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	<title>Arno Behrisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T22:34:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arno_Behrisch&amp;diff=125963&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-43796-6: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2025-08-21T17:54:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arno Erich Behrisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Juni]] [[1913]] in [[Dresden]]; † [[16. September]] [[1989]] in [[Hof (Saale)|Hof]]) war ein deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|SAP]], [[Deutsche Friedensunion|DFU]]) und [[Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Behrisch lernte Schriftsetzer. Er wurde Mitglied der SPD und ihrer Jugendorganisation [[Sozialistische Arbeiter-Jugend|Sozialistische Arbeiter-Jugend (SAJ)]]. Mit dem aufkommenden Nationalsozialismus verließ er die SPD und schloss sich 1931 der stärker links orientierten [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP)]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] floh er nach Untergrundarbeit in Dresden zunächst 1934 in die [[Tschechoslowakei]], dann 1938 über Polen und das Baltikum nach Schweden. Dort war er in der &amp;#039;&amp;#039;Landesgruppe deutscher Gewerkschafter&amp;#039;&amp;#039; und bei der [[Internationale Transportarbeiter-Föderation|Internationalen Transportarbeiter-Föderation]] (ITF) aktiv. Er konnte in Schweden in seinem erlernten Beruf als Typograph arbeiten. 1940 wurde er wegen Sabotage im Auftrag Großbritanniens und einer Zusammenarbeit mit dem britischen Militärgeheimdienst [[Special Operations Executive]] verurteilt. Er hatte als Angehöriger einer Gruppe um den britischen Agenten [[Alfred Frederick Rickman]] (Rickman-Liga) versucht, die für NS-Deutschland bestimmten Erztransporte im Hafen von [[Oxelösund]] zu behindern.&amp;lt;ref&amp;gt;HP der Stadt Stockholm, Stockholmskällan, Förhör med Arno Erich Behrisch våren 1940 [Verhör von Arno Erich Behrisch im Frühling 1940], siehe: [https://stockholmskallan.stockholm.se/post/18866].&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1940 bis 1944 war er im Stockholmer [[Zentralgefängnis Långholmen]] und im nordschwedischen [[Falun]] inhaftiert. Dort war [[Herbert Wehner]], Funktionär der KPD im schwedischen Exil, sein Zellennachbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael F. Scholz, Herbert Wehner in Schweden 1941-1946, München 1995, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1945 ging er nach Dänemark und war dort bis zum Ende der [[Zeit des Nationalsozialismus]] deutscher Vertreter bei der [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus#Dänemark|dänischen Widerstandsbewegung]]. Anschließend kehrte er nach Deutschland zurück. Er beteiligte sich in [[Franken (Region)|Franken]] am Wiederaufbau der SPD, der er 1944 gemeinsam mit den meisten Mitgliedern der SAP-Gruppe in Schweden um [[August Enderle]], [[Stefan Szende]] und [[Willy Brandt]] wieder beigetreten war, und war in den [[1950er]] Jahren Unterbezirksvorsitzender im bayerischen [[Hof (Saale)|Hof]] und zeitweise stellvertretender Landesvorsitzender der bayerischen SPD. 1949 gewann er das Bundestagsdirektmandat im Wahlkreis Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Behrisch wurde zum Gegner der Neuausrichtung der SPD, wie sie das [[Godesberger Programm]] vorsah. Darin sah er ein Bekenntnis „zur Nato, zum Altar und zum Geldsack“ und in Wehner den „Hauptinitiator der Politik des Bekenntnisses zur Nato“.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael F. Scholz, Herbert Wehner in Schweden 1941-1946, München 1995, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1961 verließ er nach der Eröffnung eines Ordnungsverfahrens gegen ihn die Partei und wurde Mitglied der [[Deutsche Friedensunion|Deutschen Friedensunion]], deren Direktorium er bis 1968 angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am 18. August 1961 in einer außerordentlichen Sitzung des Bundestags die verschiedenen Parteivertreter den [[Mauerbau|Bau der Mauer]] in Berlin verurteilten, gab Behrisch als letzter Redner unter nahezu tumultuösen Bedingungen dem Westen eine Mitschuld an der Grenzschließung. Die Berlin-Krise beruhe auf einer „monumentalen Fehleinschätzung“ der seit 1952 vom Westen praktizierten „Politik der Stärke“. Man hätte sich frühzeitig kompromissbereit zeigen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/23472855_debatten03/199864|title=Historische Debatten (3): Protest gegen Mauerbau|publisher=Deutscher Bundestag|accessdate=8. August 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Wehner und der von ihm vertretenen Parteilinie etwas entgegenzusetzen, arbeitete er 1963 gemeinsam mit dem Enthüllungspublizisten und Verlagsinhaber Hans Frederik auch mit DDR-Stellen zusammen und unternahm zu diesem Zweck zusammen mit Frederik Reisen dorthin.