<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arnold_Agatz</id>
	<title>Arnold Agatz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arnold_Agatz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arnold_Agatz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T00:41:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arnold_Agatz&amp;diff=1541098&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-15642-07: /* Biografie */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arnold_Agatz&amp;diff=1541098&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-12T07:21:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Biografie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Agatz-arnold-in-trommsdorff-paul-der-lehrkoerper-der-TH-hannover-1831-1931-hannover-1931-s082.jpg|mini|Arnold Agatz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eduard Ernst Georg Arnold Agatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. August]] [[1891]] in [[Hannover]]; † [[27. März]] [[1980]] in [[Bremen]]) war ein deutscher [[Bauingenieur]] für Hafenbau, Grundbau und Hafenbaudirektor in Bremen. Er war Mitglied vieler Fachgremien und galt als einer der führenden deutschen Ingenieure im Hafenbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Agatz studierte ab 1911 [[Bauingenieurwesen]] an der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|Technischen Hochschule Hannover]]. Während seines Studiums wurde er Mitglied beim &amp;#039;&amp;#039;[[Verein Deutscher Studenten]] Hannover&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Lange (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kyffhäuser-Verband der Vereine Deutscher Studenten. Anschriftenbuch 1931.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1931, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente er als Soldat. Noch im Oktober 1913 leistete er als Einjährig-Freiwilliger seinen Wehrdienst und war ab 1914 als Unteroffizier der Reserve und ab 1915 als Leutnant in einem Pionierbataillon, wo er einen Scheinwerferzug kommandierte. Er erhielt das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse. Deshalb schloss er sein Studium erst im November 1918 mit dem Diplom ab und wurde danach als Privatassistent bei [[Otto Franzius]] an der Hochschule tätig. 1919 promovierte er zum [[Dr.-Ing.]] und war Januar bis September 1919 Assistent des Direktors Wilhelm Reisner an der städtischen Fischereidirektion in Bremerhaven. Ab Oktober 1919 war er Streckenleiter beim Bau der [[Berliner U-Bahn]] für Siemens und später die [[Siemens-Bauunion]] und Mai 1920 bis April 1922 Oberbauleiter beim Bau der Doppelschleuse in [[Geestemünde]]. Ab Dezember 1922 war er [[Baurat]] beim Hafenbauamt in Bremen. Hier war er ab 1923 aktiv bei der Verstärkung der [[Columbuskaje]] und dem Bau der [[Nordschleuse]] (1927–1931) und der Verlängerung des Kaiser-Docks II in [[Bremerhaven]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 habilitierte er sich in Hannover und wurde Privatdozent für wirtschaftliche Durchführung von Wasserbauten an der Technischen Hochschule Hannover. 1929 war er ein Jahr Lehrstuhlvertreter für [[Otto Franzius]] in Hannover. 1930 wurde er &amp;#039;&amp;#039;Hafenbaudirektor&amp;#039;&amp;#039; in Bremerhaven, was er bis zu seiner Einberufung zu Kriegsbeginn blieb. 1931 erfolgte seine Berufung zum ordentlichen Professor für Wasser- und Grundbau&amp;lt;ref&amp;gt;Angabe im Titel seines Buchs &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf des Ingenieurs gegen Erde und Wasser im Grundbau,&amp;#039;&amp;#039; Springer 1936. Bei Stiglat, &amp;#039;&amp;#039;Bauingenieure und ihr Werk,&amp;#039;&amp;#039; S. 37 auch für Hafen- und Seebau.&amp;lt;/ref&amp;gt; an der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule Berlin]] und als Direktor des Wasserbauinstitutes. 1933 bis 1939 war er Dekan der Fakultät II für Bauwesen der TU Berlin. 1954 wurde er emeritiert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://cp.tu-berlin.de/person/338 |titel=Catalogus Professorum - TU Berlin |abruf=2020-08-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, war jedoch bereits ab 1945 als Hafenbaudirektor in Bremen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 eröffnete er das Ingenieurbüro &amp;#039;&amp;#039;Agatz und Bock&amp;#039;&amp;#039; in Berlin und Köln. 1938 bis 1940 war er mit seinem Ingenieurbüro als Berater der [[Siam]]esischen Regierung am Bau des [[Khlong Toei#Hafen|Hafens von Bangkok]] beteiligt, was er nach dem Krieg fortsetzte. Im Zweiten Weltkrieg war er im Rahmen der Tätigkeit seines Ingenieurbüros für die Kriegsmarine tätig und als Reserveoffizier der Kriegsmarine unabkömmlich gestellt. Er war einer der leitenden Ingenieure (Bauleitung hatte [[Erich Lackner (Ingenieurwissenschaftler)|Erich Lackner]] aus seinem Ingenieurbüro) beim von [[KZ]]-Häftlingen ausgeführten Bau des großen [[U-Boot-Bunker Valentin|U-Boot-Bunkers Valentin]] bei Bremen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denkort-bunker-valentin.de/fileadmin/Lernen_Lehren/Texte_und_Karten/Konzeption_Bunker_Valentin.pdf Denkort Bunker Valentin, S. 7, pdf]. Danach verhinderte er als Hafenbaudirektor nach dem Zweiten Weltkrieg auch die schon angedachte Zerstörung.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er leitete auch den Bau großer Trockendocks der Kriegsmarine in [[Wilhelmshaven]] und bei Bremen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 bis 1970 führte er das &amp;#039;&amp;#039;Ingenieurbüro Prof. Dr. Agatz&amp;#039;&amp;#039; in Bremen. 