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	<title>Arierparagraph - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T02:43:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arierparagraph&amp;diff=132389&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Zeichen zwischen Beleg entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-03-16T17:51:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zeichen zwischen Beleg entfernt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arierparagraph&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man bestimmte diskriminierende Vorschriften in [[Gesetz]]en, [[Verordnung]]en und Satzungen staatlicher und nichtstaatlicher Körperschaften (z.&amp;amp;#8239;B. in Gesetzen zur Beamtenschaft des Staates oder auch einfach eine [[Diskriminierung|diskriminierende]] Vorschrift zur Mitgliedschaft im Regelwerk nichtstaatlicher Zusammenschlüsse), wodurch nur „[[Ariernachweis|Arier]]“ als Mitglieder zugelassen wurden, so etwa mit §&amp;amp;nbsp;3 des NS-[[Berufsbeamtengesetz]]es von 1933. Die auf ein „blutsgebundenes“ biologisches Abstammungskonzept bezogene Unterscheidung zwischen „Ariern“ und „Nicht-Ariern“ ist in den Termini einer [[Rassenlehre]] begründet, mit deren Hilfe Bevölkerungsteile stigmatisiert und ausgegrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] waren Vorschriften dieses Typs gegen den [[Judentum|jüdischen]] Bevölkerungsteil und gegen die [[Roma]]-Minderheit gerichtet. Sie hatten Vorläufer in [[Deutsches Reich|Deutschland]] und [[Österreich-Ungarn|Österreich]] seit der Ausbreitung [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitischer]] und [[Antiziganismus|antiziganistischer]] Vorstellungen und der [[Völkische Bewegung|völkischen Bewegung]] ab dem letzten Drittel des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Arierparagraphen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:STVB 6 Arierparagraph TVB 1907.png|mini|Der Arierparagraph in den Satzungen des [[Turnverein Bozen 1862|Turnvereins Bozen]] von 1907]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Antrag von [[Rudolf Kolisko]], einem Mitglied der [[Liste der Burschenschaften|Wiener akademischen Burschenschaft Libertas]]&amp;amp;nbsp;– der Stammverbindung [[Georg von Schönerer]]s&amp;amp;nbsp;–, wurde in den Statuten der Verbindung bereits Ende 1878 verankert, dass „Juden nicht als Deutsche angesehen werden könnten“ und dieser Gruppe die Mitgliedschaft damit effektiv verwehrt. Die Burschenschaft Libertas war damit die erste Studentenverbindung im gesamten deutschsprachigen Raum, die einen Arierparagraphen eingeführt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Wladika]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Vätergeneration.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 2005, S.&amp;amp;nbsp;50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der österreichische Rassenantisemit Georg von Schönerer erweiterte das [[Linzer Programm (Deutschnationalismus)|Linzer Programm]] des österreichischen [[Deutschnationalismus]] 1885 um einen der frühesten dokumentierbaren Arierparagraphen. Viele deutschnationale Sport-, Gesangs-, Schul- und andere Vereine, Lesezirkel und [[Studentenverbindung]]en nahmen seitdem ebenfalls solche Bestimmungen in ihre Satzungen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Vorgeschichte des arischen Ahnenpasses&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte und Folgen des arischen Ahnenpasses: Zur Geschichte der Genealogie im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Arnshaugk, Neustadt an der Orla 2013, ISBN 978-3-944064-11-6, S.