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	<title>Arianespace - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arianespace&amp;diff=119806&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PM3: /* Seit 2022: Generationenwechsel */Absichtserklärungen sind nicht enzyklopädisch relevant, zumal die Projekte DornAbsichtserklärungen sind nicht enzyklopädisch relevant, zumal die Projekte Dawn und Prime inzwischen tot sind. Und mit der Vega-E hat Arianespace nichts mehr zu tun.</title>
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		<updated>2026-02-11T21:09:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Seit 2022: Generationenwechsel: &lt;/span&gt;Absichtserklärungen sind nicht enzyklopädisch relevant, zumal die Projekte DornAbsichtserklärungen sind nicht enzyklopädisch relevant, zumal die Projekte Dawn und Prime inzwischen tot sind. Und mit der Vega-E hat Arianespace nichts mehr zu tun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Arianespace SAS&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://annuaire-entreprises.data.gouv.fr/entreprise/318516457 |titel=Handelsregister: RCS Evry, 318 516 457 |werk=annuaire-entreprises.data.gouv.f |sprache=fr |abruf=2022-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Logo             = Arianespace logo.svg&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[Société par actions simplifiée|Société par actions simplifiée (SAS)]]&lt;br /&gt;
| ISIN             = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 26. März 1980&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.arianespace.com/company-milestones/decades/1980/ |titel=Milestones |titelerg=80’s |werk=arianespace.com |hrsg=Arianespace |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160521110705/http://www.arianespace.com/company-milestones/decades/1980/ |archiv-datum=2016-05-21 |abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Bitte nicht löschen, alternativer Link, bei Bedarf Kommentierung aufheben, THX!&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.arianespace.com/about-us/milestones.asp |archive-is=2012.07.30-214144 |text=&amp;#039;&amp;#039;Milestones.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;arianespace.com&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 25. März 2025 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund  = &lt;br /&gt;
| Sitz             = [[Évry]], {{FRA}}&lt;br /&gt;
| Leitung          = [[Stéphane Israël]]&lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = 220 (2021)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.arianespace.com/about-us/ |titel=About us |werk=arianespace.com |sprache=en |abruf=2022-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Umsatz           = 1,25 Milliarden Euro (2021)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Stand            = &lt;br /&gt;
| Branche          = Starts von Satelliten und Raumsonden&lt;br /&gt;
| Website         = [https://www.arianespace.com/ www.arianespace.com]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arianespace SAS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[multinationales Unternehmen]], das am 26. März 1980 als erster kommerzieller Anbieter von [[Trägerrakete]]n&amp;lt;nowiki /&amp;gt;starts gegründet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard Schneider: [https://www.hamfu.ch/_upload/ARIANE_die_europaeische_Traegerrakete_-_Entwicklung_und_Erstfluege.pdf &amp;#039;&amp;#039;ARIANE, die europäische TrägerraketeEntwicklung und Erstflüge&amp;#039;&amp;#039;] Vorlesungen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich im Wintersemester 1980/1981, S.