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	<title>Armillarsphäre - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T02:51:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Armillarsph%C3%A4re&amp;diff=15554&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchmiAlf: /* Siehe auch */ Ergänzung Mechanismus von Antikythera</title>
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		<updated>2026-04-02T08:12:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; Ergänzung Mechanismus von Antikythera&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Weltmaschine|Für die Kunstmaschine von Franz Gsellmann, siehe [[Weltmaschine des Franz Gsellmann]], zum Fernsehfilm siehe [[Die Weltmaschine]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Armillarsphaere.jpg|links|mini|160px|Antike Armillarsphäre.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Armillary sphere.png|mini|200px|Mittelalterliche Armillarsphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Armillarsphäre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|armilla}} „Armreif“, &amp;#039;&amp;#039;sphaera&amp;#039;&amp;#039; „Kugel“) ist ein [[Astronomie|astronomisches]] Gerät. Es ist zwischen der antiken Armillarsphäre (auch &amp;#039;&amp;#039;sphärisches [[Astrolabium|Astrolab]]&amp;#039;&amp;#039; genannt) und der mittelalterlichen Armillarsphäre zu unterscheiden. Die antike Erfindung war ein Messgerät der [[Astrometrie]], das heißt, dass damit die Position von [[Astronomisches Objekt|Himmelskörpern]] vermessen wurde. Die mittelalterlichen Modelle wurden nur zur [[Didaktik|didaktischen]] [[Visualisierung]] des Himmels gebaut und hießen daher auch &amp;#039;&amp;#039;Weltmaschinen&amp;#039;&amp;#039;, mit denen die Bewegung der Himmelskörper dargestellt wurden. Sie wurden zuerst von arabischen Astronomen nach antiken Vorbildern angefertigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ralf Kern 2010&amp;quot;&amp;gt;Ralf Kern. Wissenschaftliche Instrumente in ihrer Zeit. Band 1: Vom Astrolab zum mathematischen Besteck. Köln, 2010. S. 227.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Europa kamen sie jedoch erst in der frühen Neuzeit in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Armillarsphäre besteht aus mehreren Metallringen, deren Mitten sich alle in einem gemeinsamen Punkt befinden. Bei der antiken Version ist jeder Ring unabhängig von den anderen um eine in der Ringebene liegende und durch den Mittelpunkt gehende Achse drehbar. Der äußerste der Ringe ist drehbar in einem [[Maschinengestell|Gestell]] gelagert. Beim mittelalterlichen Modell sind die Ringe fest miteinander verbunden und deuten eine Kugel (die [[Himmelskugel]]) an. Diese ist in einem äußeren Gestell, das im Wesentlichen aus einem Meridianring und dem Horizontring besteht, um die [[Erdachse|Himmelsachse]] drehbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittelalterliche Modell hat eine symbolische [[Erde|Erdkugel]] in der Mitte, um den Beobachter zu repräsentieren. Das antike Messgerät hat eine leere Mitte und an einem der inneren Ringe (dem Messring) zwei [[Absehen]] oder [[Offene Visierung|Korn und Kimme]] zum Anpeilen des zu vermessenden Objekts (vergleiche [[Claudius Ptolemäus|Ptolemäus]]’ Buch über Geographie und seinen [[Almagest]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung der mittelalterlichen Armillarsphäre ==&lt;br /&gt;
[[Datei:stegers-armillarsphaere.jpg|mini|300px|Modernes Exemplar einer mittelalterlichen Armillarsphäre. Die blauen Kreise sind das Gestell (Meridian (senkrecht) und [[Himmelsäquator]]), die rote Scheibe stellt die Ebene der [[Ekliptikscheibe|Ekliptik]] mit einigen Planeten dar.