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	<title>Arkadi Maslow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arkadi_Maslow&amp;diff=526394&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-23838-59: Stil, Interpunktion, Forn</title>
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		<updated>2026-04-17T14:47:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stil, Interpunktion, Forn&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arkadi Maslow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Аркадий  Маслов}}, eigentlich {{lang|ru|Исаак Ефимович Чемеринский|Isaak Jefimowitsch Tschemerinski}}; geboren am [[9. März]] [[1891]] in [[Kropywnyzkyj|Jelisawetgrad]]; gestorben [[20. November]] [[1941]] in [[Havanna]]) war ein [[Kommunismus|kommunistischer]] [[Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Andreasberger Str 9 (Britz) Isaak Tschemerinski.jpg|mini|[[Stolperstein]] am Haus, Andreasberger Straße 9, in [[Berlin-Britz]]]]&lt;br /&gt;
Arkadi Maslow wurde als Isaak Jefimowitsch Tschemerinski in einer jüdischen Kaufmannsfamilie im [[Russisches Kaiserreich|Russischen Kaiserreich]] geboren. Seine Mutter übersiedelte 1899 mit ihm und seinen Geschwistern in das [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Reich]]. Nachdem sie zunächst in [[Berlin-Schöneberg]] gelebt hatten, zogen sie später nach [[Dresden]], wo Maslow von 1904 bis 1910 das Gymnasium [[Kreuzschule]] besuchte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/pageview/4185742 &amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht des Gymnasiums zum heiligen Kreuz in Dresden über das Schuljahr 1909–1910.&amp;#039;&amp;#039; S. 25.] (Online).&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend studierte er auf einem [[Konservatorium]], bis er eine Prüfung als Pianist ablegte. 1912 begann er ein Studium der Naturwissenschaften (u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Albert Einstein]] und [[Max Planck]]) in Berlin. Bei Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] 1914 als russischer Staatsangehöriger interniert, meldete er sich freiwillig als Dolmetscher für die [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|deutsche Armee]] und war als solcher in [[Kriegsgefangenenlager]]n tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der KPD ===&lt;br /&gt;
Durch die Kriegserfahrung radikalisierte er sich und sympathisierte mit dem [[Spartakusbund]]. Nach der Wiederaufnahme seines Studiums gewannen ihn [[Paul Levi]] und [[Ruth Fischer]], mit der er von nun an liiert war, für die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]], während er den Namen Arkadi Maslow annahm. Im November 1920 wurde er in den Zentralausschuss der Partei gewählt und stand ab 1921 gemeinsam mit Ruth Fischer an der Spitze der Berliner KPD und des [[Ultralinke|linken Parteiflügels]] und war außenpolitischer Redakteur der [[Die Rote Fahne|Roten Fahne]]. Als ihn im Februar 1922 die Berliner Polizei festnahm, gab er sich als [[Sowjetunion|sowjetischer]] Agent und Vertrauensmann von [[Leo Trotzki]] und [[Karl Radek]] aus. Wegen Passvergehen zu acht Monaten Haft verurteilt, tauchte er unter, um einer Ausweisung zu entgehen. Gleichzeitig kursierten innerhalb der KPD Gerüchte, dass Maslow ein [[Spitzel|Polizeispitzel]] sei. Zwecks Klärung dieser Vorwürfe musste er im September 1923 vor einem Untersuchungskomitee der [[Kommunistische Internationale|Komintern]] in Moskau erscheinen und wurde entlastet, aber noch bis Anfang 1924 dort festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Frankfurter Parteitag im April 1924 wurde Maslow zum Vorsitzenden der KPD gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Mario Keßler]] |url=https://www.jacobin.de/artikel/weimar-kpd-kommunismus-revolution-thaelmann-fischer-1923 |titel=Die Selbstentwaffnung des deutschen Kommunismus |werk=[[Jacobin]] |hrsg= |datum=2023-11-07 |abruf=2024-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 1924 erneut in Deutschland festgenommen und im September 1925 gemeinsam mit [[Paul Schlecht]] und [[Anton Grylewicz]] vor Gericht gestellt wurde Maslow zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, aber wegen seines schlechten Gesundheitszustandes im Juli 1926 vorzeitig entlassen. Durch seine Inhaftierung übernahm Fischer die Leitung der KPD. Ein Jahr später verloren Maslow und Fischer die Protektion von [[Grigori Jewsejewitsch Sinowjew|Sinowjew]] und wurden auf Betreiben [[Josef Stalin|Stalins]] im Herbst 1925 zugunsten [[Ernst Thälmann]]s aus der Parteiführung entfernt und am 20. August 1926 aus der KPD ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im politischen Abseits ===&lt;br /&gt;
Maslow beteiligte sich gemeinsam mit Ruth Fischer und [[Hugo Urbahns]] an Versuchen, ausgeschlossene oder ausgetretene Mitglieder des linken KPD-Flügels zu sammeln, was Anfang 1928 in die Gründung des [[Leninbund]]es mündete. Währenddessen verleumdete die KPD Maslow als „Agenten der Bourgeoisie“ und warf ihm vor, dass er nur deswegen nicht aus Deutschland ausgewiesen worden sei, weil er Zersetzungsarbeit gegenüber der KPD leisten würde. Im Mai 1928 verließ Maslow gemeinsam mit Ruth Fischer den Leninbund, weil sie eine gegen die KPD gerichtete, eigenständige Wahlkandidatur für falsch hielten und nach der Kapitulation von Sinowjew und [[Lew Borissowitsch Kamenew|Kamenew]] gegenüber Stalin die Hoffnung hegten, wieder in die KPD aufgenommen zu werden. Bis 1933 war Maslow vor allem als Übersetzer tätig und zog sich aus der unmittelbaren Politik weitestgehend zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Exil ===&lt;br /&gt;