1945 bis 1947 arbeitete er in leitender Funktion für die [[United States Army|US Army]] an der Wiederherstellung der Häfen in Bremen und Bremerhaven. Agatz war von 1947 bis 1953 Präsident der Hafenbauverwaltung in Bremen. 1954 ging er in den Ruhestand. Nach seiner Pensionierung war Agatz in Bremen Berater für den Senator für Häfen, Schifffahrt und Verkehr. 1970 war er Sonderbeauftragter des Senats beim Bau des [[Container-Terminal Bremerhaven|Container-Terminals Bremerhaven]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Ingenieurbüro Prof. Dr. Agatz&amp;#039;&amp;#039; in Bremen wurde 1971 zum Büro &amp;#039;&amp;#039;Dr. Lackner, Dr. Kranz und Barth&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Prof. Lackner und Partner&amp;#039;&amp;#039; und ging 2001/2003 in die &amp;#039;&amp;#039;Inros Lackner AG&amp;#039;&amp;#039; auf. Erich Lackner war bereits ab 1937 bei Agatz tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 bis 1964 war Agatz Vorstand der Hafenbautechnischen Gesellschaft und war einer der Gründer der [[Deutsche Gesellschaft für Geotechnik|DGGT]]. 1958 bis 1966 leitete er den Küstenausschuss Nord- und Ostsee. Er gehörte auch dem [[Verein Deutscher Ingenieure]] (VDI) mit der Mitgliedsnummer 20187 an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Mitglieder-Verzeichnis 1954 |Hrsg=Verein Deutscher Ingenieure |Verlag=Hoppenstedts Wirtschaftsverlag |Ort=Essen |Datum=1954 |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 wurde er Ehrendoktor der TH Hannover und 1958 Ehrensenator der TU Berlin. 1961 erhielt er das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 1962 den Goldenen Ehrenring des Deutschen Museums. 1954 wurde er Mitglied der [[Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung|Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Agatz und sein Büro konzipierten unter anderem folgende Maßnahmen:&lt;br /&gt;
* Häfen und Hafenerweiterungen: u.&amp;amp;nbsp;a. [[Seeschleuse Wilhelmshaven|Seeschleuse]] (auch IV. Einfahrt) [[Wilhelmshaven]] (1936), [[Bangkok]] (1937), Kandla im [[Golf von Kachchh]] in [[Indien]] (um 1946), zur Hafenerweiterung in [[Kiel]] (ab 1960), Ölhafen [[Hamburg-Waltershof]] (1960), Marinehafen [[Eckernförde]] (ab 1960), [[Cuxhaven]] (ab 1962), [[Mogadischu]] in [[Somalia]] (1962), Tiefwasserhafen [[Lomé]] ([[Togo]], 1960 bis 1967), Erzhafen Bremerhaven (ab 1962), Klöckneranleger in Bremen, [[Brunsbüttelkoog]] (1963), [[Vlissingen]] (1967),&lt;br /&gt;
* Brücken: u.&amp;amp;nbsp;a. die damals größte Massiv[[bogenbrücke]] in Europa, die [[Teufelstalbrücke]] bei [[Jena]] (1938)&lt;br /&gt;
* Marinebauwerke und Bunkeranlagen: u.&amp;amp;nbsp;a. in Deutschland, [[Norwegen]] und [[Frankreich]] (1937–1944) sowie den [[U-Boot-Bunker Valentin]] in Bremen&lt;br /&gt;
* Bewässerungsprojekt &amp;#039;&amp;#039;[[Ganges]]/[[Kobadak]]&amp;#039;&amp;#039; im [[Satkhira (Distrikt)|Satkhira-Distrikt]] in [[Bangladesch]]&lt;br /&gt;
* Wasserstraßenplan für [[Nordrhein-Westfalen]] (ab 1967)&lt;br /&gt;
* Schiffswerften in [[Ferrol]] in Nordspanien (1967), in [[Karatschi]] und in Bremen für die [[Bremer Vulkan|Vulkanwerft]] (Erweiterung ab 1969)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf des Ingenieurs gegen Erde und Wasser im Grundbau.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin 1936.&lt;br /&gt;
* mit [[Erich Lackner (Ingenieurwissenschaftler)|Erich Lackner]] &amp;#039;&amp;#039;Erfahrungen mit Grundbauwerken.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin 1976.&lt;br /&gt;
* mit Lackner &amp;#039;&amp;#039;Spundwandbauwerke&amp;#039;&amp;#039;, in Schleicher (Herausgeber) Taschenbuch für Bauingenieure, Springer Verlag, Band 2, 1955, S. 116–141&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Trommsdorff: &amp;#039;&amp;#039;Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831–1931.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1931, S. 82–83.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Schwarzwälder]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Große Bremen-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Stiglat]]: &amp;#039;&amp;#039;Bauingenieure und ihr Werk.&amp;#039;&amp;#039; [[Ernst &amp;amp; Sohn]], Berlin 2004, ISBN 3-433-01665-8, S. 37.&lt;br /&gt;
* Marc Zirlewagen: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Vereine Deutscher Studenten&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Books on Demand, Norderstedt 2014&lt;br /&gt;
* [[Achim Hettler]] und [[Karl-Eugen Kurrer]]: &amp;#039;&amp;#039;Erddruck&amp;#039;&amp;#039;. Ernst &amp;amp; Sohn, Berlin 2004, S. 105ff., ISBN 978-3-433-03274-9.&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119499355|LCCN=no2023115856|VIAF=52500621}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Agatz, Arnold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotechniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (TH Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im VVDSt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Technischen Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Agatz, Arnold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Agatz, Eduard Ernst Georg Arnold (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bauingenieur, Hafenbaudirektor in Bremen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. August 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. März 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15642-07</name></author>
	</entry>
</feed>