haus „Seedorn“]] in Kloster als Sommersitz. Auf Bitten Gerhart Hauptmanns wurden Arnold Gustavs und seine Frau Verwalter seines Hauses, bis es durch die Gemeinde als Gedenkstätte übernommen wurde. Am 6. Juni 1946 starb Gerhart Hauptmann in Schlesien. Seinem einmal geäußerten Wunsch entsprechend fand die Beisetzung auf Hiddensee statt. Pfarrer Gustavs gestaltete die Feierlichkeiten und hielt seinem alten Freund die Trauerrede über {{B|2 Kor|12|4|LUT}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Die Rolle von Arnold Gustavs in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] ist umstritten. Das [[Deutschlandradio Kultur]] äußerte in einem  Rundfunkbeitrag 2015: „Arnold Gustavs war nicht Mitläufer, er war ein glühender Verehrer Hitlers, ein fanatischer Anhänger, der seine Autorität auch außerhalb der Kirche nutzte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Bub: [http://www.deutschlandradiokultur.de/predigten-fuer-den-fuehrer-hiddensee-streitet-ueber-die.1278.de.html?dram:article_id=329657 &amp;#039;&amp;#039;Hiddensee streitet über die Rolle seines Pfarrers&amp;#039;&amp;#039;.] in: [[Deutschlandradio Kultur]], Sendung „Religionen“, 30. August 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem widerspricht Konrad Glöckner, Pastor zu Kloster auf Hiddensee.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kirche-hiddensee.de/deutschlandradio_kultur.pdf Offener Brief] von Konrad Glöckner vom 2. September 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ruhestand ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Arnold Gustavs-Grave.jpg|mini|Gustavs’ Grab auf Hiddensee]]&lt;br /&gt;
Im Ruhestand schrieb Arnold Gustavs ein Heimatbuch über die Insel Hiddensee. Das Buch ist 1952 im [[Hinstorff Verlag]] Rostock erschienen. 1993  erschien die fünfte Auflage, eine neu bearbeitete Auflage 2009. Seine Erinnerungen an Gerhart Hauptmann wurden postum von Gustav Erdmann 1962 im [[Petermänken-Verlag]] Schwerin herausgegeben. Daneben war er ehrenamtlich Vertrauensmann für Bodenaltertümer auf Hiddensee.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gustavs, Arnold.&amp;#039;&amp;#039; In: Grete Grewolls: &amp;#039;&amp;#039;Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern? Ein Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039;. Edition Temmen, Bremen 1995, ISBN 3-86108-282-9, S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinem achtzigsten Geburtstag am 7. Januar 1955 erhielt Arnold Gustavs ein Glückwunschschreiben von [[Otto Grotewohl]] im Namen der Regierung der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], in dem es hieß: {{&amp;quot; |Ich nehme gern Gelegenheit, Ihnen zu Ihrem 80. Geburtstag die Grüße und Glückwünsche der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik zu übersenden. Als einer der Freunde unseres unvergeßlichen Gerhart Hauptmann haben Sie seinen Nachlaß und sein Wirken in Kloster auf Hiddensee in liebevolle Pflege genommen und damit dem deutschen Volke einen guten Dienst erwiesen. Ich danke Ihnen an Ihrem 80. Geburtstag für Ihr zwar stilles aber bedeutsames Wirken und wünsche Ihnen noch viele Jahre Gesundheit und Wohlergehen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Dezember 1956 starb Arnold Gustavs im Stralsunder Krankenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Arnold Gustavs war seit dem 1. September 1905 mit Helene Lützow (* 1885; † 1963 in Stralsund) verheiratet. Das Paar hatte vier Kinder: Annalise (* 1906), Malte (1907–1945, Vater von Arne Gustavs),  [[Eggert Gustavs]] (1909–1996, Maler und Graphiker) sowie Ingeborg (1915–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1921 [[Lizentiat]] theol. h. c. der Universität Greifswald&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Arnold Gustavs&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Arne Gustavs&lt;br /&gt;
   |Titel=Hiddensee&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Aufzeichnungen eines Inselpastors&lt;br /&gt;
   |Auflage=5.&lt;br /&gt;
   |Verlag=C. Gustavs&lt;br /&gt;
   |Ort=Joachimsthal&lt;br /&gt;
   |Datum=1993&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-929833-00-X}}&lt;br /&gt;
* Arne Gustavs: &amp;#039;&amp;#039;Mein Großvater, der Inselpastor.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Renate Seydel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hiddensee Ein Lesebuch&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein Buchverlage Berlin 1997, ISBN 3-548-23855-6, S. 247–265.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Owe Gustavs&lt;br /&gt;
   |Titel=Reichsgottesdienst auf Hiddensee 1933–1945. Arnold Gustavs – Inselpastor im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistisches in pommerschen Kirchenblättern und dem Jahrbuch „Auslanddeutschtum und evangelische Kirche“. Eine Dokumentation&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Edition Andreae Hiddensee&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-939804-41-3}} Dazu [https://web.archive.org/web/20130221065645/http://www.arnold-gustavs.de/index.php/reichsgottesdienst/kritische-stellungnahme-von-arne-gustavs „eine kritische Stellungnahme von Arne Gustavs“] und eine [https://web.archive.org/web/20150923173801/http://www.arnold-gustavs.de/index.php/reichsgottesdienst/rezension-reichsgottesdienst-von-irmfried-garbe Rezension von Irmfried Garbe].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116931167}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|237193655}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.today/2013.02.06-203517/http://www.kirche-mv.de/Arnold-Gustavs-Strasse.9703.0.html Gemeinde Neuenkirchen benennt Straße nach Arnold Gustavs]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20150924092608/http://www.rueganer-anzeiger.de/archiv/artikel/erinnerungen-an-die-reichspogromnacht-1938/ &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an die Reichspogromnacht 1938&amp;#039;&amp;#039;.] Rüganer Anzeiger, 5. November 2008&lt;br /&gt;
* Alexa Hennings: [https://www.deutschlandfunkkultur.de/arger-auf-hiddensee-pdf.media.14854fb70cfa1777bd398f628d83b5b1.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ärger auf Hiddensee: Vom Streit um einen alten Pfarrer und um ein neues Kino&amp;#039;&amp;#039;.] [[Deutschlandradio Kultur]], Sendung „Länderreport“, 6. September 2011, zuletzt abgerufen am 31. August 2015 (pdf; 73 kB; auch im [http://www.deutschlandradiokultur.de/arger-auf-hiddensee-txt.media.8bfe5bd1bfa1cf1dcd2f52d4454cc5dc.txt txt-Format]). – Dazu:  Arne Gustavs: [https://web.archive.org/web/20150923173800/http://www.arnold-gustavs.de/index.php/reichsgottesdienst/offener-brief-an-alexa-hennings &amp;#039;&amp;#039;Offener Brief an Alexa Hennings&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
* [http://arnold-gustavs.de/ Website über Arnold Gustavs]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116931167|LCCN=n85327613|VIAF=45066929}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gustavs, Arnold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Vorpommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Pommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altorientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gustavs, Arnold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=evangelischer Pfarrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neuenkirchen (bei Greifswald)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Dezember 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stralsund]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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