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	<title>Arnold Bernhard - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T19:27:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arnold_Bernhard&amp;diff=1413151&amp;oldid=prev</id>
		<title>2001:16B8:CBBF:A00:21B3:5A48:A862:2D54: /* Leben */</title>
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		<updated>2024-09-22T05:28:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arnold Bernhard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Oktober]] [[1886]] in [[Dargun]]; † nach dem 9. Oktober [[1944]] im [[KZ Auschwitz]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Fabrikant]] und Vorsitzender der [[Jüdische Gemeinde Rostock|Jüdischen Gemeinde]] in [[Rostock]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Arnold Bernhard.jpg|mini|Denkstein in der [[Schnickmannstraße]] 9 in Rostock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rostock Lindenpark Gedenkstein Arnold Bernhard 2011-10-07.jpg|mini|Grabstein Siegmund Bernhards mit Gedenkeintrag zu Arnold Bernhard auf dem [[Jüdischer Friedhof (Rostock)|Jüdischen Friedhof in Rostock]]]]&lt;br /&gt;
Arnold Bernhard wurde als jüngster von drei Söhnen des Fabrikanten und Kaufmanns Siegmund Bernhard (1846–1934) und dessen Frau Helene, geborene Löwenberg (1855–1944; Theresienstadt), in Dargun geboren. Sein Vater führte dort die kleine Bürsten- und Bürstenholzfabrik &amp;#039;&amp;#039;B. J. Bernhard&amp;#039;&amp;#039; und war Vorsteher der dortigen jüdischen Gemeinde. Als die Familie im Mai 1890 nach Rostock zog, baute der Vater in der [[Schnickmannstraße]] 9 und am Warnowufer 6 eine neue Fabrik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arnold Bernhard nahm am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] vom 13.&amp;amp;nbsp;September 1915 bis zum Dezember 1918 als Sanitätsoffizier an der Westfront teil. Für seinen Einsatz wurde er mit mehreren Orden ausgezeichnet, so mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz II. Klasse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.&amp;amp;nbsp;Juni 1920 heiratete Arnold Bernhard in [[Parchim]] Emma Hess (1899–1944), mit der er zwei Töchter und einen Sohn hatte. Arnold und sein Bruder Otto (1884–1931) traten noch zu Lebzeiten des Vaters in den Familienbetrieb &amp;#039;&amp;#039;B. J. Bernhard&amp;#039;&amp;#039; ein und übernahmen dessen Leitung. Die Firma lieferte auch Bürstenhölzer an Max Samuels &amp;#039;&amp;#039;Emsa-Werke&amp;#039;&amp;#039;, die 1916 in die Friedrichstraße 28, Rostock, verlegt worden waren. Bis 1930 lebte Bernhard mit Familie in der Rosa-Luxemburg-Straße 15 (damals Kaiser-Wilhelm-Straße) und zog dann ins Elternhaus in der Schnickmannstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1924 war er Mitglied des Vorstands der [[Jüdische Gemeinde Rostock|Israelitischen Gemeinde zu Rostock]], der jüdischen Gemeinde der Hansestadt. In dieser Funktion leistete er nach der „[[Machtergreifung]]“ der Nazis 1933 verfolgten Juden wertvolle Hilfe. Ab 1935 unterhielt er dafür in seiner Wohnung ein Büro. Bis 1938 hegte er wahrscheinlich den Plan, wie sein ältester Bruder Paul (1883–1974) selbst ins Exil zu gehen, denn er lernte die englische und spanische Sprache. Als der Vorsitzende der Israelitischen Gemeinde, [[Max Samuel]], im Frühjahr des Jahres seinem Sohn und Schwiegersohn ins englische Exil folgte, übernahm Arnold Bernhard dessen Funktion. Er wurde damit bis 1994 der letzte Vorsteher der Rostocker Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am 28.&amp;amp;nbsp;Oktober 1938 in der so genannten [[Polenaktion]] Tausende polnischer Juden, die in Deutschland lebten, in das deutsch-polnische Grenzgebiet abgeschoben wurden, begleitete er die aus Rostock abgeschobenen jüdischen Polnischstämmigen und Polen bis zum [[Bahnhof Zbąszynek|deutschen Grenzbahnhof]] in [[Neu Bentschen]]. Während der [[Novemberpogrome 1938]] wurde seine Wohnung verwüstet und seine Firma [[Arisierung|„arisiert“]], er selbst wurde verhaftet und in der [[Altstrelitzer Gefängnis|Landesanstalt Neustrelitz-Strelitz]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Bezeichnung s. &amp;#039;&amp;#039;Chronik der JA Neustrelitz&amp;#039;&amp;#039;. In: [http://www.ja-neustrelitz.de/ Offizielle Website der JA Neustrelitz] (30. März 2011), (offline).