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gedachte Beobachter befindet sich im Mittelpunkt der Kugel. Wenn das Gerät das [[Geozentrisches Weltbild|geozentrische Weltbild]] abbilden soll, befindet sich dort im Zentrum der Armillarsphäre die Erde. Solche Armillarsphären sind bereits in primitiven Versionen für das alte [[Babylonien]] nachgewiesen. Das kopernikanische Weltbild wird in der 1657 von Andreas Bösch geschaffenen [[Gottorfer Riesenglobus#Die Sphaera Copernicana|Sphaera Copernicana]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Armille&amp;#039;&amp;#039; wird ein der Armillarsphäre ähnliches astronomisches Winkelmessinstrument mit Absehen bezeichnet, mit dem Koordinaten an der [[Himmelskugel]] bestimmt und umgewandelt wurden. Es taugte auch zur genäherten [[Ortsbestimmung]] und [[Zeitmessung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ralf Kern 2010&amp;quot; /&amp;gt; und wurde von [[Eratosthenes]] noch unter der Bezeichnung [[Astrolabium]] eingeführt. [[Ptolemäus]] beschreibt in Kapitel 5,1 seines Hauptwerkes [[Almagest]] den Bau einer Armillarsphäre. Das Instrument blieb über das gesamte [[Mittelalter]] hauptsächlich im islamischen Raum in Gebrauch. In Mitteleuropa wurde sie erst Mitte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts durch den fränkischen Astronomen [[Regiomontanus]] wieder bekannt und erreichte Ende des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts mit dem dänischen Astronomen [[Tycho Brahe]] ihre Perfektionierung, der ebenso das Gerät ersann, das sie als präzises Positionsmessinstrument ersetzte: den [[Mauerquadrant]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einführung des [[Teleskop]]s in die Astronomie durch [[Thomas Harriot]], [[Galileo Galilei]], [[Simon Marius]] und andere zu Beginn des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts trat die Armillarsphäre als Beobachtungsinstrument allmählich in den Hintergrund, da sie aufgrund ihrer Bauweise nur schlecht mit einem Teleskop bestückt werden konnte&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;anders als ein [[Quadrant (Astronomie)|Quadrant]], der dafür wesentlich besser geeignet ist. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Armillarsphäre zu einem Gegenstand künstlerischer Darstellung und zu einem reinen [[Insigne|Symbol]] der Astronomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Armillarsphäre ist zum Beispiel als Zeichen für die große Verbundenheit [[Portugal]]s mit der [[Seefahrt]] auf der [[Flagge Portugals|portugiesischen Nationalflagge]] abgebildet.&lt;br /&gt;
Eine Nachbildung der von [[August von Hallerstein]] 1744 konstruierten Armillarsphäre findet sich in seinem Geburtsort [[Ljubljana]].&amp;lt;ref&amp;gt;Armillarsphäre ({{slS|„Zvezdni opazovalnik“}}) mit slowenischer und chinesischer Inschrift, am nördlichen Ende der Straße Grudnovo nabrežje bei der St. Jakobs-Brücke (Šentjakobski most), {{Coordinate|NS=46.045761|EW=14.505945|type=landmark|region=SI-061|text=DEC|name=Zvezdni opazovalnik}}, [https://mapcarta.com/de/N10098399101 Mapcarta (de)].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand einer Armillarsphäre können gleichzeitig drei geozentrische [[astronomische Koordinatensysteme]] veranschaulicht werden:&lt;br /&gt;
* das [[Horizont|horizontale Koordinatensystem]] mit [[Azimut]] und [[Höhenwinkel]] sowie mit [[Zenit]] und [[Nadir (Richtungsangabe)|Nadir]]&lt;br /&gt;
* das [[Äquatoriales Koordinatensystem|äquatoriale Koordinatensystem]] mit [[Deklination (Astronomie)|Deklination]] und [[Stundenwinkel]] sowie den beiden [[Himmelspol]]en und den beiden [[Colur]]en&lt;br /&gt;
* das [[Ekliptikales Koordinatensystem|ekliptikale Koordinatensystem]] mit [[Ekliptikale Länge|ekliptikaler Länge]] und [[Ekliptikale Breite|ekliptikaler Breite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Mittelalterliche Armillarsphären&amp;quot; widths=&amp;quot;300&amp;quot; heights=&amp;quot;300&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
 Sandro Botticelli 052.jpg|Armillarsphäre aus einem Gemälde [[Sandro Botticelli|Botticellis]]&lt;br /&gt;
 Göttingen-Armillarsphäre.JPG|Armillarsphäre im Stadtmuseum Göttingen&lt;br /&gt;
