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	<title>Armin Dadieu - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T21:40:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-08-14T13:49:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Armin Dadieu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. August]] [[1901]] in [[Studenci pri Mariboru|Brunndorf]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[6. April]] [[1978]] in [[Graz]]) war ein österreichischer Chemiker, nationalsozialistischer Politiker und ranghoher [[Schutzstaffel|SS]]-Offizier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Armin Dadieu wurde 1901 in Brunndorf bei [[Marburg an der Drau]] als Sohn des Bahninspektors Josef Dadieu und dessen Frau Friederike Pelkhofer geboren. Die Familie wurde 1919 aus dem [[Königreich Jugoslawien]] ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;graz.at: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Armin Dadieu, Politiker&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.graz.at/cms/beitrag/10096261/1869835/ |wayback=20110606114150 }} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Marburg an der Drau war er zunächst an der Volksschule und dann an der Oberrealschule, die er 1919 mit der [[Matura]] abschloss. Im Herbst 1919 begann er ein Chemiestudium an der Technischen Hochschule in Graz. Er gehörte dem &amp;#039;&amp;#039;[[Akademischer Turnbund|ATV]] Graz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Hartmann (Theologe)|Gerhard Hartmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Für Gott und Vaterland: Geschichte und Wirken des CV in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Kevelaer 2006, S. 426, 432.&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem [[Alpenverein]] an. Das Studium beendete er 1923 als Diplomingenieur und war danach wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TH Graz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf155&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Graf: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische SS-Generäle. Himmlers verlässliche Vasallen&amp;#039;&amp;#039;, Klagenfurt / Ljubljana / Wien 2012, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 legte er die Lehramtsprüfung für die Fächer Chemie, Physik und Mathematik ab, wurde aber nicht Lehrer, sondern setzte sein Studium fort. 1926 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Über das elektromotorische Verhalten des Aluminiums&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. techn. Im Sommer 1929 [[Habilitation|habilitierte]] sich Dadieu an der Technischen Hochschule, 1930 an der Universität in Graz. Im März 1932 wurde er außerordentlicher Professor für anorganische und physikalische [[Chemie]]. 1935 erhielt er den [[Lieben-Preis]] (den „österreichischen Nobelpreis“) für seine Arbeit im Bereich der [[Raman-Spektroskopie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadieu war auch politisch aktiv, zunächst von 1927 bis 1930 beim [[Steirischer Heimatschutz|Steirischen Heimatschutz]]. Zum 18. Juni 1932 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.085.044).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/5670664&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Graf155&amp;quot;/&amp;gt; 1938 gab er an, während der illegalen Zeit dieser Partei in Österreich in seinem Institut heimlich Sprengkörper für sie hergestellt zu haben. Außerdem habe er 1937 illegal für [[Hermann Göring]] Forschung betrieben und für diesen einen Nachrichtendienst eingerichtet. 1936 wurde er „Volkspolitischer Referent“ der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]] in der [[Steiermark]] und arbeitete verdeckt für die in Österreich verbotene NSDAP. 1938 organisierte Dadieu dann NS-Kundgebungen und erhielt nach dem [[Anschluss Österreichs]] im März 1938 den Posten des [[Landesstatthalter]]s und [[Gauleiter|Gauhauptmanns]] im [[Gau Steiermark]]. Außerdem war er im Juli 1936 der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 292.783) beigetreten und wurde bis November 1938 zum [[SS-Standartenführer]] befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/520525&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadieu leitete die [[Hochschularbeitsgemeinschaften für Raumforschung|Hochschularbeitsgemeinschaft für Raumforschung]] an der Universität Graz. Bis 1941 war er zudem Gauwirtschaftsberater der NSDAP im &amp;#039;&amp;#039;Gau Steiermark&amp;#039;&amp;#039; und Leiter der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie. Von Juli 1940 bis Juli 1941 nahm Dadieu als [[Stuka]]-Pilot am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil. 1942 wurde er