&amp;lt;/ref&amp;gt; inhaftiert. Während der &amp;#039;&amp;#039;Novemberpogrome 1938&amp;#039;&amp;#039; wurden dort jüdische Mecklenburger in [[Schutzhaft]] genommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Auch Arnold Bernhard wurde später wieder freigelassen. Es gelang seiner Frau und ihm, die Kinder Ursula (1921–2004), Jürgen Jeffrey (1923–2023) und Johanna (1925–2016) im Ausland unterzubringen. Die Jüngste ging 1938 ins [[Internat Kristinehov]] in Schweden und von dort später weiter nach [[al-Kabri#Israel|Kabri]] in Israel.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingrid Ehlers und Frank Schröder, &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Emanzipation und Vernichtung: zur Geschichte der Juden in Rostock&amp;#039;&amp;#039;, Rostock: Stadtarchiv, 1988, (=Schriftenreihe des Stadtarchivs Rostock; Heft 9), S. 62. Keine ISBN.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die älteren beiden kamen 1939 mit [[Kindertransport]]en nach Britannien.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingrid Ehlers und Frank Schröder, &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Emanzipation und Vernichtung: zur Geschichte der Juden in Rostock&amp;#039;&amp;#039;, Rostock: Stadtarchiv, 1988, (=Schriftenreihe des Stadtarchivs Rostock; Heft 9), S. 70. Keine ISBN.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Älteste kehrte 1946 mit Mann und Tochter nach Deutschland zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Buddrus und Sigrid Fritzlar: &amp;#039;&amp;#039;Juden in Mecklenburg 1845–1945. Lebenswege und Schicksale. Ein Gedenkbuch&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;Kurzbiographien&amp;#039;. Schwerin 2019, S. 68. ISBN 978-3-9816439-9-2&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der so genannten &amp;#039;&amp;#039;Polenaktion&amp;#039;&amp;#039; Am 10.&amp;amp;nbsp;Juli 1942 konnte er die erste [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportation]] mecklenburgischer Juden ins [[Generalgouvernement|deutsch besetzte Polen]] bis nach [[Ludwigslust]] begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arnold Bernhard wurde zusammen mit seiner Frau, seiner Mutter und der Pflegetochter Hanna Levy (1925–1944) am 23.&amp;amp;nbsp;Juni 1943 in das [[Ghetto Theresienstadt]] deportiert, wo seine Mutter an [[Unterernährung]] starb. Er selbst wurde am 9. Oktober 1944 in das [[KZ Auschwitz-Birkenau]] deportiert und ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pamatnik-terezin.cz/prisoner/te-bernhard-arnold |titel=Terezín Memorial, Arnold Bernhard |werk=pamatnik-terezin.cz |sprache=en |abruf=2023-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Seit 2001 trägt eine Straße in Rostock seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dörte Bluhm im Auftr. der &amp;#039;Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung&amp;#039; (RGS), &amp;#039;&amp;#039;25&amp;amp;nbsp;Jahre Stadterneuerung Rostock von 1990 bis 2015&amp;#039;&amp;#039;, Hansestadt Rostock / Oberbürgermeister / Presse- und Informationsstelle (Hrsg.), Rostock: Ostsee-Druck Rostock, 2015, S.&amp;amp;nbsp;16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Schröder u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;100 jüdische Persönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern&amp;#039;&amp;#039;, hg. von der Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock, Rostock 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bernhard, Arnold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Mecklenburg-Vorpommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Religion, Rostock)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bernhard, Arnold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fabrikant und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Rostock&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Oktober 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dargun]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 9. Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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