 Celestial Sphere and basin.JPG| Armillarsphäre im Ariana-Park, Genf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebrauch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Britannica armilla02.png|mini|Armillarsphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild rechts zeigt eine Armillarsphäre, die oben an einer Öse aufgehängt wird. Im Bild ist die Öse auf 50 Bogengrad Nord eingestellt. Lässt sie sich verschieben, kann die Armillarsphäre an den Standort des Benutzers angepasst werden. Dazu muss auch die Scheibe „Horizont“ justiert werden. Der Beobachter selbst befindet sich gedanklich im Mittelpunkt der Erde innerhalb der Armillarsphäre. Der Horizont des Beobachters liegt immer waagerecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Himmel oberhalb des Horizonts ist sichtbar, die darunter liegenden Bereiche werden von der Erdoberfläche verdeckt. Die inneren Ringe bilden die Himmelskugel, die in der Himmelsachse (identisch mit Erdachse) gegenüber dem Horizont und dem Meridian drehbar gelagert ist. Wäre die Himmelskugel ganz ausgeführt, so könnte man von außen die Sterne auftragen, hätte aber keinen Zugang zum Inneren der Kugel. Aus diesem Grund wird die Himmelskugel lediglich mit dem Ekliptikring, dem Himmelsäquator und einigen Parallelkreisen zu ihm angedeutet. Die Ekliptik beschreibt mit ihrer Neigung von 23,5 Bogengrad gegenüber dem Himmelsäquator den Verlauf der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen Modellen wird die Sonne als kleine Kugel auf den Ekliptikring gesetzt. Eine Umdrehung des Himmels lässt die Sonne über den Horizont auf- und untergehen. Die Dauer der Dämmerung und der maximale Sonnenstand hängen davon ab, wo sich die Sonne auf der Ekliptik gerade aufhält. Befindet sie sich beispielsweise im Bild oben rechts, dann zeigt die Armillarsphäre ihren Höchststand im Juni zur Mittagszeit an. Steht sie hingegen links unten auf der Ekliptik, hat die Sonne ihren Tiefststand im Dezember, es ist Mitternacht. Dreht sich die Himmelskugel um die Erdachse, steigt die Wintersonne mittags nur wenig über den Horizont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Sonne erhält oft auch der Mond einen eigenen Ring. Dieser ist um gut 5 Bogengrad gegenüber der Ekliptik geneigt. Die Planeten finden ohne allzu große Fehler ihren Platz auf der Ekliptik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-count:4;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Torquetum]]&lt;br /&gt;
* [[Globus]]&lt;br /&gt;
* [[Ekliptikscheibe]]&lt;br /&gt;
* [[Modell des Sonnensystems]]&lt;br /&gt;
* [[Planetenweg]]&lt;br /&gt;
* [[Orrery]]&lt;br /&gt;
* [[Himmelsmechanik]]&lt;br /&gt;
* [[Mechanismus von Antikythera]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Nolte: &amp;#039;&amp;#039;Die Armillarsphäre.&amp;#039;&amp;#039; Mencke, Erlangen 1922 (&amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen zur Geschichte der Naturwissenschaften und der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 2, {{ZDB|537096-6}}), (Philosophische Dissertation, Erlangen 1922).&lt;br /&gt;
* Peter E. Allmayer-Beck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Modelle der Welt. Erd- und Himmelsgloben.&amp;#039;&amp;#039; Brandstätter, Wien 1997, ISBN 3-85447-733-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Armillarsphäre}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Armillary spheres|Armillarsphäre}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4143035-9}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sil.si.edu/DigitalCollections/HST/Brahe/thumbs.htm Astronomische Instrumente Tycho Brahes, darunter drei messende Armillarsphären verschiedener Bauart]&lt;br /&gt;
* [https://www.armillarsphaere.de/ Kurze Dokumentation zur Geschichte und Verwendung sowie eine 3D-Animation (Quicktime)]&lt;br /&gt;
* [http://www.stegers.ch/ Dokumentation und Erklärung einer neu gestalteten Armillarsphäre]&lt;br /&gt;
* [https://www.armillarsphaere.com/ Detaillierte Informationen zur Geschichte und Funktionsweise mit vielen hochwertigen Bildern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4143035-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Armillarsphare}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Instrument der Astronomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodätisches Instrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sphärische Astronomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Didaktik der Astronomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomisches Modell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchmiAlf</name></author>
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