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	<title>Aripert II. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T07:16:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aripert_II.&amp;diff=385938&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hans-Jürgen Hübner: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-04-14T06:49:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aripert II.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ital. Ariperto II; † [[712]]) war von 701 bis 712 König der [[Langobarden]]. In den ersten Jahren seiner Herrschaft war er vorrangig mit der Abwehr von Thronansprüchen sowohl von Mitgliedern seiner Familie,  der [[Agilolfinger]], allerdings aus einem anderen Zweig, als auch von langobardischen Herzögen &amp;#039;&amp;#039;(duces)&amp;#039;&amp;#039; beschäftigt. Über diese Zeit, als er mehrfach Schlachtensiege errang und Städte belagerte, sind wir durch die [[Historia Langobardorum]] in Kenntnis gesetzt, doch nach 703 ist bis zu seinem Sturz im Jahr 712 nur wenig bekannt. Mit Unterstützung bayerischer Agilolfinger wurde er durch [[Ansprand]] gestürzt, der für einige Monate selbst König wurde. Aripert versuchte aus seiner Hauptstadt [[Pavia]] zu fliehen und ertrank im [[Ticino (Fluss)|Ticino]]. Mit ihm endete die Dynastie der Agilolfinger im [[Langobardenreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Spruner-Menke Handatlas 1880 Karte 21 Nebenkarte 6.jpg|mini|Provinzen Italiens nach Paulus Diaconus (Karte von 1877)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Francia at the death of Pepin of Heristal 714-nl.svg|mini|Das Frankenreich um 714]]&lt;br /&gt;
Die wichtigste [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quelle]] stellt die [[Historia Langobardorum]] dar, die [[Paulus Diaconus]] Ende des 8. Jahrhunderts verfasste. Aripert war demnach der Sohn König [[Raginpert]]s. Nachdem König [[Cunincpert]] im Jahre 700 gestorben war, usurpierte dieser Raginpert den Thron gegen Cunincperts minderjährigen Sohn und rechtmäßigen Thronfolger, [[Liutpert]]. Dessen Regent war [[Ansprand]], der aber in der Schlacht von [[Novara]] unterlag. Der Sieger Raginpert starb noch im selben Jahr 701, sodass sein Sohn Aripert dessen Thron erbte (Historia Langobardorum VI, 18 f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schlacht bei &amp;#039;&amp;#039;Ticinum&amp;#039;&amp;#039; ([[Pavia]]) besiegte Aripert II. das Heer König Liutperts, das Ansprand, Ato, Tatzo, Rotharit und Farao führten. Von letzteren ist weiter nichts bekannt. In der Schlacht wurde Liutpert gefangen genommen (VI, 18). Aripert ließ ihn später als potenziellen Thronrivalen im Jahr 703 ermorden (VI, 20).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansprand floh vor Aripert zunächst auf die Insel im [[Comer See]], dann weiter zu [[Theudebert (Bayern)|Theudebert]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Jarnut]]: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zu den fränkisch-bayerisch-langobardischen Beziehungen im 7. und 8. Jahrhundert (656-728)&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte]] 39 (1976) 331-352, hier: S. 345 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; an den bayerischen Hof. Dorthin bestanden weiterhin enge Kontakte, da die Herrscherfamilie, zu der auch Aripert zählte, der Familie der Agilolfinger angehörte, die dort einen bedeutenden Teil ihrer Machtbasis hatte. Ariperts Truppen zerstörten den Ort auf der Insel (VI, 21).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar konnte sich Ansprand durch die Flucht nach Bayern in Sicherheit bringen, doch seine Angehörigen wurden verstümmelt: Seinem Sohn Sigiprand wurden die Augen ausgestochen, seiner Frau Theodorada und seiner Tochter Aurona wurden Nase und Ohren abgeschnitten.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Pia Andreolli Panzarasa: &amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;era una volta Pavia… Una „storia al femminile“&amp;#039;&amp;#039;, Liutprand, 2004 (Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Il regno di Ariperto II e il dramma di Teodorada e Autona&amp;#039;&amp;#039;), S. 113–117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lediglich Ansprands kleiner Sohn [[Liutprand (König)|Liutprand]] durfte zu seinem Vater ins bayerische Exil (VI, 22).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit waren die Kämpfe um die Herrschaft im Langobardenreich jedoch keineswegs beendet, denn nun stritten auch zwei Herzöge, beide wohl keine Agilolfinger, um die Macht. Rotharit, der [[Dux (Titel)|dux]] (Herzog) von [[Bergamo]], usurpierte nach Auffassung des Paulus Diaconus den Thron, wurde aber nach der Eroberung von [[Lodi (Lombardei)|Lodi]], dann Bergamos durch die Truppen Ariperts gefangen und gleichfalls ermordet (VI, 20). Dann empörte sich &amp;#039;&amp;#039;dux&amp;#039;&amp;#039; Corvolus von [[Friaul]] gegen Aripert, wurde aber auch besiegt. Er wurde geblendet (VI, 25). Damit waren die Kräfte der Gegner Ariperts zunächst gebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aripert unterhielt gute Beziehungen zum [[Frankenreich]] (VI, 35). Auch mit [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] hielt Aripert Frieden. Besonders gut stellte er sich mit der römischen Kirche, der er Güter zurückerstattete (VI, 28). Dabei handelte es sich vor allem um die Rückgabe des ligurischen Landkomplexes, der das &amp;#039;&amp;#039;Patrimonium Alpium Cottiarum&amp;#039;&amp;#039; der Kirche von Rom bildete und den er an [[Rothari]] bei der Eroberung von 643-644 verloren hatte, in Form einer &amp;#039;&amp;#039;Donatio&amp;#039;&amp;#039;. Am 9. Oktober 707 bestätigte Aripert urkundlich Emiliano, dem Bischof von [[Vercelli]], verschiedene Güter, vor allem aber das Kloster S. Michele.