&amp;amp;nbsp;12–40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Vorreitern zählten auch die [[Alpiner Verein|alpinen Vereine]]. Bereits ab den 1890er Jahren führten einzelne Sektionen in Deutschland und Österreich antisemitische Paragraphen in ihren Statuten ein: In Deutschland waren es etwa die Sektionen &amp;#039;&amp;#039;Mark Brandenburg&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;[[Akademische Sektion]] München&amp;#039;&amp;#039;, in Österreich die &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichischer Alpenverein |Alpenvereinssektion]] Wien&amp;#039;&amp;#039; (1905) und die &amp;#039;&amp;#039;Akademische Sektion Wien&amp;#039;&amp;#039; (1907), der &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichischer Touristenklub|Österreichische Touristenklub]] Wien&amp;#039;&amp;#039; (1920), der Gesamtverband des &amp;#039;&amp;#039;Österreichischen Touristenklubs&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichischer Gebirgsverein|Österreichische Gebirgsverein]]&amp;#039;&amp;#039; (1921), der &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichischer Alpenklub|Österreichische Alpenklub]]&amp;#039;&amp;#039; (1921) und die &amp;#039;&amp;#039;[[Sektion Austria des Österreichischen Alpenvereins|Sektion Austria]]&amp;#039;&amp;#039;, deren Vorsitzender, der fanatische Antisemit [[Eduard Pichl]], dabei federführend war, den Arierparagraphen im gesamten [[Deutscher und Österreichischer Alpenverein|Deutschen und Österreichischen Alpenverein]] durchzusetzen. Bis zum Herbst 1921 setzten fast alle österreichischen Sektionen den sogenannten „Arier-Grundsatz“ um. Als Reaktion auf die antisemitischen Bestimmungen wurde im Frühsommer 1921 die &amp;#039;&amp;#039;[[Sektion Donauland]]&amp;#039;&amp;#039; gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.alpenverein.de/presse/hintergrund-info/antisemitismus-vergangenheit_aid_10284.html |wayback=20161005120542 |text=Der DAV und Antisemitismus }}, [[Deutscher Alpenverein]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Achrainer: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.alpenverein.at/portal_wAssets/docs/museum-kultur/Archiv-Dokumente/Archiv-Dokumente-Texte/Achrainer-Antisemitismus-im-Alpenverein.pdf „So, jetzt sind wir ganz unter uns!“ Antisemitismus im Alpenverein]&amp;#039;&amp;#039; (PDF), in: [[Hanno Loewy]], Gerhard Milchra: &amp;#039;&amp;#039;Hast Du meine Alpen gesehen? Eine jüdische Beziehungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Hohenems/Wien 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Klappacher |Titel=Arierparagraf und Antisemitismus im Salzburger Höhlenverein – In Erinnerung an Dr. Ernst Hauser |Sammelwerk=Die Höhle |Band=Jahrgang 56, Heft 1–4 |Ort= |Datum=2005 |Seiten=101 |Online={{ZOBODAT/URL |pdf/Hoehle_056_0100-0104.pdf}} |Format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik]] beschloss die [[Deutsche Burschenschaft]] als Dachverband österreichischer und deutscher [[Burschenschaft]]en in Eisenach 1920 einen Aufnahmestopp für Juden und verlangte fortan ein [[Ehrenwort]] von allen Neumitgliedern, „frei von jüdischem oder farbigem Bluteinschlag“ zu sein und keine jüdischen oder farbigen Ehepartner zu haben oder künftig zu wählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kaupp: [http://www.burschenschaftsgeschichte.de/pdf/kaupp_antisemitismus.pdf &amp;#039;&amp;#039;Burschenschaft und Antisemitismus.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 126&amp;amp;nbsp;kB) S.&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Adelsgenossenschaft]] akzeptierte seit 1920 nur noch [[Deutscher Adel|Adelige]] „reinen [[Deutschblütig|deutschen Blutes]]“ als Mitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Malinowski: &amp;#039;&amp;#039;Vom König zum Führer: Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat.&amp;#039;&amp;#039; 3.&amp;amp;nbsp;Aufl. Akademie-Verlag, 2004, ISBN 3-05-004070-X, [http://books.google.de/books?id=RKEy0y2ZI1EC&amp;amp;pg=PA336&amp;amp;dq=Arierparagraph&amp;amp;as_brr=3&amp;amp;cd=1#v=onepage&amp;amp;q=Arierparagraph&amp;amp;f=false S. 336.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch anfangs nicht offen [[völkisch]]e Wehrverbände schlossen nach ideologischen Konflikten um die „[[Judenfrage]]“ Menschen jüdischer Abstammung aus: so&lt;br /&gt;