&amp;amp;nbsp;16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;esa-Wirtscha&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany/Wirtschaftsfaktor_Ariane_Arianespace |titel=Wirtschaftsfaktor Ariane: Arianespace |werk=esa.int |hrsg=[[Europäische Weltraumorganisation|European Space Agency]] – ESA |abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist für Betrieb und Vermarktung der europäischen Startsysteme [[Ariane (Rakete)|Ariane]] und [[Vega (Rakete)|Vega]] zuständig. Von 2007 bis zum [[Russischer Überfall auf die Ukraine 2022|russischen Überfall auf die Ukraine 2022]] startete Arianespace auch [[Sojus (Rakete)|Sojus-Raketen]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.arianespace.com/press-release/suspension-of-soyuz-launches-operated-by-arianespace-starsem/ Suspension of Soyuz launches operated by Arianespace &amp;amp; Starsem]&amp;#039;&amp;#039;, 4. März 2022, abgerufen am 24. Mai 2022 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größter Anteilseigner ist die [[ArianeGroup]], die insgesamt 73,69 % des Unternehmens hält. Der Hauptsitz von Arianespace liegt in [[Évry]] südlich von [[Paris]]. Die europäischen Trägerraketen starten vom [[Centre Spatial Guyanais|Weltraumbahnhof Kourou]] in [[Französisch-Guayana]]. Am 26.&amp;amp;nbsp;April 2017 wurde die Arianespace SA in die Arianespace SAS formwechselnd umgewandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bodacc.fr/annonce/detail-annonce/B/20170084/1494 |titel=Modifications et mutations diverses |titelerg=Bodacc B n°20170084 publié le 30/04/2017 |sprache=fr |abruf=2022-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 1973–1979: Entstehung ===&lt;br /&gt;
Das [[Europa (Rakete)|Europa]]-Programm der [[European Launcher Development Organisation|ELDO]] scheiterte 1973, daraufhin beschlossen zehn europäische Länder auf Anregung [[Frankreich]]s, das [[Ariane (Rakete)|Ariane]]-Programm ins Leben zu rufen. Ziel war es, Europa einen unabhängigen Zugang zum [[Weltraum]] zu ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrew Wilson |Titel=ESA Achievements |Auflage=3. |Verlag=ESA Publications |Ort=Noordwijk |Datum=2005 |ISBN=92-9092-493-4 |Seiten=86 |Sprache=en |Online=https://www.esa.int/esapub/br/br250/br250.pdf |Format=PDF |KBytes=13094}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Verwaltet wurde das Programm von der in dieser Zeit gegründeten [[Europäische Weltraumorganisation|Europäischen Weltraumorganisation]] (ESA), umgesetzt wurde es hauptsächlich von der französischen Raumfahrtagentur [[Centre national d’études spatiales|CNES]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bedarf europäischer Regierungen an Raketenstarts wurde für die 1980er auf nur zwei Stück pro Jahr geschätzt. Eine solche Rate würde die Produktionskapazitäten niemals ausreichend nutzen und keinen rentablen Betrieb zulassen. Die Starts der Ariane-Raketen mussten also kommerziell auf dem Markt verfügbar sein. Die ESA eignete sich allerdings kaum für diese Kommerzialisierung, da alle ihre Entscheidungen einstimmig getroffen werden mussten. Eine effiziente Produktion und Vermarktung der Trägerrakete wäre so nicht möglich gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Claude Carlier und Marcel Gilli |Titel=Les trente premières années du CNES |Verlag=La Documentation Française |Datum=1998 |ISBN=2-11-003206-5 |Seiten=168 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Dezember 1977 schlug der damalige CNES-Direktor für Trägerraketen, [[Frédéric d’Allest]], die Gründung einer [[Vertriebsgesellschaft]] vor, die &amp;#039;&amp;#039;Transpace&amp;#039;&amp;#039; heißen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=France Durand-de Jongh |Titel=De la fusée Véronique au lanceur Ariane : Une histoire d&amp;#039;hommes, 1945-1979 |Sammelwerk=Essais Documents |Verlag=Stock |Ort=Paris |Datum=1998 |ISBN=2-234-04659-9 |Seiten=259 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei sollte das Kapital zwischen der französischen Raumfahrtagentur und den industriellen Herstellern der Rakete aufgeteilt werden. Diese Idee wurde 1978 von der Leitung des CNES und der französischen Regierung gebilligt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. In der Zwischenzeit begann Frédéric d&amp;#039;Allest bereits, sich an Satellitenbetreiber zu wenden, um Aufträge für Raketenstarts zu ergattern, und damit die Nachfrage unter Beweis zustellen. Ein erster Erfolg wurde am 8.&amp;amp;nbsp;Dezember 1978 verzeichnet, als der damals führende Satellitenbetreiber der Welt, [[Intelsat]], sich für die Ariane entschied. Unterzeichnet wurde der erste Auftrag am 15.