&amp;lt;ref&amp;gt;Eleonora Destefanis: &amp;#039;&amp;#039;A margine della Francigena. Usi della rete itineraria medievale nel Vercellese&amp;#039;&amp;#039;, in: Magda Balboni (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Percorsi francigeni nel Basso Vercellese e valorizzazione degli aspetti artistici, Atti della Giornata di Studi (Crescentino, 8 novembre 2008)&amp;#039;&amp;#039;, Vercelli 2009, S. 89–113, hier: S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem hatte Papst [[Konstantin I. (Papst)|Konstantin I.]] (708-715) die unmittelbare Abhängigkeit des [[Bistum Pavia|Bistums Pavia]] von Rom bestätigt, und damit die Ansprüche des Erzbischofs [[Benedikt von Mailand]] auf seine Rechte als [[Metropolit]] über die Diözese Pavia zurückgewiesen. Damit war Pavia, die Hauptstadt der Langobarden, für die nächsten rund elf Jahrhunderte [[Exemtion|exemt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Fabio Besostri: &amp;#039;&amp;#039;La città, il re, il vescovo&amp;#039;&amp;#039;, in: Cultura Religiosa e Scuola, 2 (2011) 69-82, hier: ab S. 77 ([https://www.academia.edu/30438257/La_città_il_re_il_vescovo academia.edu]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Amt des &amp;#039;&amp;#039;dux&amp;#039;&amp;#039; war teilweise erblich geworden. Dabei wurden allerdings im Friaul (VI, 24–26) die &amp;#039;&amp;#039;duces&amp;#039;&amp;#039; vom König ernannt und auch abgesetzt, während im abgelegenen [[Herzogtum Spoleto|Spoleto]] (VI, 30) und [[Herzogtum Benevent|Benevent]] die Söhne Nachfolger wurden, ohne dass der König Einfluss nahm. Allerdings konnte er einen Verwandten Ansprands, Petrus, nach [[Herzogtum Spoleto|Spoleto]] verbannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach rund zehn Jahren im Exil kehrte dieser Ansprand im Jahr 712 mit einem Heer seines Verwandten, des bayerischen &amp;#039;&amp;#039;dux&amp;#039;&amp;#039; [[Theudebert (Bayern)|Theudebert]], über die Alpen zurück, um nun selbst den Thron zu erlangen (VI, 35). Bei [[Pavia]] kam es zur Schlacht mit Ariperts Heer. Diese war offenbar noch nicht entschieden – Paulus Diaconus berichtet, das Heer Ariperts sei sogar als Sieger ins eigene Lager zurückgekehrt –, da setzte sich Aripert abends von seinem Heer ab, um die Nacht im Palast zu verbringen. Das Heer fühlte sich verraten und meuterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aripert floh daraufhin aus Pavia, ertrank aber im [[Ticino (Fluss)|Ticinus]], den er mit Schätzen beladen durchschwimmen wollte. Ariperts Leichnam wurde am nächsten Morgen gefunden und in Pavia neben der Kirche &amp;#039;&amp;#039;[[Santissimo Salvatore (Pavia)|Domini Salvatoris]]&amp;#039;&amp;#039; (Kirche des Herrn und Heilands, heute: Monastero di San Salvatore), die [[Aripert I.]] hatte erbauen lassen, beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansprand konnte die Nachfolge Ariperts unangefochten antreten (Historia Langobardorum VI, 35), starb allerdings bereits nach drei Monaten. Zum Nachfolger wurde sein Sohn [[Liutprand (König)|Liutprand]], der später [[Guntrud]], die Tochter seines bayerischen Unterstützers heiratete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Paulus Diaconus]], &amp;#039;&amp;#039;[[Historia Langobardorum]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Esders (Historiker)|Stefan Esders]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Langobarden. Geschichte und Kultur&amp;#039;&amp;#039;, C. H. Beck, München 2023, S. 81.&lt;br /&gt;
* [[Paolo Bertolini]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.treccani.it/enciclopedia/ariperto-ii-re-dei-longobardi_(Dizionario-Biografico)/?search=ARIPERTO%20II%2C%20re%20dei%20Longobardi%2F Ariperto II, re dei Longobardi]&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Dizionario Biografico degli Italiani]] 4 (1962) 195 f.&lt;br /&gt;
* {{LexMA|1|933|933|Aripert II|[[Herbert Zielinski]]}}&lt;br /&gt;
* [[Ludo Moritz Hartmann]]: [http://www.archive.org/stream/geschichteitalie02hart#page/122/mode/2up/search/Aripert &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Italiens im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;], II. Band, 1. Hälfte: &amp;#039;&amp;#039;Römer und Langobarden bis zur Theilung Italiens&amp;#039;&amp;#039;, Georg H. Wigand, Leipzig 1900, S. 123 f. (teilweise überholt).&lt;br /&gt;
* Thomas Hodgkin: [http://www.archive.org/stream/italyandherinvad025017mbp#page/n343/mode/2up/search/Liutpert &amp;#039;&amp;#039;Italy and her Invaders&amp;#039;&amp;#039;], Bd. VI, Oxford 1895, S. 320–326.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Aribert}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Historia Langobardorum|Historia Langobardorum|lang=la}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|AMT=[[Langobarden#Könige der Langobarden|König der Langobarden]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=701–712&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Raginpert]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Ansprand]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-10-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aripert 02}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Langobarden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (8. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied der Agilolfinger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bajuwaren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Langobardenreich (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 7. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 712]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aripert II.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=König der Langobarden (701–712)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=712&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Pavia&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hans-Jürgen Hübner</name></author>
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