* der [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]] (1924)&amp;lt;ref name=&amp;quot;krabbe&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang R. Krabbe: &amp;#039;&amp;#039;Politische Jugend in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer, Dortmund 1993, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe hierzu [[Reichsbund jüdischer Frontsoldaten]]),&lt;br /&gt;
&amp;lt;!---- was ist mit [[Schwarze Reichswehr]] ? ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der [[Jungdeutscher Orden|Jungdeutsche Orden]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;krabbe&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der [[Nationalverband Deutscher Offiziere]],&lt;br /&gt;
* der [[Verband nationalgesinnter Soldaten]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;krabbe&amp;quot; /&amp;gt; und&lt;br /&gt;
* der [[Nationalverband Deutscher Soldaten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;krabbe&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche rechtsradikale Wehrverbände waren explizit [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitisch]] (einige von ihnen waren Mitglied im Dachverband [[Vereinigte Vaterländische Verbände Deutschlands]]) und nahmen keine Juden als Mitglieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Am 7. April 1933 erließ die [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] Reichsregierung unter [[Reichskanzler]] [[Adolf Hitler]] das [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]], einige Tage nach dem [[Judenboykott]] vom 1.&amp;amp;nbsp;April 1933. Paragraph 3 enthielt die Anweisung: &amp;#039;&amp;#039;Beamte, die nicht arischer Abstammung sind, sind in den Ruhestand zu versetzen.&amp;#039;&amp;#039; Die Erste Verordnung zu diesem Gesetz vom 11.&amp;amp;nbsp;April 1933 definiert erstmals den Begriff „Nichtarier“: „Als nicht arisch gilt, wer von nicht arischen, insbesondere jüdischen Eltern oder Großeltern abstammt. Es genügt, wenn ein Elternteil oder ein Großelternteil nicht arisch ist.“ ([[Reichsgesetzblatt|RGBl.]] I, S.&amp;amp;nbsp;195)&amp;lt;ref&amp;gt;Abgedruckt als Dokument [[Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945|VEJ]] 1/32 in: Wolf Gruner (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945&amp;#039;&amp;#039; (Quellensammlung): Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Reich 1933–1937&amp;#039;&amp;#039;, München 2008, ISBN 978-3-486-58480-6, S.&amp;amp;nbsp;137&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kam es bei Juden nicht auf die Religion an; Konversion vom [[Jüdische Religion|jüdischen]] zum [[christ]]lichen Glauben war unmaßgeblich; dies war vielmehr das erste explizit [[Rassismus|rassistische]] Gesetz des NS-Regimes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel war die [[Gleichschaltung]] des öffentlichen Dienstes durch Entlassung missliebiger, vor allem jüdischer und politisch als oppositionell eingestufter Beamter. Mit dem am selben Tag erlassenen [[Gesetz über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft]], der [[Verordnung über die Zulassung von Ärzten zur Tätigkeit bei den Krankenkassen]] vom 22.&amp;amp;nbsp;April und dem [[Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen]] vom 25.&amp;amp;nbsp;April wurde der Arierparagraph in der Folgezeit auf immer mehr Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ausgedehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung des Arierparagraphen war der erste Schritt des NS-Regimes zum gesetzlichen Ausschluss der Juden und anderer sogenannter Nichtarier aus der Gesellschaft und zu ihrer fortschreitenden Entrechtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Schritt waren die antisemitischen [[Nürnberger Rassengesetze]] vom 15.&amp;amp;nbsp;September 1935, durch die auch anfangs noch geltende Ausnahmen wie das [[Frontkämpferprivileg]] für jüdische Frontsoldaten des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] abgeschafft wurden. Fortan waren Eheschließungen und außerehelicher Verkehr „zwischen Juden und Staatsangehörigen [[Deutschblütig|deutschen]] oder artverwandten Blutes“ verboten und als „[[Rassenschande]]“ strafbar.