&amp;amp;nbsp;Februar 1979.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Pariser Luftfahrtschau]] unterzeichnete das CNES am 12. Juni 1979 eine Absichtserklärung mit den beteiligten Unternehmen, Transpace zu gründen. Der Name konnte aber nicht verwendet werden, weil er bereits der eines amerikanischen Unternehmens war. Offiziell gegründet wurde das nun &amp;#039;&amp;#039;Arianespace&amp;#039;&amp;#039; genannte Unternehmen am 26.&amp;amp;nbsp;März 1980.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany/Wirtschaftsfaktor_Ariane_Arianespace |titel=Wirtschaftsfaktor Ariane: Arianespace |werk=esa.int |hrsg=[[Europäische Weltraumorganisation|European Space Agency]] – ESA |abruf=2018-07-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Frédéric d&amp;#039;Allest wurde erster Geschäftsführer. So wurde Arianespace der erste Anbieter der Welt von kommerziellen Raketenstarts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1979–1986: Erste Starts ===&lt;br /&gt;
Die erste [[Ariane 1]] flog am Heiligabend 1979.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.esa.int/Our_Activities/Space_Transportation/Ariane_1_2_32 |titel=Ariane 1, 2, 3 |werk=esa.int |hrsg=[[Europäische Weltraumorganisation|European Space Agency]] – ESA |sprache=en |abruf=2018-07-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgten drei weitere Probeflüge, von denen einer fehlschlug. Am 20.&amp;amp;nbsp;September 1982 fand schließlich der erste kommerzielle Start statt – dieser wurde allerdings noch unter Regie der ESA durchgeführt. Der erste Start von Arianespace erfolgte am 23.&amp;amp;nbsp;Mai 1984 und brachte den US-[[Kommunikationssatellit|Telekommunikationssatelliten]] Spacenet&amp;amp;nbsp;1 in die Umlaufbahn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.arianespace.com/company-milestones/decades/1980/ |titel=Milestones – 1980s |werk=arianespace.com |hrsg=Arianespace SAS |sprache=en |abruf=2018-07-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.arianespace.com/launch-log-history/ |titel=Launch Log History |werk=arianespace.com |hrsg=Arianepace SAS |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180705003052/http://www.arianespace.com/launch-log-history/ |archiv-datum=2018-07-05 |abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auch schwerere Satelliten in höhere [[Satellitenorbit|Umlaufbahnen]] bringen zu können, beschloss die ESA im Juli 1980, leistungsfähigere Versionen der Ariane zu entwickeln. Daraus ging zunächst die [[Ariane 2]] hervor. Bei dieser Version wurde der Schub der Erst- und Zweitstufe erhöht, sodass die Rakete 325&amp;amp;nbsp;kg mehr Nutzlast in eine [[geostationäre Transferbahn]] (GTO) befördern konnte als ihre Vorgängerin. Die darauffolgende [[Ariane 3]] bestand aus einer Ariane&amp;amp;nbsp;2 und zwei [[Booster (Raketenantrieb)|Boostern]] mit [[Feststoffraketentriebwerk|Feststofftriebwerk]]. Durch die nochmals erhöhte Schubkraft konnten nun sogar zwei Satelliten pro Start transportiert werden, wodurch sich die Startkosten deutlich reduzieren ließen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Astronautix|ariane3|Ariane 3|abruf=2018-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erststart der Ariane 3 erfolgte am 4. August 1984 im Rahmen der Arianspace-Mission V19. Gestartet wurden die Telekommunikationssatelliten ECS-2 und Télécom&amp;amp;nbsp;1A. In den nächsten 5 Jahren wurden mit dieser Version insgesamt 19&amp;amp;nbsp;Satelliten mit 10&amp;amp;nbsp;Flügen in die Umlaufbahn gebracht. Gleichzeitig startete die Ariane&amp;amp;nbsp;2 fünf Satelliten und die Ariane&amp;amp;nbsp;1 drei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1986–1995: Marktführer ===&lt;br /&gt;