zum [[SS-Oberführer]] ernannt, von 1943 bis 1945 war Dadieu Gaudozentenbundführer in der Steiermark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der steirische Gauleiter [[Sigfried Uiberreither]] übergab am 8. Mai 1945 die Geschäfte seinem innerparteilichen Gegner, dem gemäßigteren Dadieu. Dieser enthob noch zu Mittag alle Kreis- und Ortsgruppenleiter der NSDAP in der Steiermark ihrer Funktionen und ordnete an, dass dem [[Nerobefehl]] nicht Folge zu leisten sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Stefan Karner]] |Titel=Die Steiermark im Dritten Reich 1938–1945 |Auflage=3 |Verlag=Leykam Buchverlag |Ort=Graz |Jahr=1986 |ISBN=3-7011-7302-8 |Seiten=391–423}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadieu wurde zunächst von Soldaten der [[Rote Armee|Roten Armee]] festgenommen, konnte aber nach kurzer Haft fliehen. Am 13. Januar 1946 erschien sein Name auf einer Kriegsverbrecherliste in der [[Wiener Zeitung]]. Im März 1948 wurde er in [[Tirol (Bundesland)|Tirol]] verhaftet und wieder auf freien Fuß gesetzt, was er dazu nutzte, über die Grenze nach Italien und von dort nach [[Argentinien]] zu flüchten. Dort wurde er Berater der Regierung, vor allem zum Thema Raketentreibstoffe ([[Argentinische Cóndor-Rakete]]). Österreich erklärte Dadieus Vermögen 1950 für verfallen, ein gegen ihn laufendes Verfahren wurde eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tochter Renate heiratete 1956 den Holocaust-Überlebenden [[Imo Moszkowicz]], aus dieser Ehe gingen der deutsche Filmproduzent [[Martin Moszkowicz]] und die Schauspielerin Daniela Dadieu-Ebenbauer hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 verließ Dadieu Argentinien wieder und trat eine Stelle am &amp;#039;&amp;#039;Institut für Strahlantriebe&amp;#039;&amp;#039; in [[Stuttgart]] an. Seit 1962 leitete er das &amp;#039;&amp;#039;Institut für Raketentreibstoffe&amp;#039;&amp;#039; in Stuttgart, seit 1970 dann das &amp;#039;&amp;#039;Institut für Chemische Raketenantriebe&amp;#039;&amp;#039; in [[Lampoldshausen]]. Als Pensionär lebte er wieder in Graz.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Graf: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische SS-Generäle. Himmlers verlässliche Vasallen&amp;#039;&amp;#039;, Klagenfurt / Ljubljana / Wien 2012, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehörte den Ausschüssen für Transportsysteme des Apollo-Nachfolgeprogramms und für die Trägerrakete EUROPA-III an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er arbeitete für die [[OTRAG]] sowie als Gutachter der Bundesregierung in Sachen OTRAG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* mit Karl W. F. Kohlrausch: &amp;#039;&amp;#039;Studien zum Ramaneffekt.&amp;#039;&amp;#039; 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Raketentriebstoffe.&amp;#039;&amp;#039; 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus meinen Aufzeichnungen 1938–1945.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Jahrbuch der Stadt Graz.&amp;#039;&amp;#039; 10, 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Werner Soukup, W. Gerhard Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Die wissenschaftliche Welt von gestern.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 295.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Graf: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische SS-Generäle. Himmlers verlässliche Vasallen&amp;#039;&amp;#039;, Hermagoras-Verlag, Klagenfurt / Ljubljana / Wien 2012, ISBN 978-3-7086-0578-4.&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 2004, S. 36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|139767037}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Technische Chemie in Graz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139767037|LCCN=no2003109657|VIAF=102616319}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dadieu, Armin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieben-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Österreich im Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Graz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDDB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im ATB]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dadieu, Armin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Chemiker und Raketenexperte&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. August 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brunndorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. April 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Graz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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