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Im Schatten der Nürnberger Gesetze&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte und Folgen des arischen Ahnenpasses.&amp;#039;&amp;#039; Neustadt an der Orla: Arnshaugk, 2013, S.&amp;amp;nbsp;151–178, ISBN 978-3-944064-11-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gesetze beruhten auf der Behauptung, eine angebliche „jüdische [[Rasse]]“ sei im Gegensatz zur „arischen Rasse“ gekennzeichnet durch minderwertige Eigenschaften, die vererbt würden. Den „zersetzenden Geist“ der „minderwertigen Rasse“ müsse man „mit den Mitteln der [[Nationalsozialistische Rassenhygiene |Rassenhygiene]]“ bekämpfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Sallen: &amp;#039;&amp;#039;Zum Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland. Konzepte, Methoden und Ergebnisse der empirischen Antisemitismusforschung.&amp;#039;&amp;#039; Haag und Herchen, Frankfurt am Main 1977, S.&amp;amp;nbsp;51&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieselbe Ausgrenzung wurde auch auf die [[Polen (Ethnie)|Polen]], [[Serben]], [[Russen]] und andere [[Slawen]] ausgeweitet&amp;lt;ref&amp;gt;Gordon Sarah &amp;quot;Hitler, Germans and the &amp;quot;Jewish Question&amp;quot;&amp;quot;. Princeton University Press, Princeton, 1984, Seite 96 | isbn = 0-691-05412-6 | url-access = registration | url = https://archive.org/details/hitlergermansjew0000gord &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Longerich Peter &amp;quot;Holocaust: The Nazi Persecution and Murder of the Jews&amp;quot;. Oxford University Press, New York, 2010, Seiten 83, 241|isbn=9780192804365|url=https://books.google.com/books?id=cxYqYIn73SgC&amp;lt;/ref&amp;gt;, die ebenfalls als [[Untermensch]]en betrachtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbände ===&lt;br /&gt;
Auch nahezu alle Organisationen und Verbände übernahmen seit 1933 Arierparagraphen in ihre Statuten und Regelungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchen ===&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Deutsche Evangelische Kirche|Deutschen Evangelischen Kirche]] (DEK) verfügten einige Landeskirchen seit Herbst 1933 analog zum staatlichen Arierparagraphen den Ausschluss von [[Judenchristen|Christen jüdischer Herkunft]] aus Kirchenämtern: Pfarrer und höhere Kirchenbeamte mussten in den Ruhestand versetzt werden, wenn sie jüdische Eltern oder mindestens ein jüdisches Großelternteil hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Generalsynode der [[Evangelische Kirche der altpreußischen Union|Evangelischen Kirche der altpreußischen Union]] beschloss als erste Leitung einer evangelischen Landeskirche am 6.&amp;amp;nbsp;September 1933 einen solchen kirchlichen Arierparagraphen. Am 12.&amp;amp;nbsp;September 1933 folgte der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen |Thüringer Landeskirchentag]] mit einem analogen „Gesetz über die Stellung der kirchlichen Amtsträger zur Nation“. Entsprechende Maßnahmen beschlossen in den Folgejahren auch die [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens |Landeskirchen in Sachsen]], [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein |Schleswig-Holstein]], [[Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig |Braunschweig]], [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Lübeck|Lübeck]], [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs|Mecklenburg]], [[Evangelische Kirche in Hessen und Nassau |Hessen-Nassau]] und [[Evangelische Landeskirche in Württemberg |Württemberg]]. Der Ausschluss betraf etwas über 100 Personen, vor allem Theologen. Die Initiative dazu ging von der Kirchenpartei der [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]] (DC) aus, die seit den Kirchenwahlen im Juli 1933 einige Synodenmehrheiten und Kirchenleitungen erobern konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der altpreußische Beschluss veranlasste [[Martin Niemöller]] mit weiteren Gegnern der DC zur Gründung des [[Pfarrernotbund]]es, dessen Mitglieder den von [[Dietrich Bonhoeffer]] angeregten oder formulierten Satz unterschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich bezeuge, daß eine Verletzung des Bekenntnisstandes mit der Anwendung des Arierparagraphen im Raum der Kirche [[Jesus Christus|Jesu Christi]] geschaffen ist.