Das Hauptaugenmerk bei der Gründung von Arianespace lag darauf, Europa einen effizienten und unabhängigen Zugang zum Weltall zu ermöglichen und nicht darauf, Profit mit den Satellitenstarts zu erwirtschaften. Angesichts der zur gleichen Zeit entwickelten [[Space Shuttle]]s war dies auch nicht sinnvoll, da diese, auf Grund ihrer Wiederverwendbarkeit, deutlich günstiger sein sollten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Challenger (Raumfähre)|Challenger]]-Unfall am 28. Januar 1986 blieben die [[Vereinigte Staaten|amerikanischen]] Shuttles allerdings für 32&amp;amp;nbsp;Monate am Boden, womit auch die kommerzielle Nutzung eingestellt wurde. So fiel der Hauptkonkurrent der Ariane aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Die Produktion konventioneller Trägerraketen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Atlas (Rakete)|Atlas]] und [[Titan (Trägerrakete)|Titan]]) musste in den USA erst wieder hochgefahren werden, da sie größtenteils durch das Shuttle ersetzt worden waren. Das nahm einige Zeit in Anspruch und so befand sich Arianespace Ende der 80er Jahre in einer Quasi-Monopolsituation für kommerzielle Satellitenstarts.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Euroconsult |Titel=Launch Services Market Survey : Worldwide Prospects to 2007 |Ort=Paris |Datum=1998 |ISBN=2-912672-05-8 |Seiten=93 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit konnte die Startanzahl stark ausgebaut werden: 1985 wurden noch 5&amp;amp;nbsp;Satelliten gestartet. Diese Zahl verdoppelte sich auf 11 im Jahr 1988.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Dieser Zeitraum entspricht auch der Einführung der neuen Ariane&amp;amp;nbsp;4. Durch neue Booster und Veränderungen an der Erststufe konnte die Leistung noch einmal erhöht werden. Mit der stärksten der sechs Ariane 4-Varianten war es nun möglich bis zu 4,95&amp;amp;nbsp;Tonnen in eine geostationäre Umlaufbahn (GTO) zu bringen. Obwohl die Telekommunikationssatelliten stetig schwerer wurden, konnten somit immer noch zwei Satelliten auf einmal transportiert werden. Die flexible Kombinierung der verschiedenen Booster ermöglichte außerdem eine optimale Anpassung an die Nutzlast.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany/Das_Arbeitspferd_Die_Ariane_4 |titel=Das Arbeitspferd: Die Ariane 4 |werk=esa.int |hrsg=[[Europäische Weltraumorganisation|European Space Agency]] – ESA |abruf=2018-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Ariane 4 wurde am 15. Juni 1988 gestartet und löste bereits ab Mitte 1989 die vorherigen Ariane-Versionen ab. Um die Nachfrage zu befriedigen, verdoppelte sich die Startrate von 3 oder 4&amp;amp;nbsp;Flügen pro Jahr von 1988 auf 7 oder 8&amp;amp;nbsp;Flüge, bevor sie ab 1995 11 bis 12&amp;amp;nbsp;Flüge erreichte. Am 15.&amp;amp;nbsp;Februar 1989 bestellte Arianespace 50 Ariane-4-Trägerraketen für 18&amp;amp;nbsp;Mrd. [[Französischer Franc|französische Franc]]. Dieser außergewöhnliche Auftrag wurde später schrittweise auf insgesamt 95&amp;amp;nbsp;Trägerraketen erhöht&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Euroconsult |Titel=Launch Services Market Survey : Worldwide Prospects to 2007 |Ort=Paris |Datum=1998 |ISBN=2-912672-05-8 |Seiten=89 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 gab Frédéric d&amp;#039;Allest seinen Platz an der Spitze von Arianespace an [[Charles Bigot]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=New Arianespace Chief |Sammelwerk=[[The New York Times]] (online) |Datum=1990-08-03 |ISSN=1553-8095 |Sprache=en |Online=https://www.nytimes.com/1990/08/03/business/new-arianespace-chief.html |Abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr zuverlässigen Starts der Ariane 4 (97,41 %) brachten Arianespace sowie der europäischen Raumfahrtindustrie im Vergleich zu US-amerikanischen und russischen Anbietern großes Ansehen bei den Kunden ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1995–2013: Anpassung an den veränderten Markt ===&lt;br /&gt;