Nach der Machtübertragung an die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] flohen Maslow und Fischer 1933 zunächst nach Paris, wo sie sich bis 1940 aufhielten. Von 1934 bis 1936 arbeitete Maslow intensiv mit [[Leo Trotzki|Trotzki]] zusammen und war Teil der Bewegung für eine [[Vierte Internationale]]. Nach dem Bruch mit Trotzki gründete er gemeinsam mit [[Ruth Fischer]] einen Zirkel namens &amp;#039;&amp;#039;Gruppe Internationale (Marxisten-Leninisten)&amp;#039;&amp;#039;, der bis 1939 bestand. Während der [[Moskauer Prozesse]] 1936 bis 1938 verleumdete die [[Stalinismus|stalinistischen]] Presse Maslow erneut als Agenten. Nach der Niederlage Frankreichs 1940 gelang es Maslow nach [[Kuba]] zu fliehen, er bekam jedoch anders als Ruth Fischer kein Einreisevisum für die USA. Am 20. November 1941 wurde Maslow in Havanna tot auf der Straße aufgefunden. Nach offiziellem Obduktionsbefund war er einem Herzschlag erlegen, hingegen gingen Ruth Fischer und [[Franz Pfemfert]] von einem Mord durch die sowjetische Geheimpolizei [[Volkskommissariat für innere Angelegenheiten|NKWD]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedenken ===&lt;br /&gt;
Am 18. Februar 2022 wurde vor seinem ehemaligen Wohnort, [[Berlin-Britz]], Andreasberger Straße 9, ein [[Stolperstein]] verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die zwei Revolutionen des Jahres 1917.&amp;#039;&amp;#039; Band 1&amp;lt;ref&amp;gt;Alles Erschienene.&amp;lt;/ref&amp;gt;: &amp;#039;&amp;#039;Die allgemeinen Voraussetzungen der russischen Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Vereinigung Internationaler Verlagsanstalten, Berlin 1924.&lt;br /&gt;
* mit Ruth Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Abtrünnig wider Willen. Aus Briefen und Manuskripten des Exils.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Peter Lübbe. Mit einem Vorwort von [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]]. Oldenbourg, München 1990, ISBN 3-486-55331-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Tochter des Generals.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von [[Berit Balzer]]. be.bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-937233-76-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marcel Bois: &amp;#039;&amp;#039;Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik. Eine Gesamtdarstellung.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1282-3 (Zugleich: Berlin, Technische Universität, Dissertation, 2014).&lt;br /&gt;
* [[Mario Keßler]]: &amp;#039;&amp;#039;A Political Biography of Arkadij Maslow, 1891–1941. Dissident Against His Will.&amp;#039;&amp;#039; Palgrave Macmillan, Cham 2020, ISBN 978-3-030-43256-0.&lt;br /&gt;
* Mario Keßler: &amp;#039;&amp;#039;Sektierer, Lernender und Märtyrer. Arkadij Maslow (1891–1941)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Pankower Vorträge.&amp;#039;&amp;#039; 176, {{ZDB|2104606-2}}). Helle Panke, Berlin 2013.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/arkadi-maslow?ID=4759 Maslow, Arkadi].&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Karl Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|356|357|Maslow, Arcadij|Hermann Weber|118940244}}&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Leninbund. Linke Kommunisten in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; 62). Droste, Düsseldorf 1978, ISBN 3-7700-5096-7 (Zugleich: Darmstadt, Technische Hochschule, Dissertation, 1978).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118940244}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Parteivorsitzende der KPD}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118940244|LCCN=n92005369|VIAF=49360784}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maslow, Arkadi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender der KPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zentrale der KPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zentralkomitees der KPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens (KPD)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leninbund-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kropywnyzkyj)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Neukölln ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maslow, Arkadi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Маслов, Аркадий (russisch); Чемеринский, Исаак Ефимович (russisch); Tschemerinsky, Isaak Jefimowitsch&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kommunistischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. März 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kropywnyzkyj|Jelisawetgrad]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. November 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Havanna|La Habana]], [[Kuba]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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