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael F. Scholz, Herbert Wehner in Schweden 1941-1946, München 1995, S. 171f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Behrisch gehörte zu den Mitinitiatoren der [[Ostermarsch]]-Bewegung in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://hof.vvn-bda.de/2014/07/28/erinnerung-an-arno-behrisch/|title=Erinnerung an Arno Behrisch|publisher=Kreisvereinigung &amp;quot;Hof – Wunsiedel&amp;quot;|date=28. Juli 2014|accessdate=8. August 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1979 wurde er auf dem Bundeskongress der VVN-Bund der Antifaschisten in das Präsidium der Organisation gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Jennes]] (Hrsg.) Antifaschistische Perspektiven - Wohin steuert die Bundesrepublik? - Dokumentation des Bundeskongress 1979, Röderberg-Verlag, Frankfurt am Main 1979, S. 312&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1961 war Behrisch [[Chefredakteur]] der &amp;#039;&amp;#039;Oberfränkischen Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039; und schrieb auch für die [[Deutsche Volkszeitung (1953–1989)|&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039;]]. Konfliktbeladen war sein Verhältnis zu [[Heinrich Giegold]], dem Chefredakteur der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankenpost]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Behrisch war zweimal verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
1946 bis 1949 gehörte Behrisch dem [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtag]] an, anschließend bis 1961 dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]]. Von seinem Übertritt zur DFU bis zum Ende der Legislaturperiode wenige Monate später war er der einzige Bundestagsabgeordnete dieser Partei. Behrisch kandidierte bei der [[Bundestagswahl 1969]] vergeblich als Direktkandidat der [[Aktion Demokratischer Fortschritt]] im Wahlkreis 114, [[Dortmund]].  Er erreichte lediglich 0,8 % der Erststimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oberfranken im Würgegriff. Eine Zusammenfassung und Ergänzung der einschlägigen Denkschriften und Reden&amp;#039;&amp;#039;, Hof 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;SPD und die politische Alternative.&amp;#039;&amp;#039; 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stoppt den Rechtskurs, stärkt die demokratische Opposition.&amp;#039;&amp;#039; 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Guido Knopp]]: &amp;#039;&amp;#039;Warum habt ihr Hitler nicht verhindert? Fragen an Mächtige und Ohnmächtige.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1983&lt;br /&gt;
* Lars Rosander/Lennart W. Frick: &amp;#039;&amp;#039;Bakom hemligstämpeln. Hemlig verksamhet i Sverige i vår tid.&amp;#039;&amp;#039; Historiska media, Lund 2004.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Vierhaus]], [[Ludolf Herbst]] (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;A–M.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 52–53.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Behrisch, Arno&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ernst Fischer (Germanist)|Ernst Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Verleger, Buchhändler &amp;amp; Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933: Ein biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Elbingen: Verband Deutscher Antiquare, 2011, S. 22f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Behrisch, Arno.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1980, S. 47.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|106936956}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=106936956|VIAF=69435355}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Behrisch, Arno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Beratenden Landesausschusses (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SAPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DFU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der VVN-BdA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Schweden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Behrisch, Arno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Behrisch, Arno Erich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD), MdL, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Juni 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. September 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hof (Saale)|Hof]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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