Ab Mitte der 90er Jahre wurden geostationäre Satelliten so schwer, dass sie trotz regelmäßiger Leistungsverbesserungen nicht mehr zu zweit mit der Ariane&amp;amp;nbsp;4 gestartet werden konnten. Dies erforderte die Einführung der [[Ariane 5]], einer neuen, leistungsfähigeren Trägerrakete, deren Entwicklung bereits 1988 von der ESA initiiert wurde. Der Erstflug der Ariane&amp;amp;nbsp;5 am 4.&amp;amp;nbsp;Juni 1996 scheiterte jedoch, weil die Steuerungssoftware unsorgfältig von der Ariane&amp;amp;nbsp;4 übernommen wurde. Dieser Fehlschlag führte zu einer Verschiebung der Qualifikation auf Oktober 1998. Der erste kommerzielle Flug fand erst am 10.&amp;amp;nbsp;Dezember 1999 statt. Der Betrieb der Ariane&amp;amp;nbsp;4 wurde daher bis 2003 verlängert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu war Arianespace nach dem Zusammenbruch der [[Sowjetunion]] und dem darauffolgenden Markteintritt amerikanisch-russischer Startanbieter wie [[International Launch Services]] (ILS) und [[Sea Launch]] einem hohen Wettbewerb ausgesetzt, da diese denselben Markt wie Arianespace bedienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem entstanden im [[Low Earth Orbit|niedrigen Erdorbit]] (LEO) große [[Satellitenkonstellation|Satelliten-Konstellationen]] wie [[Iridium (Kommunikationssystem)|Iridium]] und [[Globalstar]]. Für den Start dieser Art von Satelliten war weder die Ariane&amp;amp;nbsp;4 noch die Ariane&amp;amp;nbsp;5 geeignet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Lardier, Stefan Barensky |Titel=Les deux vies de Soyouz |Sammelwerk=Histoire des sciences |Verlag=E-dite |Ort=Paris |Datum=2010 |ISBN=978-2-84608-266-2 |Seiten=255 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das veranlasste Arianespace 1996 dazu, zusammen mit [[Aérospatiale]] in die Gründung von [[Starsem]] zu investieren,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Lardier, Stefan Barensky |Titel=Les deux vies de Soyouz |Sammelwerk=Histoire des sciences |Verlag=E-dite |Ort=Paris |Datum=2010 |ISBN=978-2-84608-266-2 |Seiten=289 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das für die Vermarktung der russischen [[Sojus (Rakete)|Sojus]]-Trägerrakete ab 1999 außerhalb der ehemaligen Sowjetunion verantwortlich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Lardier, Stefan Barensky |Titel=Les deux vies de Soyouz |Sammelwerk=Histoire des sciences |Verlag=E-dite |Ort=Paris |Datum=2010 |ISBN=978-2-84608-266-2 |Seiten=308 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige ESA-Generaldirektor [[Jean-Marie Luton]] trat 1997 die Nachfolge von Charles Bigot an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.esa.int/About_Us/Welcome_to_ESA/Jean-Marie_Luton |titel=Jean-Marie Luton |werk=esa.int |hrsg=[[Europäische Weltraumorganisation|European Space Agency]] – ESA |sprache=en |abruf=2018-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts des Markteintritts von Telekommunikationssatelliten mit einem Gewicht von über 5&amp;amp;nbsp;Tonnen wurde 1999 eine verbesserte Version der Ariane&amp;amp;nbsp;5 mit einer Startkapazität von 10&amp;amp;nbsp;Tonnen in den GTO gestartet. Der Erstflug dieser Ariane&amp;amp;nbsp;5 ECA am 11.&amp;amp;nbsp;Dezember 2002 scheiterte, und so beschloss die ESA, die Produktionsstruktur der Ariane zu überholen: Statt die Ariane 5 wie vorher bei unzähligen kleinen Unternehmen produzieren und montieren zu lassen, wurde [[EADS]] Space Transportation (später [[Astrium Space Transportation]], heute [[Airbus Defence and Space]]) zum Hauptauftragnehmer ernannt. Arianespace beschränkt seine Aktivitäten so auf das Marketing und den Startbetrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrew Wilson |Titel=ESA Achievements |Auflage=3. |Verlag=ESA Publications |Ort=Noordwijk |Datum=2005 |ISBN=92-9092-493-4 |Seiten=168 |Sprache=en |Online=https://www.esa.int/esapub/br/br250/br250.pdf |Format=PDF |KBytes=13094}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Vergangenheit musste Arianespace mehrfach Finanzspritzen aus dem Etat der ESA bekommen, um zu überleben. Zuletzt entschied der ESA-Ministerrat im Februar 2004, das Unternehmen zu unterstützen, um Europas unabhängigen Zugang zum Weltraum zu erhalten und die angeschlagene Ariane&amp;amp;nbsp;5 zu fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ariane 5 ECA kehrte am 12. Februar 2005 erfolgreich in den Flugbetrieb zurück und wurde zum Arbeitspferd von Arianespace. Die alte Ariane 5G-Version machte ihren letzten Flug am 18.