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Mehlhausen: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus und Kirchen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie.&amp;#039;&amp;#039; Band 24, Walter de Gruyter, Berlin/New York 1994, S.&amp;amp;nbsp;54&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich sollten sie die jüdischstämmigen Christen vor Angriffen schützen und materiell unterstützen. Die theologischen Fakultäten von Marburg und Erlangen erstellten Gutachten zur Vereinbarkeit des Arierparagraphen mit der Verfassung der DEK; die Marburger verneinten diese, die Erlanger empfahlen nur zurückhaltende Anwendung. 20 deutsche Neutestamentler erklärten, dass ein kirchlicher Arierparagraph nicht vom [[Neues Testament|Neuen Testament]] legitimiert sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Rohls: &amp;#039;&amp;#039;Protestantische Theologie der Neuzeit. Band 2: Das 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Mohr/Siebeck, Tübingen 1997, ISBN 3-16-146644-6, [http://books.google.de/books?id=ZzvtcIusKbkC&amp;amp;pg=PA405&amp;amp;dq=Verletzung+des+Bekenntnisstandes&amp;amp;as_brr=3&amp;amp;cd=1#v=onepage&amp;amp;q=Verletzung%20des%20Bekenntnisstandes&amp;amp;f=false S.&amp;amp;nbsp;405&amp;amp;nbsp;f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Opposition zu den DC ging 1934 die [[Bekennende Kirche]] hervor, die mit deren Positionen auch kirchliche Arierparagraphen als gegen das evangelische [[Glaubensbekenntnis]] gerichtete [[Häresie]] ablehnte. Staatliche Arierparagraphen hingegen betrachteten die meisten evangelischen, auch bekennenden, Christen als politisch erlaubt oder sogar erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste antijüdischer Rechtsvorschriften im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ursula Trüper: &amp;#039;&amp;#039;Das Blut der Väter und Mütter. Otto Hegner und der Arierparagraph.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich van der Heyden, Joachim Zeller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;… Macht und Anteil an der Weltherrschaft. Berlin und der deutsche Kolonialismus.&amp;#039;&amp;#039; Unrast-Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-024-2.&lt;br /&gt;
* Heinz Liebing (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Marburger Theologen und der Arierparagraph in der Kirche: eine Sammlung von Texten aus den Jahren 1933 und 1934. Aus Anlaß des 450-jährigen Bestehens der Philipps-Universität Marburg.&amp;#039;&amp;#039; 1.&amp;amp;nbsp;Aufl. Elwert, Marburg 1977, ISBN 3-7708-0578-X.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Gerlach: &amp;#039;&amp;#039;Als die Zeugen schwiegen. Bekennende Kirche und die Juden.&amp;#039;&amp;#039; Studien zu Kirche und Israel, Band 10, Berlin 1987, ISBN 978-3-923095-69-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.rosalux.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Themen/Rechtsextremismus/Daten_zur_Entrechtung_und_Verfolgung_der_Juden.pdf Reiner Zilkenat: &amp;#039;&amp;#039;Daten und Materialien zur Diskriminierung, Entrechtung und Verfolgung der Juden in Deutschland im Jahre 1933&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 164&amp;amp;nbsp;kB; 2004)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassismus im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antislawismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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