&amp;amp;nbsp;Dezember 2009. Weil sich der Satellitenstartmarkt erholte, erhöhte Arianespace seit 2007 wieder die Startrate der [[Ariane 5 ECA]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.arianespace.com/news-feature-story/2007/2007_02_21_tempo_and_quality.asp |titel=CEO Jean-Yves Le Gall: Tempo and quality are keys to Arianespace’s success |titelerg=Feature Story |werk=arianespace.com |datum=2007-02-21 |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20081117110215/http://www.arianespace.com/news-feature-story/2007/2007_02_21_tempo_and_quality.asp |archiv-datum=2008-11-17 |abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jean-Yves Le Gall]] wurde 2007 zum Geschäftsführer von Arianespace.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Lardier, Stefan Barensky |Titel=Les deux vies de Soyouz |Sammelwerk=Histoire des sciences |Verlag=E-dite |Ort=Paris |Datum=2010 |ISBN=978-2-84608-266-2 |Seiten=392 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem letzten Start der Ariane 4 wurde klar, dass Starts mittelschwerer [[Kommunikationssatellit]]en nicht von der Ariane 5 abgedeckt wurden und eine Marktlücke offen war. Seit Mitte 2011 startete Arianespace deshalb auch die russische Sojus-Trägerrakete vom [[Centre Spatial Guyanais|Weltraumbahnhof Kourou]] aus, deren Erstflug am 21.&amp;amp;nbsp;Oktober 2011 stattfand. Sie deckt eben diesen Markt ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Vorbereitungen zu Flug V201 wurde bei der Anlieferung der 202. Ariane in Kourou das Nummerierungssystem umgestellt. Arianestarts erhalten nun eine VA-Nummer, Sojusstarts von Kourou erhielten eine VS-Nummer und Starts der Vega eine VV-Nummer. Aus Flug V201 wurde so VA201.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.arianespace.com/news-mission-update/2011/767.asp |titel=A new numbering system for Arianespace missions as preparations begin for another Ariane 5 launch |titelerg=Ariane Flight VA202 |werk=arianespace.com |hrsg=Arianespace |datum=2011-03-11 |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110317031856/http://www.arianespace.com/news-mission-update/2011/767.asp |archiv-datum=2011-03-17 |abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.arianespace.com/news-mission-update/2011/768.asp |titel=Africa’s first private sector telecom satellite is readied for launch on Ariane 5 |titelerg=Ariane Flight VA201 |werk=arianespace.com |hrsg=Arianespace |datum=2011-03-14 |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110319023011/http://www.arianespace.com/news-mission-update/2011/768.asp |archiv-datum=2011-03-19 |abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine [[Vega (Rakete)|Vega]]-Trägerrakete der ESA wurde nach ihrem erfolgreichen Qualifikationsflug am 13. Februar 2012 in die Flotte von Arianespace aufgenommen für den stark wachsenden Kleinsatelliten-Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 2013 ernannte das [[Board of Directors]] von Arianespace [[Stéphane Israël]] einstimmig zum Geschäftsführer. Jean-Yves Le Gall wurde zum Direktor der französischen Weltraumagentur CNES.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.lepoint.fr/economie/stephane-israel-nomme-nouveau-p-dg-d-arianespace-18-04-2013-1656481_28.php |titel=Stéphane Israël nommé nouveau P-DG d&amp;#039;Arianespace |werk=Le Point |datum=2013-04-18 |sprache=fr |abruf=2018-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2013–2022: Verstärkter Wettbewerb ===&lt;br /&gt;
Durch neue Anbieter wie zum Beispiel [[SpaceX]] stieg der Wettbewerb im kommerziellen Startsektor stetig an. So war die wiederverwendbare [[Falcon 9]] des US-amerikanischen Unternehmens deutlich günstiger als die Ariane&amp;amp;nbsp;5.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Ariane 6: Streit um Europas Mega-Rakete |Datum=2014-03-21 |Online=https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/ariane-6-streit-um-europas-mega-rakete/9651014.html |Abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2017 wurde Arianespace dann auch als Marktführer durch SpaceX abgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Schubert |Titel=Satellitentransport: Space X läuft Arianespace den Rang ab |Sammelwerk=FAZ.NET |Datum=2018-01-09 |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/space-x-von-elon-musk-schlaegt-arianespace-15382755.html |Abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die starke Position Europas zu erhalten, wurde Airbus Defence and Space Anfang 2013 damit beauftragt, ein Konzept für die deutlich kosteneffizientere [[Ariane 6]] vorzulegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.space-airbusds.com/en/press_centre/airbus-defence-and-space-wins-contracts-to-design-ariane-6-and-continue-development-of-ariane-5.html |titel=Airbus Defence and Space wins ESA contracts to design Ariane 6 and continue development of Ariane 5 ME |hrsg=Airbus Defence and Space |datum=2013-01-30 |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160119094830/http://www.space-airbusds.com/en/press_centre/airbus-defence-and-space-wins-contracts-to-design-ariane-6-and-continue-development-of-ariane-5.html |archiv-datum=2016-01-19 |abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der endgültige Entwicklungsauftrag wurde am 12.&amp;amp;nbsp;August 2015 an das neugegründete [[Joint-Venture]] Airbus Safran Launchers (seit 1.&amp;amp;nbsp;Juli 2017 [[ArianeGroup]]) vergeben. Ziel war die Startkosten pro Tonne zu halbieren und damit günstiger als die Konkurrenz zu sein. Der erste Start der Ariane&amp;amp;nbsp;6 fand im Juli 2024 statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerhard Hegmann |url=https://www.welt.de/wirtschaft/article252445800/Traegerrakete-ESA-Hoffnung-Ariane-6-versagt-im-All-nach-Bilderbuchstart.html |titel=Trägerrakete: ESA-Hoffnung Ariane 6 versagt im All nach Bilderbuchstart |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|Die Welt]] |datum=2024-07-13 |abruf=2025-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ArianeGroup übernahm 2015 auch die Anteile der französischen Weltraumagentur CNES und wurde so mit etwa 74 % zum mit Abstand größten Anteilseigner von Arianespace.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frankfurter Rundschau |url=https://www.fr.de/wissen/astronomieraumfahrt/raumfahrt-esa-vergibt-entwicklungsauftrag-fuer-ariane-6-a-438217 |titel=ESA vergibt Entwicklungsauftrag für Ariane 6 |abruf=2015-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 2020 und 2022 kam es durch die COVID-19-Pandemie zu gestörten Lieferketten und Verzögerungen bei den Raketenstarts, außerdem wurden die Entwicklung der Ariane&amp;amp;nbsp;6 und der Vega-C verzögert. International ist die Branche durch die Falcon&amp;amp;nbsp;9 unter Kostendruck. Insgesamt wurden in den Jahren 2020 und 2021 in Kourou nur noch sechs Ariane&amp;amp;nbsp;5-Raketen, fünf Vega-Raketen und drei Sojus gestartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 2022: Generationenwechsel ===&lt;br /&gt;
Das Jahr 2022 markierte für Arianespace den Beginn eines Generationswechsels auf dem Gebiet der Trägerraketen. Wegen des [[Russischer Überfall auf die Ukraine seit 2022|Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine]] wurde die Zusammenarbeit mit Roskosmos in der unbemannten Raumfahrt dauerhaft eingestellt, womit die Starts und die Vermarktung von Sojus-Raketen in Kourou endeten. Bisherige Kunden der Sojus wie [[OneWeb]] und die [[Europäische Weltraumorganisation|ESA]] wichen auf Raketen des US-amerikanischen Anbieters [[SpaceX]] und der indischen Raumfahrtbehörde [[ISRO]] aus. Es bestand ein erhöhter Bedarf an Raketenstarts, während die Preise durch SpaceX gedeckelt und alle neuen europäischen Raketenprogramme durch Anlaufschwierigkeiten verzögert waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nachfolgerin der Vega wurde die [[Vega (Rakete)|Vega-C]] entwickelt, bei gleichen Startkosten soll sie die Nutzlastkapazität um etwa 70 % erhöhen. Der Erststart erfolgte im Juli 2022,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.esa.int/Our_Activities/Space_Transportation/Launch_vehicles/Vega-C |titel=Vega-C |werk=esa.int |hrsg=European Space Agency |sprache=en |abruf=2020-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der zweite Start im Dezember desselben Jahres schlug fehl. Auch bei der Vega traten vermehrt technische Probleme auf. Andererseits wurde die Vermarktung der Vega ab Mitte 2025 an [[Avio]] abgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktion der Ariane&amp;amp;nbsp;5 lief 2023 aus, während der für 2022 angesetzte erste Start der Ariane&amp;amp;nbsp;6 ins Jahr 2024 verschoben werden musste. Der geplante Parallelbetrieb beider Modelle war somit nicht mehr möglich. Die neuen Raketen Vega-C und Ariane&amp;amp;nbsp;6 hatten feste Buchungen von institutionellen Kunden für Galileo und weitere EU-finanzierte Programme, für einige europäische Weltraumagenturen sowie für die ESA. Die künftige Entwicklung soll auch bei Arianespace hin zu vereinfachten modularen Komponenten gehen, die verschieden eingesetzt und in größeren Stückzahlen und preiswerter produziert werden können. Letztlich hofft man, wie SpaceX auch wiederverwendbare Raketenstufen zu betreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anteilseigner ==&lt;br /&gt;
Insgesamt halten 17 Firmen aus neun Ländern Anteile an Arianespace:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Unternehmen !! Anteil am Kapital !! Land&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[ArianeGroup]]||62,10 %||{{FRA}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Air Liquide]] SA||1,89 %||{{FRA}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Clemessy||0,11 %||{{FRA}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Compagnie Deutsch SAS||n.s.||{{FRA}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[ArianeGroup]]||11,59 %||{{DEU}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[MT Aerospace]] AG||8,26 %||{{DEU}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Avio]] SpA||3,38 %||{{ITA}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[SABCA|S.A.B.C.A.]]||2,71 %||{{BEL}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Thales Alenia Space]] Belgium ||0,33 %||{{BEL}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Safran Aero Boosters]]||0,32 %||{{BEL}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[RUAG]] Schweiz AG||2,67 %||{{CHE}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| GKN Aerospace Sweden AB||1,63 %||{{SWE}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[RUAG Space]] AB||0,82 %||{{CHE}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Airbus Defence and Space]] S.A.||2,03 %||{{ESP}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| CRISA||0,11 %||{{ESP}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Airbus Defence and Space]] B.V.||1,94 %||{{NLD}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kongsberggruppe|Kongsberg Defence &amp;amp; Aerospace AS]]||0,11 %||{{NOR}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilhaber mit nicht signifikantem Anteil sind mit „n.s.“ gekennzeichnet. Stand: Januar 2018.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.arianespace.com/company-profile/ |titel=company-profile |werk=arianespace.com |hrsg=Arianespace |sprache=en |abruf=2018-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.arianespace.com/ Arianespace Homepage] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.arianespace.com/missions/ Arianespace Missions Archive] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arianespace| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrtunternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Raumfahrt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Raumfahrt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Île-de-France)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Évry-Courcouronnes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astrium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Département Essonne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrtzentrum Guayana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1980]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PM3</name></author>
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